Feuerschwanz in 200 Liter?

Aye zusammen,

ich baue derzeit mein neu bekommenes 200 Liter Becken auf. Da ich früher schon einmal ein Becken dieser Größe hatte und dort auch einen Feuerschwanz hielt war der Plan wieder einen dieser Artgenossen ein Zuhause zu geben. Was sich allerdings zu früher geändert hat ist der komplette Besatz. Früher wurde mein Feuerschwanz mit Schwertträgern, Panzerwelsen, Antennenwelsen und Fadenfischen vergesellschaftet - und es gab keinerlei Agressionen. Im neuen Becken würde allerdings die Gesellschaft etwas anders aussehen. So dürfte er sich mit Apistogramma Cacatuoides (3), Antennenwelsen (4) und Schmerlen (noch nicht ganz sicher ob ich mir Zebra oder Prachtschmerlen holen werde) Vergnügen. Zusätzlich kommen noch 8 Otocinclus Affinis ins Becken.

Meine Frage ist nun: Wäre es möglich wieder einen Feuerschwanz zu holen, oder ist ihm die Gesellschafft zu bunt? Man ließt überall gegensätzliche Sachen, von wegen minstestens 80cm Becken, dann teilweiße nicht unter 1,5m - auf jeden Fall mindestens 5 Tiere, nie mehr als einen... Was stimmt nun? Meinem Feuerschwanz ging es damals im 200 Liter Becken aus meiner Sicht sehr gut, keine aggressionen, schöne satte Färbung der Schwanzflosse und ich hatte ihn ca. 6 Jahre bis zur Auflösung des Beckens.

Danke für Eure Ratschläge =)

Grüße, Basti
 


Ebs

Mitglied
Hallo Basti,

ich würde da aus langjähriger persönlicher Erfahrung überhaupt kein Problem sehen. Mein Becken ist schon immer überbesezt und bunt gewürfelt (Fischsuppe). Probleme mit den anderen Fischen hat es noch nie gegeben.
(Evtl. schau mal in mein Profil.)
Von Vorteil ist auch, wenn das Becken relativ dicht bepflanzt ist.

Ich halte einen Feuerschwanz ohne jegliche Probleme in einem 120 L-Becken (80 cm-Becken) seit über 20 Jahren, z.Zt. meinen zweiten, der auch schon über 10 Jahren im Becken ist und sich offensichtlich auch sehr wohlfühlt.

Die Erfahrungen und Ansichten sind eben sehr unterschiedlich.

Einen Tipp vielleicht:
Es gibt zwei unterschiedliche Körperformen vom Feuerschwanz.
Der Eine ist etwas schmaler und länger, der Andere gedrungener, im Rücken etwas höher und insgesamt auch etwas kürzer, hat in der Jugend eine kleine weiße Spitze an der Rückenflosse.

Ich empfehle dir die zweite Art. Man bekommt meist beide, sieht auch (für mich) gefälliger aus und das Schwarz ist tiefer.

Ob sich beide Formen im Verhalten (evtl. ruhiger oder zänkischer) unterscheiden kann ich nicht sagen, da ich nur die gedrungenere Form aus Erfahrung kenne.

Auf dem Foto siehst du die zweite Art.

Gruß Ebs
 

Anhänge

  • DSCI0106.JPG
    DSCI0106.JPG
    131,7 KB · Aufrufe: 445
Danke für deine Antwort Ebs,

Ja ähnliche Erfahrungen hab ich damals auch in meinem Becken gemacht. Hatte die von dir beschriebene 2. Variante - sehr auffällige weiße Spitze in der Jugend (war auch ein Kaufgrund weil ich die klasse fand). Und vom Verhalten war er wirklich friedlich. Das ein oder andere mal ist er zwar durch Becken gerauscht - aber niemals einem anderen Fisch hinterher.

