Nach 2 tagen eingefahren?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.


Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Tobi,
Meinen ersten Kampffisch hatte ich vor ca. 45 Jahren, damals gab es noch kein Internet und keine andere Zucht Form als den ganz normalen Schleierkampffisch. Gezüchtet habe ich sie übrigens auch schon vor über 20 Jahren. Also ganz unwissend bin ich nun doch nicht.
L. G. Wolf
 

Tobias 31

Mitglied
Hallo Tobi,
Meinen ersten Kampffisch hatte ich vor ca. 45 Jahren, damals gab es noch kein Internet und keine andere Zucht Form als den ganz normalen Schleierkampffisch. Gezüchtet habe ich sie übrigens auch schon vor über 20 Jahren. Also ganz unwissend bin ich nun doch nicht.
L. G. Wolf
Ich meinte ja jetzt nicht genau dich. Klar ich weiß auch das es hier Person mit Erfahrungen gibt. Und ich denke auch mal das du hier eines mit wenn nicht sogar der Größte Experte bist. Hast auch mein Respekt, und ehrlich gesagt finde ich deine Meinung und Herangehensweise am besten von allen.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Tobias,
Vielen Dank für Blumen und ich erzähle dir nochmal eine Geschichte über Züchter.
In den letzten Jahren wird auf der Aqua Fisch immer eine Betta splendens Ausstellung gemacht. Die Tiere sind natürlich wirklich toll und es werden auch ordentliche Preise aufgerufen, also unter 40€ gibt es da wohl keinen Fisch.
Ich bin dann mit einer der Züchterinen ins Gespräch gekommen, weil ich sagte ich würde nicht so viel Geld ausgeben um dann nach 1,5 Jahren den Fisch tot aufzufinden. Sie hat mir dann erzählt, dass sie daran wären, den Fischen eine längere Lebendszeit anzuzüchten, sie wären nun bei über 4Jahre. Seither überlege ich mir, wie das wohl gehen soll.
Ich bin nicht der Meinung, dass sich ein Kampffisch, in einem großen Becken, zu Tode schwimmt, denn die kurzflossigen Weibchen werden auch nicht älter.
Ich bin aber auch nicht bei Anke und ihrer Revier Theorie, denn ein Kampffisch paddelt gemütlich durch das komplette Aquarium und das weiss ich aus Erfahrung.
L. G. Wolf
 

Tobias 31

Mitglied
"2022 führte eine Arbeitsgruppe des Instituts für Biologiedidaktik der Universität Gießen unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek eine aufschlussreiche Studie zur passenden Aquariengröße für männliche Betta splendens durch. Demnach zeigen Kampffisch-Männchen in einem 35 L Aquarium mit den Maßen 40 x 32 x 28 cm (dem Dennerle Nano Tank) die gleichen Verhaltensweisen und die gleiche Aktivität wie in einem größeren Aquarium." So hier habt ihr es nochmal von Dennerle. Kann euch gerne noch den link schicken. Und so hat mir es auch der Züchter gesagt mit "Demnach zeigen Kampffisch-Männchen in einem 35 L Aquarium mit den Maßen 40 x 32 x 28 cm (dem Dennerle Nano Tank) die gleichen Verhaltensweisen und die gleiche Aktivität wie in einem größeren Aquarium." Klar steht da jetzt 40, er hat mir das dennerle Becken 30cm da er meinte das geht auch hab ich ja schon erklärt
 

Tobias 31

Mitglied
Ich bin nicht der Meinung, dass sich ein Kampffisch, in einem großen Becken, zu Tode schwimmt, denn die kurzflossigen Weibchen werden auch nicht älter.
Ich denke er meint das nicht so das sie sterben, er meinte denke ich das die Tiere zu wenig Ausdauer haben um so lang zu schwimmen in so einen Becken außer Plakat
 

Tobias 31

Mitglied
Hier habt ihr es auch nochmal ein Text von mein Züchter

"Kampffische sind bekannt für ihr ausgeprägtes Revierverhalten, das bedeutet, dass sie oft nur einen kleinen Bereich im Aquarium bewohnen und verteidigen. Um ihrem natürlichen Verhalten gerecht zu werden, wird die Haltung von Kampffischen in Aquarien ab 25 Litern empfohlen. In einem kleineren Aquarium können sie ihr Territorium besser kontrollieren und sich sicherer fühlen.

