Warum immer Tröpchentest?

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Anonymous

Guest
Flossensauger242 schrieb:
rabuf schrieb:
Hallo Jürgen!
Es geht schlicht und einfach wie bei allen Diskussionen um die Leichenbecken darum wie viel Vorarbeit (JA ARBEIT) man von einem Anfänger erwarten kann BEVOR er sich in das "Abenteuer" Aquaristik stürzt.
Es helfen in solchen Fällen keine Wassertests sondern schlicht und einfach ein Buch in dem das nötige Handwerkszeug vermittelt wird. Aber das ist ja schon zu viel verlangt und unverantwortlich.
Gruß Erik

Hi,

das siehst du sehr optimistisch. Stell dich mal ein paar Stunden in den Laden und staune. Ich denke wirklich das deine Erwartungen sehr hoch geschraubt sind oder meinst du wirklich das jeder der ein AQ zu Hause hat schonmal ein Buch gelesen hat. :) Ein Buch ist eine tolle Sache. In vielen wird auch auf Wassertests verwiesen. :wink:

Liebe Grüße,

Jürgen

PS: Ich mag auch gar nicht streiten. Jeder hat seine Meinung. Ich vertrete nur meine eigene. Die muß nicht der Wahrheit letzter Schliff sein.
Hallo Jürgen!
Daran ist nichts optimistisches, das ist schlicht und einfach das was ich von jedem erwarte, der plant ein Tier zu pflegen. Deswegen hält sich mein Mitleid mit den Leichenbecken-Besitzern auch in Grenzen. Es hätte sich sehr viel vermeiden lassen, wenn man sich vorher informiert hätte. Ob man nun in der Einlaufphase Tröpfelt oder nicht, mag jedem überlassen sein, aber unbedingt nötig ist es nicht, wenn man eben die 3 Grundregeln kennt:
1) Geduld,
2) Geduld,
3) Geduld.
Wobei die Geduld nicht daran liegt einem leeren Becke zuzuschauen sondern langsam zu besetzen und die Eigenarten der Tiere zu Berücksichtigen - die Zeigen einem kein Wassertest.

Gruß Erik
 


Hi,

mein Mitleid mit den Leichenbecken Besitzern hält sich ebenfalls in Grenzen. Nur das nicht was mit den Leichen, ehemals Fische, passiert ist. Ich halte Information für nichts grundsätzlich falsches. Ob die Information aus Erfahrung entsteht, aus Beobachtung oder aus einem Wassertest für ein paar Euro, 50 ist nebensächlich. Jede dieser Informationen kann verwertet werden. Falsch sind sie auf keinen Fall. Der Wassertest kann einem Anfänger aber eine Informationsquelle sein. Auf eine Information aus Erfahrung kann er nämlich schonmal nicht zurückgreifen. Erfahrung beeinhaltet übrigens gerne mal den ein oder anderen Routinefehler.

Liebe Grüße,

Jürgen
 
hmmm...also ich denke ein wesentliches Problem im Umgang mit Tröpfchentests is die tatsache dass sie relativ leicht verfälscht werden können.
Z.B. der test für NO2 hier gibt man (zumindest bei meinem Test)7 Tropfen der 1. Testsubstanz in die Probe. Dann schüttelt man die probe, lässt sie 10sec. lang stehen und gibt dann wieder 7 Tropfen der testsubstanz 2 hinein. Die Probleme beginnen schon beim nehmen der Probe. Vorgeschrieben sidn 5ml des aq-wassers, nur leider verfälscht jeder Tropfen zuviel oder zu wenig das Ergebnis bereits, und auf den nanometer genau 5ml aq-wasser mit einer handelsüblchen Spritze zu entnehmen is doch recht schwierig^^
Schritt 2: eigentlich noch gut machbar, vorausgesetzt man verzählt sich nich aus versehen. Aber auch nur Eigentlich, denn gerade Leuten die den Umgang mit solchen testgerätschaften nicht gewohnt sind kann es schnell passieren dass z.B. ein oder 2 Tropfen der testflüssigkeit am glas hängen bleiben anstatt direkt ins wasser zu fallen. auch das verfälscht das ergebnis da ja jetzt zu wenig indikator in der Probe is. Das Gößte Problem ergibt sich aber jetzt bei Schritt drei, dem schütteln und 10sec. warten. das Dumme an Chmikalien ist ja dass sie indem moment beginnen zu reagieren in dem sie mit ihrem reaktionspartner in kontakt treten. das heißt die chemische reaktion im test beginnt schon beim ersten Tropfen. Gibt man jetzt die 1. substanz hinzu startet die reaktion , sie läuft auch während des schüttelns weiter. das Blöde is jetz dass man nich weiß wie lange man zu schütteln hat und jede sekunde die man zu lange wartet das ergebnis verfälscht und jede die man zu kurz schüttelt verfälscht es auch.... Und beim Einfüllen der 2. substanz ergeben sich dieselben Probleme wie bei der esrten...
Alo ich finde Tröpfcehntests auch nich so sicher wie alle sagen, vielleicht übertreibe ich auch einfach nur^^
ciao Tim
 
