Hilfe - Nitrid, NH4, Krankheiten

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Justine,
Bedenke aber, bei zu viel stromung, wie in einem starken Filter, haben die Bakterien wenig Zeit irgendwas abzubauen.
Ich hatte in einem 50 liter Aufzuchtbecken einen Eheim Biopower auf der ganzen Länge auf dem Boden liegen, bestückt mit dem hochporösen Material von EHEIM. Der Filter hätte, so verlängert, locker für ein 200Liter Aquarium gereicht. Bodengrund hatte ich keinen und durch die starke Fütterung ist mir 2 mal die Woche das Wasser gekippt. Erst nachdem ich das Becken eingerichtet hatte, war der spuk vorbei.
L. G. Wolf
 


FischeFischer

Mitglied
So, jetzt aber. Ich hab einen Sera xtreme 800 Aussenfilter auf kleinster Stufe am 125L AQ laufen. Befüllt ist mein Filter nach Herstellerangaben...also fast...ich habe noch etwas mehr Siporax reingeschmissen. Dieses AQ läuft wunderbar.

Wenn man z.B. einen Lavagrund sein eigen nennen kann, ist das auch eine riesige Fläche zum Ansiedeln für wertvolle Bakterien.

Nitrit wird ja zu Nitrat verstoffwechselt welches von Pflanzen verbraucht wird...ABER...dafür brauchts eben eine anständige Pflanzenmasse, die diese Nährstoffe verbrauchen können. Ansonsten steigen die Nitratwerte an, was auch wieder nicht gut ist.

Aussenfilter nicht zu stark laufen lassen, sonst können die Bakterien nichts verstoffwechseln. Schnellwachsende Pflanzen ins Becken damit das Nitrat verbraucht wird. Mit zu wenig Pflanzen kommt oftmals es zum nächsten Problem...Algen! Wo dann wieder mit der chemischen Keule draufgehauen wird...Das Aquarium hat keine Zeit sich zu erholen und kackt ab.

Manchmal ist es gut an einem Aquarium nicht zu viel rumzumachen. Geduld. Ein Aquarium braucht Zeit um in Balance zu kommen.

Nach der erfolgreichen Behandlung von ichtyo...mehrere Wochen über Kohle abfiltern, dann den Kohlefilter raus und durch einen normalen Filterschwamm ersetzen.
Bei jedem Wasserwechsel Wasseraufbereiter rein. ( Wasserwerke chloren manchmal, Mischinstallation der Trinkwasserleitung - Oxidation/Korrosion auslösen von Schwermetallen)

Und Geduld!
 

DieDa84

Mitglied
Um auf Friedrich's Fragen einzugehen:

Warum soll eine größere Bakterienmasse besser sein?
Die Frage war, wo mehr Bakterien zu erwarten sind. Ob eine größere Bakterienmasse gut ist, ist wiederum von vielen anderen Faktoren abhängig.

Wovon ernähren sich die Filterbakterien wenn sie nicht genug ihrer bevorzugten Nahrung finden?
Von anderer Nahrung. Viele Bakterien sind in der Lage ihren Stoffwechsel auf andere Produkte umzustellen. Und wenn es die nicht mehr gibt, sterben die Bakterien ab.

Was passiert mit all den nützlichen tierischen Plankton das vom Filter angesaugt wird?
Da bin ich überfragt. Wahrscheinlich wird es rausgefiltert und dafür wieder anderer tierischer Plankton ins Aquarium eingebracht.

Warum ist es sinnvoll den Bodengrund hoch aufzuschütten?
Ist es denn sinnvoll? Ich dachte immer man macht das hauptsächlich für die Pflanzen, damit die ausreichend wurzeln können.
Ich meine aber irgendwo mal gelesen zu haben, dass es zum Problem werden kann, den Bodengrund zu hoch aufzuschütten, weil dann eine ausreichende Durchströmung vom Bodengrund nicht mehr gewährleistet werden kann.

Was passiert wenn Biofilme (Bakterien) auf Oberflächen wie Pflanzen reichlich sitzen?
Was soll passieren, die sitzen dann halt da. Und wenn sie zu hoch bauen, fliegt ab und zu ein Stück Biofilm weg.
 

