Über 400L 450L Gestaltungsfreiheit

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Ich halte mich ja bei Besatzfragen wirklich zurück, aber ein L46 hat in einem Gesellschaftbecken eigentlich nichts zu suchen. Die sind was zuwenig Sauerstoff betrifft sehr empfindlich und gehen nur schlecht ans Futter. Die gehören meiner Meinung nach in ein Artaquraium wo man sich um die Tiere besser kümmern kann.
Ich hatte schon welche, aber nicht sehr lange.
L. G. Wolf
 


Jujoaqua

Mitglied
Hallo Lars.

Danke für deine klaren Worte.

Auch dir Wolf, danke für deine Meinung.

Dieses große leere Becken wühlt ganzschön in meinen Gedanken. Da springe ich von einem zum anderen und bekomme das Sortieren nicht mehr auf die Reihe. Umso besser dass es euch hier im Forum gibt und ihr mich trotzdem unterstützt.

Ich versuchs nochmal.

Wichtig sind mir die Skalare. Ich bin noch nicht sicher ob sechs oder besser vier die geeignete Anzahl sind. Ich denke dabei an die Zeit wenn die Tiere geschlechtsreif werden und ihre Reviere abstecken. Als Jungtiere sollten sechs vermutlich kein Problem sein, aber dann drei Paare? Und ob das ganze aufgeht weiß ja auch niemand vorher. Ich habe zwar schon gelesen dass sich auch gleichgeschlechtliche Paare bilden wenn eben zwei übrig bleiben.
Gibt es denn dazu Erfahrungen?

Dann die Neons. Ich hatte gelesen dass der inesi etwas toleranter gegenüber der Karbonhärte sei als der axelrodi. Ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren. Beide Arten sind ja sehr schöne Fische.

Dann hätte ich ja gern einen zweiten Schwarmfisch. Klar, der Beilbauch würde mir gefallen, nehme aber gern Alternativvorschläge, orientiert an den Bedürfnissen der Skalare, Neons und der vorhandenen KH an. Würde mich freuen wenn ich hier ein paar Vorschläge bekomme.

Dann noch der Besatz für den Boden. L46 ist wohl ein schönes Tier, aber ich sehe ein dass er nicht so recht passt. Etwas schade, aber ich will versuchen möglichst viel richtig zu machen. Ich muss ja (aus Platzgründen und um meine Ehe nicht überzustrapazieren) auf die Osmose verzichten, also sollten die sonstigen Kompromisse nicht zu groß werden. Können Corrys denn problemlos mit Hexenwelsen vergesellschaftet werden? Corys sollen ja wohl eher friedliche Zeitgenossen sein, aber über Hexenwelse weiß ich nicht viel. Mein Sohn findet die Hexen jedenfalls super. Sind Hexenwelse denn eigentlich Aufwuchsfresser? Ein paar Kollegen die beim Sauber halten helfen wären ja garnicht so schlecht.
Also das Thema Bodenbesatz muss ich nochmal irgendwie neu sortieren. Auch da bin ich für Tips offen.

Sollten zu dem Ganzen denn ein paar Garnelen passen oder machen die eigentlich keinen Sinn, weil sie in dem großen Becken eh kaum zu sehen sein werden? Und wenn ja, dann eher die unscheinbaren Amanos weil sie fleißig sind oder doch ein paar farbenfrohe Neocaridinas?

Das war jetzt ganzschön viel Text. Danke an alle die bis zu Ende gelesen haben. Ich hoffe mit der Hilfe hier komme ich doch noch zu einem guten Plan welche Tiere einziehen sollen.

Danke und Grüßle Julia
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Jungtiere sollten sechs vermutlich kein Problem sein, aber dann drei Paare?
Eigentlich kauft man sechs und schaut was dabei raus kommt. Ich hatte ein Weibchen, was immer mit dem stärksten Männchen abgelaicht hat. Sie blieb also nicht bei einem.

Dann die Neons. Ich hatte gelesen dass der inesi etwas toleranter gegenüber der Karbonhärte sei als der axelrodi. Ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren. Beide Arten sind ja sehr schöne Fische.
Auch der axelrodi kommt mit härterem Wasser klar. Das ist meine Meinung und Petra sieht das ähnlich.

