Kupferrohre, was tun? Ab wann schadet Cu Welsen?

Hallo!

Ich wollte mal fragen, ob jemand von Euch weiß, ab welchem Kupfergehalt es für Welse (z.B. Ancistrus und Panzerwelse) schädlich werden kann. Ich habe einen Kupfergehalt um die 2mg/l (durch Kupferleitungen). Schnecken kann ich aufgrund dessen nicht halten, sie sterben innerhalb kurzer Zeit. Wie sieht es mit den Welsen aus? Möchte gerne schon welche einsetzen. Es wird auf jeden Fall etwas unternommen gegen den hohen Kupfergehalt, ist halt nur noch die Frage was man dagegen am Besten macht, z.B. Kohlefilter am Wasserhahn. Wer sonst noch Tipps hat, was man da machen kann, bitte mitteilen!! Ist wirklich wichtig!! Mache mir ja auch um die eigene Gesundheit sorgen... :(
 


Hallo,

bist du sicher, dass der gemessene Wert stimmt ?
Kupfer ist ein wichtiges Spurenelement, dass sowohl die Pflanzen als auch die Fische in geringen Mengen benötigen.
Kupferleitungen sind in der Regel kein Problem, wenn man folgendes beachtet:
nur kaltes Wasser verwenden,
warten mit dem Wechselwasser bis die Leitungen durchgespült sind, also nicht gleich morgens Wasserwechsel machen, sondern erstmal Duschen etc.
danach dürfte kaum noch Kupfer im Wasser sein,
Wasseraufbereiter verwenden, die darin enthaltenen Stoffe binden Schwermetalle...

Gruß Knut
 
Hallo!

Ja, der Wert stimmt leider, wurde in einem Labor gemessen... (mit den handelsüblichen Tröpfchentests kann man einen sollch hohen Kupfergehalt übrigens nicht nachweisen, die zeigen dann trotzdem 0 an!!). Wasseraufbereiter helfen da leider auch nichts, ist einfach zu hoch der Gehalt, die Schnecken sterben trotzdem (egal ob normaler Wasseraufbereiter oder E.sy L.fe). Ich lasse das Wasser schon immer erstmal laufen. Nur wenn ich WW mache, mag ich auch nicht 100L eiskaltes Wasser verwenden und nehme auch warmes dazu. Den Guppys und siamesischen Rüsselbarben scheint der hohe Kupfergehalt nicht zu schaden, nur wie ist es mit den Welsen? Und wie gesagt, wer Tipps hat, was man noch irgendwie instalieren könnte, dafür wäre ich sehr dankbar!
 
Wenn Du kein kaltes Wasser nehmen willst, was den Fischen normalerweise nichts ausmacht, sondern eher noch stimuliert, dann lass es über nacht abstehen. Dann bekommt das Wasser Raumtemperatur.
 
Hallo!

Also stehen lassen wird bei der hohen Literzahl schwierig... da hätte ich gar nicht die Behältnisse für, wäre mir auch zu umständlich...
Wenn ihr sagt, daß es den Fischen nichts macht, werde ich in Zukunft kaltes Wasser nehmen. Ich dachte nur, der Temperaturunterschied könnte vielleicht ein Schock sein!?
 
Das habe jetzt nur ich gesagt, nicht "wir", kann ja sein, daß da jemand eine ganz andere Meinung hat. Jedenfalls kommt bei mir nur kaltes Wasser rein, das lasse ich aber natürlich relativ langsam über einen Schlauch einlaufen. Bisher hat es nicht geschadet. Ich stelle aber jedesmal nach dem Wasserwechsel fest, daß die Fische im allgemeinen lebhafter wirken, insbesondere die Panzerwelse.
 
A

Anonymous

Guest
Hi

beim Wasserwechsel im 648Liter-Becken wenn ich ca. 200<220Liter wechsele fällt die Temperatur um ca. 4<5°c ab! habe dann meist nur noch 21-22°c für paar Stunden bis die Heizung es wieder geschaft hat auf 25°c zuheben
(höher steht bei mir die Heizung nicht die restliche wärme bis 26<27°c [Aktuell] bringt alleine die Beleuchtung tagsüber und fällt Nachts wieder auf 25°c)...

und das stört nicht mal meine Discus ...im gegenteil da leuchten ihre Farben besonders! (wobei ich ehr denke es liegt am frischen Wasser)

gruß rudy
 


Ich lasse mein wasser auch langsam uebern schlauch ins becken, kalt. Bin teilweise 3 grad celsius unter meiner regeltemp. , hat sich noch keiner vom besatz beschwert, siehe profil.
Das heisst aber nicht dass es bei dir keine probleme gibt, langsam ausprobieren!?
 
