Neuerdings Fischsterben im Aquarium

Hallo zusammen,

seit einigen Wochen, fast einem Monat, muss ich feststellen, dass immer mal wieder der eine oder andere Fisch im Aquarium hops geht. Am Anfang waren es alles die Guppys aus einer älteren Generation, gekauft in Januar als adulte Tiere im Baumarkt. Hier habe ich einfach das alter als Grund angesehen und mir nicht weiter Gedanken darum gemacht. in dieser Woche hatte ich jedoch auch einen jungen Guppy der verstorben ist und einen frisch gekauften Ohrgitter Harnisch Wels den ich gerade aus dem Aquarium gezogen habe.

Ich weiß, Ferndiagnosen sind schwer, aber wir haben das Aquarium erst seit Januar und ihr seht vielleicht etwas was ich nicht sehe.

Ausstattung:
Das Aquarium ist ein 160L Becken mit einem Tetra Ex 1000 Außenfilter mit einer Haileal Kühlanlage.
Temperatur ist halbwegs konstant bei 23-24°C. Geht es drüber, springt der Kühler an. Drunter der Heizstab.
Eine Bio CO2 Anlage gibt es für die Pflanzen.
Beleuchtung ist eine Fluval Sky, jeden Tag ca 12 Stunden mit einer 2 Stündigen Mittagspause.

Wasserwerte:
Nitrit 0
Nitrat 18mg
GH 7°
KH 4,5
PH 6,8
Chlor 0
CO2 ~20-25mg

Besatz:
Guppys (Anzahl unbekannt, aber Bestand selbstregulierend)
5 Ohrgitter Harnischwelse
2 Antennenwelse
1 Silbermolly (war bei einem Guppykauf dabei)
2 Rennschnecken
viele kleine Schnecken (Keine Ahnung welche Gattung)

Füttern tut die Frau jeden Tag außer Sonntags, da ist Fastentag für alle Fische.
Gefüttert werden hauptsächlich Wafer, manchmal gibt es Mückenlarven i.F. von Frostfutter.

Aquarium sieht so aus:
PXL_20231220_171434703.jpg

Fische zeigen keine Symptome oder ähnliches. Wasserwerte sind für mich okay. Wasserwechsel ca alle 2 Wochen. Der tote Ohrgitter Harnischwels kann natürlich auch nur Streß gewesen sein wegen Umzug ins neue Becken, aber so ganz koscher ist mir das nicht.

Fische sind auch nicht nach Luft am Schnappen, so dass ich Sauerstoffmangel ausschließen würde.

Hat jemand eventuell eine Idee?

Danke vorab.
 


Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Ich würde mir da überhaupt keinen Kopf machen. Das so ein hochzucht Guppy oft nicht sehr alt wird iat ja bekannt. Auch wenn mal ein jüngeres Tier stirbt dann kann es alles mögliche sein, auch ein geburtsfehler.
Auch Ottos sind nicht gerade einfach und man hat immer wieder mal Ausfälle und Nahrungs Konkurrenten hast du ja genügend im Aquarium.
L. G. Wolf
 

Ago

Mitglied
Hallo!

Ich sehe das wie Wolf.

Otos sind bekannt dafür, daß die Ausfallquote sehr hoch ist. Wenn bei Neubesatz 4 von 5 Otos durchkommen, könnt Ihr zufrieden sein.

Bei Guppys habe ich gehört, daß die teilweise sehr empfindlich gegen an sich harmlose, aber neue, für den Bestand unbekannte Keime sein können.
Ich habe vor einigen Jahren 10 Panzerwelse angeschafft, die irgendwas mitgebracht hatten. Mir sind innerhalb von ein paar Wochen nach und nach sämtliche Panzerwelse gestorben und alle ausgewachsenen (Endler) Guppys. Nur die Jungfische, die anscheinend noch anpassungsfähiger sind, waren fit und haben das ganze überstanden.

Ich würde an Deiner Stelle die Tiere gut beobachten, dabei auf gutes Futter, möglichst wenig Stress und gute Wasserhygiene achten.
Sollten sich doch noch Symptome zeigen, das Sterben kein Ende nehmen oder weitere Fischarten betroffen sein, melde Dich nochmal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieben Dank für eure Antworten. Ich werde das weiter beobachten und mich ggfs. noch einmal melden.

Schönen Abend euch und schöne Feiertage.
 

