"Glanz-Kies schwarz" oder "Aquarienkies kunststoffummantelt"

Martin Krüger schrieb:
In meiner Praxis mit mehreren m² Sand in den Aquarien kann ich.........

Herzlichen Glückwunsch Martin!

Mensch, ich hatte bis heute nicht gewusst das du einen Dr.-Titel trägst :mrgreen:

Was für eine Praxis hast du denn?

Grüße
Holger

PS.:Rechtschreibfehler berichtigt
 


Soooo,

ich habe mal in 12 Aquarien unterschiedliche Bodensubstrate mit gleicher Einstellung geknipst. Selbstverständlich spielt das Licht ne Rolle- aber so hat man, hoffe ich, einen recht guten Eindruck. Anbei noch ein Aquarienfoto... ich finde das Schwarze nicht immer gut. Es muss passen. Persönlich schätze ich natürlichere Substratfarben eher.... wie z.B. die kleinen, flachen Kiesel. Optisch wirken u.a. die sehr bunten Killis auf den rötlichen Sandgemischen (nicht dem ganz rot-orangenem Substrat) hübsch und nicht zu "hart".

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@Line: der Schieferbruch sieht dunkler aus als erwartet. Aber trotzdem gut. Den werd ich mal den Parosphromenus drunter packen...

Ansonsten: wirklich mal als Abwechslung zu empfehlen ist der rötlich-braune "Riverbed Sand" von Exxoterra (für Schildkröten). Gut, recht teuer und von daher nur was für kleinere Becken (meine 2,5 kg kosten 6€), aber der sieht wirklich klasse aus (l2. Bild von links mittlere Reihe bei Lines Fotos).
 
Also bei der Kiesauswahl gelten für mich persönlich immer folgende Regeln:

- Wie setzt sich der Besatz zusammen?
- Was für Pflanzen plane ich?
- Wie steht´s um die Technik?

Ein Argument des Zoohandels zugunsten des Kunststoffmantels ist die fehlende "Schärfe" für sensiblere Welsarten. Ich halte das für unfug, da sich Welse selbst an Schieferbruch keine Verletzungen zuziehen. Aber vielleicht hat da jemand andere Erfahrungen gemacht. Für mich fällt das Zeug eigentlich schon aufgrund des Preises durch´s Raster, obwohl es sicher schön anzusehen ist.

Plane ich eher in Richtung "holländisches Pflanzaquarium", sprich einen Garten Eden, würde ich niemals dunklen Kies verwenden da er einfach unheimlich viel Licht bindet. Ohne CO2 wird mal vom Pflanzenwachstum eher enttäuscht sein.

Sand käme für mich gar nicht in Frage, da er den Einsatz einer Mulmglocke quasi ausschliesst und sich viel zu schnell zusetzt. Ausserdem neigt er dazu sich wie mit der Wasserwaage gezogen abzulagern, so dass es schwer fällt eine Terrassenähnliche Landschaft zu erzeugen. Einzige bei der Pflege von Süsswasserrochen würde ich Sand einsetzen, wobei meiner Meinung nach dann eine bodenheizung pflicht wäre.
 

DieDa84

Mitglied
Hi,
Sand käme für mich gar nicht in Frage, da er den Einsatz einer Mulmglocke quasi ausschliesst und sich viel zu schnell zusetzt.
Die Erfahrung kann ich nicht teilen. Ich habe seit einem Jahr Sand im 260l-AQ und benutze die Mumlglocke ohne Probleme. Klar wird ab und an mal Sand mit abgesaugt. Aber wir Martin weiter oben geschrieben hat, bleibt der beim Abschütten im Eimer und wird zurück ins AQ geschüttet.
Und zugesetzt hat sich bei mir auch noch nix.

Vorher hatte ich auch Kies im AQ. Nach der Umstellung auf den Sand habe ich am Pflanzenwachstum nichts beobachten können. Sie sind genauso gut oder schlecht gewachsen wie im Kies.

Im 54er hab ich braunen Gümmer-Sand. Mir gefällt der persönlich sehr gut und den gibts auch in schwarz. Nach dem Umzug kommt der auch ins große AQ. Ist zwar nicht gerade preiswert, aber ich denke das Geld ist es wert.
(Fotos)

Grüßle
Justine
 
Hi,
Ein Argument des Zoohandels zugunsten des Kunststoffmantels ist die fehlende "Schärfe" für sensiblere Welsarten. Ich halte das für unfug, da sich Welse selbst an Schieferbruch keine Verletzungen zuziehen.
1. ist mir kein Fall bekannt, wo man Verletzungen an zB Corydoras-Barteln direkt auf "zu scharfen" Boden zurück führen konnte
2. die "fehlende Schärfe" der Kiese appeliert doch nur ans Gewissen potentieller Käufer. Letztendlich bleibt es Quark, gerade bei Arten, die im Boden wühlen und ihn auch mal über die Kiemen filtern (nach dem Motto: "gut. Sie schlitzen sich nicht die Fresse auf, aber mehr als dumm drauf rum liegen ist auch nicht") . Da ist und bleibt Sand der Boden der Wahl!
 