:wink: hi...

ich denke, erfahrungswerte sind auch nicht zu verachten. rölli hat mich mal nach meinen werten gefragt. meine antwort: wasser nicht trübe, keiner kieloben, alle fressen- ergo: alles okay...

ich habe seit 16 jahren aquarien und KEIN tröpfchentest. bücher waren und sind für mich, vor allem was tiere und pflanzen angeht, eine gute orientierungshilfe- aber auch mit diesen hilfsmitteln muss man umgehen können :wink: << bedeutet: wer lesen kann, ist klar im vorteil.

für den notfall, um sicher zu gehen dass wirklich mal was nicht stimmt, habe ich stäbchentests- die können einem zumindest mehr klarheit bei problemen verschaffen...

also ich meine: wer interesse an tests hat und sonst kaum jemanden zum fragen, für den sind sie schon richtig.

aber es gibt sicherlich eine fraktion, zu der ich mich auch zähle, die erfahrung genug besitzt um ohne auszukommen. ich mache nicht mal wöchentlich einen teilwasserwechsel und richte auch schon mal ein becken neu ein, ohne lange einlaufphase, was bei meinem besatz auch nicht möglich wäre, wollte ich nicht meine riesen 4 wochen in der badewanne einquartieren...


in diesem sinne: weitermachen- so, wie jeder es für richtig hält, ohne die andere seite wegen ihrer einstellung zu verunglimpfen...

gruss, vanessa
 
Flossensauger242 schrieb:
Dann haben sie aber bestimmt schon eine Zeit in der "Brühe" zugebracht was ihnen bestimmt nicht gut getan hat.
Wir sind uns schon mal einig, daß ausser Nitrit nichts übrig geblieben ist von deiner Wasserwertschelte.
... und hier fängt deine reine Vermutung und Spekulation an.
Ab wann Nitrit für die Fische gefährlich wird hängt weniger von der Konzentration im Wasser ab als vielmehr von einigen anderen Faktoren.
Wer seine Fische beobachtet bekommt auch ohne diesen Test mit, wann es für seine Fische problematisch ist.
In eingefahrenen Aquarien spielt das Problem aber keine Rolle mehr.
Übrig bleibt von deiner Forderung bestenfalls ein Test, der in den ersten vier Wochen interessant wäre.

So what ?

Gruß Knut
 
Knut schrieb:
Flossensauger242 schrieb:
Dann haben sie aber bestimmt schon eine Zeit in der "Brühe" zugebracht was ihnen bestimmt nicht gut getan hat.
Wir sind uns schon mal einig, daß ausser Nitrit nichts übrig geblieben ist von deiner Wasserwertschelte.
... und hier fängt deine reine Vermutung und Spekulation an.
Ab wann Nitrit für die Fische gefährlich wird hängt weniger von der Konzentration im Wasser ab als vielmehr von einigen anderen Faktoren.
Wer seine Fische beobachtet bekommt auch ohne diesen Test mit, wann es für seine Fische problematisch ist.
In eingefahrenen Aquarien spielt das Problem aber keine Rolle mehr.
Übrig bleibt von deiner Forderung bestenfalls ein Test, der in den ersten vier Wochen interessant wäre.

So what ?
"
Gruß Knut


Hi,

"in den ersten 4 Wochen interessant wäre."

Das ist der richtige Satz. Die ersten 4 Wochen eines Aquariums für einen absoluten Anfänger. Vielleicht auch noch danach weil er zu viel füttert. Um nichts anderes geht es. Um Hilfe durch Tests für einen Anfänger der aufgrund dieser Erfahrung bei seinem zweiten Becken schon weniger verkehrt macht.

