Vorstellung - und gleich ein paar grundsätzliche Fragen

Hallo zusammen,

mein Name ist Achim, bin gerade noch 35, aus Nürnberg und habe mir am Donnerstag ein Aquarium gekauft.

Im wesentlichen suche ich nach einer Orientierung, in welche Richtung ich am Besten gehen sollte. Zum anderen lese ich jedoch auch widersprüchliche Informationen.

Vorweg zu den grundsätzlichen Daten:
MP AQ AquaPro 80
Maße: 80x35x45 (=126 Liter; nach Kies, Bodengrund, etc. gingen netto 88 l rein)
Eheim Aquaball 130 (2402)
Eheim-Jäger Heizer 100W
Dennerle Bio CO2 Starter-Set
Licht von 10-22 Uhr
Temperatur im Wasser derzeit konstant 26°C (auch wenn ich den Heizer komplett den ganzen Tag vom Netz nehme)

Grunddaten zum Wasser aus der Leitung:
pH-Wert 7,59
Leitfähigkeit μS/cm bei 25°C 499
Karbonathärte °dH - 12,2
Gesamthärte °dH - 14,8

(Der volle Datensatz zur Wasseranalyse kann unter http://www.n-ergie.de/N-ERGIE/analysewerte-1325.html abgerufen werden, bitte Region "NORD" nehmen).
Pflanzen existieren im Moment erst drei. Das lag an der geringen Auswahl und aber auch daran, daß ich erst ne Gangrichtung haben will, bevor ich "aufrüste".

Vorweg: Ich hab keine Eile und will keine Tiere auf dem Gewissen haben.

Grundsätzlich wünsche ich mir ein lebendiges Aquarium, in dem es etwas zu sehen gibt (auch für meine Katzen - allerdings ist's für die Jungs dann Pay-TV: Wer staubsaugt, darf nen Tag lang gucken ;).

Lebendiges Aquarium meint in erster Linie, daß die Fische eher bewegungsfreudig sein sollten, aber eben auch zum anderen, daß der Platz dafür vorhanden sein soll. Sprich: Eher ein zurückhaltender, bescheidener Besatz.
Damit bin ich auch schon an der Thematik der "Gangrichtung" dran: Welche Fische würdet ihr mir da empfehlen können und was möchten die - eurer Erfahrung nach - im Aquarium geboten haben, sodaß sie sich wohl fühlen?
Die Hauptthematik, warum ich an dieser Stelle nicht so richtig weiterkomme, sind die andauernden Widersprüche in Aussagen: Guppys sind was für Anfänger - nee, sind se nicht. Neons sind doch ganz einfach - neeeeeeee, so einfach sind se doch nicht. usw... Von Angaben über pH-Wert etc. will ich gar nicht reden.

Und nun noch ein paar Fragen, auf die ich bis jetzt keine Antworten gefunden habe:
1) Der Eheim Filter hat verschiedene Aufsätze. Sprudelwasser (-> CO2-Starter...) gibt's mit dem Power-Diffusor. Mit dem Düsenrohr kann man ein schönes, leichtes und entspannendes Plätschern verursachen. Aber: Wozu man jetzt welchen Aufsatz (oder gar keinen) benutzt, darüber herrscht nicht zuletzt in der Bedienungsanleitung betretenes Schweigen. Könnt Ihr mich darüber bitte aufklären: Ist das Spielzeug oder hat es wirklich einen tieferen Sinn?

2) Okay, der Händler gab mir einen Filter-Starter mit. Reinkippen und gut isses. (keine Angst: Ich habe durch Lesen festgestellt, daß dem nicht so ist) EasyBalance und Aquasafe waren auch dabei. Zunächst habe ich die letzteren beiden mit ins Wasser und gestern dann den Filter-Starter dazu. Vor September tu ich trotzdem keinen Fisch rein. Das soll sich jetzt erst mal alles in Ruhe einspielen. Soweit ich die Dinge (auch hier aus dem Beginner-Guide) verstanden habe, muß ich nun erst mal auf den Nitrit-Peak warten. Kommt der trotz den vorgenannten "Hilfsmittelchen"?

