Naturaquarium - Vorbereitung

Hallo an alle,
bin neu hier und habe vor mir in den nächsten Wochen ein Naturaquarium einzurichten.

Das Becken hat folgende Maße 80x40x40.

Mein Hauptproblem ist der Bodengrund. Wollte zuerst den von ADA (Takeshi Amano), der ist aber, wie ich finde sehr überteuert.
Danach hat mir jemand die Produkte von ELOS empfohlen, vom Preis her gibt es aber auch keinen Unterschied zu ADA.

Jetzt habe ich Aquaclay entdeckt, mehrere Erfahrungsberichte und Beiträge hier im Forum gelesen.

Meine Frage ist nun, was haltet ihr von diesem Material als Bodengrund?

Unter den Bodengrund würde ich natürlich noch einen Nährboden geben.
 


der_andy

Mitglied
Hi,

zu Aquaclay kann ich Dir nicht viel erzählen.

Du kannst aber auch mal überlegen, ob Du nicht einfach den Nährboden von JBL oder Dennerle nimmst. Du musst zwar auf das Edel-Image verzichten. Aber die anderen kochen genau so mit Wasser.
Oder überleg Dir mal, ob Du nicht auch mal selber mit Wasser kochen willst und zur Schaufel greifst... :wink:

Grüße,
Andy
 
Hallo!

Ich würde dir raten keinen speziellen Bodengrund einzubringen.Ich habe vor 2 Wochen das komplette Becken(1,50m) ausräumen dürfen,da der Düngerboden unter dem Kies faulte.War eine Sauarbeit,von 8-21 Uhr... :roll:
Bringe besser Quarzsand in das Becken ein,Düngekugeln an die Wurzeln und besorge dir einen guten Dünger wie Ferrdrakon oder Bi-Flor F,damit gehst du auf Nummer sicher.

Bin selbst ein großer Fan von Takashi Amano und habe mich bei besagter Beckenneueinrichtung von seinen herrlichen Büchern inspirieren lassen.
Was mir beim Lesen und Anschauen seiner Bücher aber auffällt: In seinen früheren Werken sind etliche Becken mit Sandböden bestückt,oft sogar mit der Angabe"Dünger unnötig" besagte Becken bestachen alle durch den gewohnt prachtvollen Pflanzenwuchs.

Erst spätere Werke beinhalteten immer häufiger derartige spezielle Böden.
Ich will dem guten Mann ja nicht zu nahe treten,aber ich glaube,er hat halt inzwischen gemerkt,womit man gut Geld verdienen kann.... :wink:

Meiner Meinung nach sind Nährböden vergleichbar mit Wasseraufbereiter:Verkaufen sich ganz gut ,sind aber eigentlich unötig und das Geld für beides sollte man eher in eine großzügige Startbepflanzung stecken...

Viele Grüße!
Heiko
 
hi,

naturaquarien sind aquarien bei denen die pflanzen die hauptrolle spielen und nicht wie sonst die fische.
sonst passen die pflanzen immer zu den fischen. hier ist das anders hier liegt der augenmerk auf den pflanzen, fische sind nur beiwerk :)

such mal bei google unter naturaquarium, die teile sind der echte hammer *schwärm*

lg
alice
 
Hallo,

Knusperkeks schrieb:
Ma ne ganz doofe Frage, aber was ist denn ein Naturaquarium?

Sind da dann nur Pflanzen drin?

wie schon von einem Foristen geschrieben wurde, es geht um die Pflanzen. Mit diesen wird gestaltet und zwar prächtig. Es werden im Idealfall Landschaften als Makroperspektive nachgebaut, z.B. ein Waldrand, eine Hügellandschaft aus dem Weserbergland, eine Wüstenoase oder sonstwas. Mit Natur im Sinne von Imitation eines Mikroausschnittes eines realen (natürlichen) Gewässers hat das alles gar nichts zu tun, denn das wäre oftmals alles anderes als schön. Da gäbe es Schmodder, tote Pflanzen, Dreck, trübes Wasser, Algen und so weiter, also ziemlich das Gegenteil.

Es ist eine große aquaristische Leistung solche Becken zu erschaffen und in einer bestimmten Form zu erhalten. Meine Aquarien verändern sich immer. Das sieht alle 1/4 Jahr anders aus. Der Pflanzenwuchs wäre zumeist nie ausreichend für ein Naturaquarium.
 

der_andy

Mitglied
Heiko-S- schrieb:
...
Meiner Meinung nach sind Nährböden vergleichbar mit Wasseraufbereiter:Verkaufen sich ganz gut ,sind aber eigentlich unötig und das Geld für beides sollte man eher in eine großzügige Startbepflanzung stecken...