Fritz5

Mitglied
Moin,

ich seh es auch so wie die beiden anderen, wenn auch mit weniger Erfahrung der Fische.

Auf dem Foto sieht das Becken recht voll aus. Ich würde also trotzdem nix weiteres reinpacken.

Wisst ihr, ob die Antennenwelse m/w sind? Falls ja, könnte man über Abgabe von einem nachdenken: die sollen sich wohl mit etwas Pech wie blöde vermehren und wenn es stinknormale sind, will die keiner haben.

Ansonsten gefällt mir das Becken. Ihr könntet noch über eine dunkle Rückwand nachdenken, aber das ist natürlich Geschmacksache!

(Ich weiß, war nicht alles On-Topic :))
 
Wisst ihr, ob die Antennenwelse m/w sind? Falls ja, könnte man über Abgabe von einem nachdenken: die sollen sich wohl mit etwas Pech wie blöde vermehren und wenn es stinknormale sind, will die keiner haben.

Sind Stinknormale, aber die beiden können sich sowas von nicht leiden, daher gehe ich von einer M/M oder W/W Kombination au, ohne Nachwuchs. Sobald der eine (A) in die Nähe (B) kommt, Jagd B sofort A weg ans andere Ende vom Aquarium.
 

Ago

Mitglied
Sind Stinknormale, aber die beiden können sich sowas von nicht leiden, daher gehe ich von einer M/M oder W/W Kombination au, ohne Nachwuchs. Sobald der eine (A) in die Nähe (B) kommt, Jagd B sofort A weg ans andere Ende vom Aquarium.
Das könnte aber auch dazu führen, daß einer der beiden nicht alt werden wird.
Zumal 160l nicht besonders groß ist für Antennenwelse.
 


Fritz5

Mitglied
Ich hab 2 l'181 auf 350l: dürften beides Weibchen sein und bei mir ist es ähnlich mit dem wegjagen, hat sich aber in den letzten 3 Jahren auch etwas gelegt. Die Verjagte ist halt wesentlich kleiner geblieben bis jetzt. Also: keine tolle Kombi, besser wäre nur einer. Guck vor allem, dass Du 2 Hölzer (Röhren nehmen sie bei mir nicht an) im Becken hast, so dass sie ihre Verstecke haben und sich aus dem Weg gehen können.
Ich tolerier den Zustand auf 350l, zumal rausfangen eh schwierig werden würde. Wie das bei 160l ist, kann ich nicht so gut einschätzen: nach meinen Leseerfahrungen seh ich das aber so wie Ago.
 

Ebs

Mitglied
Hallo,
Sind Stinknormale, aber die beiden können sich sowas von nicht leiden, daher gehe ich von einer M/M oder W/W Kombination au, ohne Nachwuchs. Sobald der eine (A) in die Nähe (B) kommt, Jagd B sofort A weg ans andere Ende vom Aquarium.
Das könnte aber auch dazu führen, daß einer der beiden nicht alt werden wird.
Zumal 160l nicht besonders groß ist für Antennenwelse.
Diese Situation kann man meist durch eine dichtere Bepflanzung ( Sichtschutz) bzw. mehrere Versteckplätze im gesamtem Becken entkrampfen.

Das ist meine bisherige Erfahrung aus über 20 Jahren erfolgreicher Haltung von L-Welsen.
Das Becken halte ich für groß genug.

Schöne Weihnachten !
Ebs
 

adler5

Mitglied
Hi
Das das Becken groß genug ist auch meine Meinung. Nur Antennwelse sind große Dreckschleudern, deshalb kommen
sie mir nicht mehr ins Aquarium.
 
Sorry für die Threadnekromantie, aber ich wollte für das gleiche Thema nicht noch einmal einen Thread aufmachen.

Ich habe verstanden, dass Guppys schonmal sterben. Überzüchtet, etc. Aber in den letzten 2 Wochen hatte ich doch schon um die 6 toten Guppys gehabt. Gefühlt sterben die trächtigen Weibchen. Folgendes habe ich aufgenommen:


PXL_20240228_112414383.jpg

Genau der Fisch war nach ungefähr 24 Stunden tot.

