Südamerika-Paludarium

Blackwater

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Nach langer Planung und langen warten, sind wir nun auf der Zielgeraden! Ich erfülle mir meinen Traum vom Paludarium mit Pfeilgiftfröschen und Fischen.

Anbei einmal Bilder vom Glaskaskasten und vom Unterschrank. Das Becken selber hat die Maße 80x60x100. Der Wasserstand wird bei ca. 35cm liegen.

Der Landteil bekommt einen kleinen Bachlauf, viele Wurzeln und natürlich jede menge Pflanzen.
 

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Blackwater

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Gerne, @1_hajo. An Besatz ist aktuell geplant...

Im Wasser:
- Apistogramma bitaeniata
- Paracheirodon axelrodi
- Otocinclus

An Land:
- Dendrobates tinctorius
- Ranitomeya amazonica

So erstmal die grobe Planung
 

Ago

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Hallo!

Lies Dich bitte nochmal genauer ein bezüglich der Pfeilgiftfrösche. In der Regel sollte man die verschiedenen Arten getrennt halten. (Es gibt wenige Ausnahmen, zum Beispiel eine Baumsteigerart mit einem reinen Bodenbewohner. Aber die Vergesellschaftung sollte erfahrenen Haltern vorbehalten bleiben, Pfeilgiftfrösche sind sowieso schon keine Anfängertiere.) Du hast Dir zwei Baumsteiger rausgepickt, die deutliche Größenunterschiede aufweisen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß die kleineren Dendrobates nicht ausreichend Futter abbekommen werden.
 

Blackwater

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Hallo!

Lies Dich bitte nochmal genauer ein bezüglich der Pfeilgiftfrösche. In der Regel sollte man die verschiedenen Arten getrennt halten. (Es gibt wenige Ausnahmen, zum Beispiel eine Baumsteigerart mit einem reinen Bodenbewohner. Aber die Vergesellschaftung sollte erfahrenen Haltern vorbehalten bleiben, Pfeilgiftfrösche sind sowieso schon keine Anfängertiere.) Du hast Dir zwei Baumsteiger rausgepickt, die deutliche Größenunterschiede aufweisen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß die kleineren Dendrobates nicht ausreichend Futter abbekommen

Danke für deine Einschätzung. Welche Dendrobaten hältst du so?

Hier geht bei den biologischen Fakten einiges durcheinander.
Dendrobates tinctorius gehört zu den größten und schwersten Pfeilgiftfröschen überhaupt (bis zu 6 cm) und lebt primär am Boden. Die Ranitomeya hingegen sind winzige Mini-Baumsteiger (1,5–2 cm), die im Geäst leben. Die Behauptung, dass die 'kleineren Dendrobates' kein Futter abbekommen, ist also biologisch schlichtweg falsch.
Genau diese Kombination (schwerer Bodenbewohner vs. winziger Kronenkletterer) ist – wie du selbst sagst – die klassische, funktionierende Ausnahme bei der Vergesellschaftung. Das Paludarium wird speziell für diese vertikale Nischentrennung extrem hoch und strukturiert gebaut, sodass sich die Arten im Alltag kaum begegnen.
 

Ago

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Sorry, da habe ich nicht aufgepasst. Du hast Recht!
Da es mir um das Wohl der Tiere ging, verzeihst Du mir hoffentlich.
d025.gif
 


JoKo

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Hi,

Paludarien finde ich ja immer spannend. Ich stelle mir jedoch die laufende Pflege, vor allem die des Landteiles, eher aufwändig vor. Oder irre ich mich da?
 

Blackwater

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Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Ich finde ein Terrarium weniger aufwändig als ein Aquarium: kein Wasserwechsel, keine Algen an den Scheiben. Nur ab und zu etwas die Pflanzen stutzen und Laub auf dem Boden tauschen.
 