Da würde ich Dir nur teilweise zustimmen.

Wirklich nötig ist das sicher nicht.
Kann aber schon sinnvoll sein. Das, wofür ein "sauberer" Bodengrund nach der Einrichtung lange braucht - nämlich durch Mineralisation ein gewisses Depot aufzubauen. Aber irgendwann ist man meist von selbst da.
Und da dies natürlich auch immer weiter läuft, ist dieses Argument mit dem Aufbrauchen von Nährboden auch eigentlich absurd.

Diese Meldungen "Mein Bodengrund fault - alles Mist - ich steig endgültig um auf ..." hört man immer mal wieder - unabhängig ob es da im Sand, im Kies, im Nährboden gefault hat...
Ich habe auch selber genügend Becken mit Kies&Erde laufen, um eigentlich davon auszugehen, dass solche Meldungen eher mit irgendwas speziellen anstatt einem generellem Problem dieses Konzepts zusammenhängt. Genauso, wie es Unmengen von Leuten gibt, die seit Jahrzehnten mit Sand absolut grücklich sind.

Was aber alles natürlich nichts daran ändert, dass man da im Zooladen verteufelt viel Geld für einen Eimer Erde bezahlt.

Grüße,
Andy
 


der_andy schrieb:
Heiko-S- schrieb:
...
Meiner Meinung nach sind Nährböden vergleichbar mit Wasseraufbereiter:Verkaufen sich ganz gut ,sind aber eigentlich unötig und das Geld für beides sollte man eher in eine großzügige Startbepflanzung stecken...

Da würde ich Dir nur teilweise zustimmen.

Wirklich nötig ist das sicher nicht.
Kann aber schon sinnvoll sein. Das, wofür ein "sauberer" Bodengrund nach der Einrichtung lange braucht - nämlich durch Mineralisation ein gewisses Depot aufzubauen. Aber irgendwann ist man meist von selbst da.
Und da dies natürlich auch immer weiter läuft, ist dieses Argument mit dem Aufbrauchen von Nährboden auch eigentlich absurd.

Diese Meldungen "Mein Bodengrund fault - alles Mist - ich steig endgültig um auf ..." hört man immer mal wieder - unabhängig ob es da im Sand, im Kies, im Nährboden gefault hat...
Ich habe auch selber genügend Becken mit Kies&Erde laufen, um eigentlich davon auszugehen, dass solche Meldungen eher mit irgendwas speziellen anstatt einem generellem Problem dieses Konzepts zusammenhängt. Genauso, wie es Unmengen von Leuten gibt, die seit Jahrzehnten mit Sand absolut grücklich sind.

Was aber alles natürlich nichts daran ändert, dass man da im Zooladen verteufelt viel Geld für einen Eimer Erde bezahlt.

Grüße,
Andy


Hallo Andy!

Sicher,der eine hat die Erfahrung gemacht,der andere jene...
Meine Skepsis gegenüber Nährböden gründet sich darauf,daß ich in etwa 25 Jahren Aquaristik so ziemlich alle Bodengrundtypen durch habe(anfangs aus Unkenntnis sogar über einige Jahre Sand-Kies-Gemisch) und niemals ernsthafte Bodenprobleme hatte.Lediglich dieser eine Versuch mit dem Nährboden einer Aquaristikfirma,welche vom Namen her ähnlich klingt wie eine bekannte Fun-Metal-Band aus Erlangen :wink: ging gründlich daneben.
Da ich sonst keine weiteren Unbekannten in das Becken eingebracht hatte,verdächtige ich dann doch den Nährboden..... :)

Dein Einwand mit der fehlenden Mineralisation nach einer Neueinrichtung ist natürlich richtig,aber ich denke,wenn man genügend Düngekugeln an die Wurzeln bringt und ausreichend beleuchtet haben sich bereits nach etwa 1 Woche genügend kleine Würzelchen gebildet um sich an den Düngekugeln zu bedienen und dann ist der gleiche Nutzen erreicht wie bei einem Nährboden,nämlich die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen.
Und,wie gesagt nach einigen Monaten unterscheidet er sich von der Ergiebigkeit her in nichts mehr von völlig normalem Bodengrund.
Ob diese ein,zwei Wochen Wuchsvorsprung nun den derben Preis wert sind,muß natürlich jeder selbst entscheiden.
Für mich war es ein einmaliges Experiment.
Na ja, vielleicht bin ich ja mit meinen 36 Jahren schon ein Konservativ-Aquarianer.... :D

