Hallo zusammen,
@Thomas: das ist aber auch nicht in Stein gemeißelt, was Du da schreibst.
Genauso kann es nämlich vorkommen, dass sowohl Pflanzen als auch Algen hervorragend gedeihen, weil einfach genug Nährstoffe für alle im Becken sind. Und das nicht mal unbedingt wegen einer Überversorgung mit Flüssigdünger: auch ein kräftiger Fischbesatz kann das schon bewirken.
Der Witz ist doch eher, so viel Nährstoffe im Becken zu haben, dass die Pflanzen ihn alleine verbrauchen, sodass Algen gar nicht erst hochkommen.
Hallo Flo,
was Du erreichen musst, ist sozusagen Deinen Pflanzen einen "Vorsprung" vor den Algen einzuräumen. Verstärkter Wasserwechsel ist ein Hilfsmittel, denn viele Algen vermehren sich durch so etwas ähnliches wie Sporen, die sie ins Wasser entlassen und die zu neuen Algen führen. Schnellwachsende Pflanzen, beispielsweise auch Schwimmpflanzen, Muschelblumen o.ä., helfen auch, die vorhandenen Nährstoffe zu verwerten. Hornkraut wurde Dir ja schon empfohlen, das kann man auch einfach im Becken schwimmen lassen.
Hast Du viele Anubien? Die gehören ja eher zu den langsam wachsenden, deshalb sind sie auch manchmal anfällig für Algen.
Mechanisch entfernen, absammeln bzw. sehr befallene Blätter abknipsen hilft auch, im Zweifelsfall auch eine befallene Pflanze komplett austauschen.
Und außerdem hilft noch Geduld. Viele Algen verschwinden nach einer Weile von selbst wieder.
Dein Aquarium ist ein Biotop, das wird bald nicht mehr so aussehen, wie Du es eingerichtet hast. Ein gewisses Maß an "Naturnähe" (soweit in einem beleuchteten Glaskasten möglich) solltest Du tolerieren, allein schon, um Dir selbst Stress zu ersparen.
Ach ja: gegen die punktförmigen Algen auf der Scheibe (die völlig normal sind) helfen diese Schaber, die man fürs Cerankochfeld benutzt, oder diese "Stahlwolle" (Topfreiniger).
Ich sehe übrigens auf den Bildern keinen schlimmen Algenbefall. Nichts, was sich nicht von selbst regeln könnte.
Ach ja, noch zur Beleuchtung: Warum so sparsam? Lass die Lampe ruhig durchgehend 12 Stunden an. Es hat noch niemald schlüssig beweisen können, dass diese Beleuchtungspausen für irgend etwas gut sind.
Beste Grüße,
Susanne