Überbesatz ?

Hallo,

Grundsätzliches zu meinem Aquarium:

Beckengröße: 180l

Besatz:
-10*Rotkopfsamler (Hemigrammus bleheri)
-20*echter Neon (Paracheirodon innesi)
-7*schwarzer Phantomsalmer (Hyphessobrycon megalopterus)
-6*Metallpanzerwels (Corydoras aeneus)
-5*Ohrgitter-Harnischwels (Ottocinclus [weiß nicht, welche Unterart])
-10*Amanogarnele (Caridina multidentata)
-5* Raubschnecke "Helena"
-1* Blauer Antennenwels (Ancistrus dolichopterus)

Bepflanzung:
-6*Alternanthera reineckii
-3*Limnophila sessiliflora
-3*Mooskugel

Das Becken läuft seit ca. einem Jahr

Anmerkung: Bis die beiden neuen Leuchtstoffröhren eintreffen, wird das Becken nur durch eine Leuchstoffröhre beleuchtet.
Der Außenfilter ist ein Fluval 206.
Im Anhang befindet sich ein Foto meines Aquariums (entschuldigt die schlecht Qualität)

Der Sachverhalt:
Da die Fische schwer atmeten habe ich, nachdem ein Wasserwechsel auch nichts half, eine Probe meines Aquarienwassers im Zoofachhandel analysieren lassen.
Auf den Analysebogen schrieb der Verkäufer folgende Werte:

pH-Wert: 6,5
KH: 0mg/l
Nitrat: 0mg/l
Nitirit: 0mg/l
Phosphat: 3-4mg/l

Sauerstoff, Kupfer- und Eisengehalt hat er gar nicht gemessen, mit dem Sauerstoffgehalt hätte es ja nichts zu tun.
Seiner Aussage zufolge ist mein Problem dadurch begründet, dass ich im Verhältnis zu meinem Besatz zu selten Wasserwechsel durchgeführt hatte. (ca. alle 3-4 Wochen)

Hat er mit seiner Aussage recht ?
Und wenn ja, welche Änderungen müsste ich vornehmen, um wieder ein "harmonisches" Becken zu haben, bei dem nicht dauernd Wasserwechsel durchgeführt werden müssen ?

mfg
fischgetier
 

Anhänge

  • 001.JPG
    001.JPG
    308 KB · Aufrufe: 184


fischolli

R.I.P.
Moin,

Hat er mit seiner Aussage recht ?

ja

um wieder ein "harmonisches" Becken zu haben, bei dem nicht dauernd Wasserwechsel durchgeführt werden müssen ?

Aquarium abschaffen oder Plastikfische reinsetzen.

Wenn du nicht bereit bist, etwas Arbeit in dein Becken zu investieren, solltest du dir ein anderes Hobbx übderlegen. Das soll jetzt keine Anmache sein, sondern ist ganz ernst gemeint.

Gruß
 
Ich wäre schon bereit den Aufwand zu betreiben, allerdings finde ich einfach, dass ein bepflanztes Aquarium, was so oft gereinigt werden muss, nicht harmonisch ist.
 
Hi!

An was machst du die Harmonie denn fest? Dir fehlt eindeutig einiges an Wissen. Man kann schon Aquarien erfolgreich betreiben, die mit wenig Wasserwechseln auskommen- dafür braucht man aber deutlich mehr Hintergrundinfos als für ein durchschnittlich besetztes und eingerichtetes Aquarium.
Wenn du sone Fischsuppe betreiben willst, wie du sie eben hast, und Probleme bekommst, wie du sie eben bekommen hast, machst du was falsch. Punkt. Irgendwas musst du ändern.
 

Starmbi

Mitglied
Hallo!

Deine Wasserwerte sind etwas widersprüchlich.
Du hast ziemlich wenig Pflanzen in Deinem Aquarium.
In Verbindung mit wenig Wasserwechseln sollte ein hoher Nitrat- und Phosphatwert resultieren.

Dein Nitrat ist aber bei 0 und Dein Phosphatwert ist viel zu hoch. Ich würde da nicht über 0.5 mg/l gehen.
Entweder war die Messung fehlerhaft, oder Du bekommst ein untypisches Wasser aus deinem Hahn.
Hast Du spezielle Filtermedien in Deinem Filter?

Eine KH von 0 entspricht ca. dem von destilliertem Wasser. Auch eher selten, aber dein pH könnte dazu passen.
Deshalb solltest Du als ersten Schritt die Trinkwasseranalyse Deines Wasserversorgers googeln und die Werte hier posten.