Heute aber leider auch ein Molly Männchen tot aus dem Becken gezogen, welcher eine Stunde vorher noch am leben war.
Die Guppys schwimmen munter im Becken, keiner ist japsend an der Oberfläche auf der Suche nach Sauerstoff. Auch erkenne ich sonst nichts an den Fischen (Außer dem einen oben auf dem Bild)

Werte sind Durchgängig wie oben, nur leider ist Co2 auf 15mg runter.

Ist das immer noch "normal"?
 

May

Mitglied
Hi,

der Guppy hatte schon Einblutungen, dem hättest du nicht mehr helfen können.

Hast du die Fische vor zwei Wochen neu eingesetzt? Oder andere Fische? Die massengezüchteten Guppys im Handel sind für Keimunverträglichkeiten bekannt.

Gruß Astrid
 
Hi,

der Guppy hatte schon Einblutungen, dem hättest du nicht mehr helfen können.

Hast du die Fische vor zwei Wochen neu eingesetzt? Oder andere Fische? Die massengezüchteten Guppys im Handel sind für Keimunverträglichkeiten bekannt.

Gruß Astrid
Nein keine neuen Fische eingesetzt.

Leider allein dieses Wochenende 6 tote Fische. Aber durch die Bank durch Männchen und Weibchen. Zuerst hatte ich die Theorie, dass es an dem Balzverhalten der Männchen liegen könnte, aber da auch nun die Männchen und Jungtiere versterben halte ich es für eher Unwahrscheinlich.

Zweite Vermutung war, eventuell zu wenig Sauerstoff, aber auch der Anschluss eines Luftausströmers hat nichts gebracht, von Samstag auf Sonntag waren dennoch 3 Guppys tot. (2 Männchen, ein trächtiges Weibchen)

Wasserwerte sind:

Nitrit 0
Nitrat 0mg
GH 3°
KH 4,5
PH 6,8
Chlor 0
CO2 20mg


Tote Tiere einmal in den Kiemen untersucht, aber nichts spannendes gefunden. Koten tun alle Tiere normal.

Tiere an sich sehen eigentlich relativ gesund aus:

PXL_20240310_155959895.jpg
 

May

Mitglied
Hi,

wieso ist die GH soviel niedriger als im Dezember?
Ich hatte das erst gar nicht gesehen, aber der CO2-Dauertest auf dem Bild in deinem ersten Post scheint mir viel zu hell (gelb). Dein angegebener Wert passt jedenfalls nicht dazu, der scheint mir eher aus der Tabelle abgelesen zu sein. Wie sieht der Test jetzt aus?
Ein zu hoher CO2-Wert würde zu dem querbeet Sterben passen. Wie lange hattest du belüftet?

Ich würde wohl erstmal CO2 ausschalten, einen min. 80%igen Wasserwechsel machen und den Filter für maximalen Durchfluss reinigen.
Auf dem Dezemberbild sieht der Boden geschichtet aus. Hast du unter dem Kies noch was drunter? Zur Sicherheit würde ich den Boden auf Faulstellen untersuchen.

Ansonsten fallen mir noch Bart- und Pinselalgen an deinen Pflanzen auf. Das ist aber eine andere Baustelle und kannst du (wenn gewünscht) später noch angehen. Mit dem Fischsterben wird das vermutlich weniger zu tun haben.

Gruß Astrid
 
Hi,

wieso ist die GH soviel niedriger als im Dezember?
Ich hatte das erst gar nicht gesehen, aber der CO2-Dauertest auf dem Bild in deinem ersten Post scheint mir viel zu hell (gelb). Dein angegebener Wert passt jedenfalls nicht dazu, der scheint mir eher aus der Tabelle abgelesen zu sein. Wie sieht der Test jetzt aus?
Ein zu hoher CO2-Wert würde zu dem querbeet Sterben passen. Wie lange hattest du belüftet?

Ich würde wohl erstmal CO2 ausschalten, einen min. 80%igen Wasserwechsel machen und den Filter für maximalen Durchfluss reinigen.
Auf dem Dezemberbild sieht der Boden geschichtet aus. Hast du unter dem Kies noch was drunter? Zur Sicherheit würde ich den Boden auf Faulstellen untersuchen.

Ansonsten fallen mir noch Bart- und Pinselalgen an deinen Pflanzen auf. Das ist aber eine andere Baustelle und kannst du (wenn gewünscht) später noch angehen. Mit dem Fischsterben wird das vermutlich weniger zu tun haben.

