erstes Becken 125L, Düngerbodengrund? Besatz? CO2?

mraqua

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Moin,
zum nachziehen reicht auch so ein schwarzer 20 Liter eimer aus dem Baumarkt. 5 PHBs rein, ordentlich füttern und nach zwei wochen wieder raus.

60x30 ist unterkante, reicht aber.
 

schnattielein

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Hi,

kleine Corys wie C. habrosus sind für so ein Becken ok. Die oft empfohlenen C. Panda halte ich schon für zu groß für diese Beckengröße. Von den C. habrosus gingen tatsächlich 8-10 Tiere, wenn genügend Bodenfläche und am besten feiner Quarzsand drin sind.

AlsWimmelfische in einem hellen Becken wären für mich sicher nicht Perlhuhnbärblinge. Das sind die größten SChisser vor dem Herrn. Wenn ein Pflanzenstängel drin ist, stehen sie alle dahinter. Da seh ich ja von meinen Axelrodia riesei mehr und die sind schon ziemlich scheu.

Was gut ginge, wären Endler-Guppys P. wingei. Ich habe z.B. die Zuchtform "el Tigre", das sind munteres kleine Fische, die sich zum einen nicht übermäßig vermehren und wenn doch, deren Nachwuchs man gut los wird.

Alternativ käme eine kleine Hyphessobricon-Art in Frage, das sind sehr quirlige Salmler. Gut geeignet wären z.B. H. amandae.

Gruß
Genau. Hatte mir die habrosus ja schon ausgesucht. Daher ist es schön, dass ich sie sogar fur das kleinere Becken einplanen kann.

Endler-Guppies waren ja auch schon im Gespräch und sind auch eine option. Die letzt genannten sind die Feuertetras. Die passen nicht so gut rein zwecks etwas anderer Bedürfnisse. Im Grunde gefallen mir die perlis schon ganz gut. Und ich weiß ja, das es dir nie zu langweilig werden darf im becken ;). Das ist für mich weniger schlimm :p
 
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ignarus

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Perlhuhnbärblinge hatte ich eine längere Zeit und ich schreibe dir gerne auf woran ich mich noch erinnern kann:
- Perlhuhnbärblinge sind eher vorsichtige Fische, damit sie sich sicherer fühlen hilft:
1. dunklerer Bodengrund, da sie dann nicht so leicht von Fressfeinden entdeckt werden können. Wer schonmal von einem Steg ins Wasser geschaut hat weiß wie groß der Unterschied in der Erkennbarkeit von Fischen je nach Farbe des Untergrunds ist.
2. dichtere Bepflanzung in die sich der Fisch bei Gefahr zurückziehen kann.
3. eine größere Anzahl von Perlhuhnbärblingen vermittelt dem einzelnen Fisch Sicherheit da die Wahrscheinlichkeit steigt einen Fressfeind frühzeitig zu erkennen, bzw. für den einzelnen Fisch ist klar, das die anderen nicht so sorglos schwimmen würden, wenn ein Fressfeind in der Nähe wäre.

Die oben genannten Punkte beschreiben vermutlich nicht aktive Denkprozesse des Fisches, sondern es ist vielmehr ein in ihm angelegtes genetisches Verhaltens-/Reaktionsprogramm.

Auch ist es sehr sinnvoll die Perlhuhnbärblinge nicht mit rabiateren, oder größeren Fischen zu vergesellschaften. Die kleinen Panzerwelsarten stören sie meiner Erfahrung nach nicht, auch weil die Corydoras eher/meist grundorientiert sind. Kleinere Garnelenarten genauso wenig. Die Amanos sind vergleichsweise rabiater und aktiver.

Lebendfutter ist aus mehreren Gründen zu empfehlen, Flocken- oder Granutlatfutter geht meiner Erfahrung nach auch gut, aber das Lebendfutter regt den Jagdtrieb an und ist gesund. Frisch geschlüpfte Artemis werden nicht nur von den adulten Perlhuhnbärblingen gern gefressen und insbesondere die Jungfische profitieren davon enorm. Wasserflöhe und weiße Mückenlarven kann ich auch empfehlen.
Die Wasserflöhe kann man einfach selber in einem kleinen Becken vermehren, die Artemia sind auch relativ einfach zum Schlupf zu bekommen.

