Weißt Du, was die Wildtiere da fressen? Und bei denen wäre schön ein Hautkontakt gefährlich oder muß das Gift in die Blutbahn?
Die Giftigkeit wildlebender Pfeilgiftfrösche ist sehr unterschiedlich und hängt stark von der Art und ihrer Nahrung ab. Sie nehmen bestimmte Alkaloide über kleine Gliederfüßer auf, insbesondere Ameisen und Milben, und lagern diese in ihren Hautdrüsen ein. Die Giftstoffe dienen vor allem der Abwehr von Fressfeinden. Bei einigen Arten, etwa bestimmten Phyllobates-Arten, können die Hautgifte extrem potent sein; andere Arten sind deutlich weniger giftig. Man kann also nicht alle Pfeilgiftfrösche gleichsetzen.
Ob Hautkontakt gefährlich ist, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem die Art, die vorhandenen Giftstoffe und die Kontaktbedingungen. Besonders Augen, Mund und andere Schleimhäute sowie offene Wunden sollte man schützen. Bei hochgiftigen Wildarten wäre es falsch, direkten Hautkontakt als grundsätzlich ungefährlich einzustufen. Die stärksten bekannten Gifte, etwa Batrachotoxin bei Phyllobates terribilis, können schwere Störungen der Nerven- und Muskelfunktion verursachen, und das in diesem Fall bereits durch einfachen Hautkontakt.
Die bekannte Giftigkeit ist zudem nicht allein eine feste Eigenschaft der Art: Bei vielen Pfeilgiftfröschen hängt sie davon ab, welche Alkaloide sie in ihrem natürlichen Lebensraum über die Nahrung aufnehmen. Bei Nachzuchten, die mit üblichen Futtertieren gehalten werden, fehlen diese Alkaloide in der Regel oder sind nicht nachweisbar.