Nitrit schwankt-> Restliche Werte sind stabil

Lino

Mitglied
Guten Morgen zusammen,

erstmal danke das Ihr hier Anfängern helft und eure Zeit dafür aufopfert.

Nun kurz zu mir bzw uns:

Wir (das sind meine Kinder 4 und 7 + ich) haben uns ein 126l Aquarium zu gelegt. Wir haben das einfahren lassen, Wasserwerte geprüft(Sera Tröpfchen Set) und nach 3,5 Wochen die ersten Fische eingesetzt. Das waren 8 Neons, 8 Panda-Panzerwelse. Dann haben wir wieder täglich die WW geprüft und als die nach 2 Wochen weiter Stabil waren, haben wir noch 2 Goldene Antennenwelse (keine roten Augen also wirklich goldene) und 3 Kakduzwergbuntbarsche (2W + 1M) eingesetzt. Der letzte Besatz ist nun 2 Wochen her. 2 Pandas und 1 Antennenwels haben den Umzug irgendwie nicht verkraftet und sind nach 1 Woche leider gestorben.

Also ist der Besatz aktuell:
12 Neon
6 Panda
3 Kakadu
1 Antennenwels

So jetzt zum eigentlichen Problem:

Gestern stand wieder der Wöchentliche Wassertest an. Die Werte sind:

PH7,5-8 -> etwas zu hoch für unseren Besatz aber stabil hier wollte ich ab Freitag mit Torf filtern.
GH ->13 -> seit beginn Stabil
KH ->7 -> seit beginn Stabil
NO2 ->0,5 -> das hat mich überrascht denn in den letzten Wochen nach dem Besatz war der immer 0.

Wir haben im Becken nichts verändert. Keine neuen Fische oder ähnliches. Wir haben relativ viele Fadenalgen, ich vermute die fühlen sich bei dem PH sehr wohl... Darum und weil die Fische es lieber Saurer mögen eben die Torffilterung.

Ich habe dann gestern Abend Sera Nitrit- rein und einen Schwung Sera Starterbakterien. Nach 2h hab ich erneut getestet. NO2 war dann 0 und ich bin schlafen gegangen.

Heute morgen habe ich direkt gemessen und der Wert war wieder 0,5. Ich habe dann nochmal Bakis rein. Meine Frau wird heute Vormittag nochmal messen, wie der Wert sich ändert.

Die Fische sind alle vollzählig. Ein paar einzelene Blätter sind abgestorben, aber nichts wirklich großes.

Gefüttert haben wir täglich. Die Menge an Flocken haben die neons binnen 3-4min verdrückt. Die Welstabletten warn am nächsten morgen gefressen und das Granulat für die Kakadus war nach 1-2h gefressen.

Jetzt eben die Frage wo kommt das NO2 her...


Grüße
 


mraqua

Mitglied
Moin,
Ihr füttert viel zu viel.
Da kommt das Nitrit her.
Gegen Nitrit schüttet man übrigens keine Mittel ins Becken sondern viel frisches Wasser. Und damit das passt muss vorher Wasser abgelassen werden. So 80% sollten es mindestens sein.

Übrigens würde ich es bei dem einen Wels lassen, bevor es am Ende noch ein Pärchen ist und die sich vermehren.

Die Kakadus solltest du beobachten, das kann schnell schief gehen. Zwei Weibchen könnten eins zu viel sein, und mit den Panzerwelsen Verträgen die sich auch oft schlecht.
 

Lino

Mitglied
Danke für deine Antwort.

Ok, also werden wir das Futter reduzieren. Was ist denn für dich eine Richtgröße?

Das Nitrit Minus ist sowas wie unsere Notfallversicherung. Meine Frau kann den Wasserwechsel momentan nicht machen und ich bin unterwegs und bevor die Fische sterben lieber so. Heute Abend bin ich zu hause und kann den WW durch führen.

Hmmm ich dachte eigentlich der Besatz passt, denn ich habe mehrfach gelesen gehabt das Kakadus zwar Revierebilden sich aber mit anderen Fischen trotzdem gut verstehen. Nur 2 Böcke eben nicht. Die Damen haben das Becken aufgeteilt, da gibt es aktuell keine Reibereien. Was wir beobachten konnten ist das der Kakadubock hin und wieder die Pandas verjagt. Aber nicht immer, meistens sind die ihm völlig egal...

Was würdest du mir Raten beim Besatz? Eine Dame abgeben? Alle Kakdus abgeben? Und welche Fische dann als Ersatz?

