pH-Wert im Aquariumwasser

Hallo,

Knut schrieb:
Mit den Tropftests ist wie mie mit den Tabellen und Tools, sie gehorchen Naturgesetzen.

klar, was anderes kann gar nicht dahinterstecken, wenn man bis zum Ende geht.

Sie sind so korrekt wie die Tests funktionssicher.
Wenn mit den Tests unsinnige Ergebnisse herauskommen, ist entweder der Test verdorben, oder der Fehler liegt beim Anwender.

ja, so sieht das aus. Dem schließe ich mich in Gänze an.

Hier die Fehler der Tabellen und Tools mit den Tropfentests vergleichen heißt Äpfel mit Birnen vergleichen.
Bereits weiter oben wurde gezeigt, dass die messtechnisch bedingten Fehler +/- 1 - 2 Tropfen um die man sich mal verhaut deutlich geringer sind als die durch die Verwendung der Tools und Tabellen.

Also mein CO2-Test (Dupla) erwartete, dass ich eine "leichte Rosafärbung" bis zur Beständigkeit ertropfe. Das war sehr schwer festzumachen. Da konnte man durchaus mal um 5 bis 10 Tropfen daneben liegen, weil eine "leichte Rosafärbung" und auch die "Beständigkeit" sehr lichtabhängig und subjektiv sind. Zumindest war ich mir nie sicher wie gut ich nun gearbeitet hatte.

Das die Tropftest dennoch besser weniger fehleranfällig sind als das Tool, will ich gar nicht bestreiten. Das ist auch gar nicht das Thema. Auch nicht, dass man Tools nicht ohne Tropftestkalibrierung benutzen sollte. Steht nicht zu Debatte und würde ich auch nicht anzweifeln.

Anton kann sich gerne hinstellen und sagen das er die Berechnungsmethode nicht gut findet, dass er sie nicht anwenden mag, dass sie ihm zu unsicher ist und so weiter. Überhaupt kein Problem für mich. Das ist seine persönliche Meinung, die würde ich ihm nie streitig machen wollen. Wenn er aber allgemeingültig behauptet, dass die Gleichung falsch sei und nicht anwendbar sind, dann ist er zuweit gesprungen und das war hier der Fall.

Sie ist nämlich sehr gut anwendbar.

Zum Beispiel, wenn einer sagt, dass er ein Wasser mit pH 6 und KH 4 hätte, dann kann ich aufgrund des Tools ganz schnell erkennen, dass das unter normalen Umständen in einem Aqauarium nicht sein kann. Das geht nicht, weil der CO2-Gehalt extrem hoch wäre.

Alleine diese Anwendung der Gleichung ist für mich Gold wert.
Die Gleichungsablehner müssten an der Stelle passen, weil sie konsequenterweise ja die Ergebnisse der Gleichung nicht für voll nehmen, sprich, sie würden diesen Lapsus nicht bemerken. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du oder andere Interessierte die Gleichung nicht doch heimlich benutzen.
 


Olaf_Deters schrieb:
Also mein CO2-Test (Dupla) erwartete, dass ich eine "leichte Rosafärbung" bis zur Beständigkeit ertropfe. Das war sehr schwer festzumachen. Da konnte man durchaus mal um 5 bis 10 Tropfen daneben liegen, weil eine "leichte Rosafärbung" und auch die "Beständigkeit" sehr lichtabhängig und subjektiv sind. Zumindest war ich mir nie sicher wie gut ich nun gearbeitet hatte.
Jepp Olaf, das ist das Problem in der Testbeschreibung dieser konfektionierten Tests. Das ist bei der anderen Firma das Gleiche. Dadurch entstehen viele Meßfehler. Da liegt der Teufel aber im Detail und es lässt sich nicht ändern.
Es reicht eine erste Verfärbung aus, die länger als 30 Sekunden stehen bleibt. Wer möchte und wem es zur Verfügung steht, der kann statt des Farbindikators auch ein pH Meter verwenden und bis pH 8,2 titrieren.
 