Blackwater

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Hallo zusammen,

nachdem ich euch die Bauphase gezeigt habe, läuft das System nun seit einigen Tagen in der ersten Einfahrphase. Die Grundidee ist die Nachbildung eines tropischen Tieflandregenwaldes mit einem fließenden Übergang in einen weichen, sauren Schwarzwasser-Biotopteil. Das Becken misst 85 x 60 cm Grundfläche, bei 30cm Wasserstand, und besitzt eine eingebaute Torf-Rückwand mit Mini-Bachlauf, über der eine Kombination aus Skylight MIDSPOTs und Arcadia-Leuchten im geschlossenen Lichtkasten arbeitet. Der Landteil wird von klassischen Aufsitzerpflanzen und Raritäten geprägt, darunter verschiedene Neoregelia-Mini-Bromelien, Tillandsien, ein blühendes Biophytum sowie Kletterpflanzen wie Marcgravia und Ficus pumila 'Quercifolia'. An der Uferlinie wächst Anubias barteri var. nana emers auf dem Holz, während die Wurzeln direkt in den Wasserteil ragen.

Dieser ist als extremes Schwarzwasser mit dunklen Gümmer-Sand, Seemandelbaumblättern und Buddha Nuts ausgelegt und hat bereits eine glasklare, bernsteinfarbene Teefärbung angenommen. Später sollen hier Apistogramma bitaeniata, Rote Neons und Otocinclus einziehen, während der Landteil für Dendrobates tinctorius und Ranitomeya vorgesehen ist.

Die ersten Tage standen ganz im Zeichen der Klimaoptimierung. Um die Frontscheiben beschlagfrei zu halten, wurden die letzten Tage die automatische Beregnung, die Scheibenheizung und die Ventilatoren auf einander abgestimmt, so dass die Feuchtigkeit innerhalb von 30 Minuten nach dem Regen restlos weggewischt ist. Die Lufttemperatur liegt tagsüber bei sommerlichen 27,5 bis 28 Grad und sinkt nachts auf 24 Grad, während das Wasser dank des Thermo-Außenfilters sehr konstant bei 25 Grad steht. Die Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber bei 80-85% und Nachts bei knappen 100%

Um die hohe Verdunstung automatisch auszugleichen und den angestrebten Leitwert von 120 µS/cm stabil zu halten, habe ich im Unterschrank eine Chihiros 4-Kanal-Dosierpumpe installiert. Über einen Inline-Adapter im Filterrücklauf speist sie aktuell 600 ml Osmosewasser pro Tag ein, aufgeteilt auf 24 stündliche Mikrodosen. Die freien Kanäle werden später für die zeitversetzte Zufuhr von Eisen- und Humindünger genutzt.

Momentan befindet sich das System in einer mehrtägigen Ruhephase bei geschlossenen Türen. Der erste Torfstaub wurde bereits vollständig von der Filterwatte geschluckt, die aktuell im Filtwr regelmäßig ausgetauscht wird, und das Ökosystem beginnt sich biologisch zu setzen. Ich werde den Verlauf weiter dokumentieren und freue mich auf eure Fragen oder Anmerkungen zum Setup.
 

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Blackwater

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Heute möchte ich euch ein kurzes Update zu meinem Nebelprogramm geben und zeigen, wie die Klimasteuerung im Hintergrund abläuft. Passend dazu habe ich euch ein kleines Video vom abendlichen Nebellauf angehängt.
Generell läuft das Programm zweimal am Tag: Morgens um 09:00 Uhr zum Hochdimmen der Lampen – direkt gefolgt vom Regen – für den feuchten Tropenmorgen. Das zweite Mal läuft der Nebler abends in der Dämmerung ab 22:40 Uhr, um die natürliche Nachtfeuchte einzuleiten.
Technisch wird der Vernebler im Unterschrank, genau wie die Beleuchtung, Beregnung und Lüftung, jeweils über eine smarte Steckdose gesteuert. Die einzige Ausnahme im Setup ist das Heizkabel in der Rückwand, das über den Lucky Reptile Controller geregelt wird. Der Nebel wird über ein Rohr im Versorgungsschacht in der Rückwand nach oben ins Paludarium geleitet und zieht als feiner Dunst durch das Becken, was eine tolle Tiefenwirkung erzeugt.

