Betta persephone / Betta dimidiata

Gut. Wenn du es also ernst meinst und bereit bist zu investieren, können wir es auch step-by-step machen. Das senkt die Wahrscheinlichkeit, dass du Kardinalfehler begehst. Würde aber auch bedeuten, dass deine Ansprüche an das Becken zurück gestellt werden müssten.
 


das ist kein problem, ich bin da flexibel, es wär halt mein erstes "größeres" becken, ich dachte halt dass da 120l ausreichen :) aber wenn das nicht der fall ist, dann dürfens auch 200l sein, platz wär da :)

ich würde mich sehr freuen wenn wir das "step-by-step" machen würdn :)
 
Hi,
dann kannst du aber auch 2 Becken für die zwei Arten aufstellen (zB 1x 40x40x30 und 1x 60x40x30 bzw. 1 großes Becken mit eingeklebter Trennscheibe). Die würde ich dann per HMF und Luftheber filtern. Da reicht eine kleine Membranpumpe. Heizen bräuchtest du auch nur eines der Becken (wobei idR die Wärme der Abdeckung reichen würde).
 
gut okay, klingt ja schonmal sehr gut :) auch die maße ja dann, kommt ja im prinzip aufs gleiche raus, was würdesten du dann für ne besetzung empfehlen? die dimidiata sind mir etwas wichtiger, ich finde sie wesentlich hübscher als die persephone, und auch intressanter :) also wieviele jeweils? und in welcher männlich weiblich gewichtung?

wie weich müsste denn das wasser sein? ich mein, muss ich mir dann ne osmoseanlage kaufen? ich wohn noch in berlin, ich weiß aber grad nicht was für wasserwerte ich habe, das müsste ich erst rausfinden.
 
Hi,
du musst mit deinem Wasser auf KH<1°, GH<2° (<100µS) und pH um 6. Das schaffst du mit Leitungswasser nicht. Du brauchst also Osmosewasser, VE-Wasser oder destilliertes Wasser. Je größer die Becken, desto mehr. Ist klar.
Mein Tipp: flache Becken. Den Betta reichen im Grunde 20 cm Höhe, 25 cm sind auch ok. Alles darüber bringt wieder mehr Volumen, das die Tiere nicht brauchen.
Auf eine Fläche von zB 60x40 würde ich Betta dimidiata mit maximal 2,2 starten. Sollten die sich dabei als zu aggressiv erweisen, musst du eine Möglichkeit zum Auslagern von Tieren haben.
Kleine Arten wie persephone (die deutlich friedlicher sind) kann man mit locker 2-3 Pärchen auf 40x40 Grundfläche pflegen.

Tipp: mit etwas "entspannteren" Arten starten: Betta simplex, Betta smaragdina, Betta imbellis, Betta albimarginata, Betta rubra. Diese Arten sind etwas pflegeleichter, brauchen nicht ganz so weich-saures Wasser und lassen sich problemlos in kleinen Gruppen pflegen, sind also nicht sonderlich aggressiv.
 
Huhu,

ich wollte mich mal kurz bei euch Betta-Experten einklinken. Habe zur Zeit ein Standard 60er Becken frei und würde gerne eine Maulbrütende Betta Art einsetzen.
Tendiere stark zu Betta channoides, habe aber bisher gelesen, dass die Art bei dieser Beckengröße nur als Trio gehalten werden kann und nicht vergesellschaftet werden soll. Ist das so zutreffend?

Alternativ würde ich zu Betta Mandor tendieren, da wären zumindest 2 Paare möglich, wenn ich da richtig informiert bin. Über die Art war nur sehr wenig zu finden.

Ich hoffe der Threadsteller ist nicht böse das ich hier so reinplatze! :D
 
Hallo,
channoides gehen auch in kleinen Gruppen in so einem Becken. Die brauchen aber wieder weicheres Wasser und Lebendfutter.
Die mandor können, wie alle aus der Gruppe, sehr aggressiv sein. Da würde ich dem Betta-Einsteiger sowieso von abraten!

ps: das war mein Betta foerschi-Becken (ist im Grunde das gleiche wie mandor). Sehr dunkel (die Muschelblumen haben nachher alles zugewuchert) und sehr dicht eingrichtet. Da saßen 2 Paare drin. Wäre es nicht so dunkel und dicht gewesen, hätten die sich alle gemeuchelt. Gesehen hat man die Tiere, bis auf das dominante Männchen, quasi nie. Völlig langweilig!

IMG_4189.jpg
 


Hallo Frank,

danke für die Antwort! Das die B. mandor so aggressiv sind wundert mich jetzt, hatte im Netz gegenteiliges gelesen. Gut das ich hier mal nachgefragt hab!
Ein totaler Anfänger bin ich ja nicht. Halte z. B. schon etwas länger Betta imbellis, die wie ich zugeben muss, nicht besonders pflegeintensiv sind :wink: .
Osmoseanlage ist da, also werden Wasserwerte nicht das Problem sein.
Wieviel Paare B. channoides wären denn machbar oder sind eher ein Bock und 3-4 Weiber ratsam?
Wenn etwas mehr als ein Trio geht, kann ich mich auch mit einem Artbecken zufrieden geben.
 
felisa8687 schrieb:
Wieviel Paare B. channoides wären denn machbar oder sind eher ein Bock und 3-4 Weiber ratsam? .
die Maulbrüter immer paarweise oder mit Männchenüberschuss! Die Weibchen setzen schneller Laich an als die Kerle ausbrüten können. Bei zu vielen Weibchen bekommen die Kerle das Maul wieder voll, bevor sie zwischendurch mal was fressen könne. Todesfalle!
Bei mir sitzen channoides momentan 2,2 auf 40x25x25. Kannst ja mal hoch rechnen... 3 Paare oder 4,2 gehen da locker auf 40-60 Liter.
Wasser auf 100-150µS, pH bei 6-6,5 und 25°. Dann geht das.

Halte z. B. schon etwas länger Betta imbellis, die wie ich zugeben muss, nicht besonders pflegeintensiv sind
ne, eben. Deswegen empfehle ich solche Arten. B. channoides ist auch nicht pflegeintensiver, aber man muss halt genau wissen was man tut! Die NZ ist in so weit etwas aufwendiger, weil die Tiere ihren Jungen nachstellen (außer das Becken ist extremst bepflanzt!). Die Jungfische nehmen sofort Nauplien. Aufzucht ist easy, wobei es normalerweise pro Wurf nur 10-20 Jungtiere sind.

Das die B. mandor so aggressiv sind wundert mich jetzt, hatte im Netz gegenteiliges gelesen.
tja... kommt immer drauf an wer das schreibt, und vor allem darauf, ob derjenige die Tiere überhaupt mal gepflegt hat.
 
Hey Frank,

danke, das war echt hilfreich!
Im Netz steht ja wirklich teilweise völliger Unsinn (Weibchenüberschuss)! Naja, hätte ich ein bisschen mitgedacht, hätte ich auch selbst auf Männchenüberschuss kommen können :autsch: .
Super, dann sind die Channoides jetzt beschlossene Sache.
 


Oben