Kleine Fisch haben krumme Wirbelsäule. Was tun?

Ich habe kleine Guppys die jetzt eine Woche alt sind. Eben ist mir aufgefallen das 4 davon eine sehr krumme Wirbelsäule haben. Der Schwanz biegt sich wie bei einer Banane ganz stark nach oben. Was soll ich mit den kleinen machen? Ich will ja nicht das die sich quälen. Gibt sich das noch oder sind die dann den Rest ihres Lebens im Schwimmen beeinträchtigt?
 


Ja hab mir schon gedacht das es durch Inzucht sein kann. Dann bedank ich mich mal bei der Zoohandlung. Hab die Weibchen erst vor 4 Wochen dort gekauft. Was meint ihr was ich mit den kleinen jetz machen soll? Weiter aufziehen oder erlösen?
 
Hallo!

Die Mißbildungen, die Du beschrieben hast, werden bestehen bleiben. Sollten die Tiere das fortpflanzungsfähige Alter erreichen, besteht die Möglichkeit, daß sie die Fehlbildungen weitervererben. Ich würde sie nicht weiter aufziehen. In natürlicher Umgebung hätten sie kaum eine Chance.

Grüße

Jürgen
 
nabend
Oz5000 schrieb:
kann sein,dass das durch inzucht geschehen ist.die ruft nämlich unter umständen missbildungen hervor!

die inzucht an sich verursacht keine Missbildungen.
entweder das gen ist da oder nicht.
beispiel. ich hab meine Guppys seit geraumer zeit (ein paar jahre) in Inzucht. geschwisterverpaarung, Rückkreuzungen, das ganze Programm.
es traten bisher keine krummen tiere auf, der nachwuchs war immer vital.
der wichtigste punkt ist imo die auslese. nur wirklich fitte und gesunde tiere dürfen sich fortpflanzen.

du hast doch den Link zu folgendem Thread bekommen: http://www.aquaristik-live.de/viewtopic.php?t=11175
da steht doch wirklich genug dazu drin. ich zitiere mal:
Teilweise werden der Inzucht Veränderungen im Erscheinungsbild bzw. Degenerationsschäden angelastet, die in ihr überhaupt nicht ihre Ursachen haben. Es sind oft die Folgen falscher Pflegebedingungen, wie einseitige und falsche Anfütterung der jungfische, falsche Wasserwerte, mangelhafte Wasserpflege (Wasserwechsel), zu kleine Aufzuchtbecken und vor allem fehlende Zuchtauslese. Von einigen Barbenarten ist bekannt, daß durch Verschlechterung der Wasserqualität im Larvenstadium die Fische später oftmals verkrüppelte Flossen und Wirbelsäulenschäden aufweisen.
Die aufgeführten Beispiele belegen, daß Auslese bei einer Inzucht die wichtigste Voraussetzung ist, zu stabilen und zu reinerbigen Stämmen zu kommen.

durch das Verpaaren naher Verwandter wird zwar die wahrscheinlichkeit erhöht, dass rezessive gene, die z.b. Schäden an der wirbelsäule codieren aufeinandertreffen und zur Ausprägung kommen, das kann aber auch passieren, wenn man 2 tiere aus 2 völlig verschiedenen Stämmen kreuzt. sie müssen nur kompatible gene besitzen.
sehr oft sind zu kleine, schwächliche fische ein resultat schlechter Aufzuchtbedingungen, nicht der Gene.
krumme Tiere gehören aussortiert und basta. der rest kann doch weiterleben.
wenn man ein glückliches Händchen hat ist das "böse gen" vielleicht schneller draussen als man denkt, sofern ein gen schuld war.


Gruß
Serena
 


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