Anfänger sucht Rat

Hallo zusammen und einen schönen Abend.
Als Neuling möchte ich mich einmal ganz kurz vorstellen. Mein Name ist Andre. Ich bin 23 jahre alt und komme aus der Gegend von Hannover.
Nachdem ich schon länger mitlese habe ich nun mein erstes 112l Becken stehen.
Es ist bereits seid ca. 1,5 Wochen am einfahren. Als Bodengrund habe ich sehr feinen schwarzen Kies drin (2-3mm). Die Pflanzen kenn ich leider nicht alle mit Namen. Allerdings sind sehr viele schnellwachsene dabei.
Bevor ich jetzt meine Fragen zum besten gebe hier einmal meine Wasserwerte wie sie aus der Leitung kommen und ein Bild meines Beckens :D
Temperatur:25°
Nitrat: 7.0
Nitrit: 0.005
Ph: 7.57
KH: 15,7
GH: 18,7
1raq9t.jpg


Nun zu meinen Fragen. :wink:
Leider sehen meine Pflanzen teilweise sehr schlecht aus. Die Blätter werden braun oder glasig. Wie ich gelesen habe ist dies am Anfang normal. Jedoch kann ich mir bei manchen nicht vorstellen das sie sich erholen. soll ich diese Pflanzen einfach raus nehmen oder noch drin lassen? Hauptsächlich befrifft es die Vallisneria und Wasserpest.

Die nächste Frage behandelt meine Besatzwünsche.
Da ich ziemlich hartes Wasser habe gibt es ja nicht unendlich Möglichkeiten was meinen Besatz angeht.
Ich habe mir folgendes vorgestellt:
1m/2w Macropodus opercularis (Paradiesfisch)
1m/3w Xiphophorus maculatus (Platy) oder einen kleinen Schwarm. (Salmler? Wäre für Tipps dankbar :) )
Ca. 6-8 Corydoras (Panzerwelse) falls dieses mit dem feinen Kies funktioniert ? (welche Art würd am besten passen?)
3-4 Pomacea bridgesi (Apfelschnecken

Ich wäre für jeden Tipp oder Hinweis dankbar. Falls noch fragen offen sind: Immer her damit. :D

Liebe Grüße Andre :dance:
 


mausilibaer

Mitglied
Hi,

zu den Pflanzen: Vallisnerien neigen dazu aufs Umtopfen allergisch zu reagieren, d.h. sie gammeln eine geraume Zeit vor sich hin. Diese geraume Zeit kann sich auch 6-8 Wochen ziehen, aber dann wächst dieses Zeugs wie Unkraut. Also: Drinlassen, auch wenn es am Anfang fürchterlich aussieht.
Bei der Wasserpest ist das etwas anders. Bei einem wächst sie wie blöd, bei anderen vergammelt sie relativ schnell (wie bei mir z.B. auch). Kann auch am harten Wasser liegen.
 
Okay. Dann weiß ich erstmal bescheid. Also werd ich die Vallisnerien drin lassen. Wäre ja super wenn die sich erholen.
Die Wasserpest werd ich dann rauß nehmen und mit was anderem ersetzen.

Und wie schaut es mit dem Besatz aus? Kann da auch jemand was zu sagen? :)

LG Andre
 

black-avenger

Mitglied
Für die Corys ist der Kies eigentlich schon fast zu grob, wenn er tatsächlich 2-3mm Körnung hat. 1-2mm würde ich als Maximum für die Körnung sehen, aber auch nur wenns speziell abgerundeter Kies ist. Sonst sind Verletzungen an den Barteln doch recht Wahrscheinlich.
Optimal wäre Sand, aber naja.

Ist dein Kies speziell für gründelnde Fische abgerundet?
 
Hallo black-avenger .
Erstmal danke für deine Meinung. Der kies ist schon recht fein und rund. Allerdings will ich die Fische auf keinen Fall gefährden. Was gibt es denn für Alternativen zu den Panzerwelsen? Ein Paar Ancistrus ? oder doch ein Schwarm Otocinclus ? Hätte auf jeden Fall gern einen Bodenbewohner im Becken drin :D

Lg Andre
 

mausilibaer

Mitglied
Hi,

auch wenn jetzt die ewige Diskussion über den benötigten Bodengrund für Corys wieder losgeht - Dein Kies ist mit 2-3mm ohne weiteres für die meisten Corys geeignet. Die Barteln gehen nicht wegen dem Kies kaputt sondern durch mangelnde Hygiene. Nur dadurch holen sie sich Infektionen und die lassen die Barteln wegfaulen, am normalen Aquarienkies hat sich noch kein Cory die Barteln abgeschnitten oder abgerissen. Einige Corys, wie z.B. die Pandas filtern allerdings ganz gerne den Sand beim Mümmeln richtig durch, aber trotzdem sind die mMn auch ohne weiteres auf feinem Kies zu halten.
 