Liebe Grüße,

Jürgen
 


Hallo Jürgen,
Flossensauger242 schrieb:
Um Hilfe durch Tests für einen Anfänger der aufgrund dieser Erfahrung bei seinem zweiten Becken schon weniger verkehrt macht.
wobei diese Hilfe absolut entbehrlich ist! Es ghet sehr gut, ich bin der Meinung sogar sehr viel besser, ohne diese Tests und die Fixierung: "Wasserwerte sind wichtig".
Es gibt einige wenige Situationen in der Aquaristik in der sie tatsächlich hilfreich oder sogar wichtig sind, z.B. zur Aufbereitung des Wassers, beim Entkarbonisieren etc.
An sonsten wie gesagt: in höchstem Maße entbehrlich, es sei den, man hat ein besonderes an der Wasserchemie. Das ist aber ein anderes Hobby, oder ein Hobby innerhalb der Aquaristik.

Gruß Knut
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Flossensauger242 schrieb:
Ich finde es unverantwortlich den Tieren gegenüber in einem Beginnerforum die Meinung zu verbreiten das die Tests gar nicht nötig sind.
Ich finde es unverantwortlich, in einem Beginner Forum aus den Wasserwerten einen Heiligen Gral zu machen. Schnell wird die Testerei zur Ersatzreligion gemacht, und an jedem Zehntel pH-Wert, oder jedem Punkt GH rumgemäkelt. Davon geht aber kein Fisch ein.

Immer wieder interessant ist, daß dieser Wasserwertefetischismus von Leuten kommt, deren aquaristischer Hintergrund, nunsagenwirmal, ziemlich überschaubar ist. Faß Dich bitte hier auch an die eigene Nase! Je älter, erfahrener ein Aquarianer ist, desto weniger interessant sind für ihn die Wasserwerte.

Viele Grüße
Robert
 
Hi,
Flossensauger242 schrieb:
Das ist der richtige Satz. Die ersten 4 Wochen eines Aquariums für einen absoluten Anfänger. Vielleicht auch noch danach weil er zu viel füttert. Um nichts anderes geht es. Um Hilfe durch Tests für einen Anfänger der aufgrund dieser Erfahrung bei seinem zweiten Becken schon weniger verkehrt macht.
Ja und? Standart ist, daß ein Einsteiger sein Becken aufstellt, irgendwann die Fische japsen und im Forum gefragt wird, was los ist. Dann soll man "Werte messen". Und egal was dabei rauskommt, der Einsteiger soll eh "ordentlich Wasser wechseln" (was ja idR auch korrekt ist). Den test hät man sich sparen können, unabhängig davon, ob man am Test "was sieht" oder nicht. Also der Tröpfchentest als Belehrungs-Mittel, damit der Einsteiger sieht, warum er Wasser wechseln soll? Die Fische japsen, egal ob mein Test grün, gelb oder blau wird. In komplizierten Fällen können aktuelle Wasserwerte mal interessant werden. Bei "klassischer Aquaristik", bei der nicht groß am Wasser gepanscht werden soll, sind sie echt überflüssig.
 
Hallo Hobbygleichgesinnte,

ich habe mir zu Anfang auch mal ein kleines Standard-Testset gekauft.
Bereue ich es: Jein. :?

Ja, weil ich ihn kaum noch nutze und so eine Testreagenz ja auch nicht ewig qualitativ gleich bleibt. Potenzielle Fehlmessungen sind in naher Zunkunft möglich.

Ja, weil ich die 30 Euro auch in anderes Zubehör hätte investieren können.

Nein, weil mir ich die Zusammenhänge bzw. das Zusammmenspiel der Werte untereinander noch nicht ganz klar waren seinerzeit. Diese sind mir auch heute noch nicht bis ins kleinste geläufig, aber für es reicht, um zu wissen, das es rund läuft.

Nein, weil ich das "normale" Verhalten meiner Fische noch nicht kannte und mich somit mit den Test beruhigen konnte.

Ob ich jemanden einen Testkoffer empfehlen würde?
Dafür müsste man denjenigen schon etwas kennen. Einem der so einen Koffer als Heiligtum ansehen würde, Nein.
Jemanden der dies nur macht um sich selber abzusichern, Ja. Er könnte aber auch meinen alten kriegen.