Ach ja, Deine Fischaufstellung ist fehlerhaft, ich sehe da einen Keilfleckbärbling (Rasbora heteromorpha).


Gruß
Stefan
 


Jo,

Ausserdem hast du die Braune Banane nicht aufgelistet. In der Mitte oben an der Wurzel.

Im großen und ganzen: Ein Wasserwechsel von 50% die Woche ist absolut zu ertragen.

Harmoniesirendes Becken= moderater Besatz auf entsprechender Wassermenge. Dazu gehört eine Große Filterfläche. Bestenfalls Hmf oder Filterbecken. Wenn das alles optimal läuft ist es egal ob Pflanzen oder keine Pflanzen drin sind. Hat damit nix zu tun. Wichtig ist nur dass sämtliche Faktoren aufeinander abgestimmt sind, von dem Besatz über die Filterung bis zur Beleuchtung.

Gruß Max
 
Hab versehentlich ein leicht veraltetes Foto hochgeladen, bepflanzungsteschnisch siehts inzwischen etwas besser aus :D.
Ja, den Keilfleckbärbling hatte ich vergessen - noch ein Relikt aus einem alten Aquarium,

Hier die Werte unseres lokalen Trinkwassers :

Parameter Messwerte (Mittelwerte)
Wasserhärte 5,0 – 7,5 °dH („weich“)
Magnesium 5,3 – 8,1 mg/l
Calcium 26,7 – 40,0 mg/l
Natrium 11,2 – 18,6 mg/l
Chlorid 24 - 31 mg/l
Nitrat 12 - 22 mg/l

mfg
fischgetier
 

Anhänge

  • 013.JPG
    013.JPG
    215,7 KB · Aufrufe: 187

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Fischgetier (hast du keinen netteren, richtigen :mrgreen: Namen?),

was sind denn das für Pflanzen im Vordergrund? Irgendwie sehen sie...künstlich(?) aus.
Und was ist die "braune Banane", die Max schon erwähnt hat?

Grüße Petra
 

Henny

Mitglied
Starmbi schrieb:
MaxH schrieb:
Wenn das alles optimal läuft ist es egal ob Pflanzen oder keine Pflanzen drin sind. Hat damit nix zu tun.
Quatsch.
Hi Stefan,

Max hatte Dir ja schon geantwortet : 'Selber Quatsch 8)' - :lol:

In Euren 'Quatschkram' :wink: mische ich mich mal in soweit ein, dass ich Max grundsätzlich zustimmen kann. Aus meiner Sicht ist das eine relative Betrachtung.
Wofür brauche ich Pflanzen? - Pflanzen produzieren tagsüber Sauerstoff. Nachts produzieren sie CO2.
Wenn ich keine Pflanzen habe, brauche ich kein CO2. Ausreichend Sauerstoff kann gut über eine technische Variante eingebracht werden. Pflanzen-/algenfressende Tiere lasse ich jetzt außen vor.

Ich habe drei 'Dauerbecken', die fast ohne Pflanzen laufen. Alle beinhalten reichlich Wurzelholz. In zweien sind einige Anubias aufgebunden, in dem anderen gibt es Moos, in allen ein paar Stengel Hornkraut. Weder Anubias noch Moos sind pflanzenumsetzungsmäßig der Bringer, und das Hornkraut halte ich knapp.
Alle drei Becken laufen 1A! Da haue ich zwar keine 14 Stunden Beleuchtung drauf, aber warum auch? Den Fischen reicht auch Zimmerlicht und sieben Stunden Beleuchtung.

Da ich hier ständig Nachzuchten, Quarantäne-Neukäufe etc. habe, laufen hier bei mir auch Becken mit Plastikpflanzen/Plastikdeko. Dieses Plastikzeugs dient nur der Revierabgrenzungs-und Versteckmöglichkeit bis die Tiere in ihr Zielbecken kommen oder abgegeben werden. Es wechselt zwar der Besatz in diesen Zwischenparkbecken, die Becken selber laufen aber so vor sich hin. Da kommt zwar bei Bedarf mal ne echte Wurzel mit rein und regelmäßig Seemandelbaumblätter, aber sonst lebt da nix außer den jeweiligen Fischen und ein paar Putzerschnecken.
Noch nie hatte ich in diesen Becken bei dementsprechender Filterung/Belüftung/Beleuchtung ein Problem - keinerlei Algen (keine Pflanzen- wenig Licht) und auch kein Sauerstoffdefizit.

