Welcher Wert ist wichtiger, GH oder KH

Hallo Leute !
Ich hören immer wieder von den Werten GH = Gesamthärte und KG = Karbonathärte.
Welcher Wert ist denn wichtiger für die Bewertung des Fischbesatzes ?
Was sagen die beiden Werte aus ?

Ist die GH gleich DH = Deutsche Härte ?

Kann mich jemand darüber informieren ?

Danke

Gruss
TMTMTM :oops:
 


Stinnes

Mitglied
Hi,

also GH bedeutet Gesamthärte und Dh ist die (veraltete aber immer noch gebräuchliche) Maßangabe für GH und KH( Karbonathärte, neu mir C am Anfang).

Ansonsten einfach mal ins Wasserforum schauen, dort hat Baumfalke einen schönen Beitrag schrieben:
http://www.aquaristik-live.de/ftopic3568.html

oder:
"Gesamthärte (GH)
Die Gesamthärte (GH) bezeichnet die Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der sogenannten Erdalkalimetalle. Zu dieser chemischen Gruppe gehören die Stoffe Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium und Radium. Für die Wasserhärte von Bedeutung sind aber nur Magnesium und Calcium, die anderen sind nicht sonderlich relevant, da deren Konzentration im Wasser nicht sehr hoch ist.
Allgemein kann man sagen, je mehr Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser enthalten sind, umso höher ist die Wasserhärte. Die noch gebräuchliche, aber eigentlich veraltete, Maßeinheit dafür ist °dH (Grad deutsche Härte bzw °dGH, Grad deutsche Gesamthärte).

Wasser lässt sich in 4 Härtebereiche unterteilen:
Härtebereich 1 (weich) bis 7 °dH
Härtebereich 2 (mittel) 7 – 14 °dH
Härtebereich 3 (hart) 14 – 21 °dH
Härtebereich 4 (sehr hart) ab 21 °dH

Wird (hartes) Wasser erhitzt bzw. verdunstet dieses, so bildet sich eine weiße Schicht aus Calciumkarbonat (Kalk) bzw. Magnesiumkarbonat, welche als Ablagerungen in Kochtöpfen, Tauschsiedern oder Duscharmaturen zu erkennen ist.

Der optimale Wert für das eigene Aquarium ist von der jeweiligen Fischart abhängig.



Karbonathärte (KH)
Die Karbonathärte definiert sich als Konzentration der im Wasser gelösten sogenannten Hydrogencarbonat-Ionen (HCO3 -), welche durch Auflösung von Kalk durch Kohlensäure entstehen.
Als Maßeinheit gebräuchlich ist auch hier der Härtegrad, allerdings ist hier die Angabe °dKH (als Unterscheidung zur Gesamthärte).
Die Karbonathärte ist ein wichtiges Faktor für die Stabilität des pH-Wertes gegenüber Veränderungen durch Säuren und Laugen.
Im Allgemeinen kann man durch Zugabe von Säuren oder Laugen den pH-Wert des Wassers nach unten oder oben verändern. Ist jedoch genügend Karbonathärte vorhanden, so wirkt diese zunächst als Puffer und hält den pH-Wert relativ stabil, und zwar solange, bis die KH komplett verbraucht ist. Erst nach Auflösung der Karbonathärte lässt sich bei weiterer Zugabe von Säuren oder Laugen eine nunmehr sprunghafte Veränderung des pH-Wertes feststellen."

AUTOR: THOMAS77, vielen Dank dafür
 


Oben