Viele Grüße!
Heiko
 
Hallo,

zunächst vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

Eure Meinung wäre also, den Nährboden wegzulassen, oder?
Also dann nur Aquaclay und Düngekugeln an den Wurzeln der Pflanzen

Zu Takashi Amano:

Also die Becken auf der Homepage und in den Büchern über Naturaquarien sind der Hammer. Glaube aber nicht,dass so etwas nur mit seinen Produkten möglich ist.
Wichtig ist denke ich nur bein Keimfreier Bodengrund, CO2 und das richtige Licht, sowie die richtigen Wasserwerte.

Alternativ zu ADA gibts übrigens noch die Produkte von ELOS.
 
Hallo!

Wie gesagt,Bei "Pflanzenparadiese unter Wasser" arbeitet Takashi Amano oft noch mit einfachen Sandböden,oft sogar mit dem Hinweis:"Dünger unnötig",und das sind meines Erachtens oft seine schönsten Becken.
Ob jetzt Aquaclay,Sand oder Kies ist nur Geschmackssache,persönlich finde ich Sandbecken am schönsten.
Düngekugeln und ein guter Flüssigdünger decken die meisten Ansprüche der Pflanzen ab.

Amanos Geheimnis liegt wohl eher in der Co2-Zugabe und einer kräftigen Beleuchtung.Mit der Standardbeleuchtung,welche bei Aquarien mitgeliefert wird,wirst du wenig Erfolg haben.
Ich beleuchte mein 1,50m-Becken nun mit 8 mal 39 Watt T5 und hoffe in 5-6 Monaten ein wenig von den Inspirationen des Meisters umsetzen zu können :wink:

Viele Grüße!
Heiko
 
CO2 hab ich und als Beleuchtung habe ich eine 120 Watt HQL - Lampe, wenn das nicht reicht steig ich entweder auf eine zweite um oder auf eine HQI, das müsste dann aber für ein 80er Becken reichen!
 
Hallo!

Die Beleuchtung reicht aus,ich denke, da wirst du keine zweite brauchen.
Wie schon gesagt,Düngekugeln und ein guter Flüssigdünger,ich habe beste Erfahrungen mit Ferrdrakon oder Bi-Flor F gemacht, und du kannst die gesparte Kohle für ADA- oder ELOS-Produkte in Pflanzen investieren.

Die Idee mit den Pflanzenbecken entstand schließlich bereits in den Siebzigern in Holland und da gab es derartige Firmen ja auch noch nicht... :wink:

Viele Grüße!
Heiko
 
Alles klar und danke für deine Tipps!

Hab übrigens noch gehört, dass diese Amano-Garnelen auch sehr wichtig sind, da sie sich um die evtl entstehenden Algen kümmern.
 
Hallo!

Mit den Amano-Garnelen kenne ich mich nicht so aus,bei mir halten die Apfelschnecken die Algen in Schach.

Es ist auch immer eine Frage des beabsichtigten Besatzes.
Bei Zwergbuntbarschen z.B. wären die Amanos wohl bald verschwunden... :wink:

Ich denke mal, in punkto Garnelen werden dir unsere Spezis in der Sparte"Wirbellose" besser weiterhelfen können.

Viele Grüße!
Heiko
 
*schmelz*

ich will auch eins...die sehen ja sooooooo toll aus :D

Da drück ich dir mal die Daumen koppmi.
Wenns fertig ist solltest du uuuuuuuuuuuuuuunbedingt mal die Bilder einstellen.

LG, Knuspi
 
Also ich hab mir damals nen Nährboden von JBL und so einer anderen Firma gekauft und zusammengemixt, hat mir mein Verkäufer so empfohlen. Meine Pflanzen wachsen schon recht gut. Hatte auch vor so eine Art Naturaquarium zu machen, aber das Problem ist halt die Leuchtstärke der Lampen, die sind zu schwach für sensible Pflanzen am Boden.
 
Die Idee is gut, aber dann bräuchte ich ne neue Abdeckung und ich weiß nicht ob das bei meinem Juwel Aquarium so einfach geht. Da is ja der obere Teil fest verglebt.
 


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