Hallo!

Na wenn doch so viele von Euch mit kaltem Wasser nachfüllen, dann werd ich's auch komplett mit Kaltem versuchen (hab die letzen Male halt gemischt und hatte auch so einen Temperaturabfall um die 4-5 Grad). Ich habe ja auch keine so empfindlichen Fische.

Hat noch jemand Tipps wegen der Kupferleitungen??
 
Hi,

also der Tip mit dem kalten Wasser ist ja schon gefallen. Das kalte Wasser kommt direkt aus der Wasserleitung, warmes Wasser läuft meistens (ausser Du hast Fernwärme) durch eine Heizungsanlage und wird dann dort mehrere Stunden bis Tage gespeichert und aufgewärmt. Deswegen ist warmes Wasser viel stärker mit "Schadstoffen" belastet, weil es einfach viel länger im Leitungsnetz/Boiler bleibt.

Zu Deinen Kupferleitungen: Ist das ein neues Haus/Wohnung, weil nach einigen Jahren bildet sich in jeder Wasserleitung eine Kalkschicht und das Wasser hat eigentlich keinen Kontakt mehr mit der Leitung selbst, deswegen hat man dann auch bei Kupferleitungen nur noch eine sehr geringe Kupferkonzentration. Selbst in sehr alten Gebäuden sind alte Bleileitungen gesundheitlich unbedenklich, solange man an der Installation nichts ändert, also die Kalkschicht beschädigt...

Wenn Dein Haus nagelneu ist und Du Kupferleitungen hast, dann hast Du die ersten Jahre "Probleme" mit erhöhtem Kupferwerten...

Gruß

FLO
 
Hallo!

Die Kupferleitungen in dem Anbau in dem ich wohne sind noch nicht besonders alt, drei Jahre. Komischerweise geben sogar die Rohre unserer Vermieter noch nach 8 Jahren Kupferoxid ab! Die haben sogar einen Wert von 2,25. Also selbst das Alter der Kupferrohre ist nicht ausschlaggebend für den Kupferwert... leider. Man kommt also nicht drum rum, da etwas zu ändern, weil das auf Dauer auch zu gesundheitlichen Schädigungen beim Menschen führen kann. Leider ist nicht soo viel darüber im Internet zu finden, was man denn dagegen tun kann. Ich habe noch von einer Korrosionsschutzanlage gelesen. Kennt sich damit jemand aus? Ist das besser als so ein Kohlefilter? Ich kenne niemanden, der soetwas hat.
 
Hi,

also nach einigen Jahren sollte eine Kalkschicht angesammelt sein und dei Kupferbelastung zurückgegangen sein, sonst stimmt was nicht. Wurden denn Teile Deines Rohrnetzes (ich meine jetzt nur die Kaltwasserleitungen!) erneuert und das durch Kupferrohre, das finde ich komisch, normalerweise wird seit Jahren nur noch Eisen- oder noch besser Edelstahlrohre verwendet. Vielleicht hast Du irgendwo im Rohrnetz einen Gammel in den Leitungen und daher kommt das Kupfer?!?

Naja, aus der Ferne kann ich nur spekulieren, hast Du schon mal einen Fachmann geholt, der sich Deine Wasserleitungen angeschaut hat? Auch wegen Deiner Gesundheit würde ich das mal machen!

FLO
 
Hi,

also nach einigen Jahren sollte eine Kalkschicht angesammelt sein und dei Kupferbelastung zurückgegangen sein, sonst stimmt was nicht. Wurden denn Teile Deines Rohrnetzes (ich meine jetzt nur die Kaltwasserleitungen!) erneuert und das durch Kupferrohre, das finde ich komisch, normalerweise wird seit Jahren nur noch Eisen- oder noch besser Edelstahlrohre verwendet. Vielleicht hast Du irgendwo im Rohrnetz einen Gammel in den Leitungen und daher kommt das Kupfer?!?

Naja, aus der Ferne kann ich nur spekulieren, hast Du schon mal einen Fachmann geholt, der sich Deine Wasserleitungen angeschaut hat? Auch wegen Deiner Gesundheit würde ich das mal machen!

