GH zu hoch?!

Hallo Leute!
Nun,mein 54l Becken läuft seit c.a. 3 Monaten.Und heute hab ich das Wasser getestet.
nitrit und nitrat sind aus 0
ph 6,9
kh 6
und gh 21
Die Gesamthärte ist zu hoch,da ich am Ende der Woche mir 8Neons holen wollte.(nun geht das nicht)
Wie kann ich das Wasser weicher machen?
 


Moin,

mal ein Zitat aus der Seite des Wasserversorgers Lingen:
Das von den Stadtwerken Lingen in das Versorgungsnetz eingespeiste Trinkwasser hat ca. 8,3 deutsche Härtegrade und ist damit in den Härtebereich 2 einzustufen.
Diese 8,3 Härtegrade würden auch besser zu deiner KH passen. Wie hast du denn gemessen und welche Werte hat dein Leitungswasser ?
 
Also,ich hab zuhause streifentests.und da war das irgenwie nicht genau,also,bei 20 gh mussen es 4 felder rot sein.und ich hatte 2 rot und 2 so etwas mehr lila.nd bei z.B.15 gh müssen es 2 felder grün und 2 rot sein.
Leider kann ich nicht mehr das leitngswassser testen,da die tests zu ende sind.
 
Moin,

dann mach mal einen ordentlichen Wasserwechsel und dann sollten die Neons da auch reinpassen. Ist da evtl. irgendwas kalkhaltiges im Wasser ?
 
ok,mach ich.
Ja,ich hatte bis gestern eine Muschel drin,hab sie rausgetan,weil die voll von Algen besezt war.
P.S:reichen 50% TWW?
 

Ebs

Mitglied
Hallo,

noch einen Tipp:Vergiss die Rate-Tauchteststreifen.
Für einen Grobtest mögen sie ja noch gehen.Wenn du es aber genauer und richtiger willst,empfehle ich dir die Flüssig- (Tröpfchen-) Tests.

Gruß Ebs
 


ich komm auch aus lingen.
bekomms du den wasser von den stadtwerken oda von wasserverband lingener land?das is nämlich ein unterschied!
 
Hallo Frank;

fluethke schrieb:
Ist da evtl. irgendwas kalkhaltiges im Wasser ?

Ich ging bisher davon aus, daß KALK die KH (SBV) erhöht und z.B. Calziumsulfat oder Magnesiumsulfat die GH beeinflußt. Der Muschelkalk des Autors sollte also auf die GH keinen Einfluß haben.

Gruß Dirk-Werner
 
Hallo Dirk-Werner,
Dirk-Werner schrieb:
Ich ging bisher davon aus, daß KALK die KH (SBV) erhöht und z.B. Calziumsulfat oder Magnesiumsulfat die GH beeinflußt. Der Muschelkalk des Autors sollte also auf die GH keinen Einfluß haben.
Da kann man mal sehen, ich bin immer davon ausgegangen, dass, soweit Kalk überhaupt in Lösung geht, sowohl die KH wie auch die GH gleichermaßen erhöht wird. Die dabei entstehenden Hydrogencarbonate sind sowohl Bestandteil der Karbonat-, wie auch der Gesamthärte.
Damit kann die Muschel des Autors schon Einfluß auf die Gesamthärte haben.
 
Hallo Frank;

Der Rügener Wandtafelkreide aus Muschelkalk hattest Du diese Eigenschaft nicht zugetraut, da ging es aber mit GIPS --- Calziumsulfat.
Ich könnte den Thread ja mal raussuchen?

Ich denk Deine Begründung ist ein wenig schwachbrüstig und der Muschelkalk echt was für`s SBV. :wink: ( Wieviel braucht man davon um GH signifikant zu verändern?)

Gruß Dirk-Werner
 
Hallo Dirk-Werner,

jetzt stehe ich auf dem Schlauch.
Der Rügener Wandtafelkreide aus Muschelkalk hattest Du diese Eigenschaft nicht zugetraut, da ging es aber mit GIPS --- Calziumsulfat.
Ich könnte den Thread ja mal raussuchen?
Ja bitte, raussuchen. Das einzige was ich gefunden habe, war eine Klarstellung von mir zwischen Kreide und Gips aber keine Wertung der Eigenschaften.
Kreide
Ich denk Deine Begründung ist ein wenig schwachbrüstig und der Muschelkalk echt was für`s SBV. Wink ( Wieviel braucht man davon um GH signifikant zu verändern?)
Ich denke du brauchst von dem Muschelkalk genauso viel für ein Grad Änderung der KH (SBV) wie auch der Änderung der GH oder steh ich jetzt so auf dem Schlauch... :shock:
 
kannst ja auch mal nachgucken was fürn härtegrad das wasser vom wasserverband lingener land hat
hier kann mans nämlich von dem einen oder aneren kreigen!
 
