Warum eigentlich Wasserwechel?

Pagan

Mitglied
Line schrieb:
Moin ,

Ich finde es zudem etwas merkwürdig, dass du zwar fragst warum (kann man eigentlich in fast jeder Lektüre nachlesen), aber irgendwie dann doch nicht verstehen willst. Und es kam hier ja auch keiner mit hoch wissenschaftlichem Blahblah
mit dem falschen Fuß aufgestanden, eine Dosis "Moralin extrasauer" zu viel gehabt?

Ich kenne eher erläuterndes wissenschaftliches Blahblah zum Thema "Warum Altwasserbecken funktionieren und was da passiert!"
Ich finde nicht, dass ich mit meinem Kommentar angefeindet habe. Eine Dosis "Moralin extrasauer" hast wohl eher du gehabt. Ich war lediglich direkt...
Du brauchst mir an dieser Stelle auch nichts mehr zu erzählen, denn ich habe selber sonen alten 100L-Tümpel im Schlafzimmer und ne 60L-Pfütze in der Küche (mit Krebsen), wo ich vielleicht einmal alle 2 Wochen ein bisschen Futter reinschmeisse und die laufen. Alle 2 Monate bequeme ich mich mal nen Eimer Wasser zu tauschen. Und das mit jeweils ner Fluval 1plus...
Das Problem ist, dass wir hier im "Anfänger-Forum" diskutieren. Was Sandra ihren Schützlingen letztendlich für Haltungsbedingungen zumutet, das liegt allein in ihrem Ermessen. Ein bisschen Pflege gehört halt dazu und nicht jeder mag bernsteinfarbenes Wasser. Wasser ist auch nicht das teuerste an diesem unseren Hobby...

Kurz: Wenn ein Anfänger fragt warum (...), wieso kommen dann "Profis" mit Weisheiten an, wieso es doch funktionieren kann, wo doch so viele Anfänger mit so vielen Schwierigkeiten zu kämpfen haben ihre Becken überhaupt erstmal zum laufen zu bekommen? - Ich finde das kontraproduktiv. In 2-3 Monaten schmeisst sie dann ihr Hobby hin, weil das Becken stinkt und die Fische verpilzen, oder was weiss ich... Kann ja alles passieren. Ein Hobby ist einfach Arbeit die einem Spaß macht. Und wem kleine Wasserwechsel schon zu viel sind... den Rest kannst du dir denken... Sie hat ja auch gar keine Angaben zur Größe ihres Beckens gemacht und wie lange es schon läuft und was da überhaupt für ein Filter drin ist...?

MfG
 


Hallo, ich habe die Grösse, den Besatz und die Laufzeit erwähnt. Nur den Filter nicht, es ist ein EHEIM 2224. Und mein Wasser ist auch nicht bernsteinfarben. Mir macht es auch nichts aus einen Eimer in die Hand zu nehmen. Ich wollte lediglich den Grund für häufige Wasserwechsel erfahren.
Gruss Sandra
 
Hallo Sandra,
My 2 Cents zu dem Thema:
ich finde es gut und löblich, dass du hinterfragst, beobachtest, nachfragst und Schlussfolgerungen ziehst. Das zeichnet dich jetzt schon aus. Du wirst meiner Einschätzung nach eher praxisorientierte Aquaristik betreiben (können).
Zum Wasserwechsel: ich handhabe das nach dem Motto "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" bei den Fischen, die empfindlich auf Frischwasser (Leitungswasser!) reagieren können, und "so viel wie möglich" bei Arten, die mit jedem Wasserwechsel aufblühen. "Altwasser" im Sinne von "wenig Wasserwechsel" kann bei vielen Fischarten eine sinnvolle Methode der Pflege sein, aber IMO sollte man dabei schon wissen, was man tut. Prinzipiell wäre ich vorsichtig bei deiner Herangehensweise. Keinen/kaum Wasserwechsel zu machen und optisch fitte Fische heißt nicht, dass die "Kiste so läuft". Es kann einfach nur bedeuten, dass sich bei diesem Becken nur sehr langsam ungesunde Bedingungen einstellen, die sich mit der Zeit aber hoch schaukeln und die Tiere schädigen könnten. Bei allem aber mit Betonung auf "kann".
Du hast jetzt im Grunde 2 Möglichkeiten: 1. einfach so weiter machen und auch mit ein bisschen experimentellem Drang das Ganze zu beobachten und (daraus) zu lernen, oder 2. Wasserwechsel hochfahren und eventuell (!) Folgeschäden vermeiden. Welches von beidem sinnvoller ist, kann ich dir auch nicht sagen. Das ist von Becken zu Becken anders und ich bin mit beidem schon gut gefahren (hatte aber auch Rückschläge!).
Als Motivationsbasis für solch eine Herangehensweise sollte aber niemals Faulheit stehen. Wenn es nötig wäre eine zeit lang täglich 50% des Beckeninhalts auszutauschen, muss man es machen (können). Ansonsten ist Aquaristik nicht das richtige Hobby.
 
Moin,

wobei ich noch mal einwerfen will, dass es keinen Stickstoffkreislauf im Aquarium gibt.
Die Stickstoffe wandern da nicht im Kreis.
Nitrat ist das Endproduckt in der Stickstoffkette.
Und wenn man ein ausgewogenes Verhältnis hinbekommt dann verwerten die Pflanzen so einiges. Letztlich wird der Stickstoff dann aber bei der Pflanzenrodung entfernt und somit stellt es keinen Kreislauf dar.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo Frank, vielen dank für die Antwort, sie war nicht so eine "hau einfach mal drauf" Antwort. Ich finde wenn man auf eine Frage antwortet sollte man sich auch die Mühe machen und die vorhergehenden Informationen durchlesen. Nach dem was ich nun alles hier und auch woanders gelesen habe, finde ich das deine Handhabung mit dem Wasserwechsel meiner Vorstellung entpricht. Leider habe ich nicht die nötige Erfahrung, allerdings das Becken quasi ständig in Beobachtung. Veränderungen fallen mir sehr schnell auf ( ist ja nicht schwierig bei dem Besatz :wink: )
Und die Werte werde ich weiterhin messen.
Auch dir danke Martin, ich habe eigentlich nicht vor in absehbarer Zeit Pflanzen zu entfernen, werde das aber berücksichtigen. Das heisst wenn ich das nun richtig verstanden habe, das spätestens nach einer Pflanzenentfernung ein Wasserwechsel erforderlich ist.
(Ich weiss Anfänger haben tausend "blöde Fragen", kenne das aus einem anderem Tierforum wo ich der Spezialist bin und immer und immer wieder die selben Fragen beantworte).
Dafür sind Foren da :dance:
Gruss Sandra
 


Ich denke wie oft man das Wasser wechseln muss hängt stark vom Becken ab. In meinem 200l Becken wechsle ich maximal alle 2-3 Monate 10-20 Liter. Das Becken läuft schon einige Jahre so und in dem Becken sind sehr viele Pflanzen, der Filter arbeitet auch sehr gut. Das Wasser ist immer schön klar, die Werte sind top und den Fischen scheint es auch gut zu gehen, zumindest vermehren sie sich wie blöde und machen auch sonst einen gesunden und munteren Eindruck.

In meinem 160l Becken muss ich alle 2 Wochen Wasser wechseln da es sonst veralgt und die Wasserwerte sich langsam verschlechtern. Da sind aber auch weniger Pflanzen drin und der Filter ist noch recht neu. Ich hoffe das sich das im laufe der Zeit wenn die Pflanzen weiter wachsen dort auch bessert.

Gruß Tobi
 


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