Diskusfreund

Mitglied
Hallo.
Ich denke Kathi hat jetzt genug Informationen bekommen. Jede/Jeder hat Recht und Jede/Jeder hat seine Erfahrungen mit eingebracht. Und das ist auch gut so. Jetzt ist es aber an der Zeit, das AQ von Kathi einlaufen zu lassen. Regelmäßigen Wasserwechsel, Nitritwerte beobachten, PH und Co2, mittels Indikator. Das wird schon.
Oder??? Es braucht doch Zeit, wie immer.
L.G. Roni
 

DieDa84

Mitglied
Hallo Justine,
Bedenke aber, bei zu viel stromung, wie in einem starken Filter, haben die Bakterien wenig Zeit irgendwas abzubauen.
Ich hatte in einem 50 liter Aufzuchtbecken einen Eheim Biopower auf der ganzen Länge auf dem Boden liegen, bestückt mit dem hochporösen Material von EHEIM. Der Filter hätte, so verlängert, locker für ein 200Liter Aquarium gereicht. Bodengrund hatte ich keinen und durch die starke Fütterung ist mir 2 mal die Woche das Wasser gekippt. Erst nachdem ich das Becken eingerichtet hatte, war der spuk vorbei.
L. G. Wolf

Natürlich, dass hatte ich noch im Kopf, aber hab's vergessen zu erwähnen. Bei zu starker Strömung werden die Nährstoffe einfach vorbeigejagt.
Wie gesagt, ich würde es nicht pauschal sagen, dass im Filter weniger Bakterien sind wie im Aquarium selber.

Und jetzt geben wir Kathi ihren Thread wieder zurück und können uns gerne im Cheat-Thread weiter darüber unterhalten :D
Vielleicht kreieren wir noch einen Versuchsaufbau oder sammeln interessante Fragen ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 43263

Guest
Die Frage war, wo mehr Bakterien zu erwarten sind. Ob eine größere Bakterienmasse gut ist, ist wiederum von vielen anderen Faktoren abhängig.
Der Filter steht in Konkurrenz zu den Besiedlungsflächen im Aquarium. Die Filterbakterien im Filter sind durch die Durchströmung im Vorteil, bei Knappheit an zu verstoffwechselbaren Nahrung, hungern dann zuerst die Kolonien in den Biofilmen im Aquarium. Die übliche Futterpraxis der Aquarienbesitzer ist ja auch so, das es einmal oder zweimal am Tag einen Peak gibt und darauf folgend die Verfügbarkeit stark abnimmt.

Von anderer Nahrung. Viele Bakterien sind in der Lage ihren Stoffwechsel auf andere Produkte umzustellen. Und wenn es die nicht mehr gibt, sterben die Bakterien ab
Dann mal schnell wieder nachdüngen wenn die sich dann an den Nährstoffen “vergriffen“ haben. Wer dann noch fleißig Wasser wechselt und fast zwangsläufig gleichzeitig nachdüngt der mag es vom Händler mit Handschlag grinsend begrüßt zu werden.


Da bin ich überfragt. Wahrscheinlich wird es rausgefiltert und dafür wieder anderer tierischer Plankton ins Aquarium eingebracht.
Kommt auf den Filter an aber in der Regel kann man mit starken Verlusten rechnen.
Einmal durch die Filterung an sich und aber auch dadurch das ihre Nachrung weggefiltert wird.
Aber zum Glück gibt es ja Flockenfutter!

st es denn sinnvoll? Ich dachte immer man macht das hauptsächlich für die Pflanzen, damit die ausreichend wurzeln können.
Ich meine aber irgendwo mal gelesen zu haben, dass es zum Problem werden kann, den Bodengrund zu hoch aufzuschütten, weil dann eine ausreichende Durchströmung vom Bodengrund nicht mehr gewährleistet werden kann.
Die Durchströmung ist halt wesentlich langsamer, besonders wenn man dazu Sand nimmt. Es diffundiert gemächlicher.
In einem Gewässer ist der relevante Bodengrund tiefer als man es im üblichen Aquarium nachbauen könnte. Die Sauerstoff-armen oder -freien Zonen sind ja der Trick an der ganzen Sache.
Was soll passieren, die sitzen dann halt da. Und wenn sie zu hoch bauen, fliegt ab und zu ein Stück Biofilm weg.
Es ist richtig das sie Schwärmer abgeben die neue Kolonien gründen können, oder das der Film gespalten wird.

Es gibt die Theorie, der auch ich anhänge, das die Biofilme algenhemmend sind, also die Besiedlung des Blattes durch Algen behindern. Es gibt die rundlaufenden Aquarien die mikrobiologisch “gesund“ sind und problemfrei laufen. Wer das möchte sollte auch an die winzigen Helfer denken!
 
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