Bis 400L Mein 300l Becken neu aufgesetzt



JoKo

Mitglied
Hi Wolf,

Pest oder Cholera: sind nun die Neons mehr durch den Kakadu gestresst oder umgekehrt? Ich weiss es natürlich nicht. Vielleicht machen wir uns auch zu viel Gedanken über etwas, was in der Natur vermutlich ständig passiert?

Zuerst mal warte ich so oder so ab. So schnell wie der Stinkstiefel gekommen ist, ist er ja vielleicht auch wieder weg....gegen den Spuk im Kopf bin ich aber machtlos ;)
 
Hallo Wolf,
Dein Ernst? Das muß er aushalten.
Vielleicht wäre aber auch eine Haremshaltung machbar? Wobei ich nicht weiß wie das Aggressionsgrundniveau bei denen ist.
 

Wotilas

Mitglied
Hi Wolf,

Pest oder Cholera: sind nun die Neons mehr durch den Kakadu gestresst oder umgekehrt? Ich weiss es natürlich nicht. Vielleicht machen wir uns auch zu viel Gedanken über etwas, was in der Natur vermutlich ständig passiert?

Zuerst mal warte ich so oder so ab. So schnell wie der Stinkstiefel gekommen ist, ist er ja vielleicht auch wieder weg....gegen den Spuk im Kopf bin ich aber machtlos ;)
Der Unterschied ist halt, das in der Natur fast immer Platz zum Ausweichen ist, und wenn's nur 1 m nach neben an ist, oder Tiere einfach sterben, wenn's nicht passt. Den Platz können wir nicht bieten, und dass sie sterben, möchten wir verhindern.

Ich kann mir vorstellen, dass eine größere Menge Neons es ihm schwerer macht, sich auf Einzelne zu konzentrieren.
Bei Pferden funktioniert das oft *g*, aber auch nicht immer.
 

JoKo

Mitglied
Der Unterschied ist halt, das in der Natur fast immer Platz zum Ausweichen ist, und wenn's nur 1 m nach neben an ist,
... bis unmittelbar der nächste kommt der an den Laich/Jungfische will. Wenn ich mir Aufnahmen aus den natürlichen Gewässern anschaue, kann es gar nicht anders sein, als dass die Eltern ständig am verteidigen sind. Wir bezeichnen das aus unserer menschlichen Sicht als Stress, für den Fisch ist das aber vielleicht einfach ganz normal.
 

cheraxfan2

Mitglied
Wir bezeichnen das aus unserer menschlichen Sicht als Stress, für den Fisch ist das aber vielleicht einfach ganz normal.
Sehe ich auch so. Früher wurde für die Zucht von Zwergbuntbarschen immer der "Feindfaktor" empfohlen. Diese "Feinde" mussten nicht unbedingt im selben Becken sein, im Becken daneben und mit guter Sicht ging es auch. Der Zweck war den latent vorhandenen Agressionen ein Ziel zu geben. Machte man das nicht bestand immer die Gefahr, daß das Pärchen aufeinander los ging.
 

Wotilas

Mitglied
Das, was in der Natur ganz normal ist, ist nicht immer das, was wir in der privaten Tierhaltung haben wollen, als schön empfinden oder für ethisch vertretbar halten. Natur ist nicht immer schön, ist nicht friedlich und schon gar nicht "ideal" oder auch nur "im Gleichgewicht", jedenfalls nicht, wenn man das einzelnenTier in den Blick nimmt. Einzelne Tiere sind für die Natur absolut verzichtbar, da gibt's Gleichgewicht nur für teilweise sehr lange Zeiträume im Zusammenspiel der Arten mit ihren Lebensräumen.

Wollten wir Panzwelse naturnah halten, müssten wir in unseren Aquarien über ein paar Monate das Wasser allmählich ablassen, die Temperatur erhöhen, massiv füttern, das Becken verschlammen lassen, einen Großteil der Bewohner ersticken oder austrocknen lassen, um dann wieder aufzugießen. Und wie die dann ablaichen würden!

Weil wir sie nur zum Spaß halten, finde ich es nicht okay, wenn die Tiere keine Möglichkeit haben, auch wieder zur Ruhe zu kommen, aber okay, wenn sie etwas Stress bekommen, denn ohne jeglichen Stress - oder sollte man sagen "Anregung" oder "Anreize" - werden sie träge, depressiv und verkümmern (m.M.n. bei vielen Kampffischen der Fall).

Immer wenn es heißt: "Das ist in der Natur ganz normal", um grenzwertige Tierhaltung zu rechtfertigen, kann man antworten: Ja, da ist es aber auch normal, dass mehr als die Hälfte / die Mehrheit nicht überlebt. Und ich möchte nicht, dass die mir anvertrauten Tiere zu dieser Hälfte / Mehrheit gehören, weil sich sie nur zu meinem Vergnügen halte und mich daher in der Verantwortung sehe, ihnen ein möglichst gutes Leben zu bieten.

Weshalb viele Tiere in menschlicher Obhut auch gesünder leben und älter werden als in der Natur.
 




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