Die Größe des Aquariums ist jedoch nicht der einzige wichtige Faktor. Die Struktur und Bepflanzung spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ein gut strukturiertes und reichlich bepflanztes kleines Aquarium mit 25 Litern kann für Kampffische oft besser geeignet sein als ein größeres 100-Liter-Becken, das nicht ihren Bedürfnissen entspricht. Durch Verstecke, Pflanzen und andere Strukturen fühlen sich die Kampffische nicht nur sicherer, sondern können auch ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben und ihr Revier verteidigen.

Daher ist es wichtig, bei der Einrichtung eines Aquariums für Kampffische nicht nur auf die Größe zu achten, sondern auch auf die Gestaltung und Ausstattung, um ihren natürlichen Instinkten gerecht zu werden und ihnen ein optimales Lebensumfeld zu bieten."

Ist auf Männchen fixiert
 


Wolf

Moderator
Teammitglied
Ich hatte in meinem jetzigen 560 Liter Aquarium auch schon einen Betta schwimmen und ihn nie hächelnd auf einer Pflanze liegend gesehen. Er hatte sogar so viel Ausdauer sein Weibchen zu finden und abzulaichen. Leider wurde er dann irgendwann von seinem einzigen Nachkommen zerlegt. Dieser hatte übrigens keine langen Flossen und war eher ein Rückfall in die Urform.
L. G. Wolf
 

Ago

Mitglied
Ich bin aber auch nicht bei Anke und ihrer Revier Theorie, denn ein Kampffisch paddelt gemütlich durch das komplette Aquarium und das weiss ich aus Erfahrung.
Hallo Wolf,

ich habe meinen Beitrag nochmals gelesen und festgestellt, daß ich mich sehr missverständlich ausgedrückt habe.

Ob Bettas Reviere bilden und wie groß diese sind, da fehlt mir tatsächlich die Erfahrung.
(Nebenbei bemerkt, die fehlt aber jedem, ob Züchter und Hobbyaquarianer, der diese Art nie in größeren Becken gehalten hat.)

Richtiger und besser verständlich hätte ich schreiben müssen: Von Seiten der 30l-Befürworter kommt häufig das Argument, Bettas würden in der Natur Reviere in dieser Größe bilden, deshalb ist diese Haltung artgerecht. Wenn das so wäre, dann kann man die Art auch in 500 Litern artgerecht halten, weil der Fisch auch dann "seine" 30 Liter Revier innerhalb des Beckens aussuchen würde. Und darauf konnte mir noch keiner der 30l-Fraktion ein plausibles Gegenargument liefern.
 

Ago

Mitglied
Ah, Tobias war schneller und bestätigt meine Aussage:
von mein Züchter
"Kampffische sind bekannt für ihr ausgeprägtes Revierverhalten, das bedeutet, dass sie oft nur einen kleinen Bereich im Aquarium bewohnen und verteidigen. Um ihrem natürlichen Verhalten gerecht zu werden, wird die Haltung von Kampffischen in Aquarien ab 25 Litern empfohlen.
 

