Nitrat auf 250 mg/l

hallo

bin etwas in eile, daher fasse ich mich relativ kurz.

ich soll für meine freundin was fragen, derren vater hat in seinem 200 liter becken ein nitrat wert von über 250 mg/l

er hat nur 4 pflanzen drin, davon 2 recht grosse echinodingsbums ( sorry...den genauen namen weis sich gerade nicht ) , das wasser ist auch recht trübe. er hat einen relativ hohen besatz, den ich euch gerne noch nachreiche wenn bedeutung hat, das aber dann später

was kann man gegen diesen wert machen ? inwiefern wirkt er sich auf die fische aus ? bzw können sie schon schaden genommen haben ? das geht wohl schon länger so...

dummerweise will er sich nicht wirklich einsichtig zeigen und macht nicht wirklich was dagegen, weil er ja immer recht hat und er es seinen fischen ja auch immer ansieht wenns ihnen nicht gut geht und bla bla blubb...

wäre euch dankbar wenn ihr mir und somit meiner perle mal helfen könntet

mfg jörg
 


Kurzfristig könnte man wohl einen Nitratfilter einsetzen bzw. ordentlich Wasser wechseln :wink:

Aber langfristig hilft da imho nur mehr Bepflanzung v.a. mit schnellwachsenden Arten und ggf. Schwimmpflanzen (z.B. Muschelblumen, Wasserlinsen etc.)

Ist also auf jeden Fall kein unlösbares Problem :)
 
Hi,

Simitar schrieb:
hallo

bin etwas in eile, daher fasse ich mich relativ kurz.

ich soll für meine freundin was fragen, derren vater hat in seinem 200 liter becken ein nitrat wert von über 250 mg/l

Ich soll Dir von dem Mann meiner Frau ausrichten, dass das nicht unbedingt schädigende Auswirkungen auf die Fische haben muss.
Je nach Art ist das unterschiedlich.

er hat nur 4 pflanzen drin, davon 2 recht grosse echinodingsbums ( sorry...den genauen namen weis sich gerade nicht ) , das wasser ist auch recht trübe. er hat einen relativ hohen besatz, den ich euch gerne noch nachreiche wenn bedeutung hat, das aber dann später

Naja, Echinodoren sind nicht gerade die NO3 Zehrer unter den Pflanzen und wenn es denn nur zwei sind dann bringt das nicht viel.
Schön wäre zu wissen was da für ein Besatz drin ist.
Also Arten und jeweilige Anzahl.
Auch die Fütterungsgewohnheiten wären nicht schlecht.

was kann man gegen diesen wert machen? inwiefern wirkt er sich auf die fische aus ? bzw können sie schon schaden genommen haben ? das geht wohl schon länger so...

Grundsätzlich helfen Wasserwechsel mit Wasser welches weniger NO3 enthält.
Bei dem Aquarium scheint es sich aber eher um ein Becken zu handeln in dem eher nur Wasser nachgefüllt wird.
Da ist die Holzhammermethode mit direkten 50-60% Wasserwechseln eher mal kritisch zu betrachten.
Gut wäre eine reichlichere Bepflanzung mit schnellwachsenden Pflanzen, die das NO3 über die Photosynthese verwerten und beim gärtnern holt man das Zeug praktisch mit raus.

dummerweise will er sich nicht wirklich einsichtig zeigen und macht nicht wirklich was dagegen, weil er ja immer recht hat und er es seinen fischen ja auch immer ansieht wenns ihnen nicht gut geht und bla bla blubb...

wäre euch dankbar wenn ihr mir und somit meiner perle mal helfen könntet

mfg jörg

Ruhig bleiben.
Gefahr ist keine im Verzug.
Solche Becken laufen in der Regel ziemlich stabil.
Mit der brechstange ist eh nix zu holen. Vielleicht lockere Überzeugungsarbeit und entspannter Umgang mit Situation.
Steter Tropfen hölt den Stein. :)