PS: Ich hatte bis jetzt noch keinen Ausfall wegen der Wasserwerte. :wink:

Gruss

Klaus
 
Hallo,

Azrael89 schrieb:
Die Probleme beginnen schon beim nehmen der Probe. Vorgeschrieben sidn 5ml des aq-wassers, nur leider verfälscht jeder Tropfen zuviel oder zu wenig das Ergebnis bereits,

Es werden bei der kolorimetrischen Messungen vielfach die Messreagenzien bewusst im Überschuss zugegeben. Es reagiert eh nur soviel Reagenz, wie der entsprechende Reaktionspartner (z.B. Nitrat, Nitrit) vorhanden ist. Alles andere bleibt einfach inaktiv.
Schlimmer wäre es, wenn zuwenig Reagenz vorläge. Deshalb sind die Rezepturen und Dosierungen so gewählt, dass die höhsten real zu erwartenden Konzentrationen damit abgedeckt sind.

das Blöde is jetz dass man nich weiß wie lange man zu schütteln hat und jede sekunde die man zu lange wartet das ergebnis verfälscht und jede die man zu kurz schüttelt verfälscht es auch

Auch nicht richtig.
Es kommt zu einer Nachreaktion. Allerdings läuft die Hauptreaktion in der ersten Zeit ab und die Unterschiede danach sind eh nur fotometrisch zu messen.

.... Und beim Einfüllen der 2. substanz ergeben sich dieselben Probleme wie bei der esrten...
Alo ich finde Tröpfcehntests auch nich so sicher wie alle sagen, vielleicht übertreibe ich auch einfach nur^^

Du übertreibst auf jeden Fall. Was Du geschrieben hast ist in gänze unzutreffend.

Die aquaristischen Tests sind für die Belange der Aquaristik und darüber hinaus über weite Strecken ausreichend. Sie sind sogar fehlertoleranter als man denkt und eine höhere Genauigkeit bringt keinen Vorteil.

Dieses Streben nach Genauigkeit ist eigentlich nur ein Ablenkungsmanöver um von seiner eigenen Unfähigkeit zu sinnvollen Interpretation der Messergebnisse abzulenken. Es macht überhaupt keinen Sinn zwischen pH 6.6 und 6.8 unterscheiden zu wollen. Es macht keinen Sinn zwischen 8 und 9 und 10 mg/ltr Nitrat unterscheiden zu wollen. Es macht keinen Sinn zwischen 11°dGH, 12 und 13°dGH unterscheiden zu wollen.
Wer Spaß daran hat, bitte sehr, der soll sich mit entsprechenden Messreagenzien bestücken, aber aquaristisch wird er dadurch nicht mal den Hauch eines Vorteiles erlangen.

Eher noch wird ihm die Mühe des genaueren Messens zum Verhängnis, weil er die Zeit, die er darin investiert, hätte besser in seine Aquarien einbringen können. Ich behaupte aus eigener Erfahrung, dass man locker für die aufgewendete Chemiezeit 1-3 weitere Aquarien betreiben könnte, wenn man denn wollte. (Je nach Intensität sogar noch mehr)
 
Hi,


mal eine andere Überlegung.... warum sind die Werte hier im Forum so wichtig?
Wenn hier einer eine Frage hat bezüglich Algen oder komischen Verhalten, warum wird dann meist nach Wasserwerten gefragt?

Nun, ich denke mal weil das so ziemlich die einzigen FESTEN Aussagen sind die man so bekommt.
Oder wie kann ich über einen Forenbeitrag das Verhalten der Fische beurteilen?



Ich halte Test für relativ wichtig.
Relativ daher, da man mit ein wenig Erfahrung eben auhc ohne auskommt, mit aber eventuell mehr machen kann.

Nitrit KH GH und PH? hab ich Tests, messen tu ich aber eigentlich nie, warum auch? Das Becken läuft seit 2 Jahren, da wird sich nichts groß ändern, AUßER: ICH ändere etwas, neuer Bodengrund usw, DANN messe ich auch par mal zur kontrolle.
Für MICH wichtig ist eher Nitrat,Phosphat usw damit diese gezielt gedüngt werden können, noch bevor die Pflanzen Mangelerscheinungen ziegen.
Habe damit z.B. die Letzte Zeit geschlampt, ergebniss ist nicht shcön, zwar keine Mangelerscheinungen, dafür von heute auf morgen eine Algenblüte.
Da gehe ich davon aus das mit das mit Regelmäßigen Tests nicht passiert wäre.
ABER: hätte ich den selben DÜnger wie früher, wüßte ich z.B. wie viel ich täglich reinkippen muß damit es passt, da hätte ich nicht messen müssen.