3) Wo habt ihr im Aquarium das Thermometer platziert? Oben, Mitte, Unten, gegenüber vom Heizer, etc...?

Vielen Dank schon mal im voraus

Achim
 


Hallo Achim,
Ich beantworte mal von unten nach oben.
Dir, dem Thermometer und allen anderen Beteiligten ist es wurscht, wo es platziert ist. Durch die Filterumwälzung sollte das Wasser überall im Becken ungefähr die gleiche Temperatur haben. Die oberste Wasserschicht, direkt unter den Röhren, kann da mal ein bisschen wärmer sein, aber wenn Du das Theermometer seitlich irgendwo hinklebst, wo es nicht im Weg ist, die Sicht nicht stört und Du es trotzdem gut ablesen kannst, dann passt das.
Die diversen Aufsätze beim Filter dienen dazu, Sauerstoff ins Wasser zu pusten. Ob das einen messbaren, merklichen Unterschied zum Betrieb ohne macht, weiß ich nicht - es macht vor allem erst mal Blubber, und viele Betreiber finden das schön. Eine starke "Besprudelung" treibt das Kohlendixid aus dem Wasser, und das ist prinzipiell negativ für die Pflanzen. Auch hier: Ich bin mir nicht sicher, ob man in wohnzimmerüblichen Aquarien diesen Effekt tatsächlich messen kann. Nötig für das Wohlbefinden der Fische ist keinerlei Blubber. Hier ist als Richtwert zunächst gut, darauf zu achten, dass die Wasseroberfläche durch den Ausströmer gut bewegt wird, dadurch gelangt völlig ausreichend Sauerstoff ins Wasser. Ob es plätschert oder nicht, bleibt Deinem persönlichen Geschmack vorbehalten, das macht im Betrieb keinen Unterschied.
Thema "Mittelchen" vom Händler: Dieses EasyBalance kann ich nicht einordnen. Die Werbung schreibt, es reduziere die Anzahl der Wasserwechsel - ich würde das nicht glauben und trotzdem regelmäßig, mind. alle 14 Tage 30 bis 40 %, wechseln (sobald Besatz vorhanden ist). Man wechselt ja hauptsächlich wegen der Keimbelastung im Wasser, um den Keimdruck für die Fische zu reduzieren. Ein solches Präparat stelle ich mir vor, als würde ich mich parfümieren, statt zu duschen...
Wasseraufbereiter wie Aqua Safe halte ich für überflüssig. Das soll Schadstoffe aus dem Wasser entfernen, die in aller Regel gar nicht drin sind. Wasser ist das best kontrollierte Lebensmittel, das wir haben, das kann man getrost verwenden, wie es ist. Wichtiger ist es beispielsweise, später beim Wasserwechsel auf eine einigermaßen angepasste Temperatur zu achten, weil Fische auf Temperaturstürze oft empfindlich reagieren.
Einen Nitritpeak kann es geben, muss es aber nicht. Ich hatte in keinem meiner Aquarien jemals einen (das heißt nicht, dass es ihn nicht gibt, es heißt nur, er tritt nicht zwangsläufig auf). Wenn das Becken fertig eingerichtet ist und ein paar Tage gestanden hat, könntest Du einen ersten Mini-Besatz einsetzen, zwei, drei Fischchen, dann regelmäßig Nitrit messen, ggf. Wasser wechseln, und dann langsam und mit Gefühl den Besatz aufstocken.
Zum Thema Besatz. Du hast relativ hartes, relativ alkalisches Wasser, und damit fallen für Dich in der Auswahl lediglich einige Weichwasser-Spezialisten weg, die Dich sowieso nicht interessieren (das schließe ich aus der Art, wie Deine Frage gestellt ist). Alles andere lässt sich, soweit von der Größe kompatibel, problemlos halten. Aussortieren würde ich vielleicht die Gattung Apistogramma, da sind viele dabei, die mit härterem Wasser nicht klar kommen - ich nenne ausgerechnet die, weil man sie im Fachhandel häufig bekommt, sie hübsch aussehen und größenmäßig passen würden.
Thema Guppys: Die widersprüchlichen Aussagen, die Du gelesen hast, stimmen alle :) Die Aquaristik ist eine sehr vielschichtige Angelegenheit. Erfolg und Misserfolg ion Haltung und Nachzucht hängen von diversen Faktoren ab, die man im Wohnzimmer teils nur schwer isoloeren kann. Guppys beispielsweise sind hübsche, lebhafte, anspruchslose Fische, aber die aus dem Handel leben oft nur drei bis vier Monate. Allgemein wird das auf die Zucht zurückgeführt, die auf Masse statt auf stabile Einzeltiere ausgerichtet ist. Es heißt oft, Guppys aus privater Nachzucht (also von Leuten, die etwas davon verstehen und nicht nur zufälig entstandenen Nachwuchs loswerden wollen) seien stabiler. Hab ich nie ausprobiert, wäre evtl. einen Versuch wert.
Fische, die mit Deinen Gegebenheiten klar kämen und Deiner Beschreibung entsprechen, wären: Guppys, Platys, Panzerwelse, Neons (Paracheirodon innesi, die ähnlich aussehenden P. axelrodi sind anfälliger) oder andere kleine Salmler, Zwergfadenfische oder Honigfadenfische, kleine (!) Barben wie die Eilandbarbe oder die Odessabarbe (die ich dann aber nicht mit anderen Fischen vergesellschaftwn würde, höchstens mit ein paar Bodenbewohnern), Leopard- oder Zebrabärblinge (sehr quirlig!), Keilfleckbarben (gehen gut mit Fadenfischen), Bitterlingsbarben oder Kardinälchen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, das sind nur die, die mir gerade einfallen und die man gut bekommt.
Klassische Fehlgriffe wären Mollys (grenzwertig), Sumatrabarben, Regenbogenfische (alle, auch die kleineren, brauchen sehr viel Schwimmraum), Kampffische (Betta splendens, lassen sich nicht vergesellschaften) oder eine Gruppe Antennenwelse (Einzeltier möglich; bei mehreren Tieren würde sehr wahrscheinlich das schwächere Tier unterdrückt). Auch hier: nicht vollständig, sind nur die gängigen "Problemfische", die immer wieder in viel zu kleine bzw. unpassende Becken verkauft werden.
Wenn Du eine Besatzidee hast, dann poste sie doch und hol Dir Erfahrungsberichte, bevor Du Fische kaufen gehst.
So, ich hoffe, das war's ;)
Beste Grüße,
Susanne
 