Ich denke mal ich werds versuchen, wird schon irgendwie hinhauen :D Ich mach mir nur leichte Sorgen mit den Zebraschmerlen die ich dazusetzen werde. Angeblich reagieren Feuerschwänze nämlich vermehrt aggressiv auf Fische die ihnen Ähnlich sehen - ist da jemanden aus Erfahrung etwas bekannt?

Grüße, Basti
 
Hi Talofa,

ja die Prachtschmerlen wären nur ne Idee gewesen, aber persönlich gefallen mir die Zebraschmerlen um einiges besser - deshalb werd ich mir die holen. Bei den Zebraschmerlen redet man ja von 80cm Becken und aufwärts.

Außerdem sind Prachtschmerlen für mich nicht so ganz spannend genug - weil man sie fast überall sieht ;)

Mit den Zebraschmerlen sollts aber schon klappen oder?

Grüße, Basti
 
Aye zusammen,

ich hab mir gestern 6 Zebraschmerlen und einen Feuerschwanz gegönnt und schon direkt nach dem Einsetzen ein relativ lustiges Verhaltensmuster erleben dürfen.

Man ließt ja sehr häufig das Feuerschwänze eigentlich Gruppentiere sind - aber nur in äußert großen Becken gehalten werden dürfen. Das mit der starken Gruppenbildung ist von den Zebraschmerlen ebenfalls bekannt. Die Schmerlen wählen ja den Gruppenführer durch die größe - sprich die größte Schmerle ist auch gleichzeitig der Chef im Schwarm.
Was nun bei mir daheim im Becken passiert ist, dass alle Schmerlen wie verrückt dem Feuerschwanz (ca. 1cm größer als die Schmerlen) wie besessen folgen - und ihm scheint es zu gefallen, ja er integriert sich sogar die meiste Zeit in die Gruppe. Nur ab und zu sucht er sich ein stilles Fleckchen auf um nach kurzer Pause wieder zu den Schmerlen zurückzukehren.

Ich beobachte das jetzt mal weiter und hoffe das es nicht nur ein kurzweiliges Ereigniss durch das Umsetzen war.

Grüße, Basti
 
Hi,
ich habe mal gehört das die Feuerschwänze wenn sie älter sind sehr aggresiv und räuberrisch sein sollen, vorallem gegen die eigenen Artgenossen. Außerdem werden ausgewachsene Feuerschwänze ziemlich groß, weshalb ich sie nicht in einem 200l Becken halten würde.

Trotztdem viel Spass mit deinem neuem Becken. :D :thumright:
 


Z-Jörg

Mitglied
Keilfleckbarbe schrieb:
Hi,
ich habe mal gehört das die Feuerschwänze wenn sie älter sind sehr aggresiv und räuberrisch sein sollen, vorallem gegen die eigenen Artgenossen. Außerdem werden ausgewachsene Feuerschwänze ziemlich groß, weshalb ich sie nicht in einem 200l Becken halten würde.

Trotztdem viel Spass mit deinem neuem Becken. :D :thumright:
Was man nicht so alles hört...
Feuerschwänze werden im Alter schon recht agressiv, aber räuberisch, was ja bedeutet das sie andere Fische fressen, ist wohl eher ein Gerücht, denn schon allein das Maul des Feuerschwanz gibt dieses gar nicht her.
"Ziemlich groß" ist auch ein sehr gewagter Begriff ich habe noch keines dieser Tiere über 15cm gesehen u. sie wachsen auch nicht besonders schnell.
 
Moin!

Nachdem ich über Ebs' AQ auf diesen Fisch aufmerksam geworden bin, belese ich mich schon den Ganzen Abend bzw. Nacht. :eek:
Durch die Forensuche, bin ich auf diesen Thread aufmerksam geworden und wollte nicht extra einen neuen eröffnen.
Deshalb schreibe ich mal hier rein. :wink:

Wenn man im Internet nach der Haltung von Feuerschwänzen sucht, findet man immer unterschiedliche Meinungen.
Da ich der Meinung bin, dass sich aber hier die kompetentesten Leute befinden (*schleim* :mrgreen: ), werde ich hier mal nachfragen. :wink:

Ich habe ein Rio 180 AQ mit folgendem Besatz:
1x brauner Antennenwels
18x Rotkopfsalmler (sollen noch auf 20 aufgestockt werden)
+ irgendwann ein Makropoden Paar

Könnte man einen Feuerschwanz dazu setzen?
Das wäre dann der finale Besatz, mehr soll nicht ins Becken.
 