Hallo Frank;

Hier der Thread:

http://www.aquaristik-live.de/viewtopic ... e&start=15

Hast aber recht außer, daß Du in Deinem Beitrag nicht bestätigt hast, daß Kalk auch einen geringen Einfluß auf die GH hat und damit dem Gips, in seiner besseren Eignung, nicht widersprochen hattest, wurden die weiterführenden fachlichen Aspekte dort, von Dirk Otto, dominiert. Das ist richtig.

Aber nochmal zu der hiesigen Fragestellung. In der aquarianischen Praxis, und darum geht es ja hier, hätte unser Autor/Fragesteller bei einer tatsächlichen Wirkung der Muschel (Kalk im Wasser) zuerst eine Veränderung der KH (SBV) festgestellt und wahrscheinlich dann auch nach dem Grund einer KH-Veränderung gefragt, und nicht wie in diesem konkreten Fall, nach einer Abweichung der GH.
Soviel zur praxisrelevanten Verknüpfung des Diskussionsinhaltes. Ich denke, das kann man so sehen.

Gruß Dirk-Werner
 
Hallo Dirk-Werner,
Dirk-Werner schrieb:
Ich ging bisher davon aus, daß KALK die KH (SBV) erhöht und z.B. Calziumsulfat oder Magnesiumsulfat die GH beeinflußt.
Kalk= Calciumcarbonat. Ca (bzw. Mg aus Dolomit) geht in die GH, CO3 (Carbonat) in die KH ein.
Gips= CaSO4. Ca geht in die GH ein, SO4 aber nicht in die KH (ist also kein Härtebildner).
Bei Naturgewässern wird aus Hydrologischer Sicht ein Gleichgewicht aus Ca+Mg (GH) und CO3+SO4 (KH+SO4) angenommen, da die Härtebildner idN aus der Lösung von Kalk, Dolomit und Gips stammen und sich zu gleichen Teilen (Kat-, Anionen-Verhältnis) lösen. Weil SO4 aber nicht "härtet", ist die KH in Relation immer etwas niedriger als die GH.
 
Hallo Dirk-Werner,

Hast aber recht außer, daß Du in Deinem Beitrag nicht bestätigt hast, daß Kalk auch einen geringen Einfluß auf die GH hat und damit dem Gips, in seiner besseren Eignung, nicht widersprochen hattest, wurden die weiterführenden fachlichen Aspekte dort, von Dirk Otto, dominiert. Das ist richtig.
Ich habe in meinem Beitrag nur darauf hingewiesen, dass es um Schultafelkreide und nicht um Kreide aus den Rüganer Bergen ging. Ich habe nichts bestätigt und nichts widersprochen. In dem Thread habe ich inhaltlich überhaupt nichts geschrieben. Das war auch nicht erforderlich.
Aber nochmal zu der hiesigen Fragestellung. In der aquarianischen Praxis, und darum geht es ja hier, hätte unser Autor/Fragesteller bei einer tatsächlichen Wirkung der Muschel (Kalk im Wasser) zuerst eine Veränderung der KH (SBV) festgestellt und wahrscheinlich dann auch nach dem Grund einer KH-Veränderung gefragt, und nicht wie in diesem konkreten Fall, nach einer Abweichung der GH.
Also jetzt weg vom Kalk und hin zur aquaristischen Fragestellung ?.
Wieso hätte zuerst eine Änderung der KH durch die Muschel erfolgen sollen. Richtig ist doch wohl, dass sich sowohl die KH wie auch die GH gleichzeitig hätten erhöhen müssen. (siehe auch Beitrag von FKS) Da mit Tetststäbchen gemessen wurde, reicht es mir aus einen Wert dabei abzufragen.
 
