Gesellschaftsbecken mit Altum, Diskus und ein Päarchen Andinoacara Pulcher?

Michl82

Mitglied
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und würde gerne eure Meinung zu folgendem Besatz wissen:

Becken: 7.000 Liter (330x200x90cm) + Filteranlage (200x60x60)
Amazonasbecken: 27 Grad, GH 6, KH 4, PH 6,8
Besatz:
  • 10 Diskus (Symphysodon), teilweise WF-Nachzuchten
  • 5 Altum (Pterophyllum altum) - es sollen noch mal 3-4 dazukommen
  • 7 Kopfsteher (Anostomus ternetzi)
  • 4 L46
  • 7 Nadelwelse (Farlowella acus)
  • >50 Panzerwelse (Corydoras Sterbai)
  • Gruppe Netz-Pinselalgenfresser (Crossocheilus reticulatus)
  • 100 Rotkopfsalmler
  • 50 Neons
Das Becken ist räumlich gut strukturiert ... es gibt überall Zonen mit Steinaufbauten, großen Wurzeln, sehr viele Pflanzen etc. als Versteckmöglichkeiten. Gefüttert wird 4x Tag mit einem Futterautomat (verschiedene Granulate) und 1-2 täglich mit verschiedene Frostfutter (vornehmlich abgestimmt für die Diskus, aber keine Rinderleber oder so).

Jetzt zu meiner Frage:
Was haltet ihr davon, wenn ich ein Päarchen Andinoacara Pulcher dazu setze? Das Paar wurde mir von einem Bekannten angeboten und ist wohl hinsichtlich Nachwuchs sehr aktiv. Ich habe Bedenken, dass die beim Füttern etwas zu stürmisch sind, wobei aktuell vor allem die Netz-Pinselalgenfresser am agilsten bei der Fütterung sind. Viel schneller sind die sicherlich auch nicht und wegen dem territorialen Verhalten mache ich mir auch wenige Gedanken, da das Becken unendlich viele Möglichkeiten für ein eigenes Nest bietet und die Diskus eh am liebsten im freien Wasser an der Scheibe stehen.

Was meint ihr?

Vielen Dank schon mal

LG Michl
 


1_hajo

Mitglied
Ich sehe bei deinem Becken kein Problem mit einem Pärchen Andinoacara Pulcher @Michl82.

Hat es einen speziellen Grund warum du 6 mal am Tag fütterst?

Stell doch mal ein paar Fotos von deinem Aquarium ein. Wir sind ja immer neugierig darauf andere Aquarien zu sehen und bei der Größe erst recht.
 

Z-Jörg

Mitglied
Moin,
Von den A. Pulcher würde ich dir strickt abraten, die sind zu ruppig für Diskusfische.
Und ebenfalls würde ich von den Algenfressern abraten, weil die viel zu aktiv sind.
 

Joern

Mitglied
Moin,
Von den A. Pulcher würde ich dir strickt abraten, die sind zu ruppig für Diskusfische.
Und ebenfalls würde ich von den Algenfressern abraten, weil die viel zu aktiv sind.
Das sehe ich genauso.
"Pinsel-algen.fresser" fressen die Pinselalgen auch nur, wenn die sehr großen Hunger haben - das scheint mir bei Dri unmöglich.
Und das kollidiert mit den ruhigen, eher zurückgezogenen Farlowella
Lass es.

Ja die pulcher sind sehr "durchsetzungsfähig" - und das tun die auch, gerade wenn die sich vermehren.

Mit Skalaren und Disketten leben Mesonauta (Flaggenbuntbarsche) zusammen - schau mal Videos zu skalarDIskus mit dem Zusatz "biotop" oder "natural habit" oder ähnlich in den Suchmaschinen.

Dein Becken ist sicherlich große genug für 50 Corys - da würd ich mal mit der hälfte/zweidrittel rangehen. Und ihnen die Chance geben, sich von selbst aufzustocken.

Viel Erfolg
 

Michl82

Mitglied
Danke für die ersten Antworten schon mal.

@Z-Jörg : Die Algenfresser sind schon seit langem im Becken. Dadurch, dass die Tiere alle seeeehr viel Platz haben, kommen die sich nicht in die Quere. Ich lade gleich mal ein paar Bilder hoch. Weil das bei denen so gut klappt, hatte ich die Idee mit den A.Pulcher ...

