Warum immer Tröpchentest?

Hallo Olaf,

Deters, was machste hier denn eigentlich fürn Scheiß? - Messen wie sich die Diffusion im Sand auswirkt.. toll... und für was ist das wichtig, außer für Diskussionen in irgendwelchen Foren und für die Homepage? - Interessiert kein Schwein und ändern wird es auch nichts. Blödsinn ist das."
Also den ganzen Mist abgebaut, Becken auf Vordermann gebracht, Fische rein und geil ist es wieder.

Deine Beiträge zählen für mich zu den wichtigsten Grundlageninformationen und nur durch deine Arbeit habe ich angefangen zu verstehen, was im Becken überhaupt passiert.

Und wenn du heute auf eine solche Sitzung kommst, bist du dann wahrscheinlich genervt, weil alle nur noch über Wasserwerte reden. :lol:

Gruß

Mokantin
 


Hallo,

Mokantin schrieb:
Deine Beiträge zählen für mich zu den wichtigsten Grundlageninformationen und nur durch deine Arbeit habe ich angefangen zu verstehen, was im Becken überhaupt passiert.

ja, vielen Dank für die Blumen, aber bewerte dieses Verständnis bitte nicht zu hoch. Vieles wird Deine Aquarien nicht verbessern, hat deutlich weniger Nutzwert als man es vermuten würde.
Dieses "Verstehen der Hintergründe" ist ja ganz nett, wenn man es als seperates Hobby auffasst. Für die Aquaristik ist vieles davon nicht relevant.
Beispiel: Der Wasserwechsel. Machst Du Dir im Vorwege oder dabei irgendeinen Kopf über Ionen, Gleichgewichte und Bakterienpopulationen? -
Wohl kaum. Einzig dass der Teppich nicht nass wird ist wichtig.

Und wenn du heute auf eine solche Sitzung kommst, bist du dann wahrscheinlich genervt, weil alle nur noch über Wasserwerte reden. :lol:

Eigentlich kann es mir ja egal sein, was die Leute tun und denken. Sollte es zumindest.
Auf der anderen Seite zwickt es mich, wenn gerade Neulinge anderen darstellen wollen, wie wichtig die Wasserwerte doch seien. Selber noch grün und feucht hinter den Ohren, aber davon schon rumtönen. Da hält es mich mitunter nicht mehr ruhig. Auch, weil die "Bekehrten" selber alsbald lostuckern und das erzählen werden.
 
Servus!

Olaf_Deters schrieb:
wenn sie denn wenigstens erwähnt wurden, aber das passiert ja nicht. In de Regel werden sie nur abgefragt und nach der Nennung kommt nichts mehr.
*lach* Das stimmt. Wahrscheinlich fragt man halt nach den Werten in der Hoffnung, die wären schon so auffällig, dass man gleich die Ursache entdecken kann. Ist aber in den meisten Fällen nicht so. Gerne werden dann auch exotischere Werte nachgeschoben, d. h. wenn die "Klassiker" gut aussehen, wird gleich nach Ammonium oder Kupfer o. Ä. gefragt. Auch schick, das hat nämlich dann kaum mehr jemand an Tests im Schrank und schon sind die Beratungsexperten wieder an dem Punkt, dass sie sagen können: ohne genaue Werte können wir leider nix sagen. Der Fragesteller hat nix davon, aber der Antwortgeber kommt ohne Gesichtsverlust aus der Sache raus, obwohl er von Anfang an eigentlich keinen Plan hatte, warum jetzt der Fisch tot oder die Pflanze löchrig ist.

Endstadium ist übrigens, wenn man sich die Werte in die Signatur schreibt. Ja hat man denn die Wasserwerte oder die Aquarien mit den Fischen, worum geht es?
//offtopic on// So können dann wenigstens auch die mitspielen, die gar kein Aquarium haben, sondern nur eine Wasserleitung. Nun sei halt net so! *gg* // offtopic off//

