Fe zu hoch!

Hi alle zusamm!
Wir brauchen mal eure hilfe. Es geht um unseren eisen wert im der liegt bei uns im becken bei 1,0 - 1,5ppm. Wie bekomme ich ihn runter! ich verwende jeden tag einen tagesdünger von jbl und dünge mit co2.
sagen schon mal danke im vorraus an euch.
mfg björn und jessica
 


Hallo,

die Düngergabe einfach halbieren oder vierteln und über den Zeitraum von ein bis zwei Wochen beobachten und nachmessen.

Ein so hoher Fe Gehalt stellt in den meisten Fällen kein Problem dar, wenn andere Nährstoffe auch vorhanden sind.

Ist Euer Test noch zu gebrauchen? Eventuell mal einen neuen anschaffen und auf das Mindesthaltbarkeitsdatum schauen.

Beste Grüße
Martin
 
Moin,

nun, damit die Pflanzen asimilieren und eben "Perlen" abgeben, da ist es mit CO2 und Fe nicht getan.

Mit handelsüblichen Testbestecken kann man dann noch: NO3, PO4, KH und pH messen um einen Überblick zu bekommen.

Sonstige Spurenelemente wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Bor, Mangan..... sind testmässig nicht zu erfassen.

Makronährstoffe wie NO3, NH3/NH4 sollten auch vorliegen.

Und natürlich muss die Beleuchtung zu den vorliegenden Gegebenheiten passen.

Schreibt doch mal ein wenig mehr über Euer Aquarium.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo!

Aber um mal die Frage zu beantworten, wie du den Eisenwert runter bekommst.

1. Düngen einstellen
2. Wasserwechseln

Wenn dann nach mehreren Wasserwechseln der Eisengehalt auf ein vernünftiges Maß eingestellt ist, kannst du ja langsam wieder mit dem Düngen anfangen (obwohl ich tägliches Düngen totalen Unsinn finde)
 

Ebs

Mitglied
Hallo,

Björn u. Jessi schrieb:
der test ist noch ok! das komische ist das die pflanzen keinen sauerstoff abgeben.

Martin Krüger schrieb:
nun, damit die Pflanzen asimilieren und eben "Perlen" abgeben, da ist es mit CO2 und Fe nicht getan.

damit nicht vergeblich auf diese Erscheinung gewartet wird:

Hier ein Zitat aus H.-J. Krause: Handbuch Aquarienwasser:

"Werden Pflanzen über längere Zeit intensiv beleuchtet, kann man manchmal beobachten, dass aus ihren Blättern feine O²-Blasen wie Perlenschnüre aufsteigen. Scheinbar wird der Sauerstoff nicht mehr vom Wasser aufgenommen, und die Perlenschnüre gelten häufig als Beweis fur die "Sättigung" des Wassers. Ein weitverbreiteter Trugschluss! Hier ist vielmehr die normaIe 0²-Abgabe der Pflanzen gestört.
Der ausperlende Sauerstoff ist keineswegs lösungsunfähig, sondern er dringt aus Defektstellen im Gasleitungssystem grobblasig hervor. Normalerweise diffundiert er über die gesamte Blattspreite fein verteilt und daher unsichtbar in das Wasser. Die Perlenschnure sind also kein "Sattigungseffekt"; sie können bei jedem beliebigem 0²-Gehalt im Wasser auftreten, auch bei nur 4 mg/I oder noch weniger. "

Gruß Ebs
 
Ja gut denn werden wir es erstmal mit wasserwechseln und weniger düngen versuchen! ich stelle jetzt die tage mal ein paar bilder rein dann ihr ja mal eure meinung loswerden aber das dann im aquarientalk! also danke nochmal.
mfg björn und jessica
 


Hallo Ebs,

das Krause mit seiner Theorie da voll daneben gelangt hat, ist ja nun schon hinlänglich bekannt.

Nicht überall wo Sauerstoff aus einer Pflanze austritt liegt eine Beschädigung des Blattgewebes vor.
Ansonsten müssten in meinen Pflanzenbecken etwa 90% des Bestandes geschädigt sein.
Dem ist aber definitiv nicht so.
Auch kann ich durchaus Sauerstoffwerte jenseits der Sättigung nachweisen und das schon nach wenigen Stunden.

