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Anonymous
Guest
Ein Aufsatz über einige Zusammenhänge betreffend pH im Aquariumwasser.
Der pH-Wert des Aquariums ist von vielen Stoffen beeinflusst.
Besonders stark wirkt sich die Karbonathärte aus - oder eigentlich das Säurebindungsvermögen. Es wird durch Karbonate und Bikarbonate gebildet.
Ein Wasser mit Karbonaten hat etwa folgenden pH-Verlauf entsprechend der Konzentration der Karbonate:
Man sieht also, dass der pH-Wert sehr rasch über 10 ansteigt. Karbonate sind nicht in grossen Mengen im Leitungs- und Aquariumwasser - beeinflussen den pH-Wert aber mit.
Meist besteht der Hauptbestandteil der KH bzw SBV aus Bikarbonaten (wie Speisesoda) und diese haben den Effekt, auch in sehr hoher Konzentration den pH-Wert nicht über 8,6 steigen zu lassen:
CO2 beeinflusst den pH-Wert in die saure Richtung.
Aber diese Stoffe alleine bilden nicht den pH-Wert in Aquarien !
Dazu kommen noch eine Fülle von schwachen Säuren und Laugen und Puffersystemen:
Beispiele (Auszug) > Phosphate bilden einen Puffer (wollen den pH.Wert in einem Bereich halten) um etwa den Neutralpunkt bis leicht basisch. Ammoniak/Ammonium bilden einen basischen Puffer, Acetate und andere schwache Säuren (Essigsäure und Zitronensäure) bilden Puffer im stark sauren Bereich.
Und alle zusammen bilden entsprechend ihrer Konzentration den pH-Wert.
Also ist der pH-Wert im Aquarium nie nur von CO2 und KH abhängig - somit jede Berechnug daraus sinnlos (Fehler bis 100 Prozent und mehr wiederholt gemessen).
Anheben kann man den pH-Wert am Einfachsten durch Zugabe von Natriumbikarbonat zur Hebung des SBV bzw der KH (3 Gramm oder ein Kaffeelöffel auf 100 Liter bilden 1 Grad KH)
Absenken kann man den pH-Wert insbesondere durch Absenkung des SBV/KH.
Messung des SBV: Mit Tropftest (wie Labormethode) auf etwa 1 Grad genau - mit Messtäbchen auf etwa 3 Grad genau.
Messung KH: unmöglich für den Amateur.
Messung CO2: durch Tropftest und Differenzmethode (Labormethode). "Dauertests" sind an sich hoffnungslos ungenau und träge - nach Kalibrierung mit einem Tropftest aber akzeptabel geeignet. "Tabellen und Rechner" > hier wird von einem Idealfall von ausschliesslich KH und CO2 im Wasser ausgegangen und eine Näherungsformel verwendet > aufgrund der Ausführungen ist klar, dass diese Form der Abschätzung wohl die Ungenaueste ist.
Messung pH: Streifen (teilweise bis 0,2 Stufen genau > jene mit 3 Messfeldern, Andere aber auch oft bis 1 Stufe ungenau)), Tropfen: auf etwa 0,3 Stufen genau. Elektrisch: auf etwa 0,1 Stufen genau (es ist eine Illusion zu glauben, mit einem el. ph-Meter wäre im Hobbybereich eine noch höhere Messgenauigkeit möglich).
Nicht unbeachtet soll bleiben, dass durch den Umbau von Abfall und Futterresten etc. von Ammoniak zu Nitrit und Nitrat so etwa pro 30 mg/l Nitrat ein Grad KH verloren gehen und auch ein grosser Schneckenbestand recht massiv an der KH/SBV zehrt und so eine Kontrolle der KH periodisch sinnvoll ist. Auch CO2 ist meist viel zu wenig genau bekannt, sodass einmal eine genauere Messung Geld sparen hilft (meist wird zu viel CO2 gedüngt) und auch Unfällen vorbeugt.