A

Anonymous

Guest
Naja - gibt ja schon etliche persönliche Meinungen die etwa das Selbe sagen. Die dürfen auch nicht springen ? ;-)
Eine Methode, die in fast allen Fällen einer Gegenmessung mit genauen Messmitteln um meist an die 100 Prozent daneben liegt ist - auch wenn sie in den meisten Fällen keinen Schaden anrichte - unbrauchbar im Vergleich zu einer Methode die in fast allen Fällen eine Genauigkeit von mindestens 10 Prozent erreicht. Stimmt, dass die Enpunktfeststellung etwas Übung erfordert.

Wenn mir ein Anbieter eine Messmethode anbietet, die in weit mehr als der Hälfte aller Fälle mehr oder minder zufällig Quatsch ergibt - ja werd ich sowas anwenden ?? Nur weil 90 Prozent der Anwender nicht wissen, dass sie Quatsch messen ? Ja und ist halt so - alle die hier wirklich gemessen haben mussten feststellen, dass in den allerseltesten Fällen so eine Formel auch nur annähernd passte.

Ich würde diese Formeln bestenfalls als billige Teststreifen im Vergleich zu elektronischer Messung ansehen - überschlägig und rasch eine Größenordnung, die zwar auch 2 mal oder mehr daneben liegen kann, anzeigt und bei Umgang mit CO2-Düngung mit verlässlicheren Messmitteln gemessen werden sollte.

mfG Anton Gabriel

Ahja - ich spring soweit ich will - weil zwar nicht mein Körperbau gg aber mein know how es mir ohne Rückfragen erlaubt :)
 
der_andy schrieb:
hab da auch mal rumgetüftelt. Ich glaube, Du hast mit der Dissoziationskonstante nicht mit der Gleichgewichtskonstante gerechnet (Ks statt K). Du musst - meine ich - die Konzentration vom Wasser unter den Tisch fallen lassen. Die ist in Ks mit drin.

Huhu Andy,

ist soweit richtig, hab aber überhaupt nix gerechnet sondern nur die Puffergleichung für HCO3- nach c(CO2) umgestellt. Und da kommt genau die erwähnte und überall verwendete Gleichung raus, nur das da, wo 7,91 steht, der pKs rein muß, wenn ich nach der Konzentration von CO2 umstelle. Und der ist für HCO3- je nach Tabelle irgendwas um 6,3. Daher finde ich das ganze Formelgedöns gerade irgendwie seltsam. Keine Dissoziationsstufe der Kohlensäure hat nen pKs von 7,9.....
Wunder oh wunder.... hat der Verfasser dieser Gleichung schon eine Korrektur vorgenommen oder übersehe ich etwas?

MfG
Thomas
 
Hallo,

Eine Methode, die in fast allen Fällen einer Gegenmessung mit genauen Messmitteln um meist an die 100 Prozent daneben liegt ...

in fast allen Fällen 100% daneben? :shock:
Dann hatte ich aber mit der Vergleichsmessung die ich vor ca. einem Jahr durchführte, als ich an solchen Spielereien noch Interesse hatte, wirklich Glück! :lol:
Und dabei handelte es sich um real existierendes AQ-Wasser- nicht etwa um Leitungswasser...
KH lag damals ~1,5°.

http://www.anton-gabriel.at/forum/viewtopic.php?t=2017

Gruß,
Dirk
 

der_andy

Mitglied
Hi Thomas,
ich muss dringen ins Bett, daher in aller Kürze:

MWG: Ks = ([HCO3-]*[H+])/([CO2]*[H20])
...
---> [CO2]=([HCO3-]*10^-pH) / Ks
molmasse CO2 + Umrechnung °dH --> [CO2]=(44 * ( kH/2,8 )*10^-pH) / Ks

10^(X-pH) kommt daher, dass man Ks und die 44 von der Molmasse in den Exponenten geschoben hat.

Ich habe mal mit den Parametern gespielt und mit Dennerle verglichen. Mit 10^(7.95-pH)*kH/2.8 komme ich auf deren Werte --> also Ks=4,94*10^-7 bzw. pKs=6.306 ...

Das weicht nur irgendwie von den Werten, die ich hier habe ab (auf 25°C bezogen Ks=4,2*10^-7).
Grüße,
Andy
 


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