Beste Grüße
Martin
 

Ebs

Mitglied
,Hallo Martin,

Martin Krüger schrieb:
das Krause mit seiner Theorie da voll daneben gelangt hat, ist ja nun schon hinlänglich bekannt.
Nicht überall wo Sauerstoff aus einer Pflanze austritt liegt eine Beschädigung des Blattgewebes vor.

dann gibt es also doch beide Möglichkeiten,also sowohl als auch: Verletzung eines Blattes (habe gerade versuchsweise ein Blatt vom Roten Tigerlotus angepiekt- es perlt) oder/und Sauerstoffabgabe (als sichtbare Bläschen) über eine O²- Sättigung hinaus.
Beim Letzteren bleibt dann die Frage, ob eine sichtbare Sauerstoffabgabe im Aquarium irgendeinen Nutzen hat, oder nur ein Ausdruck maximaler Photosynthese ist (z.B. im hochbelichteten Pflanzenbecken).

Gibt es dazu irgendwo etwas nachzulesen, evtl. Richtigstellung zu Krause oder ähnliches, zumal das von mir angeführte Zitat in der "Hanbuch Aquariumwasser" - Ausgabe von 1995 und 2007 zu finden ist.

Mich interessiert das Ganze, wenn es geht, genauer.
(Per Google kann ich nichts finden, oder ich suche noch falsch.)

Gruß Ebs
 
Hallo Ebs,

Ebs schrieb:
,Hallo Martin,

Martin Krüger schrieb:
das Krause mit seiner Theorie da voll daneben gelangt hat, ist ja nun schon hinlänglich bekannt.
Nicht überall wo Sauerstoff aus einer Pflanze austritt liegt eine Beschädigung des Blattgewebes vor.

dann gibt es also doch beide Möglichkeiten,also sowohl als auch: Verletzung eines Blattes (habe gerade versuchsweise ein Blatt vom Roten Tigerlotus angepiekt- es perlt) oder/und Sauerstoffabgabe (als sichtbare Bläschen) über eine O²- Sättigung hinaus.

Sicherlich gibt es beide Möglichkeiten.
Nur Krause stellt es in Deinem Zitat eben so hin als würde es nur eine Möglichkeit geben. Und das ist nicht richtig.

Beim Letzteren bleibt dann die Frage, ob eine sichtbare Sauerstoffabgabe im Aquarium irgendeinen Nutzen hat, oder nur ein Ausdruck maximaler Photosynthese ist (z.B. im hochbelichteten Pflanzenbecken).

Nun, da streiten sich auch schon die Bücherschreiber drüber.
Das hat auch letztlich zum Eklat zwischen Krause und Kasselmann geführt.

Gibt es dazu irgendwo etwas nachzulesen, evtl. Richtigstellung zu Krause oder ähnliches, zumal das von mir angeführte Zitat in der "Hanbuch Aquariumwasser" - Ausgabe von 1995 und 2007 zu finden ist.

Mich interessiert das Ganze, wenn es geht, genauer.
(Per Google kann ich nichts finden, oder ich suche noch falsch.)

Gruß Ebs

Nachzulesen ist der "Disput" in "Christel Kasselmann, Aquarienpflanzen", Seite 61-64. (ISBN 3-8001-7454.5)

Ich persönlich schlage mich da mehr auf die Seite von Kasselmann, da ich ihre Aussagen in meinen Pflanzenaquarien nachvollziehbar beobachten kann.

Zusätzliche Schlagworte in Bezug auf Sauerstoffsättigung und Redoxpotential sollten in Verbindung mit Krause zu finden sein.
Ich mag hohe Sauerstoffsättigungen in meinen Aquarien und gehe nicht konform mit Krause und seinen "Sickerquellen".

Beste Grüße
Martin
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Martin Krüger schrieb:
Nachzulesen ist der "Disput" in "Christel Kasselmann, Aquarienpflanzen", Seite 61-64. (ISBN 3-8001-7454.5)
Naja... Die "Erläuterungen" in diesem Buch sind wohl eher Kasselmanns Intimfeindschaft zu H.-J. Krause als pflanzenpyhsiologischen Grundlagen geschuldet. Gerade in diesem Fall ist die Kasselmann die schlechteste aller Referenzen.