MfG Anton Gabriel
Der pH-Wert des Aquariums ist von vielen Stoffen beeinflusst.
Besonders stark wirkt sich die Karbonathärte aus - oder eigentlich das Säurebindungsvermögen. Es wird durch Karbonate und Bikarbonate gebildet.
Ein Wasser mit Karbonaten hat etwa folgenden pH-Verlauf entsprechend der Konzentration der Karbonate:
Man sieht also, dass der pH-Wert sehr rasch über 10 ansteigt. Karbonate sind nicht in grossen Mengen im Leitungs- und Aquariumwasser - beeinflussen den pH-Wert aber mit.
Meist besteht der Hauptbestandteil der KH bzw SBV aus Bikarbonaten (wie Speisesoda) und diese haben den Effekt, auch in sehr hoher Konzentration den pH-Wert nicht über 8,6 steigen zu lassen:
CO2 beeinflusst den pH-Wert in die saure Richtung.
Aber diese Stoffe alleine bilden nicht den pH-Wert in Aquarien !
Dazu kommen noch eine Fülle von schwachen Säuren und Laugen und Puffersystemen:
Beispiele (Auszug) > Phosphate bilden einen Puffer (wollen den pH.Wert in einem Bereich halten) um etwa den Neutralpunkt bis leicht basisch. Ammoniak/Ammonium bilden einen basischen Puffer, Acetate und andere schwache Säuren (Essigsäure und Zitronensäure) bilden Puffer im stark sauren Bereich.
Und alle zusammen bilden entsprechend ihrer Konzentration den pH-Wert.
Also ist der pH-Wert im Aquarium nie nur von CO2 und KH abhängig - somit jede Berechnug daraus sinnlos (Fehler bis 100 Prozent und mehr wiederholt gemessen).
Anheben kann man den pH-Wert am Einfachsten durch Zugabe von Natriumbikarbonat zur Hebung des SBV bzw der KH (3 Gramm oder ein Kaffeelöffel auf 100 Liter bilden 1 Grad KH)
Absenken kann man den pH-Wert insbesondere durch Absenkung des SBV/KH.
Messung des SBV: Mit Tropftest (wie Labormethode) auf etwa 1 Grad genau - mit Messtäbchen auf etwa 3 Grad genau.
Messung KH: unmöglich für den Amateur.
Messung CO2: durch Tropftest und Differenzmethode (Labormethode). "Dauertests" sind an sich hoffnungslos ungenau und träge - nach Kalibrierung mit einem Tropftest aber akzeptabel geeignet. "Tabellen und Rechner" > hier wird von einem Idealfall von ausschliesslich KH und CO2 im Wasser ausgegangen und eine Näherungsformel verwendet > aufgrund der Ausführungen ist klar, dass diese Form der Abschätzung wohl die Ungenaueste ist.
Messung pH: Streifen (teilweise bis 0,2 Stufen genau > jene mit 3 Messfeldern, Andere aber auch oft bis 1 Stufe ungenau)), Tropfen: auf etwa 0,3 Stufen genau. Elektrisch: auf etwa 0,1 Stufen genau (es ist eine Illusion zu glauben, mit einem el. ph-Meter wäre im Hobbybereich eine noch höhere Messgenauigkeit möglich).
Nicht unbeachtet soll bleiben, dass durch den Umbau von Abfall und Futterresten etc. von Ammoniak zu Nitrit und Nitrat so etwa pro 30 mg/l Nitrat ein Grad KH verloren gehen und auch ein grosser Schneckenbestand recht massiv an der KH/SBV zehrt und so eine Kontrolle der KH periodisch sinnvoll ist. Auch CO2 ist meist viel zu wenig genau bekannt, sodass einmal eine genauere Messung Geld sparen hilft (meist wird zu viel CO2 gedüngt) und auch Unfällen vorbeugt.
MfG Anton Gabriel