Corys sollen ja wohl eher friedliche Zeitgenossen sein,
Ja sind sie.
Ein paar Kollegen die beim Sauber halten helfen wären ja garnicht so schlecht.
Dann solltest du lieber deinen Mann einspannen. Es gibt keine Putzerfische.
Also das Thema Bodenbesatz muss ich nochmal irgendwie neu sortieren. Auch da bin ich für Tips offen.

sind oder doch ein paar farbenfrohe Neocaridinas?
Da freuen sich deine Skalare, die schlucken so eine red fire ohne zu kauen.

L. G. Wolf
 

rein.hart

Mitglied
Hallo Julia,

bei Beilbauchsalmlern bitte daran denken, das die etwas heikel sind. Der pH-Wert sollte nicht über 6,5 (besser unter 6) und die KH nicht über 4 liegen. Im Handel befinden sich fast ausschließlich Wildfänge, die auf die grobe Missachtung ihrer ursprünglichen Wasserwerte empfindlich reagieren. Die wenigen Zufallszuchten verbleiben meistens beim Besitzer. Außerdem nehmen sie nur Nahrung von der Wasseroberfläche auf.
Bevorzugt am liebsten Anfluginsekten. Gefriergetrocknete Insekten und als Highlight lebende Drosophila dann geht die Post ab.
 

Shai

Mitglied
Moin Julia,
Dann die Neons. Ich hatte gelesen dass der inesi etwas toleranter gegenüber der Karbonhärte sei als der axelrodi. Ich lasse mich da aber gern eines Besseren belehren. Beide Arten sind ja sehr schöne Fische.
Robuster ja, aber auch etwas kühler, daher bleibt tatsächlich eher der Axelrodi.

Dann hätte ich ja gern einen zweiten Schwarmfisch.
Nen großer Schwarm einer Art hat auch was für sich.
Die meisten dürften sich den Raum mit den Neons teilen, da wäre dann vll. 20/20 ne Möglichkeit. Der sollte nur groß genug sein um nicht als Futter zu enden.


Ich schätze Corydoras und Hexenwelse würden gehen.
Bei den Corys ist die Auswahl ja schon ziemlich groß, und es gibt viele schöne Arten.


Wie Wolf schon schrieb, Putzen tut kein Fisch ;-)
Wobei ich durch die Corys viel mehr Mulm im Filter habe, als auf dem Sand, die wirbeln das ordentlich auf und das Becken sieht auf jeden Fall sauberer aus.


Grüße,
Lars
 

JoKo

Mitglied
Ich schreibe jetzt einfach mal was *ich* mit so einem Becken mit Skalaren machen würde:
- 6 Skalare
- 20 Corydoras einer Art
- 30-40 Hemigrammus bleheri

Die bleheri zeigen noch am meisten ein Schwarmverhalten.

Wenn es 2 Schwarmfische inkl. Roter Neon sein sollen, dann z.B.
20 Rote Neon (axelrodi), und als Kontrast in der Form:
20 Hyphessobrycon sweglesi / megalopterus / bentosi o.ä., jedoch keine H. eques, es könnte sein dass die den Skalaren an die Flossen gehen.

Die werden jedoch nur eher selten so etwas wie ein Schwarmverhalten zeigen.
 

kai71

Mitglied
Hallo.

Nochmal zu den Beilbäuchen. Ich habe da ein wenig andere Erfahrungen gemacht als Reinhold.
Allerdings bezieht sich das nicht auf marmorierte Beilbauchsalmler.
Ich halte seit über vier Jahren verlustfrei einen zehnköpfigen Schwarm Silberbeilbäuche.
Der pH Wert in meinem Becken liegt bei knapp unter 7,0 und die KH liegt bei 6.
Auch die Fütterung mit verschiedenen Frostfutter-Sorten ist wirklich problemlos.

Viele Grüße,
Kai
 


Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Tja das Problem ist, das die Fische eben nicht immer das machen, was man erwartet. Meine Mamor stehen z. B., im Gegensatz zu Reinhold seine, nie im Schwarm. Die blöden Vieher stehen überall schön verteilt an der Oberfläche. Meine Spitzmaulsalmer übrigens auch, vielleicht habe ich ja zu viele Pflanzen.
L. G. Wolf
 

Jujoaqua

Mitglied
Hallo zusammen.

Erstmal vielen Dank für eure Ideen und Vorschläge.