Vielen, vielen Dank, Susanne!
Absolut perfekte Antwort! Nun schau ich mich mal nach den von Dir vorgeschlagenen Fischarten um...

Bis bald und Danke nochmals

Achim
 

bierteufel

Mitglied
Hi

wir haben hier ein 80 cm Becken mit 15+ Kupfersalmlern und Harnischwelsen.

Da rappelt es im Karton.

In großer Schwarm Salmler oder Bärblinge und etwas das eher am Boden lebt, und gut isses.

Gruß Arne
 
bierteufel schrieb:
Hi

wir haben hier ein 80 cm Becken mit 15+ Kupfersalmlern und Harnischwelsen.

Da rappelt es im Karton.

In großer Schwarm Salmler oder Bärblinge und etwas das eher am Boden lebt, und gut isses.

Gruß Arne

Hi Arne,

nach Susanne's Beitrag kreise ich nun gerade um 8-10 Leopardbärblinge, nem Fadenfischpaar und Guppys herum. Das nur mal als selektive Eingrenzung ohne Festlegung.
Mit den Panzerwelsen bin ich sehr ambivalent.
Aber auch bei den Platys und den Guppys gibt's ja Hickhack unter den Geschlechtern. Was machen die eigentlich, wenn man die Gruppe nicht gemischtgeschlechtlich macht, sondern halt nen reinen Männer-/oder Frauenclub?! Sind die dann am Rotieren, weil sie nach dem anderen Geschlecht suchen oder geht das?
 