Warum nun tests?
Nun, um jemandem die lage in meinem AQ mitzuteilen sind sie ein guter Anhaltspunkt, oder wenn ein Bekcen neu ist, hilft es mir MICH auf das Becken einzustellen, nach 2-3 Monaten wird man in der Regel nicht mehr messen müssen, das weis man dann einfach.
Als Anfänger.... wie merk ich das die Fische unter Nitrit leiden? oder ob doch nur zu wenig Sauerstoff vorhanden ist? oder Ob ich gerade ienen Säuresturz erlebe? Da bringt z.B. EIN Wasserwechsel mal rein gar nix wenns dumm läuft und die Fische reagieren zuerst gar nicht, aber dann eben schlagartig (zumindest meine Erfahrung).

Mal angenommen hier schreibt jemande: "Hilfe, habe ständig eine Algenplage trotz Wasserwechsel!"
Wie würdet ihr helfen?
Standartprogramm ala mehr Wasserwechsel und weniger füttern?
Da kann man eigentlich nichts sagen....kommen dann aber eventuell die Wasserwerte wäre das schon ein Inditz und würde eventuell eine genauere Aussage ermöglichen.

--> Wassertests sind sinvoll, nötig nicht unbedingt


grüße
Sascha
 
Hallo,

Der Siedler schrieb:
mal eine andere Überlegung.... warum sind die Werte hier im Forum so wichtig?
Wenn hier einer eine Frage hat bezüglich Algen oder komischen Verhalten, warum wird dann meist nach Wasserwerten gefragt?

Nun, ich denke mal weil das so ziemlich die einzigen FESTEN Aussagen sind die man so bekommt.

dann sollte man die Uhrzeit nehmen, die ist noch sicherer und sagt genauso viel aus wie Messwerte.

Achte nur mal darauf, wie oft nach den Werten gefragt wird und wie oft dann aus den gelieferten Daten auch was abgeleitet wird. Das ist schon sehr wenig. Wenn Du jetzt noch die unsinnigen Ableitungen abziehst, dann bleibt so gut wie nichts mehr über.

Das liegt einfach daran, dass die Wasserwerte nur ein klitzekleiner Teil der ganzen Einflüsse auf den Fisch sind. Bei Pflanzen kann es schon anders sein.

Oder wie kann ich über einen Forenbeitrag das Verhalten der Fische beurteilen?

Gar nicht, egal ob Werte genannt werden oder nicht.

Ich halte Test für relativ wichtig.
Relativ daher, da man mit ein wenig Erfahrung eben auhc ohne auskommt, mit aber eventuell mehr machen kann.

Mit der Erfahrung kommt nur die Erkenntnis, dass die Werte eben nur höchstselten irgendwas sinnvolles aussagen.
Für die Pflanzenaquaristik kann das anders aussehen, aber selbst da gibt es seit langem eine Diskussion, wieviel NO3, PO4 und so denn sein muss. Das heißt, man kann die Messdaten allenfalls intern für seine Becken gebrauchen, nicht aber um anderen was zu erzählen.

Die genaue Ermittlung von Messwerten ist eine anspruchsvolle Geschichte. Dazu bedarf es eines guten Bestecks und auch hinreichend Wissen um die Fehlereinflüsse. Man muss wissen wie der Test funktioniert, worauf es ankommt und worauf nicht. So gibt es z.B. auch mal sog. Querempfindlichkeiten, wo also andere Stoffe mit einwirken. Man denke auch an die Blindprobe bei der CO2-Ermittlung. Auch die pH-Messung im Weichwasser ist nicht ohne, die üblichen Elektroden brauchen eine Mindestleitfähigkeit, damit sie sinnvolle Werte liefern. Sauberes Kalibrieren vorausgesetzt.
Gute Referenzwerte sind eh Voraussetzung, immer. Messen heißt vergleichen und man muss einen sehr guten Vergleichsmaßstab haben. Wer genau messen will ohne diesen Maßstab, der hat eh schon verloren.