Bei den Beilbäuchen habe ich ja jetzt wieder gegensätzliche Aussagen. Da ist es echt schwer abzuwägen, was geht und was nicht. Aber bei Kai ist die KH doch noch etwas niedriger als bei mir.

Die Vorschläge von Jochen habe ich mir angesehen und finde den schwarzen Phantomsalmer (hyphessobrycon megalopterus) keine schlechte Alternative zu den Beilbäuchen.

Ich denke ich werde mit einem Schwarm Neons (axelrodi) anfangen. Jetzt bleibt noch zu entscheiden wieviele Individuen. Wenn ich mit 20 beginne, und beim Zuschauen zu der Erkenntnis komme, dass ein Schwarm ausreicht, sollte dann ein Aufstocken unproblematisch sein, oder finden diese zeitversetzt eingesetzten Schwärme/Gruppen dann nichtmehr wirklich zusammen?
Denn ich überlege, wenn es bei einem Schwarm bleiben soll wären etwas mehr Tiere sicher schöner, wenn ich aber nach ein oder zwei Wochen Gucken doch noch einen zweiten Schwarmfisch dazu möchte, dann wäre es vielleicht zu viel beim Ersten schon mit 30 Tieren zu beginnen? Kann man mir so noch folgen?

Für den Boden suche ich mir dann eine schöne Cory Art aus. Da gibt es reichlich Angebote bei ebay Kleinanzeigen in der Umgebung. Ich denke ich werde diese von privat denen aus der Zoohandlung vorziehen.

Dann die sechs Skalare. Die sind gesetzt. Da dies die Fische sind die am teritorialsten sind denke ich sollten es die Letzten sein die einziehen, richtig?

Heute habe ich am Becken einiges geschafft. Da ich gestern die Seemandelbaumrinde bekommen habe hatte ich sie direkt ins Becken gelegt zum Wässern. Allerdings dachte ich nicht, dass sie soooo viel Farbstoff abgibt. Das Wasser war dunkelbraun, also habe ich einen großen WW gemacht und dabei die Werte kontrolliert. Vorweg, das Aqua In-Out-Set von JBL finde ich klasse. Nachdem ich jetzt endlich den richtigen Adapter für den Wasserhahn habe läuft das echt problemlos und bequem.
Aber zurück zu den Wasserwerten: NO2 0,01, NH4 0,05, No3 vor dem WW 0,5, nach dem WW 4 (passt zum Leitungswasser)
Jetzt weiß ich nicht wie ich das interpretieren soll. Bin ich noch weit weg vom Nitritpeak, bin ich schon drüber (höchster gemessener Wert am 4. Tag 0,05 bei NH4 0,4) oder warte ich vergebens? Es gibt ja nach Lektüre einiger Internetseiten und Bücher nicht immer einen deutlich messbaren Peak.

Weiterhin kam heute endlich der lang erwartete Druckminderer an und ich habe ihn gleich angeschlossen. Jetzt laufen ca 30 Bläschen CO2 pro Minute über den Taifun plus eine Erweiterung ins Becken. Bin gespannt, ob davon bis morgen was im Dauertest (der auf der gegenüberliegenden Beckenseite angebracht ist) zu sehen ist.

Grüßle Julia
 

Shai

Mitglied
Hey Julia,

Neons aufstocken sollte problemlos sein.
Die schwimmen eh nich als Schwarm, außer die fühlen sich bedroht.
Meine hocken wild verteilt im Becken, wenn man dran vorbei geht ist kurz kuscheln angesagt, und kurz danach löst sich das wieder auf.

Einer der wenigen Salmler der wohl annähernd ein Schwarmverhalten zeigt wäre wohl der Rotkopfsalmler.

30 Blasen dürften vermutlich was wenig sein, klar ist jedes Becken verschieden, ich bin beim Taifun mit 2 Erweiterungen bei etwas über 80/min.



Grüße,
Lars
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Julia,
Ich schließe mich Lars in allem an, bis auf das Schwarmverhalten, den meine axelrodi bleiben zusammen. Nur gelegentlich teilt sich der Schwarm in zwei.
L. G. Wolf
 

Jujoaqua

Mitglied
@Wolf
Hast du eine Idee woran das liegt? Hast du mehr oder weniger Tiere? Wenn ich es richtig weiß hast du Skalare im gleichen Becken? Das wäre ja ein potentieller Feind. Vielleicht kann man das ein Wenig begünstigen?