Hi,
a-c-h-i-m schrieb:
Leopardbärblinge, nem Fadenfischpaar und Guppys herum.
halte ich für eine nicht unmögliche, aber auch nicht gut gewählte Kombi. Fadenfische sind eher ruhige Tiere, die maximal träge fließendes Wasser und kein Stress-Gewimmel bevorzugen. Eine Kombi aus Bärblingen und Guppys ist aber stress pur. Da werden nicht nur die Fadenfische, sondern auch der Betrachter verrückt!
Bei den Guppys eher nur Männchen als Weibchen pflegen. Die Weibchen können nämlich vorratsbefruchtet sein, so dass es doch zur Explosion der Population kommen kann. Auch wenn ich mich generell gegen die Haltung nur eines Geschlechts ausspreche, ist das aber machbar. Auch in der Natur kann es vorkommen, dass (längere Zeit) keine Geschlechtspartner zugegen sind.
 
FKS schrieb:
Hi,
a-c-h-i-m schrieb:
Leopardbärblinge, nem Fadenfischpaar und Guppys herum.
halte ich für eine nicht unmögliche, aber auch nicht gut gewählte Kombi.

Hi FKS,

damit habe ich die Auswahl nur mal eingekreist. Was die Infos zu den Fischen angeht, habe ich mich an aquariumguide.de orientiert.

Fadenfische sind eher ruhige Tiere, die maximal träge fließendes Wasser und kein Stress-Gewimmel bevorzugen. Eine Kombi aus Bärblingen und Guppys ist aber stress pur. Da werden nicht nur die Fadenfische, sondern auch der Betrachter verrückt!.

Das mit den Fadenfischen und ihrer Ruhe habe ich in Videos bereits wahrgenommen. War für mich auch schon ein schwieriger Punkt.

Bei den Guppys eher nur Männchen als Weibchen pflegen. Die Weibchen können nämlich vorratsbefruchtet sein, so dass es doch zur Explosion der Population kommen kann. Auch wenn ich mich generell gegen die Haltung nur eines Geschlechts ausspreche, ist das aber machbar. Auch in der Natur kann es vorkommen, dass (längere Zeit) keine Geschlechtspartner zugegen sind.

Ja, ich werde noch lange über das Besatz-Thema nachdenken.
 


Hi,
gut, dass du bereit bist KEINE massiven Kompromisse einzugehen. Wenn dir ein "Trend" des Beckens vorschwebt kann man dich deutlich besser bzgl. des Besatzes berate. Also: verkrauteter Tümpel oder eher Bach? Das schränkt die Art des Beckens und der geeigneten Fische ein...
 
FKS schrieb:
Hi,
gut, dass du bereit bist KEINE massiven Kompromisse einzugehen. Wenn dir ein "Trend" des Beckens vorschwebt kann man dich deutlich besser bzgl. des Besatzes berate. Also: verkrauteter Tümpel oder eher Bach? Das schränkt die Art des Beckens und der geeigneten Fische ein...

Nein, meinen Tieren soll es gut gehen - Kompromisse auf Biegen und Brechen sind da kontraindiziert.