Insofern denke ich, man sollte die Bepflanzung im Kontext betrachten.

Beste Grüße von Andrea
 

Starmbi

Mitglied
Hallo Henny.

Man darf das, wie Max schon sagte, nicht veralgemeinern.
Der Hauptgrund für mich, ist die Beseitigung der Endabbauprodukte. Also Nitrat und Phosphat.
Und das gelingt wunderbar mit dem passenden Pflanzenbewuchs.

Das geht so weit, daß man bei passendem Besatz überhaupt keinen Wasserwechsel mehr machen muß ->Altwasserbecken.

Das Becken ist dabei kein geschlossenes System. Bei Futtereintrag muß also wieder irendwie heraus.
Das geschieht entweder durch Wasserwechsel oder durch Entfernen von Pflanzenmasse.
In Deinem Falle machst Du das nur mit Wasserwechsel, in meinem Falle (gut beleuchtetes pflanzenreiches Becken) mache ich das in erster Linie über das Gärtnern.
Da es mit dem Wasserwechsel bei mir ein bisschen kompliziert ist komme ich so mit weniger Wasserwechseln aus. Außerdem mag ich den Anblick von frischem Grün in meinem Aquarium. :)

Durch Pflanzen wird die Oberfläche im Becken erhöht und bietet Besiedlungsfläche für den Biofilm.
Ich unterstütze damit den Filter und erhoffe mir dadurch ein stabileres Becken.

Meine ersten aquaristischen Versuche begannen mit einem übernommenes Becken mit Plastikpflanzen.
Dort hatte ich nur Algenprobleme. Das hat sich dann schlagartig mit dem Einbringen von Pflanzen erledigt.
Das war das erste meiner Aha-Erlebnisse, aber
Henny schrieb:
Insofern denke ich, man sollte die Bepflanzung im Kontext betrachten.
Da gebe ich Dir recht, ich hatte die, von Dir geschilderten Becken gar nicht auf meinem Schirm. :oops:

Gruß
Stefan
 
Nicht sicher, was ihr mit der "braunen Banane" meint, im ersten Bild ist ein Antennenwels (den ich allerdings in der Auflistung erwähnt habe) an der Wurzel. Ansonsten seh ich da nichts lebendiges :?
Die Pflanzen im Vordergrund sollten echt sein, wenn man mir nicht ganz übel mitgespielt hat :D

mfg
fischgetier
 

fischolli

R.I.P.
Moin Stefan,

für jemanden mit Erfahrung und bei moderatem Fischbesatz stimmt dein Einwand sicher. Wir haben es aber mit einem Anfänger zu tun, der das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren sicherlich noch nicht kennt. Und in so einem Fall ist der Eimer nun mal der beste Freund der dort lebenden Fische und eben auch der sicherste Weg, größere Katastrophen zu verhindern.

Meine Meinung.

Gruß
 
Hallo,

wahrscheinlich ist das rot eingekreiste mit "brauner Banane" gemeint.
Alles anderes bekommt man als Wurzeln, Pflanzen und Fische entpixelt.
 

Anhänge

  • 001.JPG
    001.JPG
    276,5 KB · Aufrufe: 105

Henny

Mitglied
Starmbi schrieb:
...Der Hauptgrund für mich, ist die Beseitigung der Endabbauprodukte. Also Nitrat und Phosphat.
Und das gelingt wunderbar mit dem passenden Pflanzenbewuchs.
Das geht so weit, daß man bei passendem Besatz überhaupt keinen Wasserwechsel mehr machen muß ->Altwasserbecken.
Hi Stefan,
da hätte ich doch gerne mal eine Frage: :mrgreen:
Bezüglich Nitrat und Phosphat etc. leuchtet mir das absolut ein. Das verstoffwechseln die Pflanzen und dann wird gegärtnert.
Aber was ist mit den Keimen? Das ist mir bis jetzt bei 'Altwasserbecken' noch nicht klar geworden. Die Pflanzen reduzieren doch nicht die Keimdichte, oder? Ein Filter sammelt mechanisch Schwebeteile, auch keimbelastete, deswegen wird 'dreckiges' Filtermaterial irgendwann zur 'Seuchenmatte'. Gut, das Filtermaterial kann man auch in Altwasserbecken regelmäßig reinigen. Aber Keime befinden sich doch auch reichlich im Freiwasser. Wie funzt das in Altwasserbecken ohne die Tiere zu belasten? Wird das über eine sehr häufige Filterreinigung gesteuert?

Viele Grüße von Henny-Andrea
 


Oben