Überbesatz ?



Ok, mir ist nun klar geworden, dass ein weitgehend eigenstädiges System bei dem Besatz ein Utopie darstellt.

Dann werde ich wohl einfach häufiger Wasserwechsel machen, denn das Wohl der Fische geht immer vor (nur um das nochmal
klarzustellen). Ich bedanke mich für eure Hilfe, Thread kann geschlossen werden.

mfg
fischgetier
 

Starmbi

Mitglied
Hallo!
fischolli schrieb:
für jemanden mit Erfahrung und bei moderatem Fischbesatz stimmt dein Einwand sicher. Wir haben es aber mit einem Anfänger zu tun, der das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren sicherlich noch nicht kennt. Und in so einem Fall ist der Eimer nun mal der beste Freund der dort lebenden Fische und eben auch der sicherste Weg, größere Katastrophen zu verhindern.
Da hast Du Recht, wir sind leider etwas vom Thema abgekommen.
Und wenn mir bei Aquarienproblemen nichts mehr einfällt, nehme ich immer noch gerne den Eimer in die Hand.
Henny schrieb:
Ein Filter sammelt mechanisch Schwebeteile, auch keimbelastete, deswegen wird 'dreckiges' Filtermaterial irgendwann zur 'Seuchenmatte'.
Im Filter befinden sich immer soviel Keime wie Nahrung für sie vorhanden ist.
Ein verschlammter Filter muß nicht unbedingt mehr Keime beinhalten als ein sauberer gut eingelaufener Filter.
Aber mir sind die Keime egal, wenn sie im Filter bleiben. Allerdings reinige ich den Filter schon bevor der Auslauf merklich nachlässt. Im Altwasser reinigt man den Filter eher sogar weniger, weil das zur Philosophie dazugehört.
Henny schrieb:
Aber Keime befinden sich doch auch reichlich im Freiwasser. Wie funzt das in Altwasserbecken ohne die Tiere zu belasten? Wird das über eine sehr häufige Filterreinigung gesteuert?
Man muß sich von dem Gedanken lösen, ein Altwasserbecken sei dreckig. Ich sehe den oft zitierten (und wenig gemessenen) Keimdruck etwas differenziert. Es kommt ja nicht nur auf die Keim-Quantität an, sondern auch auf die Keim-Qualität. Deshalb sind die "harmlosen" Bakterien im Wasser für den Fisch nicht gefährlich.
Ein Krankheitserreger kann mir gefährlich werden, andererseits könnte ich ohne meine Darmbakterien nicht überleben. Da die Qualität noch schwieriger zu bestimmen ist, als die Quantität, ist man natürlich auf der sicheren Seite wenn man z.B. bei Aufzuchtbecken täglich Wasser wechselt. Aber das ist ein anderes Thema.

Tatsache ist, daß man in einem Altwasserbecken eigentlich eher Probleme mit zu wenig Mikroorganismen hat!
In einem Becken kumulieren ja nicht nur Phosphat und Nitrat, sondern auch einige andere Stoffe, die nicht oder nur langsam abgebaut werden.
Dazu gehören auch die Huminsäuren und die Fulvosäuren, welche das Altwasser gelb färben.
Diese verhalten sich teilweise wie Chelate, schützen z.B. auch die Schleimhaut der Fische.
Aber vor allem besitzen sie eine desinfizierende Wirkung gegen Mikrooranismen, was teilweise schon nicht mehr gewünscht ist.

Hie rnoch ein interessanter Artikel über Altwasser.

Gruß
Stefan
 


fischgetier schrieb:
Ich wäre schon bereit den Aufwand zu betreiben, allerdings finde ich einfach, dass ein bepflanztes Aquarium, was so oft gereinigt werden muss, nicht harmonisch ist.


Hallo,

die Pflanzen auf der Rückwand bitte nicht mitzählen. Pack mal deutlich mehr Pflanzen dazu. Und ein Wasserwechsel am Wochenende mit 10-20% dauert vielleicht 5 Minuten. Wer die nicht hat, sollte sich ein anderes Hobby suchen.
 


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