Ich neige eher zum Bach, als zum Urwald. Eher mäßige Bepflanzung (dadurch wird's natürlich heller, was die Neons anscheinend nicht mögen), dafür Versteckmöglichkeiten i. S. v. Wurzeln, Lochstein, etc. Vom Besatz her vor allem lebendig bis quirlig. Sprich: Die sollen die Freiheit zum schwimmen haben und nicht jede 10cm von ner anderen Pflanze ausgebremst werden. Dann lieber dichtere, aber kleine Bepflanzung im unteren Beckenbereich (sofern von einer Art so gewünscht) und oben auch mal die Möglichkeit, "Gas" zu geben. Mir gefallen die Leopard-Bärbline gut, die Keilfleck-Bärblinge und die Guppys.
Das mal als "Fahrplan" :)
 
Hi,
ein Bachbecken mit Sandboden und dichter, niedriger Cryptocorynen-Bepflanzung würde sich anbieten. Gute Filterleitstung mit deutlicher Strömung. Je 10-15 Keilfleck- und Leopardbärblinge machen sich da gut. Am Boden könnte man zB Rhinogobius duospilus beisetzen (einige Schieferplatten als Höhlen am Boden). Mit größeren, runden Kieseln gingen auch Flossensauger (zB Sewellia). Guppys würde ich mir eher sparen, ein paar davon gehen aber auch noch.
 

Henny

Mitglied
FKS schrieb:
... Also: verkrauteter Tümpel oder eher Bach? Das schränkt die Art des Beckens und der geeigneten Fische ein...
Hi Frank,

sehr gute Formulierung. :thumleft:
Eigentlich nichts Neues, klare Sache. Aber so deutlich auf den Punkt gebracht, habe ich es hier noch nicht gelesen oder selber geschrieben. Diese einfache Überlegung hilft wirklich weiter bezüglich Fischbesatz und Bepflanzung. :D
Diese simple, aber zielführende Frage sollte man hier öfter einsetzen (vielleicht klaue ich sie Dir mal beizeiten, oder bestehst Du auf ein Copyright? :wink: ).

Viele Grüße von Andrea
 
FKS schrieb:
Hi,
ein Bachbecken mit Sandboden und dichter, niedriger Cryptocorynen-Bepflanzung würde sich anbieten. Gute Filterleitstung mit deutlicher Strömung. Je 10-15 Keilfleck- und Leopardbärblinge machen sich da gut. Am Boden könnte man zB Rhinogobius duospilus beisetzen (einige Schieferplatten als Höhlen am Boden). Mit größeren, runden Kieseln gingen auch Flossensauger (zB Sewellia). Guppys würde ich mir eher sparen, ein paar davon gehen aber auch noch.

Hi Frank,

vielen Dank für die Idee!
Aber: Sind das für ein 126l-Becken nicht 'n paar zu viel?
 
a-c-h-i-m schrieb:
Aber: Sind das für ein 126l-Becken nicht 'n paar zu viel?
erst mal nein... wenn die Guppys nicht wären. Ne Männchen-Gruppe aus 5-6 Tieren wäre wohl noch ok.
Ansonsten würde dir trotz der Menge an Fisch das Becken relativ leer vorkommen (viele fragen dann, was sie noch dazu packen können). Ich persönlich bevorzuge eh Artbecken oder solche, in denen maximal 2 Arten sitzen, die sich nicht in die Quere kommen. Für ein Einsteiger-Bachbecken empfehle ich sonst immer Kardinälchen und die Rhinogobius. Kommen sich nicht in die Quere, bringen Leben und Spanunng in die Bude und fordern auch!

@Andrea: ich habe das Konzept sogar mal mit Beispielbecken von mir und konkreten Vorschlägen für jemanden ausgearbeitet. Müsste sich irgendwo in den Datenbanken finden. Sicherlich schon 2 Jahre her...
Klar kannst du das verwenden!
 
FKS schrieb:
a-c-h-i-m schrieb:
Aber: Sind das für ein 126l-Becken nicht 'n paar zu viel?
erst mal nein... wenn die Guppys nicht wären. Ne Männchen-Gruppe aus 5-6 Tieren wäre wohl noch ok.!
Die müssen ja nicht sein.