Hallo Tom.
Wie du schon schreibst wird das sicher eine Disskusion ohne klare Erkenntnisse. Jeder hat seine Meinung und gibt diese zum besten. Dafür ist ja ein Forum auch da. :D Die Corys spielen auch erstmal nur eine Rolle in meinen Gedankenspielen. Wie sieht es denn mit meinen genannten Alternativen aus?
Zum Beispiel die Ancistrus . Ich habe oft gehört das die Pflanzen bei denen oft Schaden nehmen. Und mein Becken ist ja schon ziemlich bepflanzt. Die passen also eher nicht in mein Aquarium oder?
Also blieben noch die Otocinclus . Kann mir jemand etwas über diese Welse sagen? Würde das denn passen?
Und wie schaut es mit meinen sonstigen Überlegungen aus?
Liebe Grüße André
 


mausilibaer

Mitglied
Otos sind alles andere als Bodenfische. Die pappen überall herum. Ausserdem sind die bei neu eingefahrenen Becken nicht unbedingt zu empfehlen, da dort relativ empfindlich. Das liegt möglicherweise auch an dem noch nicht im genügendem Maße vorhandenen Algenbewuchs und an der Dummheit von diesen Viechern, denn es ist gar nicht so leicht, sie an verschiedene Futterarten zu gewöhnen bzw. daß sie merken, was überhaupts Futter ist.

Ancistrus geht eigentlich in fast jedem Becken ab 80cm. Echis frißt er ganz gerne an und das muß nicht am geringen Futterangebot deinerseits liegen, ihm schmeckt es einfach hin und wieder. Wenn es dir egal ist, daß mal ein Blatt abgeraspelt wird, ist das kein Problem. Eine komplette Pflanze hat, zumindest bei mir, noch kein Wels zusammengefressen.
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo,

zum Thema Corys und Bodengrund kann ich mich Tom uneingeschränkt anschliessen. Und bei den Ancistrus sind nicht alle auf dem Echi-Trip. Die einen mögen Echis, andere verschmähen sie.

Viele Grüße
Roman
 
Okay. Damit steht es 2:1 für die Befürworter bei den Corys. :D
Welche Coryart würdet ihr einem Anfänger denn empfehlen? gibt es da welche die besonders empfindlich oder robust sind? Die Otocinclus werd ich dann aus meinen Planungen streichen wenn die ein bisschen komplizierter sind.
Was sagt ihr denn zum sonstigen Besatzplan? Ich denke ein Schwarm kleinerer Fische macht sich besser wie Platys oder?
Und passen die Paradiesfische gut zum "Rest"?
Danke für eure Ratschläge :dance: LG Andre
 

mausilibaer

Mitglied
Ich denke mal, daß alle Corys, die momentan im Handel zu finden sind, geeignet sind. Über den Sommer hin gibt es meistens eh nur C. julii, paleatus, aeneus und vielleicht noch pandas (zumindest in München und Umgebung ist das so). Der Rest taucht im Herbst wieder in den Händlerbecken auf.

Platys sind richtig nette Fischleins, sind zutraulich, bunt, immer agil - haben allerdings den großen Nachteil, daß es lebendgebärende sind, d.h. sie vermehren sich wie blöd. Das ist am Anfang ja auch richtig nett - ui, ein Babyfischlein, wie süüüß - ein paar Tage später - da, schon wieder 5 Babys, wie nett - noch ein paar Tage später - Zefix, schon wieder 10 von diesen Bälgern - jetzt reichts langsam - usw. Es kommt also bald der Zeitpunkt, wo dich diese richtig Fische nerven. Wenn Platys, dann auch irgendeinen "Gegenfisch", der die Plage im Zaum hält.

Zu den Makropoden: Vielleicht guckt Piddi, die Expertin für diese Viecher, mal in diesen Fred hinein...
smilie_happy_070.gif
 

black-avenger

Mitglied
mausilibaer schrieb:
Hi,

auch wenn jetzt die ewige Diskussion über den benötigten Bodengrund für Corys wieder losgeht - Dein Kies ist mit 2-3mm ohne weiteres für die meisten Corys geeignet. Die Barteln gehen nicht wegen dem Kies kaputt sondern durch mangelnde Hygiene. Nur dadurch holen sie sich Infektionen und die lassen die Barteln wegfaulen, am normalen Aquarienkies hat sich noch kein Cory die Barteln abgeschnitten oder abgerissen. Einige Corys, wie z.B. die Pandas filtern allerdings ganz gerne den Sand beim Mümmeln richtig durch, aber trotzdem sind die mMn auch ohne weiteres auf feinem Kies zu halten.

Mangelnde Hygiene heißt zuviel Mulm am Boden oder wie darf ich mir das vorstellen?
 