Alpi66 schrieb:
Tests??? Nichts als Geld und Zeitverschwendung! Ein richtiger Aquarianer braucht keine Tests, nicht einmal beim Einfahren weil ein richtiger Aquarianer kein farbiges Zeug braucht um zu sehen, dass seine Fische sich gerade unwohl fühlen.
Na, so krass nun auch wieder nicht. Mal ganz davon ab, dass ich grad nicht weiß, was denn ein "richtiger" Aquarianer ist. Anfänger geben sich in der Regel größte Mühe, so gut wie möglich in die Materie reinzukommen. Wenn sie auf ein Forum stoßen, ist die Verwirrung erst mal größer als der Spaß an der Freude. Da ist man ganz schnell bei "ich weiß, dass ich nichts weiß". Man ist anfangs geneigt, vieles zu glauben und versucht, dem nachzueifern. Weil man ja nichts falsch machen will. Es dauert halt einfach immer ein bisschen, bis man sich von allen Büchern, Foren, Wassertests und sogar von Koryphäen soweit emanzipiert hat, dass man seine Art der Aquaristik findet und erfolgreich praktiziert. Aber es hilft nix: wenn man sich entwickeln will, muss man halt mal durch dieses Tal der Tränen durch, sich in der Theorie auch mal irren, mal kurzfristig dem falschen Glauben anhängen und in der Praxis auch Fehler machen. Für mich gehört das einfach alles dazu.
 
Hi,
Dartqueen schrieb:
Das stimmt. Wahrscheinlich fragt man halt nach den Werten in der Hoffnung, die wären schon so auffällig, dass man gleich die Ursache entdecken kann. Ist aber in den meisten Fällen nicht so. Gerne werden dann auch exotischere Werte nachgeschoben, d. h. wenn die "Klassiker" gut aussehen, wird gleich nach Ammonium oder Kupfer o. Ä. gefragt. Auch schick, das hat nämlich dann kaum mehr jemand an Tests im Schrank und schon sind die Beratungsexperten wieder an dem Punkt, dass sie sagen können: ohne genaue Werte können wir leider nix sagen. Der Fragesteller hat nix davon, aber der Antwortgeber kommt ohne Gesichtsverlust aus der Sache raus, obwohl er von Anfang an eigentlich keinen Plan hatte, warum jetzt der Fisch tot oder die Pflanze löchrig ist.
Auf den Punkt gebracht. Druckreif!
 
A

Anonymous

Guest
Salut!
Was hat man, was braucht man?
Ich hab mir mal so ein Testset von Tetra namens Laborett. Da ist alles wichtige Drin. Hab bei meinem ersten Becken hin und wider (vor allem in der Anfangsphase) gemessen und dann sein lassen. Dann hab ich begonnen etwas mehr zu verschneiden. Interessant kh,ph und ansonsten hab ich bei keinem Becken mehr nach dem Animpfen gemessen. Mischungsverhältnis war klar, welchen ph ich mit dem Torfprodukten erreichen kann war klar und Nitrit wird nicht so schlimm werden, hab ja angeimpft. Sachte besetzt (für Hr.Deters wahrscheinlich unterbesetzt) und gut war.
kh und ph waren immer die Werte um die sich meine Bemühungen gedreht haben. Einfluss von Holz, Laub, CO2-Düngung und Torf. Alles mal ausprobiert, gemessen und gut.
Die hier in diesem Fred geforderte "profilaktische" Messerei ist totaler Unsinn, weil wenn was passiert man schläft oder auf der Arbeit ist. Das nennt sich Murphys Law :wink:

Und nun die Spezialfälle:
Ich wollte mal sein Fe-Wert wissen, also Test besorgt und festgestellt dass jenseits des Messbereichs, also Tagesdüneger sein lassen und nie mehr benutzt.
Ich wollte wissen ob ein Kaninchenfutter, was ich als Garnelenfutter ausgesucht hatte auch wirklich kein Cu enthält. Also Cu-Test besorgt, eine Futterprobe gemörsert, aufgekocht und Wasser getestet und danach nie mehr benutzt.
Möglicherweise bringen einem bei einem Pflanzenbecken die Tests um das Optimum aus dem Wachtum zu kitzeln. Bringt den Fischen aber nichts.

Vllt. packt mich mal wieder das Interesse an irgendwas Messbarem, aber dann mach ich es nur aus Interesse und nicht wegen der Fische weil denen dann irgend ein Graph c_NO2(t) nix bringt.