Gruß Astrid

zum GH: Unser Wasser hier vor Ort ist sehr weich, der Betreiber gibt die folgenden Werte an:

1710172909728.png

Ich versuche durch einen GH/KH Booster die Werte in einen "grünen" Bereich zu bekommen, was aber leider nach jeden Wasserwechsel vom neuen beginnt. Je nach Zugabe weichen die Werte hier zwischen den einzelnen Tests ab.

Was mit der CO2 Anzeige los ist, kann ich um ehrlich zu sein nicht sagen. Ich habe die kleine "Blase" vor 2 Tagen neu befüllt und sie ist innerhalb von einem Tag durchsichtig geworden. Deswegen habe ich aktuell als "zuverlässigste" Aussage den JBL Stäbchentest.

Aktuell sieht das Setup so aus: Co2 da Bio CO2 Anlage ist den ganzen Tag aktiv. Ab Abenddämmerung schalte ich den Luftausströmer ein.

Die Fische versterben aber nicht nur Nachts. Das Aquarium steht im Arbeitszimmer, daher ist es gerade am Wochenende größtenteils unbeobachtet. Gestern ist ein Jungtier tagsüber verstorben.

Man kann ein paar Stunden im Vorraus erahnen welches Tier als nächstes Hops geht. Es ist dann eher "inaktiv", schwimmt eher im unteren Bereich ist lässt sich recht einfach "einfangen" (in der Regel lasse ich die Fische aber in Ruhe)

Was die Pinselalgen angeht hast du recht, daher auch die CO2 Anlage, in der Hoffnung dass die Pflanzen kräftig wachsen und den Algen die Grundlage nehmen. Aber eigentlich möchte ich das Aquarium einmal komplett neu Bepflanzen, dafür möchte ich aber vorher die Ursache erkennen.

Filter wird regelmäßig gewartet, es ist ein Tetra Plus 1000, daran angeschlossen ist ein Durchlaufkühler, daran angeschlossen ist eine UVC Lampe.

Der Boden ist nicht geschichtet, glaube das ist einfach nur die Lichtdurchlassrate vom Bodengrund.

Danke vorab.
 

May

Mitglied
Hi,

Ich versuche durch einen GH/KH Booster die Werte in einen "grünen" Bereich zu bekommen, was aber leider nach jeden Wasserwechsel vom neuen beginnt. Je nach Zugabe weichen die Werte hier zwischen den einzelnen Tests ab.

Das solltest du unbedingt vermeiden. Wechselwasser sollte man immer vor dem Befüllen zubereiten, damit keine Schwankungen im Becken auftreten.
Außer dem Molly braucht dein Besatz auch keine Aufhärtung. Für den Molly wäre tatsächlich noch deutlich härter besser.
Dein Wasser ist ein Traum für jeden Weichwasserfisch.

Was mit der CO2 Anzeige los ist, kann ich um ehrlich zu sein nicht sagen. Ich habe die kleine "Blase" vor 2 Tagen neu befüllt und sie ist innerhalb von einem Tag durchsichtig geworden. Deswegen habe ich aktuell als "zuverlässigste" Aussage den JBL Stäbchentest.

Korrekt befüllt ist der Dauertest am genauesten. Mit den Stäbchen kann man den CO2 nicht genau genug ermitteln. Die Messungenauigkeit bei pH und KH ist zu groß.
Hast du eine Testflüssigkeit zum direkt Befüllen, oder musst du mit Beckenwasser mischen? Letztere Methode ist weniger gut.

Wie schaut es jetzt aus? Sterben die Fische noch immer?

Gruß Astrid
 
Tatsächlich seit Sonntag 3 tote Fische - Wie immer aber nur Guppys. Ein Jungfisch und 2 deren Umrisse ich schon nicht mehr genau erkennen kann um zu sagen was es ist.

Der CO2 Test ist der von JBL, da kommen nur 35 Tropfen von der Lösung rein und dann wird der ins Aquarium gehängt. Er bleibt die ganze Zeit blau und nach einem/zwei Tagen ist die Flüssigkeit dann durchsichtig.
Heute soll ein O2 Test von JBL ankommen, um auszuschließen dass es Sauerstoffmangel ist. Aber eigentlich glaube ich das aktuell weniger. Tagsüber ist kommt der Sauerstoff über die Pflanzen und Nachts hab ich Luftströmer auf max laufen.
 


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