Perlhuhnbärblinge lieben Javamoos! Ich weiß nicht warum aber wenn viel Javamoos vorhanden ist dann geht es den Fischen besser. Wenn die Perlhuhnbärblinge laichen dann fast immer über dem Javamoos.

Es sind vom Verhalten sehr interessante Fische, die nicht stupide herumschwirren sondern relativ komplexe Verhaltensmuster haben.
 

ignarus

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Fällt mir gerade noch ein:

Rückwandfolie und wenn möglich auch eine der Seitenscheiben bekleben. Das erhöht das Sicherheitsgefühl enorm.

Die erste Generation die in deinem Aquarium geschlüpft und großgeworden ist entwickelt sich besser, da sie auf deine Wasserwerte von Anfang an eingestellt, nicht transportiert (Züchter-Großhändler-Einzelhändler-dein Becken) und unter diesen unterschiedlichen Parametern leben musste.

Wenn möglich direkt von einem Züchter, Privat/Hobby Züchter aus einem soliden Stamm kaufen.
 

schnattielein

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Das befolge ich gerne.

Corys und perlhühnchen - das gefällt mir immer mehr.

Mal noch zu den garnis:
Ich hatte tatsächlich überlegt, 6 Neocaridina div. + 4 Amanos reinzusetzen. Einfach weil die Amanos mehr algen weiden und auch mal an junge Posthornschnecken gehen. Die hatte ich mir als Ergänzung zu meinen blasenschneckendie blauen posthörnchen nämlich ausgeguckt. Und mit den Amanos hielte sich der nachwuchs eher in Grenzen.
Ich weiß, die amanos sind dann die fast größten Tiere im becken. Aber es sind nur 4 und eigentlich sind sie nach meinen Recherchen doch recht friedlich.

Oder würdet ihr mir wegen der corys und perlhühnchen von den 4 amanos abraten?
 
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ignarus

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Hallo Anja,

ich rate dir von Amanos eher ab. Ich bin aber nicht der aquaristische Papst (unfehlbar) und zwar aus folgenden Gründen:
1. Dein Becken ist relativ klein (unterste Grenze) und Amanos sind Gruppentiere, deshalb benötigst Du deutlich mehr als 4.
2. Die Perlhuhnbärblinge könnten die Amanos als "gefährlich" interpretieren. Die Amanos könnten sich auch den einen oder anderen Bärbling schnappen.
3. Die Kombination von Amanos und Zwergarnelen generell, aber in diesem Fall plus "kleines" Becken ist nicht gut. Die Zwerggarnelen können sich nicht gegen die Amanos behaupten, besonders bei der Fütterung, Häutung, oder bei dem täglichen fleißigen Abweiden der interessanten Stellen.
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Anja,

da alles eher "Mini" wird in deinem Becken, würde ich (für mein Empfinden) von den Amanos abraten.
Da sie auch relativ "frech" sind, kann es ohne weiteres sein, dass sie den Corys die Tabs wegschnappen und den PHBs das Futter. Die ohnehin etwas scheueren PHBs könnten dadurch noch mehr verunsichert werden.
Ob sie jetzt die Neoncaridinas auch vernichten weiß ich nicht, aber bei meinem Sohn im AQ waren sie plötzlich verschwunden.
Die Schnecken kannst du mit vernünftiger Fütterung im Zaum halten, ausserdem sind sie ja wirklich hübsch und ich seh sie nicht als optischen Störfaktor im Becken.
Was die Algenvernichtung betrifft...ehrlichgesagt hat bei mir noch keine Garnele, kein Wels und keine Schnecke sichtbar zur Algenreduzierung beigetragen.

Edit: Friedrich war schneller...macht aber nix.
 

schnattielein

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Ja, damit bestätigt ihr mich eigentlich in dem, was mir schon so durch den kopf ging. Amanos können in dieser Konstellation sowohl von der Größe her als auch vom verhalten her zu dominant werden.

Also :D

Liebe leute lasst euch von verkünden,
der Besatz fürs Becken steht ziemlich fest.
Die 10 Perlhühnchen sollen nicht schwinden,
und mit den 8 cory habrosus gibt's auch keine Sünden.
Dazu 10 Zerggarnelchen
Und 5 blaue Posthornschneckchen
Passen gut mit den Blasenschnecken zusammen
Juhee, das wird ein super Nest.

