pH-Anstieg bei Vollentsalzerwasser

Hallo Wasserexperten,

ich lese sehr oft, dass einige saures und sehr weiches Wasser zur Zucht schwieriger Arten verwenden. Bei meinem fertigen Vollentsalzerwasser (PH geschätzte 4-5, dH/KH 0) steigt jedoch der pH, wenn ich das Wasser stehenlasse auf bis zu geschätzte 7,6-8. In meinem großen Becken hab ich eine Bio-CO2- Anlage, die den pH-Wert unten hält. Im kleinen Aufzuchtbecken meiner A. pascheni-Nachzucht steigt er jedoch nach Wasserwechsel wieder an. Ich hatte zwar noch keinerlei Ausfälle hierdurch, doch würde mich interessieren, wie andere bei komplizierten Arten den pH konstant halten bei sehr weichem Wasser.

Also wie macht ihr das? Habt ihr in jedem Becken einen CO2-Anlage?

LG
Adina
 


bierteufel

Mitglied
Hallo Adina.

Ich verstehe deinen Beitrag nicht ganz.

Verstehe ich dich richtig? Du benutzt einen Vollentsalzer und hast hinterher Wasser mit Kh=Gh=0 und einen PH-Wert geschätzt von 4-5? Das ist durchaus normal. Denn nach dem Entsalzungprozess bleibt sehr sehr viel (in deinem Falle toxisch viel) CO2 im Wasser gelöst. Da das eine unnatürliche Menge ist, geht diese nach und nach aus dem Wasser verloren.... ich selbst treibe sie mit einem Ausströmer Stein über nacht aus, bevor ich das Wasser verwende.

VE-Wasser enthält so gut keien Salze oder Puffer. Verunreinigungen können dann schneller und massiver auf den PH-Wert durchschlagen. Da du scheinbar mit einem VE arbeitest, solltest du dir ein Messgerät zulegen, mit dem die den PH-Wert besser bestimmen kannst.

Ich denke das viele Züchter mit Osmose arbeiten. Durt ist die Entsalzung mechanisch und nicht chemisch wie beim VE und das Wasser kann eigentlich direkt verwendet werden... andere Züchter schwören auf Leitungswasser. Eine einfache Methode wäre ein Vorratsbehälter in dem immer aussreichend passend eingestelltes Wasser verfügbar ist.

Gruß Arne
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

ich denke es geht eher darum, den Ph unten zu halten :wink: .

da ich vom Wasserchemismus kaum Ahnung habe reine Praxis:

Wir haben hier reine Regenwasserbecken, die eigentlich (ungesäuert)immer knapp unter 7 sind, sind aber auch nur sehr schwach bepflanzt. Ansonsten helfen da ein paar Erlenzapfen oder ein Torfsäckchen so ein Wasser zügig und stabil auf 6 und darunter zu bekommen, der berühmte Säuresturz kann eigentlich nur bei gleichzeitiger Überfütterung und großer "Verschlunzung" des Beckens passieren.

Zum Fisch: A.pascheni, ich denke die mögen es so "Aphyosemion-klassisch", also halbweich(Leitwert um 100-200) und Ph neutral?

Lg.
 
Hi,

hab vergessen, dass ich das Wasser natürlich verschneide, so dass ich auf GH/KH 4-5 komme. Überdies benutze ich meist sowieso das abgestandene Wasser. Das geht noch bei meinen Wassermengen :)

Mich hat die Thematik nur mal grundsätzlich interessiert. Das mit den Verunreinigungen ist wirklich interessant und erklärt es wahrscheinlich auch. Danke!!!

LG
Adina
 
Hallo Adina,

bei einer KH von 4-5, wie du ihn beim Verschneiden einstellst, ist es nicht erstaunlich, dass der pH-Wert sich um 7,5 herum bewegt.
Wenn du ihn gern niedriger hättest, musst du weniger Leitungswasser nehmen und/oder für mehr CO2 im Wasser sorgen. Vielleicht reicht schon weniger Oberflächenbewegung aus.

Grße
Ingrid
 


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