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Asien-Naturaquarium Gestaltung, Biotop? Ideen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Lucksch, 5. Dezember 2019.

  1. Hallo zusammen!

    ich möchte mein kleines 60 l Becken upgraden auf 120 - 180 l und dabei auch etwas in die Richtung Naturaquarium oder Biotop gehen. Habe hier bisher viel gelesen, aber so richtig hat das hier noch niemand das beschrieben, was ich gerne hätte. Ich bin da leider nicht sehr erfahren, kenne nur mein Aquarium seit 5 Jahren und ein bisschen die Becken von Freunden und Bekannten, die jedoch mit einem Naturaquarium nicht viel zu tun haben.

    Da mein Leitungswasser hier sehr hart ist (20 °dH) und ich das alles mit möglichst wenig Aufwand (keine Osmose...) betreiben will, bin ich bei asiatischen Fischen gelandet.

    Hauptsächlich soll sich ein Schwarm Perlhuhnbärblinge da drin wohl fühlen, also ein Biotop der Gegend um Myanmar und Thailand mit einem eher ruhigen Gewässer.
    Außerdem sollen möglichst Amanogarnelen, Sakuragarnelen und Rennschnecken aus dem alten Becken mit einziehen.

    Pflanzen sind bisher: Valisneria spiralis, mehrere kleine Cryptocoryne, Javamoos, Javafarn, Süsswassertang, Schwimmpflanzen (unbekannt). Hier würde ich vielleicht noch eine weitere große Cryptocoryne dazunehmen und eher auf die Schwimmpflanzen verzichten.

    Zusätzlich hätte ich gerne Dornaugen. Habe keine anderen passenden Fische für den Boden gefunden und finde die auch sehr schön. Zwar dürten in der Natur die Perlhuhnbärblinge wahrscheinlich nicht auf Dornaugen treffen, aber wenn der Lebensraum ähnlich ist, hätte ich kein Problem mit dieser Abweichung vom Konzept.

    Im alten Becken habe ich sehr gute Erfahrungen mit Torf gemacht. Das wasser ist leicht dunkel wie Tee, dafür wachsen praktisch keine Algen! Über Schwarzwasser ließt man eher im Zusammenhang mit Amazonas-Arten, für Asien weniger... Ich war leider auch noch nie in Thailand oder Myanmar, um mir das selbst anzuschauen ;-)

    Ich hätte gedacht, das Becken mit dunklem Sand oder feinem Kies (1,6 mm) und wenig Strömung bei maximal ca. 24 °C zu betreiben. Gestaltung (erste Idee) in einer Ecke mit viel Holz und Steinen (quasi ein Ufer), darauf der Javafarn und Javamoos, umgeben von den Crypts, und die andere Ecke des Beckens mit Valisneria voll.

    Ich würde es ohne CO2 betreiben.

    So, das waren meine bisherigen Überlegungen. Sind hier Fehler drin?
    Über Anregungen, Tips, Verbesserungsvorschläge etc. bin ich sehr dankbar!
     
  2. JoKo

    JoKo Mitglied

    Hi,

    "Asien" bedeutet jetzt nicht zwinged dass das passend für hartes Wasser ist. Perlhuhnbärblinge sollten schon noch gehen, *ich* würde aber keine Dornaugen mehr bei 20°GH halten.

    Ansonsten ist die Kombination mit den Perlhuhnbärblingen und Dornaugen durchaus passend, da die Dornaugen scheu werden können wenn sie mit zu grossen und lebhaften Fischen vergesellschaftet werden. Es ist sowieso normal, das man sie nicht immer sieht. Um sie wenigstens immer mal wieder zu sehen würde ich eine Gruppe von 10 TIeren einsetzen, und für gedämpftes Licht sorgen, d.h. mit Schwimmpflanzen, auf die Du aber eher verzichten willst. Deshalb:
    Alternativ zu den Dornaugen fällt mir noch die Schachbrettschmerle (Botia sidhtimunki) ein. Klein bleibend, aber trozdem eher 180l statt 120. Ebenfalls eine Gruppe mit 8-10 Tieren.
     