Ei da springt mein Herz vor Freude
Die Lust sie steigt wieder empor
Will alsbald alle gern entdecken
In allen möglichen Ecken
In meinem neuen alten Becken

Der Gößte Dank, der gebührt Euch
Ohne Euch, wärs nur ein Gefleuch,
irgend ein Zeuch oder Wimmelsuppe
Aber keinesfalls sowas schönes,
wie sich hat entwickelt in dieser Zeit

Danke




Schönen Abend euch. Ich melde mich dann, wenn ich starte :D:D
 
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schnattielein

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*Daumenhoch*

Na das wird noch dauern, erstmal noch Außenfilter und CO2 Anlage anschaffen (wie ich es genau mache, weiß ich ja inzwischen dank Friedrich auch schon),
Dann brauch ich noch mehr Pflanzen natürlich, dann neu einrichten und einfahren
Und dann kommen ja erst die Tiere dazu.
Außer die Blasenschnecken, die ich ja jetzt schon habe. Ich hoffe, die überstehen die Einfahrphase gut.
 

fischolli

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Hi Nils,

ich hatte die Perlhühner in ordentlicher Gruppenstärke (ich meine, ich hab damals 20 Tiere genommen) in einem 80 cm-Becken (112 Liter). In Sachen Bepflanzung war ich ja noch nie geizig, also gab es genügend Verstecke.
Trotzdem habe ich die fast nie gesehen und es dauerte ewig, bis die mal wieder rauskamen, wenn man vor dem Becken stand/sitzt. Sosind auch meine Axelrodia riesei, aber die kommen ziemlich schnell wieder nach vorne, wenn man nicht zu sehr rumzappelt vor dem Becken.

Gruß
 

mraqua

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Moin Olli,
das wundert mich.
Das es an meinen speziell liegt kann ich mir auch nicht vorstellen, da ich nach dem ein Becken nachts kaputt ging und fast alle phbs (bis auf ein oder zwei meine ich) neue kaufen musste. Und die waren im Verhalten nicht anders.

Eventuell war bei dir nicht genügend schwimmraum vorhanden? Oder Platz zum Mini Reviere abstecken?
 

fischolli

Mitglied
Moin,

nein, allein waren die nicht, saßen mit einem Pärchen T. chuna zusammen. Schwimmraum war genug, das war es nicht. Solche Schisser hab ich sonst noch nie erlebt.

Gruß
 

schnattielein

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Ahh. Dann vermute ich mal, dass das Pärchen honigguramis für sie möglicherweise schon zu 'angsteinflößend' gewesen ist. Sie sind zwar auch recht friedlich aber zur paarungszeit wohl doch stark revierverteidigend. Und sie sind sowohl vom Körperbau als auch von der Größe her schon deutlich größer als die perlhühnchen o_O
Zudem besiedeln die guramis ähnliche regionen wie die Perlhühnchen. Das verhalten der honigguramis wirkt mich ziemlich selbstbewußt. Ich kann mir da schon vorstellen, dass die perlis Schiss vor den Guramis hatten.
 
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mraqua

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Moin,

sehr merkwürdig. Ich halte die normalerweise (Guramis sind aktuell im Garten) auch mit Honigguramis. Auch im 1m Becken hatte ich die mit der 5er Gruppen T.Chunas, bei denen teilweise beide Männchen gleichzeitig ein Nest bewacht haben. Das hat die PHBs nie gestört.
 

schnattielein

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Das ist ja mega spannend. So unterschiedliche Erfahrungen mit den gleichen fischen.

Mir macht es gerade echt Freude mich in dieses Phänomen hineinzudenken.

Also ich halte mal die Fakten über eure Haltungsumstände fest:

Olli:
80 cm Becken (112 Liter)
ca. 20 Perlhühnchen (zeigten sich dauerhaft scheu)
1 Pärchen HG
dichte Bepflanzung und genügend Schwimmraum

Nils hatte PB schon öfter:
100 cm Becken/160 L und 450 L)
Perhuhnbärblinge (zeigten sich anfangs scheu und später lebhaft bis neugierig, vor allem in den größeren Becken)
5 HG
dichte Bepflanzung mit vielen Rückzugs und Versteck Möglichkeiten
keine besonders zurückhaltende Beleuchtung

Was mich noch interessiert, ist euer Bodengrund und Strömungsverhältnisse. Mögt ihr dazu noch was schreiben?