Tobias 31

Mitglied
Ich hatte in meinem jetzigen 560 Liter Aquarium auch schon einen Betta schwimmen und ihn nie hächelnd auf einer Pflanze liegend gesehen. Er hatte sogar so viel Ausdauer sein Weibchen zu finden und abzulaichen. Leider wurde er dann irgendwann von seinem einzigen Nachkommen zerlegt. Dieser hatte übrigens keine langen Flossen und war eher ein Rückfall in die Urform.
L. G. Wolf
Man muss halt auch bedenken jedes Tier ist anders. Es gibt welche die schwimmen mehr und andere die liegen viel
 

Apparatchik

Mitglied
Meiner Neinung nach lässt sich mit den Kampffischen primär so viel Umsatz und Gewinn erzielen, weil die meisten Kampffische in Nano Aquarien gehalten werden.

Ohne die aus meiner Sicht falsche, aber praktische Haltung wäre dieses Business in der vorhandenen Dimension nicht möglich.

So kann selbst jeder Anfänger mit mehreren Nanobecken und in Einzelhaft gehalteneren armen Kampffischkreaturen “Gefängnis“ spielen, sofern er oder sie dies erfüllend findet. Mit Aquaristik hat dies aber nichts zu tun.
 

J0K3R

Moderator
Teammitglied
Warum diskutieren wir hier eigentlich noch ? Wir drehen uns hier nur noch im Kreis...

Der TE hat doch jetzt genug Meinungen und Erfahrungen von uns zu lesen bekommen, was er jetzt daraus macht ist seine Sache.

Beste Grüße
 
G

Gelöschtes Mitglied 46230

Guest
Wir drehen uns hier nur noch im Kreis...
Ich finde nicht. Die Studie hat da schon noch neuen Input gebracht. Wer die sich mal anschauen möchte, hier der link, wo man sie als pdf downloaden kann:

 
G

Gelöschtes Mitglied 46230

Guest
Keiner, aber Du kannst helfen anderen dieses Schicksal zu ersparen, indem Du Dich dazu äußerst.
 

JoKo

Mitglied
Kampffische leben ausserdem in Pfützen
Ein Aquarium ist eine Pfütze, eigentlich immer, egal wie groß es ist. Die "Pfützen" in denen die Kampffische in der Natur leben, sind im Vergleich zum Amazonas eine Pfütze, aber immer noch größer als jedes hier im Forum vorgestellte Aquarium. Etwa ab 3:20 sieht man hier so eine typische Pfütze (es geht hier nicht um Betta splendes, was aber keinen wesentlichen Unterschied ausmacht):



Es entbehrt für mich jeglicher Logik einen Betta in einem kleinen Aquarium halten zu müssen.
Ich bin davon überzeugt, dass sich ein Betta in einem völlig verkrauteten 1000l Aquarium sehr wohl fühlen wird und sich nicht zu Tode schwimmt. Ob man sich so etwas ins Wohnzimmer stellen will ist die andere Frage.

Ich könnte nachvollziehen dass man darauf achten muss dass das Wasser nicht zu tief sein soll.
 

May

Mitglied
Hi,

dein Züchter liefert eigentlich genau die Argumente, die ich auch schon angesprochen hatte. Das Schwimmen mit überlangen Flossen verbraucht zuviel Energie, sodass der Fisch geschwächt wird. Er sagt ja auch ganz klar, dass dies für Kurzflosser eben nicht gilt.
Deswegen lehne ich persönlich grundsätzlich die Haltung von Schleierformen ab. Für mich fällt das unter Qualzucht. Für alle anderen Formen besteht ja augenscheinlich keine Notwendigkeit den Raum zu begrenzen.

Am Ende steht da aber natürlich auch ganz viel persönliches Empfinden dahinter. Da ich aufgrund meiner Ablehnung noch keine Betta splendens Schleierform gehalten habe, kann ich logischerweise auch nicht wirklich beurteilen, wie so ein Fisch in einem 30er Cube performt.

Wenn ein Fisch ohne Krankheit oder sonstige Auffälligkeiten entsprechend seiner Lebenserwartung alt wird, dann war das Becken in Ordnung. Auch wenn die eigenen (vermenschlichenden) Gefühle was anderes sagen.

Gruß Astrid
 


Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben