Hallo
Mein Name ist Daniel, ich komme aus dem schönen Allgäu und das ist mein erster Post hier, den ich dazu nutzen will, mich und mein Aquarium vorzustellen, den "Profis" hier, für die vielen nützlichen Informationen, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, zu danken und zum Schluss noch eine Frage zu stellen.
Als kleiner Junge stand ich immer mit grossen Augen vor dem Aquarium eines Freundes meiner Eltern. Das war ein riesiges Becken, sehr schlicht und mit relativ wenig Bepflanzung. Dominierendes Element daran war ein sehr grosser Neon-Schwarm, der, wohl aufgrund des wirklich grossen Beckens, sogar echtes Schwarmverhalten zeigte.
Das ist jetzt auch schon 25 Jahre her, aber ich hatte das trotzdem immer im Hinterkopf und nachdem ich dieses Jahr umgezogen bin und jetzt sehr viel Platz zur Verfügung habe, wurde dieses Projekt im September angegangen.
Nachdem ich mich relativ umfassend eingelesen hatte, wurde mir schnell klar, dass es für mich als Anfänger erstmal keinen Sinn macht, ein riesiges Becken, mit wenigen Pflanzen hochzufahren, also habe ich mich mal für ein beginnerfreundliches 200 Liter-Komplettset entschieden.
Der Grundgedanke, kein total zugewuchertes Aquarium und keine Fischsuppe, d.h. nicht soviele Pflanzen und nur rote Neons blieb aber bestehen.
Der nächste Schritt war dann also der "Fischladen" und da habe ich dann einen kleinen, sehr netten Laden gefunden. Zwei Betreiber, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und von denen ich mich immer recht gut beraten gefühlt habe. Um da mal eine Lanze für die Fischhändler zu brechen, die ja hier öfter mal nicht so gut wegkommen. Die beiden haben mir von Anfang an gesagt, dass Aquaristik immer viel Geduld erfordert, dass sie mir keinen Fisch verkaufen, bevor meine Werte nicht stimmen, Wassertests und einen Kaffee dazu, gibt's da immer umsonst, auch wenn ich alle 3 Tage da aufgetaucht bin. Hab sogar deren Handy-Nummern bekommen, damit ich jederzeit anrufen kann, wenn es auch nur das kleinste Problem mit meinem Aquarium gibt.
Letztendlich haben die mir dann auch so einen Bakterienstarter verkauft, was es wohl nicht wirklich gebraucht hätte, wie ich mittlerweile weiss, aber geschadet hast auch nicht und von irgendwas müssen die ja auch leben.
Trotz des Starters habe ich gut 3 Wochen gewartet, bis die ersten 20 roten Neons reinkamen. War da extrem vorsichtig, weil ich mir dachte, auf keinen Fall soll auch nur ein Fisch sein Leben lassen müssen, nur weil ich einen blöden Anfängerfehler mach.
Passiert ist es dann leider trotzdem, ich hatte soviel gelesen, andere erfahrene Aquarianer befragt, mich über Wasserwerte und Nitrifikationsketten schlau gemacht usw., aber mir war leider nicht klar, wie schnell so ein Innenfilter für junge, kleine Neons zur Todesfälle werden kann. Ich musste also am Tag nach meinem Erstbesatz 10 Neons aus dem Filter holen, 9 bereits tot und der eine den ich noch lebend rausholen konnte, verstarb kurz danach.
Ich habe mich dann da schon etwas über den Aquarienhersteller geärgert, denn es wäre schon nicht schlecht, wenn die vor sowas warnen würden, bzw. dann auch gleich ein Netz oder ähnliches mitliefern würden, mit dem man die Ansaugschlitze sichern könnte. Hauptsächlich habe ich mich aber über mich selbst geärgert. So hat eben dann doch ein dummer Anfängerfehler einige Leben gekostet. Vielleicht liest ja ein kompletter Anfänger diesen Thread und vermeidet dann diesen Fehler.
Mittlerweile habe ich diese Ansaugschlitze gesichert, so dass ich jetzt seit knapp 3 Monaten Gott sei Dank keinen Fisch mehr verloren habe und mittlerweile auch meinen geplanten Endbestand von 40 roten Neons und 7 Pandas erreicht habe.