Okay. Das hilft mir doch schonmal ne Ecke weiter. Danke dir. :wink:
Das mit den Platy kann ich mir sehr gut vorstellen. :wink: Welchen "Gegenfisch" könntest du mir denn empfehlen? Hab mir eigentlich gedacht das 3 Fischarten reichen. Also müsste dann nochmal ein bisschen umgedacht werden. :) Und wie schaut es aus mit einem Schwarmfisch? Denke da an Salmler oder ähnliches. Allerdings mögen es die meisten Salmler eher weich. Gibt es da eine Art die mit dem Wasser gut zurecht kommt und von den Anforderungen nicht zu anspruchsvoll ist? Habe beim Suchen die Aphyocharax anisitsi (Rotflossensalmler) gefunden. Das könnte doch passen oder?
Wegen den Makropoden hoffe ich dann mal das die Experten zufällig mal rein schaut :dance:

Gruß Andre
 
Hey,

wenn ich mal von der Seite der Zierfischzucht Mack zitieren darf:
"Verkürzte Barteln und/oder Flossen sind die Folgen einer zu keimbelasteten Hälterung und einer schlechten Filterung. Ich glaube nicht, das “rauer” Bodengrund, wie z.B. Basalt, Lava oder Bruchsand, die Barteln abrasieren oder abschleifen kann. Dafür sind die Barteln viel zu weich und biegsam. Vielmehr bewohnen (Filter)Bakterien die raue Oberfläche und greifen durch den dauernden Kontakt die Barteln und Flossen an." ( http://www.zierfischzucht-mack.de/index.php?id=78 )

mfg
danny
 

mausilibaer

Mitglied
Hi Andre,

ich bin jetzt überhaupt nicht so einer, der mit den Wasserwerten und Salmlerhaltung herumscheißt und halte als Gegenfische für die Platys Rotkopf- und Sternflecksalmler bei ca-Werten KH 10 und GH 12, was seit 5 Jahren nicht nur wegen der Überlebensfähigkeit der Fische gut klappt, sondern auch von wegen der Reduziererei von den Platynachwüchsen. Hin und wieder kam doch so ein Platykind durch und ersetzte so den Ausfall von Alttieren.

Wenn du Bauchweh bei deinen Werten bezüglich der Salmlerhaltung hast, könnte man sicher durch etwas Panscherei oder CO2-Zugabe an den Werten noch etwas drehen.
 
Hallo Tom,
Bauchweh hab ich jetzt nicht wegen den Wasserwerten. Habe nun schon von mehreren Leuten gehört das sie z.B Neonsalmler und andere "Weichwasserfische" im harten Wasser halten. Allerdings will ich als Anfänger auch nichts falsch machen. Also frage ich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig :)
Die Rotkopfsalmler gefallen mir echt gut, habe sie aber hier noch in keinem Laden angetroffen. Also werd ich morgen mal auf Suche gehen. :wink: :dance:
 
Hey.

Na das ist jetzt auch nicht 100% richtig. Hartes Wasser ist nicht gleich hartes Wasser. Es ist einfach so das es auch einen gewissen Toleranzbereich gibt. Schliesslich gibt es auch noch mittelhartes Wasser als Einstufung. Also es gibt die EInstufungen "sehr weich", "weich", "mittelhart", "hart" und "sehr hart". Oder auch nur "weich", "mittel" und "hart". Jedenfalls solltest du Fische die in weichen Wasser beheimatet sind natürlich nicht in sehr harten Wasser halten. Aber es ist grundsätzlich kein Problem Weichwasserfische in mittelharten Wasser zu halten. Da sind ein paar Grad nicht das Problem und eigentlich auch nur eine Gewöhnungssache.

Gruß, Christian
 
Hallo Christian. Danke für deine Informationen.
Das mit dem Wasser ist schon verständlich. Allerdings kann man mein Wasser ja schon sehr hart einstufen.
Deswegen frage ich hier ja um Rat :wink: Hat denn jemand von euch Erfahrungen mit den Rotflossensalmlern gemacht?
Ein paar Wochen hab ich ja auch noch Zeit zum überlegen . Bis dahin werden wir sicher einen gut passenden Besatz gefunden haben ;-) LG Andre
 
Es freut mich sehr das du dir so Mühe gibst den richtigen Besatz zu finden! Das zeigt das du es ernst nimmst.

Leider hört man viel zu oft davon das die Leute sich Fische nach Lust und Laune aussuchen. Dann werden die Fische durch Krankheit und falsche Vergesellschaftung dezimiert, und ein halbes Jahr später wird sich die nächste Art angeschafft ... :roll:

Wenn die Fische an hartes Wasser gewöhnt sind, werden die es wohl vertragen. Ausserdem gibt es ja auch unter Salmlern Arten die einiges aushalten.

Ich hoffe du wirst irgendwann etwas finden was dir auch gefällt ... ;-)
 


Oben