Hallo Thomas,
ohne die anderen Beiträge gelesen zu haben (kann also jetzt was doppelt sein):
Welcher Bodengrund im Becken benutzt wird, ist den Garnelen egal. Sand geht genauso wie Kies. Durch schwarzen Kies kommen natürlich extrem farbenprächtige Garnelen gut zur Geltung. Ansonsten ist die Auswahl wirklich reine Geschmackssache.
Es ist nicht unbedingt notwendig, das Becken mit einem Heizstab oder Filter auszustatten. Zimmertemperatur reicht ihnen in der Regel aus und man kann die Becken ohne weitere Probleme filterlos oder an einem hellen Platz sogar komplett techniklos laufen lassen. Für kleine Becken reicht eine Schreibtischlampe als Beleuchtung vollkommen aus.
Bei der Filterauswahl sollte man an den zukünftigen Nachwuchs denken! Fast jeder Innenfilter muss gesichert werden, damit sich der Nachwuchs darin nicht verläuft! Einfach einen Nylonstrumpf über den Filter ziehen. Der Nachteil liegt dann jedoch bei der schnellen Reduzierung des Durchflusses, da der Strumpf recht schnell "verstopft". Die beste Alternative dazu ist der Hamburger Mattenfilter.
Das Becken sollte mit vielen feinfiederigen Pflanzen schön dicht besetzt werden. Garnelen lieben es, sich darin aufzuhalten. Ich habe alle meine Becken z. B. mit Cabomba, Nixkraut, Hornkraut ausgestattet. Noch etwas Javamoos und eine kleine Wurzel (empfehlenswert ist Moorkienholz, da dieses recht weich ist und die Oberfläche schnell mit Mikroorganismen besiedelt ist) dabei und schon ist das Garnelenbecken fertig.
Zu der Anschaffung neuer Pflanzen ist noch folgendes zu sagen:
Neu erworbene Pflanzen sind oftmals extrem überdüngt. Da Garnelen sehr empfindlich auf geringe Spuren von Schwermetallen (z. B. Kupfer) reagieren, sollte man neue Pflanzen erst in ein Wirbellosenbecken setzen, wenn man diese eine längere Zeit vorher - separat vom eigentlichen Becken - gewässert hat!
Laub sollte in keinem Wirbellosenbecken fehlen. In meinen Becken sind immer Eichen-, Buchenlaub oder Seemandelbaumblätter. Die Zwerge lieben es darin rumzuwuseln und es zu fressen.
Man hört immer wieder, beim Rückschnitt/Teilung von Anubias kann bei Verletzung der Pflanze Oxalsäure ins Wasser gelangen, die für Garnelen extrem giftig sein kann. Inwieweit dies mit anderen Wasserparametern in Verbindung steht, ist wohl noch nicht geklärt.
Viel Spaß beim Einrichten
LG
Kerstin