Wie gesagt habe ich sehr viel zur Thematik gelesen, hier und auch anderswo und habe mit vielen erfahrenen Aquarianern gesprochen. Da waren Leute dabei, die wöchentlich 50% Wasser wechseln und ihr Becken in einem fast schon sterilen Zustand halten und Leute, die seit 30 Jahren dabei sind, ein 1000 Liter Barsch-Becken haben und nur 1-2x pro Jahr einen 800 Liter Wasserwechsel machen und die sagen, dass Algen was ganz normales in einem Aquarium sind.
Ich, als blutiger Anfänger, habe dadurch auf jedenfalls schon gelernt, dass viele Wege nach Rom führen, dass Geduld eine essentielle Tugend bei diesem Hobby ist und dass Wasserwerte sicher keinesfalls unwichtig sind, aber man sollte sich auch nicht mit jedem Wert total verrückt machen lassen. Sich seine Fische jeden Tag genau anzuschauen, bringt eher mehr, als drauf zu kucken, ob man den pH-Wert von 7,0 auf 6,8 herunterbekommt.
Zum Schluss kommt jetzt noch meine Frage, die sich dann doch auch auf einen Wasserwert bezieht. Ich habe leider einen extrem hohen Phosphat-Wert im Becken, der geht schon an die 5 mg ran. Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden, dass Phosphat zugegeben wird, um Korrosion der Leitungen zu verhindern und das vor allem bei Warmwasser.
Ich hatte nun damals die Erstbefüllung meines Beckens mit warmen Wasser aus dem Hahn gemacht und nach Wassertests war es dann auch klar, mein Warmwasser aus dem Hahn hat tatsächlich einen sehr hohen Phosphatwert, während der beim kalten Wasser aus dem Hahn deutlichst niedriger liegt.
Mir wurde dann gesagt, dass der sehr hohe Phosphatwert in meinem Becken ziemlich sicher ein Algenproblem verursachen würde, was dann auch durchaus eintrat.
Da mein kaltes Wasser aus der Leitung ja viel bessere Werte hat, mache ich jetzt meine Teilwasserwechsel immer mit kaltem Wasser, d.h. ich fülle kaltes Wasser in Eimer ab und stelle die vor einen Heizkörper, damit ich den Neons kein eiskaltes Wasser zumuten muss. Das sind dann so ca. 25 Liter die ich immer wechsle. Ich weiss, dass das etwas wenig ist für ein 200 Liter-Becken (ist halt umständlich die Eimerschlepperei), aber dafür mach ich das so ca. alle 5 Tage.
Problem ist nur, die Phosphatwerte im Becken werden nicht besser. Die Werte sind immer noch extrem hoch, wie kann das sein, dass sich trotz Wasserwechsel mit weniger belastetem Wasser, da keine Besserung einstellt?
Selbst die Profis aus meinem Fischladen haben da keine Erklärung dafür. Vielleicht hat hier jemand eine Idee.
Ums noch näher zu verifizieren, ich habe 2 grosse Mangrovenwurzeln im Becken, 3 verschiedene Pflanzen, mit denen dann so ungefähr 40% des Beckens verpflanzt sind (ich weiss, dass das für den Anfang ziemlich wenig ist), ich habe immer 1-2 Seemandelbaumblätter drin und eine kleine Buddha-Statue.
Eine Algenproblematik habe ich, aber ich empfinde sie nicht als allzu schlimm und es wird auch von Woche zu Woche besser und dass obwohl eben der Phosphatwert so hoch ist.
Konkrete Fragen sind also, warum geht der Wert nicht runter, wenn ich TWW mit weniger belastetem Wasser mache und ist es möglich trotz hohem Phosphatwert ein weitestgehend algenfreies Becken zu führen?
Ich bedanke mich schonmal im Voraus für Antworten oder Kommentare zu meiner allgemeinen Aquariumgeschichte und sowieso für die vielen Tipps, die ich hier schon in Erfahrung bringen konnte.