Ebs

Mitglied
Hallo Robert,

ich würde es machen.

Falls noch nicht geschehen, lies doch mal meinen Beitrag dazu etwas weiter oben.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Gruß Ebs
 
Hi,
Ich habe gerade bei einer Bekannten, deren Becken ich versorge einen 13 cm Feuerschwanz aus dem Becken fangen müssen, weil er teilweise die anderen Fische so bedrängt hat, dass sie vor Stress eingegangen sind. Er hat ca 10 Jahre friedlich in dem Becken (485 Liter) gelebt. Vor 3 Monaten ist es neu eingerichtet worden, dass hat er wohl nicht verkraftet. Als dann vor einem Monat noch neue Fische (Regenbogenfische und Salmler) dazukamen, ist er durchgetickt. Er hat begonnen alle Insassen zu bedrängen, bis die Regenbogenfische so heftig gesprungen sind, dass nur 1 von 5 überlebt hat.
Das Becken ist sehr gering besetzt (4 große Fadenfische, 1 Skalar, 5 Ancistrus, 7 Kirschflecksalmler, 2 Neon, 1 Boesemani-Regenbogenfisch). Bitte keine Belehrungen, das man aufstocken sollte, wird passieren, wollte nur die Fakten beschreiben.
Gruß
J
 
Moin!

Ja Ebs, deinen Beitrag hatte ich schon gelesen. :)

Hmm... hört sich für mich fast so an, dass jeder Feuerschwanz wohl seine eigenen Charakter hat.
Gibt es noch Verhaltensunterschiede zwischen Männchen und Weibchen?
 

Z-Jörg

Mitglied
Der Feuerschwanz mit kleinen Salmlern o. Barben mag vielleicht gehen, aber mit Makropoden auf keinen Fall u. schon gar nicht in 180 Litern.
 

Ebs

Mitglied
Hallo Robert,

Azgulnorth schrieb:
Hmm... hört sich für mich fast so an, dass jeder Feuerschwanz wohl seine eigenen Charakter hat.
Gibt es noch Verhaltensunterschiede zwischen Männchen und Weibchen?

ja, Fische haben mehr oder weniger schon unterschiedliche Charaktere von Art zu Art, aber oft auch von Fisch zu Fisch.

Aber darin sehe ich nicht das Problem, sondern eher in der passenden oder nicht passenden Einrichtung.

Mein Becken z.B. ist sehr dicht bepflanzt und hat dadurch so viel Deckung und Sichtblenden, so dass im Prinzip jeder jedem aus dem Wege gehen kann und an der nächsten Pflanze eine Verfolgungsjagd schon beendet ist, weil der evtl. "Gegner" schon verschwunden ist.

In weniger oder kaum bepflanzten Becken ist die Situaltion da ganz anders. Da sieht im Extrem jeder jeden fast ständig und da können sich Aggressionen und Jagdgewohnheit wesentlich leichter entwickeln.

Man kann im Handel, soweit ich weiß, keine Weibchen oder Männchen auswählen, evtl. Verhaltensunterschiede kenne ich nicht.

Gruß Ebs
 
Moin Ebs!

Na ich werde mir das noch überlegen. :)
Wie überall, gehen die Meinungen auch hier weit auseinander.

Ob ich nun überhaupt noch Makropoden einsetze, weiß ich nicht.
Alles schwierig, hehe. :eek:

Mein Becken läuft ja erst seit Februar und da ist noch alles am wachsen.
So sieht es derzeit aus:

20120315125355.jpg


Denke, da wird noch einiges zuwuchern. :wink:
 


Oben