Korrektur bei CO2-Tabellen?

der_andy

Mitglied
Hi,

was in der Norm bzw. meiner Seite steht als lg(K) ist nicht der pKa (negativ dekatischer Log. der Dissoziationskonstante K), sonder ist wirklich nur der dekadische Logarithmus von K. Will heißen, lg(K) = - pKa .
Wo nun jetzt das Vorzeichen eigentlich anders sein müsste, in "lg(K')=lg(K)+ 1 * lg(f1)" oder in (lg(f1) = - 0,5 * I^0,5 /(1 + 1,4 * I^0.5)" ... naja zusammen ist es so jedenfalls falsch.

Ich gebe Olaf schon recht, für den häuslichen Gebrauch ist es eigentlich egal, ob da jetzt 7,92 oder 8,03 in der Formel steht.
Ich denke auch, dass die eigentliche "Bestimmung des CO2-Gehalt" nicht unbedingt der Kern des ganzen ist ist. Die wichtigste Funktion der Tabelle ist meiner Ansicht nach ihre Funktion als "Straßenkarte", um rauszufinden, was man tun muss oder kann um mit seinem Wasser zu sinnvollen pH / Co2 Werten für Fische als auch Pflanzen zu kommen. Das sagt einem nämlich kein CO2 Test vorab (egal ob präzise oder nicht). Bei denen weiss man immer erst nacher, ob es OK ist oder nicht.

Grüße,
Andy
 


Hallo Dirk,

Dirk Otto schrieb:
Gerade bei Leitungswasser liegen organische Säuren nicht in nennenswertem Maße vor und so lange keine sehr speziellen Wasseraufbereitungsgeräte installiert sind wüsste ich nicht, warum das so sein soll.

ja, mit Leitungswasser kann man das nämlich recht gut prüfen und wenn dann bei sauberen Eingangswerten nicht mal annähernd brauchbare Ergebnisse kommen, würde ich auf jeden Fall eher den Tropftest infrage stellen als die Berechnung.

Es hat sich zwischenzeitlich aber doch gut herumgesprochen, daß die Berechnungsmethode nur in Becken Sinn macht, bei denen ein sehr geringer Blindwert vorliegt. Darüber sollte man sich mit einem Tropftest ein Bild machen.
Bei Becken in denen auspesprochen hohe Wasserwechselraten vorliegen wäre aber z.B. mit niedrigen Blindwerten zu rechnen.

Der Witz ist doch der, dass z.B. in Schwarzwasseraquarien oder Aquarien mit einer planmäßig sehr geringen Leitfähigkeit die Fische im Vordergrund stehen und der CO2-Wert eigentlich keine Bedeutung hat. Pflanzenaquarien sind das eher selten. Ich würde einfach mal frech postulieren, dass Blindwert und Farbe des Wassers korrelieren. Man denke dabei an Altwasser.
Sicherlich könnte jetzt jemand wieder kommen und irgendwelche Situationen darstellen, in denen das nicht passt, aber aquarienpraktisch sollte man davon ausreichend hinkommen und darum geht es schlussendlich.
 
Hallo Andy,

>was in der Norm bzw. meiner Seite steht als lg(K) ist nicht der pKa (negativ dekatischer Log. der Dissoziationskonstante K), sonder ist wirklich nur der dekadische Logarithmus von K. Will heißen, lg(K) = - pKa .

jau, sorry- da stand ich mächtig auf dem Schlauch. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

>Ich gebe Olaf schon recht, für den häuslichen Gebrauch ist es eigentlich egal, ob da jetzt 7,92 oder 8,03 in der Formel steht.

Nein- das ist überhaupt nicht egal.
Neben allen Messfehlern und fehlender Anpassung der Exponenten ergibt sich im Schnitt mit dem vielzu hohen Exponent ein zusätzlicher Fehler von >30%.

Ich bin mir sicher, daß man bei der Anwendung der von Dir vorgebrachten Formeln sogar noch bei geringfügig zu hohen Exponenten landet.
Der Exponent in Olafs Formel wurdeauf relativ weiches Norderstedter Wasser empirisch angepasst. Auch bei meinen Experimenten hatte ich bisher den Eindruck gewonnen, daß der Exponent noch niedriger liegen müsste, als nach Anpassung durch die von Dir zur Verfügung gestellten Korrekturformeln.

Mit Deinem Exponenten ergeben sich bei meinem Leitungswasser Fehler um 50%.
Das finde ich absolut indiskutabel- auch für den "privaten" Gebrauch (vor allem weil sich noch diverse Fehler addieren können und man durchaus bei Fehlern weit jenseits der 50% landen kann).

Mich wundert es sehr, daß sich eigentlich außer mir niemand gegen diesen neuen hohen Exponenten (8,03) ausgesprochen hat...
Die empirische Überprüfung und mein hartnäckiger Widerspruch hat wohl das Aufdecken des Vorzeichenfehlers stark beschleunigt!

Weiterhin interessant, daß es nicht immer was bringt auf diversen DIN-Vorschriften rumzureiten. Besonders wertvoll diese Erfahrung, wo man manchmal den Eindruck gewinnen kann, daß das argumentative heranziehen von DIN-Nummern in Mode gerät.

Gruß,
Dirk
 
Hallo Olaf,

>ja, mit Leitungswasser kann man das nämlich recht gut prüfen und wenn dann bei sauberen Eingangswerten nicht mal annähernd brauchbare Ergebnisse kommen, würde ich auf jeden Fall eher den Tropftest infrage stellen als die Berechnung.

deshalb hatte ich einen "Workshop" angeregt um evtl. zu einem agreement zu kommen.
Zumindest das Leitungswasser betreffend...

Gruß,
Dirk
 


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