Gruss
Daniel
Mein Name ist Daniel, ich komme aus dem schönen Allgäu und das ist mein erster Post hier, den ich dazu nutzen will, mich und mein Aquarium vorzustellen, den "Profis" hier, für die vielen nützlichen Informationen, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, zu danken und zum Schluss noch eine Frage zu stellen.
Als kleiner Junge stand ich immer mit grossen Augen vor dem Aquarium eines Freundes meiner Eltern. Das war ein riesiges Becken, sehr schlicht und mit relativ wenig Bepflanzung. Dominierendes Element daran war ein sehr grosser Neon-Schwarm, der, wohl aufgrund des wirklich grossen Beckens, sogar echtes Schwarmverhalten zeigte.
Das ist jetzt auch schon 25 Jahre her, aber ich hatte das trotzdem immer im Hinterkopf und nachdem ich dieses Jahr umgezogen bin und jetzt sehr viel Platz zur Verfügung habe, wurde dieses Projekt im September angegangen.
Nachdem ich mich relativ umfassend eingelesen hatte, wurde mir schnell klar, dass es für mich als Anfänger erstmal keinen Sinn macht, ein riesiges Becken, mit wenigen Pflanzen hochzufahren, also habe ich mich mal für ein beginnerfreundliches 200 Liter-Komplettset entschieden.
Der Grundgedanke, kein total zugewuchertes Aquarium und keine Fischsuppe, d.h. nicht soviele Pflanzen und nur rote Neons blieb aber bestehen.
Der nächste Schritt war dann also der "Fischladen" und da habe ich dann einen kleinen, sehr netten Laden gefunden. Zwei Betreiber, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und von denen ich mich immer recht gut beraten gefühlt habe. Um da mal eine Lanze für die Fischhändler zu brechen, die ja hier öfter mal nicht so gut wegkommen. Die beiden haben mir von Anfang an gesagt, dass Aquaristik immer viel Geduld erfordert, dass sie mir keinen Fisch verkaufen, bevor meine Werte nicht stimmen, Wassertests und einen Kaffee dazu, gibt's da immer umsonst, auch wenn ich alle 3 Tage da aufgetaucht bin. Hab sogar deren Handy-Nummern bekommen, damit ich jederzeit anrufen kann, wenn es auch nur das kleinste Problem mit meinem Aquarium gibt.
Letztendlich haben die mir dann auch so einen Bakterienstarter verkauft, was es wohl nicht wirklich gebraucht hätte, wie ich mittlerweile weiss, aber geschadet hast auch nicht und von irgendwas müssen die ja auch leben.
Trotz des Starters habe ich gut 3 Wochen gewartet, bis die ersten 20 roten Neons reinkamen. War da extrem vorsichtig, weil ich mir dachte, auf keinen Fall soll auch nur ein Fisch sein Leben lassen müssen, nur weil ich einen blöden Anfängerfehler mach.
Passiert ist es dann leider trotzdem, ich hatte soviel gelesen, andere erfahrene Aquarianer befragt, mich über Wasserwerte und Nitrifikationsketten schlau gemacht usw., aber mir war leider nicht klar, wie schnell so ein Innenfilter für junge, kleine Neons zur Todesfälle werden kann. Ich musste also am Tag nach meinem Erstbesatz 10 Neons aus dem Filter holen, 9 bereits tot und der eine den ich noch lebend rausholen konnte, verstarb kurz danach.
Ich habe mich dann da schon etwas über den Aquarienhersteller geärgert, denn es wäre schon nicht schlecht, wenn die vor sowas warnen würden, bzw. dann auch gleich ein Netz oder ähnliches mitliefern würden, mit dem man die Ansaugschlitze sichern könnte. Hauptsächlich habe ich mich aber über mich selbst geärgert. So hat eben dann doch ein dummer Anfängerfehler einige Leben gekostet. Vielleicht liest ja ein kompletter Anfänger diesen Thread und vermeidet dann diesen Fehler.
Mittlerweile habe ich diese Ansaugschlitze gesichert, so dass ich jetzt seit knapp 3 Monaten Gott sei Dank keinen Fisch mehr verloren habe und mittlerweile auch meinen geplanten Endbestand von 40 roten Neons und 7 Pandas erreicht habe.