Grüße

Edit: Das Thema Algen beschäftigt uns noch sehr. Gibt es hierzu noch einen guten Tipp, oder erstmal wirklich den PH senken?

Und würdet Ihr warten bis das NO2 wieder bei 0 ist oder paralell anfangen den PH zu senken?
 
Zuletzt bearbeitet:

mraqua

Mitglied
Moin,
Ich denke ein Würfel Frostfutter sollte ausreichen. Und dann ein oder zwei Mal die Woche gar nichts.

Ich würde mit den Kakadus gut beobachten. Ich denke wenn das Becken gut in links und rechts aufgeteilt ist kann es funktionieren mit zwei Weibchen. Da habe ich aber keine Erfahrung mit. Ob das mit den Welsen klappt musst du auch beobachten, vorallem wenn die Gelege haben.
 

Lino

Mitglied
Tag :)

Alles klar. So ein Würfel ist ja gefühlt echt wenig. Da haben wir definitv überfüttert... Wir haben bisher ein wenig Flocken für die Neon, Granulat für die Kakadu und Tabletten für die Welse gefüttert.

Wir beobachten das mit den kakadus genau und im zweifel müssen wir uns was überlegen.

Grüße
 

Snowgnome

Mitglied
Hi
Tag :)

So ein Würfel ist ja gefühlt echt wenig.

Grüße
Vermutlich wird kaum ein Fisch im Aquarium verhungern, viele sterben aber vorzeitig an Verfettung - was ich damit sagen will: Gerade als Anfänger füttern man meistens viel zu viel, weil die kleinen Kerle doch so betteln. Bei mir z.B. gilt, dass der Großteil des Futters spätstens nach einer Minute weg sein soll. Das soll jetzt kein absoluter Richtwert sein, aber veranschaulicht das Problem vielleicht etwas. Man muss sich da letztlich rantatsten. Im Zweifel gefühlt zu wenig füttern und über einen längeren Zeitraum das Aussehen der Tiere beobachten. Wenn Sie nicht dünner werden , dann passt es.
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

jedes Mal, wenn es um die Fütterungsproblematik geht, verstehe ich nicht, warum man es so machen soll. Wie machen die Fische das in der Natur? Wenn denen was vor die Flinte kommt, fressen die doch bestimmt auch immer oder? “Verbrennen“ sie dort mehr wegen Fressfeinden, mehr Paarung/Schwimmraum etc.?

Oder gönnt sich son Fisch in der Natur auch nur 0-1 Mahlzeit am Tag?

Oder ist die Naturnahrung nicht so reichhaltig wie das, was wir füttern? (Dann wäre es ja eigentlich besser, mehrmals am Tag weniger Reichhaltiges zu füttern, als einmal die Bomben…)

Ich probiere es so umzusetzen, wie ihr es schildert, aber verstehen tu ich’s nicht. (Vielleicht bin ich auch durch die 60-80 Mahlzeiten pro Tag meiner damaligen Kaninchen entgegengesetzt vorgeprägt ;))

VG
Fritz5
 


Lino

Mitglied
Hi

Vermutlich wird kaum ein Fisch im Aquarium verhungern, viele sterben aber vorzeitig an Verfettung - was ich damit sagen will: Gerade als Anfänger füttern man meistens viel zu viel, weil die kleinen Kerle doch so betteln. Bei mir z.B. gilt, dass der Großteil des Futters spätstens nach einer Minute weg sein soll. Das soll jetzt kein absoluter Richtwert sein, aber veranschaulicht das Problem vielleicht etwas. Man muss sich da letztlich rantatsten. Im Zweifel gefühlt zu wenig füttern und über einen längeren Zeitraum das Aussehen der Tiere beobachten. Wenn Sie nicht dünner werden , dann passt es.
Hi, danke auch dir für die Antwort.

Wir werden jetzt heute auch nicht füttern. Dann hatten wir zwei Tage ohne Futter.

Der Wert ist aktuell weiter bei 0,5 Tendenz wohl leicht steigend. Ich führe heute Abend dann einen großen WW durch, würdet ihr dabei Mulm absaugen oder eher drin lassen? Da ja im Mulm ein paar gute Bakterien drin sind, stell ich mir die Frage.

Und würdet ihr den Torf ins Becken geben oder noch warten?

Grüße
 

mraqua

Mitglied
Moin,
Ich würde einfach nur Wasser wechseln. Sonst erstmal nichts. Kein mulm absaugen, keine Mittelchen, kein Futter(solange die Fische normal genährt sind).