@1_hajo: Ich füttere so oft, weil der Filter so stark ist, dass in dem Becken immer eine ordentliche Bewegung ist. Ich hatte das zu Beginn der Planung etwas unterschätzt. Wenn ich "normal"füttere, kommen die Diskus zu kurz weil das Futter sich so schnell im Becken verteilt. Die sind nun mal nicht die schlausten und schnellsten Tiere. Deshalb füttere ich mehr und betreibe eine ganze Armada an Bodentieren, die ordentlich putzen. U.a. die Algenfresser sind extrem satt - aber auch für die Corys & Co. ist immer genug da. Da das Futter immer innnerhalb von wenigen Minuten aufgefressen ist, scheint es gut aufzugehen. Die Wasserwerte (kein Nitrit, eher zu wenig Nitrat wegen der vielen Pflanzen, ...) passen auch soweit. Wasserwechsel übrigens pro Tag 150l mit Osmosewasser (verschnitten mit Leitungswasser - mit Zwischenlagerung im Pufferbecker). :rolleyes:

Ich dünge noch Eisen, CO2, Nitrat und Phosphat jeweils separat hinzu. Alles ist komplett via GHL automatisiert.
 

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Michl82

Mitglied
@Joern Vielen Dank ... an die hatte ich noch nicht gedacht und nehme die mal mit in die Liste auf. :
- Andinoacara Pulcher (wie oben beschrieben, habe ich hier Sorge, dass die zu wild sind)
- Mesonauta (danke Jörn, vielleicht hat hier noch jemand Erfahrung zu deren Verhalten mit Diskus?)
- Aequidens superomaculatum
- verschiedene Geophagus (Achtung, ich habe Kies und keinen Sand als Bodengrund)

Eingesetzt hatte ich übrigens mal 30 Corys ... die vermehren sich automatisch. Was nicht so gut funktioniert hatte, war meine Armano-Bande ... von denen sieht man kaum noch welche. Ich vermute, dass die Altums sich die geholt hatten.
 

Joern

Mitglied
Hi

na das paßt doch schon...

Hier ein Beispiel-Video, von dem aus Du Dich weiter hangeln kannst. Und auch andere Cichliden zu sehen sind.

Für die Optik: überleg Dir, welches Dein "Hauptfisch" sein soll. z.B. Diskus + Skalar.
Da kann ich mir auch was bodenorientiertes kleines zu vorstellen wie Dicrossus oder so - also was "ganz anderes".

Es stand schon in meinem ersten Aquarienbuch drin (Frey: Aquarium A bis Z ;);)) Skalar, Diskus und Mesonauta leben zusammen.
Mesonauta ist da mehr Oberflächen-orientiert, Geophagus genau das Gegenteil bodenorientiert.

Ausgesprochen ruhig und mehr "unten" : Biotodoma - gehört auch zu den Gephagen.
 


J0K3R

Moderator
Teammitglied
Hallo Michl,

ich htte ein Pärchen der Pulcher in 240l. Ein wirklich toller und präsenter Fisch aber halt doch sehr ruppig wenn es an die Brutpflege geht. Nochmals würde ich sie mir eher nicht zulegen, da gibts einfach angenehmere Gesellen.

Mesonauta kann ich empfehlen, habe die kleinsten Vertreter (Egregius) bei mir in Gesellschaft mit Heros sp. Turquoise Lago Juà und Skalaren schwimmen.

Ansonsten könnte ich mir bei deiner Beckengröße auch ein Trupp Heros gut vorstellen, die werden halt nur etwas größer.

Beste Grüße
 

baum

Mitglied
Hi,

für die Geophagen-Verwandtschaft (Geophagus, Satanoperca, Guianacara, Biotodoma) ist das mit dem Kies eher schlecht.
Und Geophagus pyrocephalus ist im Brutmodus auch nicht zu verachten - mein Kerl hatte damals so gute 20cm Länge...

Von den Aequidens superomaculatum würde ich abraten, die Kerle werden auch gute 20cm und sind bei der Brutpflege nicht zimperlich - ein Kumpel hat den Aequidens metae und die hinterher alleine. Ob der superomaculatum wirklich eine eigene Art oder nicht doch metae ist wird sich noch gestritten.

Vom Grundsatz her wird ja jeder Buntbarsch aggressiv, wenn er Brut zu verteidigen hat, bei den kleinen Arten wird es die Diskus und Altum halt nicht jucken. Man muss auch sagen, dass dieses Becken wirklich groß ist, da stellt sich wirklich die Frage ob die pulcher da das gesamte Becken zum Revier machen. Bei Andionacara stalsbergi oder rivulatus würde ich auch abraten. Bei der Beckengröße würde ich das mit den A.pulcher ausprobieren oder direkt auf kleine Arten gehen, wobei meine Tendenz auch eher kleine Arten wäre. Dann wäre der Fokus auch weiter auf die Skalare und Diskus als Hauptart.

Gerade bei Skalaren hab ich die Erfahrung gemacht, dass die austeilen können aber nicht einstecken.
Ansonsten schmeiße ich mal Krobia xinguensis in den Raum, wenn nicht gebrütet wird sind die recht friedlich.

LG
Sebastian
 


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