Wie gesagt habe ich sehr viel zur Thematik gelesen, hier und auch anderswo und habe mit vielen erfahrenen Aquarianern gesprochen. Da waren Leute dabei, die wöchentlich 50% Wasser wechseln und ihr Becken in einem fast schon sterilen Zustand halten und Leute, die seit 30 Jahren dabei sind, ein 1000 Liter Barsch-Becken haben und nur 1-2x pro Jahr einen 800 Liter Wasserwechsel machen und die sagen, dass Algen was ganz normales in einem Aquarium sind.
Ich, als blutiger Anfänger, habe dadurch auf jedenfalls schon gelernt, dass viele Wege nach Rom führen, dass Geduld eine essentielle Tugend bei diesem Hobby ist und dass Wasserwerte sicher keinesfalls unwichtig sind, aber man sollte sich auch nicht mit jedem Wert total verrückt machen lassen. Sich seine Fische jeden Tag genau anzuschauen, bringt eher mehr, als drauf zu kucken, ob man den pH-Wert von 7,0 auf 6,8 herunterbekommt.
Zum Schluss kommt jetzt noch meine Frage, die sich dann doch auch auf einen Wasserwert bezieht. Ich habe leider einen extrem hohen Phosphat-Wert im Becken, der geht schon an die 5 mg ran. Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden, dass Phosphat zugegeben wird, um Korrosion der Leitungen zu verhindern und das vor allem bei Warmwasser.
Ich hatte nun damals die Erstbefüllung meines Beckens mit warmen Wasser aus dem Hahn gemacht und nach Wassertests war es dann auch klar, mein Warmwasser aus dem Hahn hat tatsächlich einen sehr hohen Phosphatwert, während der beim kalten Wasser aus dem Hahn deutlichst niedriger liegt.
Mir wurde dann gesagt, dass der sehr hohe Phosphatwert in meinem Becken ziemlich sicher ein Algenproblem verursachen würde, was dann auch durchaus eintrat.
Da mein kaltes Wasser aus der Leitung ja viel bessere Werte hat, mache ich jetzt meine Teilwasserwechsel immer mit kaltem Wasser, d.h. ich fülle kaltes Wasser in Eimer ab und stelle die vor einen Heizkörper, damit ich den Neons kein eiskaltes Wasser zumuten muss. Das sind dann so ca. 25 Liter die ich immer wechsle. Ich weiss, dass das etwas wenig ist für ein 200 Liter-Becken (ist halt umständlich die Eimerschlepperei), aber dafür mach ich das so ca. alle 5 Tage.
Problem ist nur, die Phosphatwerte im Becken werden nicht besser. Die Werte sind immer noch extrem hoch, wie kann das sein, dass sich trotz Wasserwechsel mit weniger belastetem Wasser, da keine Besserung einstellt?
Selbst die Profis aus meinem Fischladen haben da keine Erklärung dafür. Vielleicht hat hier jemand eine Idee.
Ums noch näher zu verifizieren, ich habe 2 grosse Mangrovenwurzeln im Becken, 3 verschiedene Pflanzen, mit denen dann so ungefähr 40% des Beckens verpflanzt sind (ich weiss, dass das für den Anfang ziemlich wenig ist), ich habe immer 1-2 Seemandelbaumblätter drin und eine kleine Buddha-Statue.
Eine Algenproblematik habe ich, aber ich empfinde sie nicht als allzu schlimm und es wird auch von Woche zu Woche besser und dass obwohl eben der Phosphatwert so hoch ist.
Konkrete Fragen sind also, warum geht der Wert nicht runter, wenn ich TWW mit weniger belastetem Wasser mache und ist es möglich trotz hohem Phosphatwert ein weitestgehend algenfreies Becken zu führen?
Ich bedanke mich schonmal im Voraus für Antworten oder Kommentare zu meiner allgemeinen Aquariumgeschichte und sowieso für die vielen Tipps, die ich hier schon in Erfahrung bringen konnte.
Gruss
Daniel