@Fritz5 in der Natur finden Fische weniger Futter. Wenn sie etwas bekommen fressen sie es. Das natürlichste wäre vermutlich oft über den Tag verteilt ganz wenig. Das klappt nur nicht weil dann nur wenige Fische jedes Mal alles abbekommen, und der Rest verhungert.
 

Lino

Mitglied
Alles klar. Dann Wechsel ich nur das Wasser. Wie gesagt das Nitrit - ist echt nur für den Notfall. Gestern Abend war gefühlt so ein Notfall, da ein WW nicht mehr möglich war ( Schlafende Familie).

Futter kommt erst wieder rein, wenn Nitirt = 0 bzw unter der Nachweisgrenze. Das sollte ja aber zumindest in der Theorie relativ bald wieder der Fall sein oder wie lange kann mich das Problem jetzt beschäftigen?
 

baum

Mitglied
Hi,
Wie machen die Fische das in der Natur? Wenn denen was vor die Flinte kommt, fressen die doch bestimmt auch immer oder? “Verbrennen“ sie dort mehr wegen Fressfeinden, mehr Paarung/Schwimmraum etc.?

Oder gönnt sich son Fisch in der Natur auch nur 0-1 Mahlzeit am Tag?

Oder ist die Naturnahrung nicht so reichhaltig wie das, was wir füttern? (Dann wäre es ja eigentlich besser, mehrmals am Tag weniger Reichhaltiges zu füttern, als einmal die Bomben…)
in der Natur wird wenn möglich gefressen, auch weil die Nahrungssuche mehr Energie benötigt, es muss, wie schon beschrieben "geackert werden", Futterplätze liegen weiter auseinander als im Aquarium.
Gleichzeitig ist die Nahrung nicht so energiehaltig wie das Kunstfutter, mehr Ballaststoffe, weniger Fett. Daher auch die Beobachtung, dass Aquarienfische meist zu gut genährt sind und eher selten verhungern (Futterspezialisten, Otos etc. ausdrücklich ausgenommen).

Gleichzeitig ist der Stress ein anderer, keine Fressfeinde (echte Räuber-Beute-Varianten sind im Aquarium meist nicht gewollt :p), weniger physiologischer Stress für die Weichwasserfische, da der Ionenverlust aus dem Weichwasser nicht auftritt.
Dafür stärker belastetes Wasser aus Ausscheidungen und dadurch bedingte Keimdichte (auch wenn ich da gerne mal genaue Aufzeichnungen zu sehen würde, wie das mit pathogenen Keimen in Aquarien wirklich aussieht).

LG
Sebastian
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

okay, d.h. unterm Strich würden sowohl im Aquarium als auch draußen Fische sich gnadenlos überfressen mit mehreren Mahlzeiten am Tag, wenn sie könnten? Und gesund ist max eine „normale“ Mahlzeit am Tag plus eben Kleinstlebewesen und was die sich sonst noch so ziehen? Oder ist das nicht so gut „quantifizierbar“?

(Ich steige immer noch nicht ganz durch: bei den meisten Lebewesen weiß man: 3x am Tag füttern / einmal am Abend / es muss immer was zur Verfügung stehen / … nur bei Fischen ist mir das immer noch so uneindeutig).

VG
Fritz5
 

Lino

Mitglied
Hi,

kann noch jemand grob abschätzen wie lange mich das Problem begleiten wird?

Zum Füttern von Tieren, ich weiß es sehr genau von Hunden( hab selbst 5) Da gibt es morgens und abends was. Ich barfe meine Tiere, und da wird das Futter dann abgewogen in Relation zum Körpergewicht und Körpergröße. Das ist ja beim Fisch aber eher etwas schwerer möglich :D

Grüße
 

Fritz5

Mitglied
Hi Lino,

sorry, dass ich mit meinen Fragen dazwischen gegrätscht bin. Ich bin auch noch nicht lang dabei und kann Deine Fragen daher nicht gut beantworten.

Genau das meinte ich: bei Hunden und so ist das klar, bei Fischen check ich’s nicht ;)

VG
Fritz5
 

Ago

Mitglied
Hallo Fritz,

zu den ganzen Argumenten, die hier bereits genannt wurden, kommt noch ein weiteres:

Ich glaube es war Stefan (Starmbi), der hier einmal anmerkte, daß Lebend- und Frostfutter ca. 80 - 90 % Wasser enthält.
Stelle Dir vor, bei Deiner Beckengröße und Deinem Besatz wäre ein Frostfutterwürfel die perfekte Tagesration. Jetzt stelle Dir vor, Du taust einen Würfel auf und schüttest das Wasser weg. Den Rest lässt Du trocknen bis davon auch nur noch 10 bis maximal 20 % des Volumens vorhanden sind - das wäre im Vergleich die perfekte Tagesration an Flocken-, Granulat- oder ähnlichem Futter!