Gruß Erik
 
Alpi66 schrieb:
Tests??? Nichts als Geld und Zeitverschwendung! Ein richtiger Aquarianer braucht keine Tests, nicht einmal beim Einfahren weil ein richtiger Aquarianer kein farbiges Zeug braucht um zu sehen, dass seine Fische sich gerade unwohl fühlen.
Na, so krass nun auch wieder nicht. Mal ganz davon ab, dass ich grad nicht weiß, was denn ein "richtiger" Aquarianer ist. Anfänger geben sich in der Regel größte Mühe, so gut wie möglich in die Materie reinzukommen. Wenn sie auf ein Forum stoßen, ist die Verwirrung erst mal größer als der Spaß an der Freude. Da ist man ganz schnell bei "ich weiß, dass ich nichts weiß". Man ist anfangs geneigt, vieles zu glauben und versucht, dem nachzueifern. Weil man ja nichts falsch machen will. Es dauert halt einfach immer ein bisschen, bis man sich von allen Büchern, Foren, Wassertests und sogar von Koryphäen soweit emanzipiert hat, dass man seine Art der Aquaristik findet und erfolgreich praktiziert. Aber es hilft nix: wenn man sich entwickeln will, muss man halt mal durch dieses Tal der Tränen durch, sich in der Theorie auch mal irren, mal kurzfristig dem falschen Glauben anhängen und in der Praxis auch Fehler machen. Für mich gehört das einfach alles dazu.[/quote]

Ich finde es produktiver, wenn man dem Anfänger sagt, dass er sich um die heiligen "Wasserwerte" keine Gedanken machen muss. Natürlich sollte man sich mit der Theorie auseinandersetzen, aber was bringt es dem Einsteiger denn? Er will doch nur ein paar Fische in seinem neuen AQ pflegen und Spaß dabei haben. Und das geht auch ohne irgendein Test-Hokus Pokus, man muss dem Testkoffer auch keine Opfer geben und man muss ihn auch nicht in einem Altar aufbewahren.

Ein Anfänger arbeitet nun mal mit Leitungswasser und das hat feste Werte, die man auf der Internetseite des Wasserlieferanten nachgucken kann. Ansonsten reicht ein Anruf, oder EIN Besuch beim Zoohändler.

Ein Anfänger bringt auch keine Fische vom Urlaub mit, sondern kauft sich diese beim Zoohändler. Die meisten wollen doch nicht anderes als 1-3 Arten in ihrem Becken halten und beobachten.

Ein Anfänger hat dann nunmal Probleme, auch wenn er seine Wasserwerte jede Stunde misst und alle Wasserwerte von den letzten 30 Tagen auswendig weiß und jeden Abend vor dem schlafen gehen beten kann.

Und wenn ein Anfänger Probleme hat und Hilfe braucht, dann ist eine Antwort von wegen: "Sag mal Wasserwerte", "Ohne Wasserwerte kann man dir nicht helfen" völliger Schwachsinn.
Wenn jemand Algenprobleme hat, dann kann man demjenigen ja mal sagen: "Das kann mehrere Ursachen haben, vielleicht hast du einen Nährstoffüberfluss, dass heißt... oder ungeeignete Beleuchtung, bzw. Beleuchtungszeiten..., schlechter Aquarienstandort"
Aber nein: "Ja sag mal deine Wasserwerte."

Ja hier haste Wasserwerte du Vogel: Und? Nitrat in Ordnung, Phosphat in Ordnung, nicht überdüngt.

"Öh ja hmm..."
 
Ich hab übrigens gerne einen Nitrittest zuhause. Nicht, weil ich - bei besetztem Becken - ohne nicht erkennen könnte, dass ich einen Nitritpeak habe, sondern weil ich dann gerne wüsste, wie hoch der Wert denn ist. Um zu wissen, wie viel Wasser ich mindestens wechseln sollte und um nachvollziehen zu können, wann ich mit dem Wasserwechseln aufhören muss.

Klar ginge das auch ohne. Einfach wechseln was das Zeug hält. Aber warum? Wenn ich mir doch mit dem Test die Arbeit erleichtern kann.

Außerdem fahr ich nicht gerne unter Volllast ein. Lieber warte ich ab, messe vor und kurz nach dem Besatz. Das ist ein Punkt, bei dem ich lieber messe als auf Reaktionen zu warten. Da fühl ich mich einfach besser.
 


Beim Einfahren ist das etwas anderes. Meine Bekcen sind auch nicht bei Volllast eingefahren. Den Nitrittest kann man am Anfang gut gebrauchen, garkeine Frage, aber danach?
 


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