Wie ich schon schrieb, dass ganze ist so aufwändig, dass es viele Ressorcen (Zeit, Geld) frisst, die der echten Aquaristik nichts mehr bringen. Daher ist genaues Messen nur ein interessantes Hobby im Hobby, aber nicht mehr. Da sollte man sich nichts anderes einreden lassen, insbesondere nicht von Leuten, die selber nur wenig praktische Aquristik machen.
 
hallo forumsteilnehmer!

ich bin wiedereinsteiger und dieses mal wollte ich von anfang an alles richtig machen...viel gelesen, gelesen und gelesen.

es wird in dieser diskussion viel ueber erfahrung geredet und das daher die tests unnuetz sind. als lebendes, praktisches beispiel kann ich sagen das tests doch einen sinn haben: da ich nun neu beginne und zum ersten mal ein garnelenbecken betreibe sind meine erfahrungen null, nada, niente. erfahrungen nutze ich nur aus zweiter hand (buecher, forum). fuer den anfang (einfahrzeit) waren die tests wichtig um die "grundeinstellungen" zu ueberpruefen, besonders im hinblick auf den erstbesatz.

nachedem nun 2 wochen alles ohne probleme, und nach eigener einschaetzung (die natuerlich voellig subjektiv ist) alles ok lief habe ich heute morgen ein veraendertes verhalten der garnelen festgestellt. ohne erfahrung ob es sich um das beruehmte paarungsschwimmen oder um ein indiz fuer probleme in der anpassung des wassers handelt, sind die tests fuer mich als anfaenger sehr hilfreich um "ausreisser" in der wasserchemie festzustellen und eventuell gegenzusteuern.

meine meinung daher...tests fuer anfaenger hilfreich...nuetzlichkeit von tests sinken mit eigenen erfahrungswerten.

als anfaengerfehler wuerde ich andersherum aber auch das mutwillige "herumdrehen" an den wasserwerten mit allerlei chemiekalien bezeichnen die so im handel erhaeltich sind. ph minus/plus, haerte plus/minus und wie sie alle heissen.
vorgeschlagene wasserwerte sollte man als anhaltspunkt nehmen und versuchen langsam, auch mit der tollen hilfe hier im forum, anzugleichen.
anfaenger koennen von manchen dogmatischen ansichten (ph wert genau auf wert a, b oder c) ganz schoen verwirrt werden und unter druck geraten und schnell alles zu tun um exact wert x zu erreichen. dies kann auch kontraproduktiv sein und zu einem "totpflegen" fuehren.
 
Hi,

glaube du hast mich nicht ganz so verstanden wie ich es meinte.

Es geht nur daum, eingie meinten ja wenn man sich das Verhalten der Fische anschaut kann man seine Schlüsse ziehen.
Das geht in einem Forum nur nicht, daher bringt es mehr wennhalbwegs saubere Messdaten da sind als eine beschreibung ala " meine Fische schießen wie wild durchs Becken".
Sicher bekommt man nicht immer die reine Wahrheit als Antwort, teils liegt es eben daran das auch Tröpfchentests nicht das Ultimative Mittel sind (sag ich ja nicht), aber es hilft eben doch weiter wie eine der oben erwähnten "Beschreibungen".

Und was das mit Nitrat po4 usw angeht., da sagte ich ja, das bringt nur einem selbst was um die Düngermenge usw zu ermitteln.
täglich messen muß man da nicht, anfangs vielleicht bis man raus hat wie viel Dünger rien muß...wenns mal läuft ist das ja auch nicht mehr nötig.
Messe eigentlich noch 1 mal im Monat, einfach um Sicher zu gehen.
Zum "Einfahren" eines Beckens sind eben Tropfen für MICH unersätzlich, und damit meine ich nicht einfach die 4 Wochen oder so bis ein Nitritpeak da ist.
ICH habe in JEDEM meiner Becken einen anderen Besatz, andere Beleuchtung andere Pflanzen, da benötige ich in JEDEM auch eine andere Dosis Dünger oder unterschiedlich viel CO2 und genau das zu ermitteln gehört für MICH zur Einfahrzeit hinzu und genau solange bis diese Werte passen, messe ich regelmäßig um die Werte zu haben.
Wenn es passt schau ich in meine Tabelle und weis: aha, da so und so viel ml Dünger alle 2 Tage und so und so viel Blasen CO2.
Dabei verlasse ich micht auch nicht 1000%ig auf die Werte, sondern auch auf das Erscheinungsbild des Beckens.
Messen ist dann eigentlich nicht mehr nötig.
Nur stelle ich mir es schwer vor eben diese Zeit mit Ratestäbchen zu verbringen.
Sicher, Tropfen sind auhcn icht so dolle, aber immerhin ein gutes Stück genauer als die Stäbchen.