Ansonsten würde dir trotz der Menge an Fisch das Becken relativ leer vorkommen (viele fragen dann, was sie noch dazu packen können). Ich persönlich bevorzuge eh Artbecken oder solche, in denen maximal 2 Arten sitzen, die sich nicht in die Quere kommen.
Was mich etwas irritiert ist der Sandboden, von dem Du oben sprichst. Was ist der Vorteil gegenüber Kies und vor allem: Muß ich nun alles nochmal komplett rausreißen und neu machen?!
 
a-c-h-i-m schrieb:
Was mich etwas irritiert ist der Sandboden, von dem Du oben sprichst. Was ist der Vorteil gegenüber Kies und vor allem: Muß ich nun alles nochmal komplett rausreißen und neu machen?!
nein, musst du nicht. Die hohen Hygieneansprüche eines Bachbeckens (v.a. wenn man auch bodenorientierte Arten hätte) führen automatisch zur Sandnutzung. Im Kies bleibt einfach zu viel Mulm und Futterreste, die das Bodenklima u.U. aggressiv werden lassen. Dem kann man aber mit strammer Bodenhygiene (Mulm absaugen/Mulmglocke) entgegen wirken. TDS sind auch sinnvoll. Die räumen gut was weg.
 
FKS schrieb:
a-c-h-i-m schrieb:
Was mich etwas irritiert ist der Sandboden, von dem Du oben sprichst. Was ist der Vorteil gegenüber Kies und vor allem: Muß ich nun alles nochmal komplett rausreißen und neu machen?!
nein, musst du nicht. Die hohen Hygieneansprüche eines Bachbeckens (v.a. wenn man auch bodenorientierte Arten hätte) führen automatisch zur Sandnutzung. Im Kies bleibt einfach zu viel Mulm und Futterreste, die das Bodenklima u.U. aggressiv werden lassen. Dem kann man aber mit strammer Bodenhygiene (Mulm absaugen/Mulmglocke) entgegen wirken. TDS sind auch sinnvoll. Die räumen gut was weg.

Ganz herzlichen Dank! Nun habe ich einen ordentlichen Fahrplan!
Zusammenfassend nochmal:
Es kommen Cryptocorynen-Pflanzenarten rein, der Filter bekommt den Power-Diffusor draufgeschraubt, damit die Sache in Bewegung gerät.
Es kommen
10 Keilfleckenbärblinge
10 Leopardenbärblinge
(fange erst mal mit jeweils 10 an - erhöhen kann ich später immer noch).
3 Turmdeckelschnecken
5 Punktierte Flossensauger (+Kieselsteine, um die sie sich zoffen können)
rein.

Das alles in dieser Reihenfolge nacheinander im Abstand mehrerer Tage (ich will die Bakterien nicht überfordern, das soll sich einspielen; werde am Anfang den Nitritspiegel scharf im Auge behalten).

Ergänzungen? Vetos?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Achim
 
a-c-h-i-m schrieb:
werde am Anfang den Nitritspiegel scharf im Auge behalten
kannst du gerne machen, aber präventiv ran zu gehen ist viel wichtiger (sprich: zumindest die ersten 2-3 Wochen oft und viel Wasser wechseln). Den Wasserwechsel erst vorzunehmen wenn Nitrit erhöht ist, ist kontraproduktiv, da das die Tiere schon schädigen kann. Jeder weitere Nitrit-"Stoß" schadet dann mehr und mehr. Also lieber vorbeugen.
 
Hallo,
FKS schrieb:
a-c-h-i-m schrieb:
Den Wasserwechsel erst vorzunehmen wenn Nitrit erhöht ist, ist kontraproduktiv, da das die Tiere schon schädigen kann. Jeder weitere Nitrit-"Stoß" schadet dann mehr und mehr. Also lieber vorbeugen.
Welche Schädigungen verursacht Nitrit bei den Fischen, die nicht innerhalb weniger Stunden/Tage wieder "repariert" ist ?

Gruß Knut
 
Knut schrieb:
Welche Schädigungen verursacht Nitrit bei den Fischen, die nicht innerhalb weniger Stunden/Tage wieder "repariert" ist ?
keine Ahnung. Frag die Einsteiger mit ihren gekippten Tieren... ich vermute sekundäre Geschichten.
 


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