Ich hatte noch den Gedanken, dass WF scheuer sind und viel länger brauchen, um 'aufzutauen', als NZ, die schon an Aquarienbedingungen gewöhnt sind. Denn in freier Wildbahn zeigen die Tiere ein ganz natürlich scheues Verhalten: Sie leben in strömungsarmen bis stehenden und pflanzenreichen Teichen und Tümpeln, die auch nicht besonders tief sind. Sie sind klein und daher schnell potenzielle Beute für größere Räuber.


Ich hab nachfolgend mal eure Infos zum Verhalten der Perlhühnchen zusammengefasst. Die Zitate habe ich gekürzt auf die wesentlichen Infos zum Thema Verhalten PB (aber nicht innerhalb der zitierten Absätze!). Durch die Codierung als Zitat kann man auch direkt zum Ursprungsthread springen ...
Olli #58:
Als Wimmelfische in einem hellen Becken wären für mich sicher nicht Perlhuhnbärblinge. Das sind die größten Schisser vor dem Herrn. Wenn ein Pflanzenstängel drin ist, stehen sie alle dahinter.
Nils #59:
Da muss ich Wiedersprechen! Das liest man immer wieder, das konnte ich allerdings nur in kleinen Becken (unter 60cm) beobachten.
Ich setze die hin und wieder zum ablaichen in ein dicht bemostes und schwach beleuchtetes 25 liter Becken, da drin sieht sieht man die so gut wie nie.
Im großen (je größer desto besser) sind sie gar nicht scheu. Ich hatte die erst in 60 Liter, da bin ich mir nicht mehr ganz sicher, aber zumindest solange man nichts am Becken gemacht hat waren die nicht scheu. Dann in 160 Liter noch weniger, und jetzt in 450 Liter Eiern die während dem Wasserwechsel 10 cm vom Schlauch entfernt. Wenn ich mit der Hand ans Aquarium komme kommen sie alle gucken.
Und meine Becken sind definitiv nicht schwach beleuchtet. Im 450er habe ich jetzt etwas über 150w (ca 40 Lumen/Liter) Led drauf.
Olli #72:
ich hatte die Perlhühner in ordentlicher Gruppenstärke (ich meine, ich hab damals 20 Tiere genommen) in einem 80 cm-Becken (112 Liter). In Sachen Bepflanzung war ich ja noch nie geizig, also gab es genügend Verstecke.
Trotzdem habe ich die fast nie gesehen und es dauerte ewig, bis die mal wieder rauskamen, wenn man vor dem Becken stand/sitzt.
ich frage in #73:
Waren die 20 Perlis damals die einzigen bewohner in dem Becken bei dir?
Nils #74:
das wundert mich.
Das es an meinen speziell liegt kann ich mir auch nicht vorstellen, da ich nach dem ein Becken nachts kaputt ging und fast alle phbs (bis auf ein oder zwei meine ich) neue kaufen musste. Und die waren im Verhalten nicht anders.
Eventuell war bei dir nicht genügend schwimmraum vorhanden? Oder Platz zum Mini Reviere abstecken?
Oli #75:
nein, allein waren die nicht, saßen mit einem Pärchen T. chuna zusammen. Schwimmraum war genug, das war es nicht. Solche Schisser hab ich sonst noch nie erlebt.
Nils #77:
sehr merkwürdig. Ich halte die normalerweise (Guramis sind aktuell im Garten) auch mit Honigguramis. Auch im 1m Becken hatte ich die mit der 5er Gruppen T.Chunas, bei denen teilweise beide Männchen gleichzeitig ein Nest bewacht haben. Das hat die PHBs nie gestört.
 
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mraqua

Mitglied
Moin,
mein aktuelles Becken kannst du hier finden, ist inzwischen etwas zugewachsener (Aber nicht vorzeigbar, viel zu viele Algen). Aber selbst da sieht man auf den Bildern das die PHBs nicht scheu waren.
Mein 100cm Becken findest du hier. Auch hier sieht man das die PHBs auf den Fotos nicht schüchtern sind. Auch als es zwischenzeitlich nur 3 waren.
Da findest du auch Infos zum Boden usw.
 

ignarus

Mitglied
Die in meinem Becken geschlüpften Perlhuhnbärblinge waren deutlich weniger scheu im Vergleich zu den ursprünglich gekauften. Ist ja auch nachvollziehbar da sie ja in das Becken "hineingeboren" worden sind und von Anfang an mit den Bedingungen vertraut waren.

Ich vermute das es bei Dir ähnlich sein wird.
 
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