So langsam wird es interessant!
Nachdem die ersten 15 Roten Neons eingezogen sind, gibt es wieder ein kleines Update zu den Wasserwerten.
Zunächst hat sich beim Phosphat tatsächlich einiges getan. Beim letzten größeren Zwischenstand lag PO4 noch bei 2,0 mg/l. Vor fünf Tagen habe ich PhosphatEx eingesetzt, und inzwischen sind wir bei 0,5 mg/l angekommen.
Damit ist der gemessene PO4-Wert innerhalb von fünf Tagen um 75 % gefallen. Das PhosphatEx scheint also seinen Zweck zu erfüllen. Ganz verschwunden ist das Phosphat allerdings noch nicht, und bei 0,5 mg/l möchte ich jetzt auch nicht weiter aggressiv eingreifen. Ich werde erst einmal beobachten, wie sich der Wert im laufenden Betrieb entwickelt.
Auch die übrigen Werte sind interessant:
pH: 7,06
Leitfähigkeit: 167 µS/cm
NO3: 0,5 mg/l
PO4: 0,5 mg/l
Die Leitfähigkeit ist nach dem Wasserwechsel weiter gefallen, liegt mit 167 µS/cm aber noch deutlich über meinen angepeilten 120 µS/cm.
Der pH bewegt sich mit 7,06 ebenfalls noch nicht dort, wo ich langfristig hin möchte. Hier werde ich aber ebenfalls nichts erzwingen. Das Becken ist inzwischen mit Torf, Blättern, Erlenzapfen und den anderen Botanicals ordentlich „bewaffnet“ und darf jetzt erst einmal selbst zeigen, wohin sich das Wasser entwickelt.
Beim NO3 bin ich mit gerade einmal 0,5 mg/l weiterhin sehr niedrig. Das dürfte jetzt allerdings interessant werden, denn mit den ersten 15 Neons ist erstmals dauerhaft tierischer Eintrag im System vorhanden. Mal sehen, wie sich Nitrat und Phosphat in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln.
Ich möchte deshalb momentan möglichst wenig verändern und lieber beobachten. Nach der langen Bau- und Einfahrphase ist das vermutlich ohnehin der spannendste Teil: herauszufinden, wie sich das System verhält, wenn tatsächlich Leben darin stattfindet.
Die 15 Neons machen jedenfalls bisher einen sehr guten Eindruck und sind inzwischen schön als Gruppe unterwegs.
Wenn die Wasserwerte stabil bleiben, soll die Gruppe später noch auf insgesamt etwa 30 Rote Neons aufgestockt werden. Danach kommen nach und nach die nächsten Bewohner. Besonders gespannt bin ich natürlich auf die Apistogramma bitaeniata. Für sie sind bereits drei Tonhöhlen im Wasserteil vorgesehen.
Aber eins nach dem anderen.
Jetzt darf das Paludarium erst einmal zeigen, was in ihm steckt.