FLO
 
A

Anonymous

Guest
Florian.Siegl schrieb:
Hi,
das durch Kupferrohre, das finde ich komisch, normalerweise wird seit Jahren nur noch Eisen- oder noch besser Edelstahlrohre verwendet.
FLO

Hi

wo haste das her ?? ok. ich bin nun seit 8Jahren weg vom Bau (Gottseindank) und da wurde ÜBERALL mit Cu-Leitungen gearbeitet
bei jeder Sanierung bauten wir Cu Rohre ein...

gruß rudy
 
Bei einer Sanierung in einem bestehendes Rohrnetz (aus Kupfer) wird auch mit Kupfer saniert, damit kein Materialmix entsteht! Das ist nämlich immer zu vermeiden!

Wenn Du, Enrico, mir in meinem Haus eine Kupferleitung für mein Trinkwasser vorgeschlagen hättest, hätte ich Dich von der Baustelle gejagt... 8) (Heutiger Baustandard!)

Die Kupferleitung an sich will ich aber gar nicht verteufeln, weil wie schon erwähnt, das Kupfer durch das Wasser oxidiert und eine Schutzschicht bildet. (blanke Kupferdächer werden ja auch in kurzer Zeit schwarz). Diese Schutzschicht ist völlig unbedenklich und später ist durch Kalkablagerungen sowieso das Rohr "geschützt".
Bei Heizungsrohren ist das sowieso egal, weil Du das Wasser ja nicht trinkst!

Deswegen ist es komisch, dass noch immer eine hohe Kupferkonzentration vorhanden ist und meine Bedenken sind, dass in dem Haus etwas nicht stimmt. (Gammel im Rohrnetz durch elektrochemische Vorgänge -> Materialmix?!?)
 
Hallo Florian!

Also, ich kann auch nur bestätigen, daß es auch heutzutage noch Gang und Gebe ist Kupferleitungen zu verbauen! Das ist Standard! Die meisten Haushalte haben Kupferleitungen. Da hat sich mein Vermieter auch noch mal erkundigt. Bei uns löst sich extrem viel Kupferoxid, weil es mit der Düngung der Felder hier zu tun hat, das verbindet sich und dadurch wird Kupferoxid gelöst, so hab ich die Aussage meines Vermieters verstanden.

Was Du mit Gammel meinst, versteh ich nicht, da würde sich dann ja kein Kupfer lösen, sondern Schimmel!?
Ich kann halt nur sagen wie es ist, die Rohre der Vermieter sind 8 Jahre alt, in unserer Wohnung 3 Jahre und sie geben nunmal noch Kupfer ab. :(
 
Hi Diana,

mit Gammel meine ich elektrochemische Korrosionsvorgänge in den Leitungen, hatte ich auch so geschrieben.
Schimmel, Pilze oder Algen wären biologischer Gammel, den meine ich aber nicht.

Wenn Du chemisch belastetes Wasser hast (Pestizide, Dünger, was alles auf die Felder kommt) und somit die Kupferleitungen auf Jahre hinaus Kupfer abgeben, musst Du wissen, was Du aus der Situation machst, nicht nur wegen der Fische...

Der Grenzwert für Kupfer beträgt laut Trinkwasserverordnung 2 mg/l. Du bist also noch "im Grünen Bereich".
Bei mir liegt der Kupfergehalt im Wasser bei 0,0.

Gruß

FLO
 
Hi,

ich filtere das Wasser für den Wasserwechsel seit 2 Jahren über Kohleblockfilter, hatte auch zuviel Kupfer im Wasser.

Für den Wasserwechsel direkt aus der Wasserltg. hatte ich einen Filter mit einer Feinheit von 5µm, seit ich einen Wasserbehälter habe, in dem ich das gefilterte Wasser sammle, nehm ich den org. Carbonit Kohleblochfilter mit 0,45µm. Der Carbonit ist für einen WW direkt aus der Wasserltg. wegen einem Durchfluss von max. 120l/Std. nicht geeignet.

Schon mit dem 5µm Filter hat sich das Verhalten der Fische positiv verändert und die Pflanzen wachsen viel besser, es wird ja nicht nur Kupfer sonder auch viele andere Schadstoffe aus dem Wasser entfernt.

Das Filtergehäuse hab ich bei e..y für 12.- Euro, den 5µm Filter für 10.- Euro gekauft. Es muß ein Kohleblockfilter sein, kein Filter mit loser Kohlefüllung.

Hab den Filter mit Gardenaanschlüssen in den WW-Schlauch integriert.

Gruß Harald
 


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