Blackwater
Mitglied
Danke dir! Genau das finde ich bei Schwarzwasser auch interessant: Natürliches Schwarzwasser muss keineswegs trüb oder milchig sein. Im Gegenteil, viele Schwarzwasserflüsse und -bäche können trotz ihrer sehr dunklen Färbung ausgesprochen klar sein.Tolles klares Wasser! Ich meine tolles klares Schwarzwasser, sieht man nicht so oft. Bei vielen, die Schwarzwasser fahren, ist das Wasser meistens etwas trübe (zuviel Zugabe von Huminstoffen?)
Die typische Färbung entsteht vor allem durch gelöste organische Stoffe wie Huminstoffe, die das Licht absorbieren und das Wasser je nach Konzentration gelblich, bernsteinfarben bis dunkelbraun erscheinen lassen. Diese gelösten Stoffe machen das Wasser aber nicht automatisch trüb. Trübung entsteht hauptsächlich durch Schwebstoffe und Partikel im Wasser.
Genau deshalb wollte ich im Paludarium auch nicht einfach möglichst viele Botanicals ins Becken geben, um eine möglichst starke Färbung zu erreichen. Ich hatte anfangs relativ viel organisches Material eingebracht und musste dann feststellen, dass einige Materialien sehr schnell zerfallen sind und angefangen haben zu gammeln. Das war dann tatsächlich eine Belastung des Systems und nicht das Schwarzwasser, das ich eigentlich erreichen wollte.
Nach dem Entfernen der Botanicals ist das Wasser weiterhin leicht bernsteinfarben und gleichzeitig sehr klar. Für mich passt das eigentlich ziemlich gut zum natürlichen Vorbild: gefärbt durch gelöste Huminstoffe, aber nicht durch Schwebstoffe trüb.
Ich denke deshalb auch, dass man bei Schwarzwasser nicht unbedingt nach möglichst dunklem Wasser gehen sollte. Entscheidend ist eher, wodurch die Färbung entsteht und wie das gesamte System damit zurechtkommt.