Gut, jemand der sein erstes Becken einrichtet wird sich da kaum Gedanken drüber machen wie viel CO2 er bei der Beleuchtung braucht, aber wie merkt er das z.B. sein Diskus sich nicht wohl fühlt?
Woher weis er das er reines Betonwasser hat? Da muß finde ich mal zumindest grob die Wasserhärte ermittelt werden, Wasserversorger wäre eine möglichkeit, da ist man aber auf andere angewiesen, bleibt selsbt testen und da machts kaum einen Unterschied ob ich mir Stäbchen kaufe oder Tropfen.
Obacht: mir ist durchaus bewußt das Diskus nicht der typische Anfängerfisch ist und das es bei den Fischen recht große Tolleranzen gibt was das Wasser anbelangt, war nun eher als weiteres Beispiel gedacht.
Früher wars mehr oder weniger Try and Error und viel Beobachten.
Nur viele Veruschen eben anfangs nicht und beobachten schaut so aus:" schöner Fisch, oder?" "Ja sehr schön"
Wo merkt da ein Anfänger dann das etwas nciht stimmt? Heutzutage gibt es eben solche Nachweismöglichkeiten, warum dann nicht auch nutzen?

Es ist lediglich eine Erleichterung, nicht mehr nicht weniger.

Würde mich mal interessieren wer von denen, die sagen das Tests überflüssig sind, zu Hause einen PH-Controller haben.
Da gibts sicherlich auch einige....da stellt sich mir die Frage, ist das nicht überflüssig?
Ich meine brauchen tut mans nicht, ich stelle meine Anlage beispielsweise über anfängliche Tröpfchentests ein..geht auch, aber ein PH-Controller wäre sicher genauer, einfacher und einfach schneller.
Brauchen tu ichs trotzdem nciht, hätte ich einen würde ich ihn nutzen :wink:

Ich bin einfach der Mienung, Tests sollte man schon haben, gerade als Anfänger. Wenn es etwas gibt was mit mein Leben als Aquarianer erleichtert, warum sollte ich es nicht nutzen?
Es geht ja nur um die Anfangszeit in der oft gemessen wird. Früher hat man den Fisch ins Becken gekippt, das ging gut oder auch nciht, heute hat man die Möglichkeit zu sagen:"och lieber doch keine Diskus, mein wasser hat ne KHvon 20 und GH von 40 ..."
Früher hat man auch Goldfische in 5L Gläsern gehalten, warum heute nicht auch noch?
Schaden tut es einfach nicht wenn man statt einer weiteren schönen und tollen Pflanze sich ein kleines Testset zulegt.

grüße
 
Hallo,

Der Siedler schrieb:
Es geht nur daum, eingie meinten ja wenn man sich das Verhalten der Fische anschaut kann man seine Schlüsse ziehen.

was ja auch absolut richtig ist.

Das geht in einem Forum nur nicht, daher bringt es mehr wennhalbwegs saubere Messdaten da sind als eine beschreibung ala " meine Fische schießen wie wild durchs Becken".

nur theoretisch. Praktisch funktioniert das nicht.
Ich bin in den Foren ja nun schon einige Jahre aktiv (>10 Jahre, damals noch Compuserve, dann Usenet, jetzt Internet). Die Threads, in denen man aus den Wasserwerten wirklich was ableiten konnte, sind insgesamt höchstselten gewesen.
Zumeist endete es nur in dumpfen Parolen wie "... Dein Wasser ist zu hart für Neons..". Das mal einer mit 100 mg/ltr Nitrat auftauchte, 60 mg/ltr CO2, pH 9 oder 0.5 mg/Ltr Nitrit, ist mir nicht gegewärtig.
Du brauchst aber schon so klare Daten, damit Du daraus was ableiten kannst.