Hallo Klaus;

Danke Dir, hast es schön aufgeschrieben und es ist ja auch stimmig. Die Kalkmuschel im Wasser ändert aber nur dann Härtewerte, wenn sich Kalk im Wasser lösen kann. Dazu müßte das Wasser einen Kohelsäuregehalt aufweisen, der das ermöglicht, sonst passiert erst mal gar nichts. Löst sich nun Kalk würde man an der KH, eine Veränderung (Anstieg) bemerken.
Anders ausgedrückt könnte man auch sagen, es gibt einen DIREKTEN und INDIREKTEN Weg der Einflußnahme. Direkt erhöht GIPS die GH und indirekt auch KALK, aber eben nur bei entsprechenden Voraussetzungen und einer merklichen Änderung von KH.
Das die Ca-Ionen im Kalk die GH beeinflussen ist ja nicht strittig. Im praktischem Fall ist es aber sicher wahrscheinlicher, daß z.B. Gips im Wasser ist, wenn sich GH erhöht und KH nicht, Meßfehler u.a. Ursachen mal weggelassen.

Ich denke, das hast Du recht gut aufgezeigt.

Gruß Dirk-Werner
 
Hi,
Die Kalkmuschel im Wasser ändert aber nur dann Härtewerte, wenn sich Kalk im Wasser lösen kann. Dazu müßte das Wasser einen Kohelsäuregehalt aufweisen, der das ermöglicht, sonst passiert erst mal gar nichts.
Da ist nicht ganz korrekt. Es bedarf keines sauren pHs um Kalk zu lösen. Das Kalk-Kohlensäure-GGW zeigt bei jedem pH ein bestimmtest Verhältnis der Kohlensäure-Spezies. Bei einem sauren pH verschiebt sich dieses zu Gunsten von CO2, im alkalischen zu HCO3-. Liegt ein Defizit an diesen Spezies vor, wird Kalk gelöst...
Löst sich nun Kalk würde man an der KH, eine Veränderung (Anstieg) bemerken.
Korrekt. Die GH ist aber idR aussagekräftiger, da die Kohlensäure-Spezies der Carbonatlösung mit der Biochemie im becken gekoppelt sind...
Direkt erhöht GIPS die GH und indirekt auch KALK, aber eben nur bei entsprechenden Voraussetzungen und einer merklichen Änderung von KH.
Kalk erhöht direkt die GH. Es wird Ca (bzw. Mg) gelöst. Die KH-Änderung ist idR etwas "träger", sollte aber nachweisbar sein.
Das die Ca-Ionen im Kalk die GH beeinflussen ist ja nicht strittig. Im praktischem Fall ist es aber sicher wahrscheinlicher, daß z.B. Gips im Wasser ist, wenn sich GH erhöht und KH nicht, Meßfehler u.a. Ursachen mal weggelassen.
Das ist korrekt. Ändert sich die GH im Vgl. zur KH drastisch wäre Gips eine logisch(ere) Ursache. Wie kommt Gips ins Aquarium?

ps: ... sorry fürs weitere Abdriften vom eig. Thema.
 
Hallo Klaus;


Es bedarf keines sauren pHs um Kalk zu lösen.

Ist ein Mißverständnis, habe ich auch nicht geschrieben.

Wie kommt Gips ins Aquarium?

Eine gute Frage. Da müßte/könnte der Autor gefragt sein. Ich weiß nicht ob man Totenköpfe und Wracks aus Gips machen kann, hab sowas nicht im Aquarium. :wink:

Das ist korrekt. Ändert sich die GH im Vgl. zur KH drastisch wäre Gips eine logisch(ere) Ursache

Da ich es gern mit der Logik halte und es auch das ist, was der hier aufgeschriebene konkrete Sachverhalt an Basisinformation hergibt, denke ich, daß entweder diese Vermutung oder NUR ein MESSFEHLER aber eben nicht eine Kalkmuschel als Ursache in Frage kommt, die scheidet als Täter aus. :wink:

Gruß Dirk-Werner
 
Hi Dirk-Werner,
siehste wohl. Nu sind wir auf einem Nenner. Hab wirklich einiges missverstanden...
Dirk-Werner schrieb:
Da ich es gern mit der Logik halte und es auch das ist, was der hier aufgeschriebene konkrete Sachverhalt an Basisinformation hergibt, denke ich, daß entweder diese Vermutung oder NUR ein MESSFEHLER aber eben nicht eine Kalkmuschel als Ursache in Frage kommt, die scheidet als Täter aus. :wink:
Ich vermute ganz stark einen Messfehler!
 


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