Ein wichtiges Detail betrifft die Nachtruhe: Abends schalten sich die Ventilatoren nach dem Nebel komplett aus. Die Luftfeuchtigkeit schießt auf 100 % hoch und der Nebel verflüchtigt sich nach wenigen Minuten, weil er an den kühleren Scheiben kondensiert. Das bringt den Moosen den perfekten Feuchtigkeitsboost für die Nacht. Am nächsten Morgen dampft die Scheibenheizung diesen Kondensfilm pünktlich zum Tagesstart wieder restlos weg, sodass wir tagsüber bei stabilen 85 % Luftfeuchtigkeit landen.

Wie gefällt euch die optische Stimmung im Video? Fragen zur smarten Steuerung beantworte ich euch wie immer gerne.

 

Blackwater

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Hallo zusammen,

heute möchte ich euch ein Update zu dem Herzstück meines Setups geben, das man auf dem angehängten Foto jetzt sehr schön sehen kann: dem Wasserteil.

Die Entwicklung in den ersten Tagen ist extrem spannend. Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, hat das Wasser mittlerweile eine wunderschöne, glasklare und bernsteinfarbene Teefärbung angenommen. Das dichte Bett aus Seemandelbaumblättern auf dem hellen Sand und die Fruchthülsen bluten genau so aus, wie es für ein authentisches Schwarzwasser-Biotop sein soll. Unterstützt wird das Ganze massiv von der Torf-Rückwand, die im Hintergrund hervorragende Arbeit leistet.

Aktuell stehen die Werte bei einem Leitwert von 228 µS/cm und einem pH-Wert von 6,96. Dass der pH-Wert bereits vor der magischen Grenze in den leicht sauren Bereich gerutscht ist, zeigt, wie aktiv die Huminsäuren aus dem Torf und den Botanicals das Wasser natürlich ansäuern. Ohne diese Gegenwehr würde das Wasser durch die starke Belüftung im System unweigerlich nach oben klettern.
Der Leitwert steht im Moment noch etwas höher, da die automatische Chihiros-Dosierpumpe stündlich exakt die Verdunstungsmenge mit Osmosewasser ausgleicht (aktuell 500 ml am Tag). Das hält das Niveau zwar absolut stabil, verdünnt den ursprünglichen Leitungswasser-Anteil aber nicht weiter nach unten. Zudem leitet der frische Torf in den ersten Wochen durch die organischen Stoffe natürlich selbst ein wenig mit.

Das erklärte Ziel für den späteren Besatz – eine Gruppe Zwergbuntbarsche (Apistogramma bitaeniata), Rote Neons und Otocinclus – ist ein extrem weiches und saures Milieu bei ca. 120 µS/cm. Um dorthin zu kommen, steht am Wochenende der nächste große 30-Liter-Wasserwechsel an, den ich mit reinem Osmosewasser durchführen werde, um die verbliebenen Mineralien radikal herunterzudrücken.

Pünktlich zum Wochenende sind auch die Tröpfchentests eingetroffen, sodass ich nach dem Wechsel neben pH und Leitwert auch direkt Nitrat und Phosphat kontrollieren werde, um die Nährstofflage vor dem ersten Besatz genau zu dokumentieren.

Wenn ihr Fragen zur Filterung über die Bodenbohrungen, der Dosierpumpe oder den Botanicals habt, haut sie gerne raus!
 

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1_hajo

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Also ich finde dein Paludarium spannend @Blackwater, ich kann leider nichts dazu schreiben, weil ich keine Ahnung davon habe.

Trotzdem, die Filter und die Nebelanlage, sowie die Dekoration und Pflanzen, sind schon sehr aufwändig. Vorallem die passenden Wasserwerte einzustellen. Ich suche mir Fische und Pflanzen nach den Gegebenheiten aus und nicht andersherum.

Schreib bitte weiter zu deinem Projekt und stell Fotos ein, auch wenn nur wenige selbst dazu was schreiben können.
 


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