Sicher bekommt man nicht immer die reine Wahrheit als Antwort, teils liegt es eben daran das auch Tröpfchentests nicht das Ultimative Mittel sind (sag ich ja nicht), aber es hilft eben doch weiter wie eine der oben erwähnten "Beschreibungen".

die sehr selten zutreffen könnte. Insgesamt aber schadet die Messerei nur, weil dem neuen Aquarianer der Eindruck vermittelt wird, dass es wichtig sei. Die paar Leutchen, die das so noch verbreiten, betreiben selber nur eine unwesentliche Aquaristik und verfügen nicht über hinreichend praktische Erfahrungen als das sie dazu ernsthaft was sagen könnten.


Woher weis er das er reines Betonwasser hat? Da muß finde ich mal zumindest grob die Wasserhärte ermittelt werden

Ja, das stimmt.

Würde mich mal interessieren wer von denen, die sagen das Tests überflüssig sind, zu Hause einen PH-Controller haben.

Einen Controller zwar nicht, aber recht gutes pH-Meter und Leitfähigkeitsmessgerät. Beides wird benutzt, aber nicht täglich, eher nicht mal wöchentlich. Nur wenn ich es mal wissen will.
 
Hi,

naja, ich denke im Grunde sind wir einer Meinung.
Lediglich glaube ich doch das es einige Beiträge, auch hier im Forum gibt, die recht gut beantwortet wurden, anhand von eben den Wasserwerten.
Gerade was Algen usw betrifft.
Ein Patentrezept gibt es nicht, wohl wahr, aber zumindest eingie Tips wird man bekommen.
Beispielsweise wird man, wenn man sagt habe viele Algen: den Rat bekommen mehr Wasser zu wechseln und weniger zu füttern (Standartantwort halt)
Steht dann aber eventuell was dabei von wegen PO4 5mg/l Nitrat 0,00mg usw wäre es möglich das einige mal darauf hinweisen eventuell Nitrat nachzudüngen, WENN den der PO4 so aus dem Hahn kommt usw.
Sicher nicht die Regel, aber wird gneug geben denen geholfen wurde nachdem die Werte bekannt waren.

Denke mal das auch jemand der selsbt keine Tests nutzt ein wenig was erläutern kann wenn er solche Werte zu gesicht bekommt.
Es ist nunmal eine Hilfe.

Weiterhin bin ich der Meinung das du dein PH MEter und Leitwertmesser beim Einfahren öfter nutzt als wenn das Becken schon lange läuft, genauso wird es die Mehrheit mit den Tröpfchentests halten.
Und genua da ist es meiner Meinung nach auch recht hilfreich, nahc einem Jahr oder so ist es eh rum, wenn ich da merke das ich Betonwasser habe und m AQ schwimmen schon 1235234 extreme Weichwasserfische......

Die ganzen Wassertests ´(incl PH-Meter usw) sind eine Hilfe, wie der Tacho am Auto.
Wirklich brauchen tut man nix. (manch Oldtimer hat sowas auch nicht und darf fahren) :wink:

grüße
 
Fjen, mit diesem Thread habe ich wohl das Feuer entfacht :D :eek:

Würde mich mal interessieren wer von denen, die sagen das Tests überflüssig sind, zu Hause einen PH-Controller haben.


Ich habe kein(s) :wink:

Ich finde, wie auch schon einige sagten, dass jeder selbst entscheiden kann ob er diese Tests macht, es gibt welche die machen keine Tests und andere, die jeden Tag ( vielleicht sogar 2 mal am tag ) diese Tests machen. Jeder der ein Aquarium mit Besatzung hatt, hat eine Verantwortung. Und der muss er nach gehen.
Der Vergleich mit den Geschwindikeitsmesser des Auto's ist gut, man brauch nicht umbedingt ein Geschwindigkeitsmesser zum fahren :D
 

Joern

Mitglied
Der Siedler schrieb:
Würde mich mal interessieren wer von denen, die sagen das Tests überflüssig sind, zu Hause einen PH-Controller haben.
Da gibts sicherlich auch einige....da stellt sich mir die Frage, ist das nicht überflüssig?
Hi

hab keinen...hatte auch nie einen...wozu ?

Höchstens für Unterwassergärtner interessant, die pH stellvertretende für CO2 messen / regeln.

Für Fische eher kontraproduktiv....
 


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