  3. Ja, "Asien" ist nicht sehr spezifisch und auch nicht pauschal hartes Wasser, aber gibt zumindest eine grobe Richtung vor. Und ich meine, dass da tendenziell härteres Wasser ist, als z.B. Südamerika, richtig? Durch den Torf wird das Wasser auch weicher, jedoch kann ich nicht so geziehlt vorgehen, wie mit einer Osmoseanlage.

    Die Schachbrettschmerlen (Yasuhikotakia sidthimunki, nicht Botia) sind auch hübsch und mögen Sand, aber jetzt lese ich, dass sie Schnecken essen und sich mit Garnelen nicht vertragen. Das wäre nicht so gut, denn Garnelen und Schnecken sind schon wichtig als Resteverwerter. Wie sind hier die Erfahrungen?
    Außerdem werden sie auch mit einer Wasserhärte bis 15 °dH angegeben, also wie die Dornaugen. Das mit der Wasserhärte sehe ich nicht ganz so streng, bei mir haben auch Moskitobärblinge ewig gesund gelebt, und die sind für bis 10 °dH angegeben (Im Laden hieß es "kein Problem"...).

    Auch ohne Schwimmpflanzen kann man dunklere Bereiche im Becken schaffen, daran soll es nicht scheitern.

    Gibt es zum Gesamtkonzept feedback? Ich bin jetzt auch nicht fixiert auf die Perlhuhnbärblinge... Ich würde am liebsten eben möglichst viel aus dem alten Becken verwenden, daher meine Idee.
     
  4. Z-Jörg

    Z-Jörg Mitglied

    Ich würde mal sagen, so groß sind die Unterschiede nicht.
     
  5. Floriho

    Floriho Mitglied

    Eine weitere Alternative wäre noch Yunnanilus brevis. Wären auch herkunfttechnisch passend, Stichwort Inle-See.
    Junge Garnelen stehen auf dem Speißeplan vieler Fische. Viele Verstecke helfen, hast du ja mit den Steinen und Wurzeln eh vor. Moos und Süßwassertang sind auch gut geeignet.
    Vermehren werden sich eh nur die Sakuragarnelen. Rennschneckenzucht is wohl fast unmöglich, Amanogarnelen lassen sich nur mit viel Aufwand nachziehen.
     
  6. Also hier mal ein Update von mir... Habe auf der Suche nach Informationen irgendwann diese ernüchternden Seite gefunden: https://www.seriouslyfish.com/species/celestichthys-margaritatus/
    Schwer zu finden, wenn der hier Celestichithys und nicht Danio heißt, es handelt sich aber definitiv um den Perlhuhnbärbling. Darin steht:
    Auch wenn man nicht alles glauben muss, was im Internet steht, nehme ich mal an, es wird schon stimmen. Also braucht mein Fisch genau nicht das, was ich hier machen will :(

    Ich werde mich wohl von der Idee des Biotops verabschieden. Das ist tatsächlich eine Wissenschaft, hier alles passend zu finden, wenn man es nicht selbst vor Ort entnimmt! Schade, dass so wenig über die natürlichen optimalen Bedingungen für Pflanzen und Tiere bekannt ist...
    Also werde ich es eher Naturnah gestalten, quasi ein Phantasie-Biotop ;) Bei den Pflanzen und Torf bleibe ich wohl, aber die Fische könnten Smaragd-Zwergrasbora (Microdevario kubotai) und für den Boden vielleicht Zwerg-Tigerschmerlen (Yunnanilus cruciatus) oder Sternchenschmerle (Botia kubotai) werden. Bis auf die Wasserhärte dürften sich auch Dornaugen wohl fühlen; ich werde nach der Einlaufphase entscheiden.
    Ich nehme weiterhin gerne Vorschläge für Fische oder sonstige Anregungen entgegen.

    @Floriho
    Der Yunnanilus ist theoretisch auch interessant, aber ich möchte nur einen frei schwimmenden Schwarmfisch. Züchten will ich nicht, von selbst vermehren dürfen sie sich schon ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2019

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