Viele Grüße
Robert
 

Ebs

Mitglied
Hallo Robert,

Loong schrieb:
Naja... Die "Erläuterungen" in diesem Buch sind wohl eher Kasselmanns Intimfeindschaft zu H.-J. Krause als pflanzenpyhsiologischen Grundlagen geschuldet. Gerade in diesem Fall ist die Kasselmann die schlechteste aller Referenzen.

hast du evtl. noch ein paar andere Quellen zum Thema auf Lager ?
Da du ja auch ein Pflanzenfan bist, würde mich auch dein Standpunkt interessieren.

Gruß Ebs
 
Hallo,

Beim Letzteren bleibt dann die Frage, ob eine sichtbare Sauerstoffabgabe im Aquarium irgendeinen Nutzen hat, oder nur ein Ausdruck maximaler Photosynthese ist (z.B. im hochbelichteten Pflanzenbecken).
ich verstehe deine Frage nicht ganz. Die Pflanze muss den erzeugten Sauerstoff los werden - wo siehst du dann den Nutzen?
 

Ebs

Mitglied
Hallo Thomas,

Thomas Schmidt schrieb:
Beim Letzteren bleibt dann die Frage, ob eine sichtbare Sauerstoffabgabe im Aquarium irgendeinen Nutzen hat, oder nur ein Ausdruck maximaler Photosynthese ist (z.B. im hochbelichteten Pflanzenbecken).

ich verstehe deine Frage nicht ganz. Die Pflanze muss den erzeugten Sauerstoff los werden - wo siehst du dann den Nutzen?

außer in der Tatsache, dass die Pflanze den Sauerstoff loswerden muss, wenn er denn mal so im Übermaß entsteht (Starklichtbecken), ist diese Sauerstoff-Ausperlung nicht notwendig für die erfolgreiche Betreibung eines normalen Aquariums.

Manchmal könnte der gegenteilige Eindruck durch Fragen oder Bemerkungen in dieser Richtung entstehen.

Gruß Ebs
 
Hallo Ebs,

nein, um erfolgreich Aquarienpflanzen zu pflegen, müssen die Pflanzen nicht schon nach ein paar Stunden ausperlen.
Mit entsprechend viel Licht macht man sich wieder andere Probleme und treibt die Pflanze in Mangelsituationen, man muss sich einfach entscheiden.
Ich finde solche Hochleistungsbecken jedenfalls nicht erstrebenswert.
Und auch die (heimische) Natur zeigt: Wasserpflanzen sind eher Schwachlichtpflanzen und an wenig Licht gut angepasst.
 
Hi,

das interessiert mich jetzt aber auch.

Bei mir blubberts im Becken in den Abendstunden immer so stark als hätte man eine Mineralwasserflasche aufgemacht...

Meine Beleuchtung mit 2x45W T5 + Reflektoren in einem 100x40x50 Becken bei ca 11 h Beleuchtung sind doch auch nicht als Starklicht zu betrachten - oder?

Grüße
 
Hey,

die Frage galt der Ursache der abgegebenen Bläschen... Sauerstoffsättigung des Wassers oder Schädigung der Pflanzen.

Aber anscheinend ist das Ansichtssache oder nicht ausreichend geklärt :?:


Grüße
 

Ebs

Mitglied
Hallo,

Hirsi83 schrieb:
das interessiert mich jetzt aber auch.

Bei mir blubberts im Becken in den Abendstunden immer so stark als hätte man eine Mineralwasserflasche aufgemacht...

Meine Beleuchtung mit 2x45W T5 + Reflektoren in einem 100x40x50 Becken bei ca 11 h Beleuchtung sind doch auch nicht als Starklicht zu betrachten - oder?

die sichtbare Sauerstoffabgabe ist nicht nur in einem Starklichtbecken (ab ca. 1 Watt/l und mehr) zu beobachten, sondern auch in schwächer beleuchteten. Das hängt auch von den übrigen Wuchsbedingungen ab.

Ich habe auch ca. 0,45 Watt/l über meinem Becken.
Bei mir perlten die Pflanzen nur in den ersten Tagen der Umstellung von T8 auf T5.
Danach und jetzt sind abends nur die Blattunterseiten vom Roten Tigerlotus dicht voller Sauerstoffbläschen, ebenso die Wipfel der Cabomba, auch das Hornkraut, bei den übrigen Pflanzen selten und kaum.

Die Erscheinung kann also sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und kann auch garnicht auftreten.

Gruß Ebs
 


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