In der Natur ist sowohl tierisches als auch pflanzliches Futter frisch und dementsprechend wasserhaltig, da gibt es kein industriell hochverarbeitetes Trockenfutter, das die nötigen Nährstoffe in konzentrierter Form enthält.

Vielleicht ist das mit ein Grund, warum Lebend- oder Frostfutter gesünder ist. Wir geben automatisch weniger ...
 

Lino

Mitglied
Hi,

das hört sich sehr logisch an.


Hatte vor dem Wasserwechsel nochmal den Nitritwert gemessen, der war zwischen 0,5 und 1. Jetzt nach dem Wasserwechsel liegt er im die 0,2 würde ich schätzen. Ich habe auch den Filter etwas sauber gemacht. Das heißt in dem Fall den Schlamm von den Filter Gittern runter und aussen die Algen weg gemacht. Als Booster hab ich noch mal 30ml Starter Bakterien rein. Futter gab es heute keins.

Ich messe vor dem Schlafen gehen nochmal und hoffe das es jetzt schnell wieder passt.

Die Fische waren in ihrem Verhalten aber unauffällig. Keine schnelle Atmung, die Pandas sind nicht öfter als üblich zum Luft holen hoch.

Aber wie lange brauchen die Bakterien um das weg zu arbeiten?
Das wäre ne Info die aktuell Gold wert ist, denn wie schon gesagt meine Frau darf den Wasserwechsel nicht machen, die Eimer sind zu schwer. Und ich muss bald wieder beruflich für 2 Tage weg.
 

mraqua

Mitglied
Moin,
Wasser wechseln geht auch mit dem Gartenschlauch. Wie lange das dauert weiß ich nicht. Ist vermutlich auch individuell. Nitrat minus würde ich jedenfalls nicht rein geben, keine Ahnung was da so drin ist.
 

Ago

Mitglied
Hallo Lino!

Die Starterbakterien kannst Du Dir sparen. Die sind höchst umstritten (in Bezug darauf, ob sie überhaupt eine Wirkung haben.) und sorgen wahrscheinlich nur dafür, daß Hersteller und Händler Geld verdienen.

Den Filter hättest Du besser nicht sauber gemacht. Damit hast Du einen Teil der Bakterien, von denen Du dringend mehr brauchst, weggeputzt. Die für die Nitrifikation wichtigen Bakterien siedeln sich vor allem auf sämtlichen Oberflächen an, auf Scheiben, Deko, Pflanzen, Algen, dem Bodengrund, auf den Oberflächen im Filter etc.

Aber wie lange brauchen die Bakterien um das weg zu arbeiten?
Es geht nicht darum, das vorhandene Nitrit "wegzuarbeiten". Das überschüssige Nitrit entfernst Du momentan durch die vielen und großzügigen Wasserwechsel. Aber es entsteht immer wieder neues Nitrit (durch Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile, Kot). Das versuchst Du momentan gering zu halten durch weniger Fütterung.
Erst, wenn Du genug Bakterien im Becken hast, steigen die Werte trotz regelmäßiger Fütterung nicht mehr so an, weil das Nitrit sofort in Nitrat weiterverarbeitet wird, das wiederum von den Pflanzen verwertet wird.

Ich kann Dir leider nicht sagen, wie lange das dauern wird.


meine Frau darf den Wasserwechsel nicht machen, die Eimer sind zu schwer.
Falls ein Wasserwechsel nötig wird, kann man Eimer auch halb- oder viertelvoll machen. Das zieht den Wasserwechsel in der Länge, ist aber vielleicht besser als tote Fische.
Alternativ gibt es Wasserwechselsysteme mittels Schlauch, ganz ohne Eimer schleppen. Da können andere vielleicht etwas empfehlen ...
 

Kabeh

Mitglied
Hallo.
Ich mache wasserwechsel, gerade bei meinem 390 l, mit Filter und gartenschlauch. Ist ziemlich simpel, wenn man den schlau an den Filter anschließt und anschließend über Badewanne oder spülbecken das ganze wieder befüllt. Da braucht man keine Eimer schleppen :)
 


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