Beste Grüße
Martin
 
Hallo

Hier mal ein Auszug aus einem Buch

Nitrat - Beurteilung

unter 20 mg Nitrat- sauberes Wasser Sehr gut für Pflanzen und Fische

20-40mg Nitrat-Wasser ist noch recht gut gut für Pflanzen und Fische

40-80 mg Nitrat -TWW ist angeraten noch erträglich für Pflanzen

80-140 mg Nitrat - TWW ist notwendig Pflanzenwachstum stagniert


über140 mg Nitrat- das Wasser ist stzark verunreinigt Gefar für Fische bei Reduktion

hohe Vergiftungsgefar bei einer Sauerstoffzehrung (Denitrifikation;) Nitrat leicht zu dem giftigen Nitrit umschlagen Bei Hohem Nitratgehalt ist eine häufige (parallele) Nitritmessung angeraten



mfg norbert
 
hallo marin
das ist aus einer buch von T..ra Richtig wassertesten ist aber schon älter so aus den 80ern

hat mir schon somanschesmal geholfen!
mfg norbert
 
danke schonmal für die vielen antworten ^^

hier nochmal der derzeitige besatz, soweit ich das jetzt aus dem kopf weiss...nen schöner bunter haufen...aaaaaaaaalso:

-mindestens 6 ausgewachsene Purpurprachtbarsche, + mindestens 30 jungtiere ( ca 1 cm gross derzeit ) , 2 pärchen sind gerade schon wieder dabei weiteren nachwuchs zu produzieren ( mein herr schwiegervater weigert sich irgendwie die jungtiere abzugeben )

-6 Sternflecksalmler

- ca 5 weitere Salmler die den Sternfleck ähnlich sind, aber nur einen Schwarzen Fleck an der Hinterflosse haben


-3 indische glaswelse

-nur noch 3 Melanotaenia boesemani

-4 Messingbarben

-2 Keilfleckbärblinge

-1 Siam. Rüsselbarbe

-3 antennenwelcse

-und ich glaub 6 Panzerwelse verschiedener arten


und das alles bei einem PH wert von derzeit 6,4 ( lag mal bei 7 ), NO2 = 0 GH 15 und NO3 wie gesagt bei über 250 mg/l
 


Moin Jörg, (<-Gruß ;) )

Wow, das ist ja mal ein richtiger "Pressluftschuppen". 8)

Da wird mit Sicherheit auch eine ganze Menge Futter reinwandern wegen der Jungfische (könnte ich mir jedenfalls vorstellen).

Ich stutze nur gerade wegen der pH Werte. Sind die Messungen "sicher"? Also im Sinne von wirklich genau?
Und im welchen Abstand ist das ermittelt worden?

Nicht das sich da wirklich einiges zusammenbraut und über Denitrifikation Salpetersäure freigesetzt wird, die den pH in den Keller rauschen lässt.

Hört sich im ersten Moment ziemlich dramatisch an, ist aber eigentlich nicht.

Was passieren sollte irgendwie schon, aber da sit wirklich Euer Feingefühl gefragt.
Asl Aussenstehender kann man zwar gut "quatschen", aber umsetzen ist ja immer eine ganz andere Sache.

Wasserwechsel würden helfen. Ehrlich.

Beste Grüße (<- Ich grüß Dich schon wieder ;) )
Martin
 
dann will ich auch mal *gg*

moin martin ! ^^

also gemessen wird da...öhm...ja...also irgendwie...nie . meine freundin hat streifentests für ihr aq, und hat mal heimlich bei ihrem dad gemessen.

ich weiss...viele hier verfluchen geradezu die streifentests, aber für ne messung zwischendurch find ich die scho recht angenehm...

ich werd mal die sache mit dem wasser wechseln nochmals ansprechen, aber ich denke mal ich red ins leere..

mit den besten abendlichen grüssen,

jörg
 
Hallo Jörg,

Dann vergessen wir den Teil mit dem pH und den Salpetersäuren mal schnell wieder.
Dafür ist dann die Messung leider nicht genau genug.
Ist ja auch eigentlich egal (im Moment).

