Kleines Schulaquarium - welchen Besatz?

Hallo ihr Lieben,

ich habe nach langen Verhandlungen die Erlaubnis bekommen ein Mini-Becken mit meinen Schülern zu besetzen ... 60L :? Mein Chef meinte er will erstmal sehen wie das ganze abläuft und wie die Schüler sich verhalten - was ich auch gut verstehen kann allerdings bin ich doch eher Freund größerer Becken - habe auch versucht ihm dies aus dem biologischen Gesichtspunkt zu erklären - aber er bleibt ein harter Brocken. Da ich aber Aquarien an der Schule haben möchte muß ich wohl auf die Bedingung eingehen.

Nun meine Frage an - welche Tiere würdet ihr in ein Schulbecken setzen? Zu beachten ist nicht nur die geringe Kapazität - sondern auch der "Störfaktor" Schüler und Pflege (Ferien - ich schau zwar zum Wasserwechsel vorbei, aber sie sollten auch im Notfall 2 Wochen überleben).

Meine Ideen waren z.b. ein Krustentier Becken z.B. Amanogarnelen oder Guppys oder Platys, wobei da der Nachwuchs Probleme schaffen könnte

Was sind eure Ideen?
 


A

Anonymous

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Ich würde Wagtailplatys reinsetzen mitt ein paar red cherry garnelen
 
A

Anonymous

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Hi,

im Nachwuchs sehe ich auch ein Problem, daher würde ich eher zu einem reinen Garnelenbecken tendieren oder CPOs plus Killifische einsetzen. :)
 
A

Anonymous

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Hallo Yasumi,

die Aktion mit dem Schul-AQ haben wir gerade hinter uns, allerdings haben wir den Lehrer von 60l auf 160l hochhandeln können ;-)

Uns war wichtig, dass 1. keine super scheuen Tiere rein kommen, 2. dass Harmonie im Becken herrscht und 3. dass wir uns keine Gedanken um Unterbringung von evtl. Nachwuchs machen müssen, daher haben wir "Karnickel-Sorten" von vornherein ausgeschlossen.

Orientiert haben wir uns ein bisschen an den Fischen, die bei uns schwimmen, wobei der Besatz in der Schule mengenreduziert ohne weiteres auch für ein kleines Becken hätte passen können.

Zur Zeit sind dort 4 LDA25, ca. 25 Rasbora dorsiocellata, 10 Corydoras paleatus und ab Herbst werden noch ein paar Honigguramis mit von der Partie sein.
Für ein 60er würde ich 5 LDA25 empfehlen und 15 kleinere Rasboras, vielleicht brigittae, merah u.ä. und als Highlight ein Pärchen Zwerg-Fafis oder Honigguramis.
Das gibt einen schönen ruhigen Besatz, die Tiere sind nicht ganz so scheu, so dass die Kinder auch etwas zu gucken haben und grosses Gezicke ist auch nicht zu erwarten, so dass das AQ die nötige Ruhe ausstrahlen kann.
Guppies sind meiner Meinung nach zu hibbelig, das sehe ich am Schul-AQ in der Aula.
Das Klassen-AQ mit dem o.g. Besatz strahlt dagegen sehr viel Ruhe aus, was sich auch auf das Verhalten der Kinder widerspiegelt.

In der Klasse haben sich übrigens 3 Kinder bereit erklärt, sich um das AQ zu kümmern. Alle 3 haben selbst ein Aquarium zuhause, sind also etwas vertraut damit.

Ich habe für die Kids ein paar Blätter ausgearbeitet, in dem ich 1. zu Fischen im Allgemeinen (Einsetzen, Zusammensetzung, etc.), 2. zum AQ im Besonderen (Einrichten, Bepflanzung usw.) und zu jeder einzelnen Fischart noch etwas geschrieben habe.
Diese Zettel hängen über dem AQ an der Wand und können von den Kindern jederzeit nachgelesen werden.
1-2 Mal im Monat werfe ich selbst einen Blick ins Becken, gärtnere bei der Gelegenheit, die Wasserwechsel werden durch die Kinder mit Hilfe eines Lehrers durchgeführt.

Den Besatz haben wir übrigens mit meinem Sohn zusammen erarbeitet.
Hat bei Euch denn ein Schüler ein AQ? Vielleicht kann man ihn in die Planung mit einbeziehen?
Hat den Vorteil, dass er sich dann anschliessend auch eher mit verantwortlich fühlt und andere Schüler vielleicht mit reinziehen kann.

Gruss,
Britta
 
@Braxa

dein Vorschlag hört sich gut an :D und die LDA25 kannte ich vorher noch nicht aber die hören sich einfach genial an wenn man dem Glauben schenken darf was man liest was die Tarnung und die "Algenfresserei" betrifft.

Ob die Schüler Erfahrung haben - das weiß ich noch nicht, da es eine komplett neue Klasse ist - Notfalls kann ich die Fische aber aufnehmen.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Yasumi,

die LDA25 sind noch interessanter, wenn man Kies statt Sand im Becken hat ;-)

Wir haben es damals so gemacht, dass wir das Becken an einem Wochenende eingerichtet haben, zusammen mit meinem Sohn und dann lief es erst mal ein paar Wochen leer ein...eine Qual für die Kinder und besonders für meinen Sohn, der alle Naselang genervt wurde, wann denn endlich die Fische kämen :?

Die Fische habe ich dann mit den Kindern mehr oder weniger gemeinsam reingesetzt und mit ihnen zusammen "erarbeitet", wieso man nicht alle einfach reinschmeisst, wieso das Reinsetzen etwas länger dauert, was man beachten muss, warum wir ausgerechnet DIESE Fische ausgesucht haben, etc...

Als Futter haben wir ihnen Tabletten, Chips und - ganz wichtig - Klick-Futter von JBL gekauft.
Kinder neigen dazu, zuviel Futter ins Becken zu schmeissen, weil Flockenfutter irgendwie schlecht dosierbar ist.
Beim Klickfutter ist das ganz einfach: pro 5 Fische 1 Klick, da können sie nicht viel verkehrt machen.
Sie haben von uns eine genaue Dosieranleitung bekommen, demnächst nimmt mein Sohn auch noch etwas TK-Futter mit, das in der Lehrerküche aufbewahrt werden kann, und dann gibt's noch etwas mehr Abwechslung auf dem Speiseplan.

Das einzige Problem, was wir noch haben, ist die Sache mit der Zeitschaltuhr :?
Es gibt immer das ein oder andere Spielkalb, das die verstellt, daher sind die Beleuchtungszeiten nicht so regelmässig, wie wir es gern hätten und wie es gut wäre.
Wir sind noch auf der Suche nach einer Holzkiste, in der wir Steckleiste samt Zeitschaltuhr verstecken können und die wir notfalls abschliessen könnten, damit so etwas eben nicht mehr passiert.
Solche "Spielereien" würde ich an Deiner Stelle vorher schon mit einkalkulieren und entsprechend Vorsorge tragen, zumindest, wenn es noch jüngere Kinder sind.

Im Anhang übrigens mal das fertige Becken in der Klasse.

Gruss,
Britta
 

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