Grüßle Julia
 
Hi Julia,

ich habe ebenfalls, bis auf kurze Pausen, immer den Axelrodi gehalten und meine stehen auch immer in mal mehr oder weniger großen Truppen zusammen. Auch in der Zeit, als kein Feindfisch im Becken war. Minimum waren das hier immer 20 Tiere.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Julia,
Ich habe in dem Becken nur noch einen Skalar und der steht eigentlich nur ruhig in einer Ecke. Ich denke es werden schon 40 Neons sein. Der Innesi soll sich mehr verteilen.
L. G. Wolf
 
G

Gelöschtes Mitglied 39171

Guest
Moin Julia.
Aber zurück zu den Wasserwerten: NO2 0,01, NH4 0,05, No3 vor dem WW 0,5, nach dem WW 4 (passt zum Leitungswasser)
Jetzt weiß ich nicht wie ich das interpretieren soll. Bin ich noch weit weg vom Nitritpeak, bin ich schon drüber (höchster gemessener Wert am 4. Tag 0,05 bei NH4 0,4) oder warte ich vergebens? Es gibt ja nach Lektüre einiger Internetseiten und Bücher nicht immer einen deutlich messbaren Peak.
Woher soll der Nitritpeak kommen? Einfach gesagt, entsteht Nitrit durch die Ausscheidungen der Beckenbewohner. Einige geben in der Einfahrphase auch ein wenig Futter ins Becken, um den Nitritpeak zu unterstützen.
Es kann beim Einfahren einen Nitritpeak geben, er kann aber auch komplett ausbleiben.

Erst wenn du dein Becken besetzt, wird Nitrit mit Sicherheit entstehen. Deshalb sollte man als Anfänger auch immer erst mit wenigen Fischen anfangen. Dabei immer die Fische gut beobachten und bei Auffälligkeiten Wasser wechseln. Das kann man auch gut mit täglichen Nitrittests unterstützen.
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Julia,

ich schließe mich Wolf und Sabrina an was die Neons betrifft. Bei mir seh ich sie nur im Schwarm, evtl. auch mal in 2 "Schwärmchen", aber weitestgehend zusammen. Sie ziehen fast immer gemeinsam ihre Bahnen durchs Becken.
Woran das liegt, kann ich allerdings auch nicht sagen. Feinde gibt's nicht wirklich. Vielleicht an der Beckengröße? Früher im 200er zeigten sie das Verhalten, das Lars beschreibt.

Und Neuankömmlinge und vorhandene Neons haben sich immer sofort zusammengeschlossen. Also kein Problem, nachträglich aufzustocken.
 

Shai

Mitglied
Moin,
vielleicht haben meine Neons zuviel Platz im Becken. Sind ja nur 17 zur Zeit. :D
Wobei das verteilt stehen im 125er extremer war, ich glaube das große Becken ist denen noch zu hell, die finden sich oft in den Vallisnerien wieder und recht wenig im Freiwasser.

Grüße,
Lars
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Lars,
Da sind meine wieder etwas anderst. Die schwimmen bei mir eigentlich meist im Vordergrund, aber dunkel ist mein Aquarium mit 4x80Watt aber auch nicht.
L. G. Wolf
 

Shai

Mitglied
Hey Wolf,
also doch aufstocken, und vielleicht werden die ja auch wieder mutiger wenn mal der Besatz vollständig ist.
Im alten Becken war das auch weniger mit dem verstecken, vielleicht auch einfach noch Nachwirkungen von den Beckenwechseln.

Grüße,
Lars
 

rein.hart

Mitglied
Hallo,

meine55 blauen Neons ziehen immer zusammen durch das Aquarium. Allerdings kann der Abstand vom ersten bis zum letzten auch mal 60 - 70 cm betragen. Wenn die ersten dann allerdings merken, der Rest kommt nicht nach drehen sie schnell wieder um.
Ich hatte die ja schon im alten Becken und da hatte ich schon bereut, dass ich sie mir angeschafft habe. Da habe ich die nie zu Gesicht bekommen. Die haben sich nur zwischen den Pflanzen versteckt. Nach dem Umsetzen ins neue Aquarium fingen sie dann an wie der typische Schwarmfisch an der Frontscheibe hin und her zu schwimmen.
 


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