Nun mal aus der anderen "Lebenslage" gesehen:
Das Becken funktioniert.
Es wird selten Wasser ausgetauscht oder eben Wasser nachgefüllt.
Dafür gibt ja auch den Begriff "Altwasser-Aquaristik".
Und diese Art der Aquaristik funktioniert schon.

Es ist nicht meine Art, aber ich komme da auch gut mit klar.

Bleibt doch einfach mal dran an dem Thema. Vielleicht geht ja doch mal was in Sachen Wasserwechsel.

Ich sehe das völlig entspannt.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo,

das wurde schon ganz richtig gesehen. Die Nitrifikation knackt die KH daher ist der pH bei 6,4, dafür spricht ja auch der hohe Nitratwert. Irgendwie etablieren sich in solchen Becken immer wieder irgendwelche Puffersysteme, die den totalen Säuresturz verhindern.
Da helfen wirklich regelmäßige große Wasserwechsel. Die wurden mit Sicherheit in letzter Zeit vernachlässigt. Bei diesen hohen Nitratwerten mögen auch viele Pflanzen nicht mehr. Das viele Nitrat hemmt deren Stoffwechsel.

Bleiben also nur die Wasserwechsel! jede Woche 50%, dann ist in einigen Wochen wieder alles okay.

Gruß Knut
 
Hallo Knut,

Welche KH in welchem Ursprung hat denn da das Nitrat geknackt?
Und welcher Zeitraum war denn da dazwischen?
Und mit welchen Mitteln wurde dann da gemessen?

Fällt Dir was auf?

Schickes theoretisches Gebilde, aber durchaus stabil laufend.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo Martin,
Martin Krüger schrieb:
Hallo Knut,

Welche KH in welchem Ursprung hat denn da das Nitrat geknackt?
Und welcher Zeitraum war denn da dazwischen?
Und mit welchen Mitteln wurde dann da gemessen?

Fällt Dir was auf?

Schickes theoretisches Gebilde, aber durchaus stabil laufend.

Beste Grüße
Martin

wir haben lediglich einen GH Wert, der liegt bei 15 °. Dann liegt vermutlich die KH bei ca. 10 - 12 im leitungswasser, minimal schätze ich sie auf 6°. Das pass t aber immer noch nicht zu einem pH con 6,4.
Wie gesagt, die KH sind Schätzwerte.
Aber bei einem derart hohen Nitratwert kannst du auf den KH Verlust Häuser bauen!

Gruß Knut
 
Hallo Martin,

ich verstehe nicht, was die Belüftung damit zu tun haben soll ?

Bei der Nitrifikation entsteht Salpetersäure, diese knackt die KH, und zwar theoretisch je ~ 22 mg/l NO3 geht 1° dKH verloren!

Gruß Knut
 
Hallo martin,
nein, die Nitrifikation ist aerob, die Denitrifikation ist anaerob, oder streng genommen läuft sie bereits im sauerstoffarmen Milieu ab.

Gruß Knut
 
Hallo Martin,

nun erst verstehe ich deinen Einwand wegen der Belüftung.
Die Denitrifikation findet hauptsächlich in den Biofilmen statt, hier liegen aerobe und anaerobe Zonen sehr eng beieinander. Das entstehende Nitrat wird dort gleich wieder reduziert.
Das im freie Wasser befindliche Nitrat kommt nur sehr schwer in den Genuss von Bakterien veratmet zu werden. Es wird aber von den Pflanzen aufgenommen. Nur bei sehr hohen Nitratkonzentrationen blockiert das Nitrat den Stoffwechsel der Pflanzen.

Gruß Knut
 


Oben