Hi,
Ich bin selbst Admin in einem recht großem Forum -> bei mir sind solche Antworten verpöhnt. Klar, die Suche fördert viele Ergebnisse, aber wenn jeder nur noch die Suche bemühen sollte, dann könnte man das Forum schließen => denn es gäbe nichts mehr zu schreiben / beantworten! Jedes Thema wiederholt sich irgendwann, dennoch sind immer spezifische Fragen und Antworten dabei, welche in einem sehr ähnlichem Thema so nicht gekommen sind! Auch ändern sich die ein oder anderen Antworten - was heute noch "schlecht" war, kann morgen schon "gut" sein ... mit der Suchewürde man also auf eine völlig falsche Antwort kommen. Nicht falsch verstehen, aber ich bin der Meinung, nichts geht über die "persönliche Beratung"!
alles schön und gut, aber zum Thema "Sand vs. Kies" findest du trotzdem mehrere, ausführliche threads. Geändert hat sich das inzwischen auch nicht.
 
Ratafluke schrieb:
Die Übung hab ich leider noch nicht. Und wenn ich den Sand zurückschütten will, klebt er im Eimer ;(
Irgendwelche Tipps?
Einen Praxistip habe ich nicht, aber wie wäre es, wenn du die Hände oder eine kleine Schaufel (einen Eßlöffel) zum zurückführen benutzt?


Line schrieb:
ich habe mal in 12 Aquarien unterschiedliche Bodensubstrate mit gleicher Einstellung geknipst.
Vielen Dank für die Bilder!
Kannst du mir mal sagen, was die beiden letzten beiden Bilder für eine Bodenschicht haben? "Marke" des Sandes / Kieses" und wenn möglich die Körnung? Wäre wirklich klasse von dir.



FKS schrieb:
alles schön und gut, aber zum Thema "Sand vs. Kies" findest du trotzdem mehrere, ausführliche threads. Geändert hat sich das inzwischen auch nicht.
Da hast du recht, und ich habe es auch nicht böse gemeint.
Ich bin aber der Meinung, dass man gar nicht so viel suchen und lesen kann, um die jeweiligen Fragen beantwortet zu bekommen! Oftmals stellen sich aus der ein oder anderen Antwort neue Fragen heraus, da ist das "persönliche" Gespräch einfach viel hilfreicher, als den neuen Fragebogen wieder mit x Suchanfragen entgegen zu kommen.
Und keine Angst, neben der ganzen Fragerei in diesem Thread benutze ich zusätzlich die Suche und => :study:


mfg chris
 
Hallo Jolly,

Ratafluke schrieb:
Martin Krüger schrieb:
Mit ein wenig Übung saugt man da nur mit dem Schlauch ohne Mulmglocke und der abgesaugte Sandanteil ist wirklich gering.
Ich lass das abgesaugte Wasser in einem Eimer und der Sand setzt sich ab. Anschliessend kipp ich den Sand wieder ins Becken.
Hallo,
Die Übung hab ich leider noch nicht. Und wenn ich den Sand zurückschütten will, klebt er im Eimer ;(
Irgendwelche Tipps?

Gruß Jolly

Das schmutzige Wasser abschütten.
Dann frisches Wasser rein, ein Liter reicht.
Den Eimer mal so schwenken, dass das Wasser kreiselt und den Sand in Bewegung hält.
Dann mitsamt dem Liter Wasser ins Becken kippen.

Wenn was auf den Pflanzen landet einfach mit der Hand ins Becken und ein wenig wedeln. Fertig.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo,

Hoib3rgA schrieb:
wow, vielen Dank für die ausführliche und aufschlußreiche Antwort! :thumleft:

Martin Krüger schrieb:
Es gibt auch dunkle sande, die komplett anorganisch sind.... wie eben zum Beispiel Basaltsande.
Wer da günstig dran kommt sollte sich mal umtun.
Meinst du so etwas => http://www.kremer-pigmente.de/shopint/i ... duct=47328

Genau so etwas meine ich.
Ich habe die Körnung 0,1-0,3mm genommen (deswegen steht da auch hinter: Fürs AQ geeignet, ich war damals der Auslöer für diesen Zusatztext).
Läuft seit 2003 problemlos.

Beste Grüße
Martin
 
Seemann schrieb:
Also bei der Kiesauswahl gelten für mich persönlich immer folgende Regeln:

- Wie setzt sich der Besatz zusammen?
- Was für Pflanzen plane ich?
- Wie steht´s um die Technik?

Ein Argument des Zoohandels zugunsten des Kunststoffmantels ist die fehlende "Schärfe" für sensiblere Welsarten. Ich halte das für unfug, da sich Welse selbst an Schieferbruch keine Verletzungen zuziehen. Aber vielleicht hat da jemand andere Erfahrungen gemacht. Für mich fällt das Zeug eigentlich schon aufgrund des Preises durch´s Raster, obwohl es sicher schön anzusehen ist.

Plane ich eher in Richtung "holländisches Pflanzaquarium", sprich einen Garten Eden, würde ich niemals dunklen Kies verwenden da er einfach unheimlich viel Licht bindet. Ohne CO2 wird mal vom Pflanzenwachstum eher enttäuscht sein.

Sand käme für mich gar nicht in Frage, da er den Einsatz einer Mulmglocke quasi ausschliesst und sich viel zu schnell zusetzt. Ausserdem neigt er dazu sich wie mit der Wasserwaage gezogen abzulagern, so dass es schwer fällt eine Terrassenähnliche Landschaft zu erzeugen. Einzige bei der Pflege von Süsswasserrochen würde ich Sand einsetzen, wobei meiner Meinung nach dann eine bodenheizung pflicht wäre.

An der Stelle, stelle ich mal die Frage ob Du Sand schon verwendet hast und wenn ja, welchen?
 
Hi Martin,

Ah, der Liter Frischwassser ist der Trick, auf den ich nicht selbst gekommen bin :)
Werd's beim nächsten Mal so machen.

Besten Dank, Jolly
 


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