Servus,
da ich bisher recht wenig in Bezug auf Erlenzapfen und ihre Inhaltsstoffe nebst Wirkung gefunden habe, hab ich hier mal das bisherige zusammengefasst.
Es existiert bisher keine wissenschaftliche Untersuchung in Bezug auf die Inhaltsstoffe von Erlenzapfen. Die Blätter der Erle und deren Rinde, hat jedoch Einzug in die Humanmedizin gefunden und über deren Inhaltsstoffe ist so einiges bekannt. Deren Konzentration ist allerdings stark vom Fundzeitpunkt- und Fundort abhängig.
Im Allgemeinen kann man bei Rinde und Blättern von 10%-20% Gerbsäure ausgehen. Wohl gemerkt, wir sprechen über Blätter und Rinde!
Weiterhin finden sich Phenylpropan, Flavonolglykosid und Hyperosid. Letzteres ist das 3-O-Galaktosid von Quercetin. Wie alle Flavonoide ist Quercetin ein anerkanntes Antioxidans. Es bekämpft oxidativen Stress.
Neben Zimtsäuren, Stilbenderivate, Steroide und Triterpensäuren (Taraxerol (Alnulin) und Taroxeron (Protaenulin)), finden sich Nebenstoffe wie Anthrachinon (Emodin), Zucker, Harnsäuren und Wachse (alle Angaben nach LAGONI, 2003). Emodin ist ein wirksames Mittel gegen Ichthyo. Die Menge ist aber unbekannt.
In der Humanmedizin werden Tees der Schwarzerle aus Erlenrinde hergestellt, sie dienen als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Zahn- und Halsschmerzen sowie bei Zahnfleischbluten; aus der Erlenrinde wird eine Lotion oder ein Umschlag hergestellt, und die Blätter werden zur Behandlung aller möglichen Hautkrankheiten, Ekzeme, infizierte Wunden, Verbrennungen und Hämorrhoiden eingesetzt. Über Erlenzapfen findet sich nichts.
Zur Anwendung im Aquarium kann man sie denkbar easy einsetzen, man nimmt je zwanzig Liter einen Zapfen. Hier könnte man fragen warum nicht mehr? Weil mehr - hilft - mehr, bei natürlichen Medikamenten einfach nicht gilt. Es ist vielmehr so, das Spuren diverser Stoffe wesentlich effektiver sind, als sie in Massen anzuwenden. Man kann sie aus diesem Grund auch nicht überdosieren, es schadet nicht, bringt aber auch nichts. Das Einzige was passiert ist, das Wasser wird immer brauner und brauner, was den Pflanzen schadet, wenn man eine kaffeebraune Brühe hat.
Was jedoch auf jeden Fall passiert ist, der PH-Wert wird von den Gerbsäuren beeinflusst. Eine Überprüfung kann man recht leicht durchführen. Destilliertes Wasser hat einen pH-Wert von 7 und keine Pufferkapazität, kann also keine Säuren "auffangen" und neutralisieren. Wenn man acht Erlenzapfen in ein Glas mit 100 ml destilliertem Wasser gibt (das ist viel mehr als die Dosis, die man im Aquarium verwenden würde), sinkt der pH-Wert von 7 auf etwas über pH 4.
Die Zapfen sollte man im Winter sammeln, wenn die Samen längst abgeworfen wurden. Im Aquarium sind Erlenzapfen eher weniger erwünscht, da sie das Wasser verschmutzen. Die Schuppen öffnen sich nur bei trockenen Wetterperioden, - Regen überspült die Zapfen, bevor es Zeit ist sie zu ernten und somit kann es durchaus sein, dass die Zapfen eine völlig andere Wirkung auf die Wasserchemie haben, wenn diese gesammelt und getrocknet werden, als im Frühjahr oder im Sommer geerntete.
Hier gilt das Gleiche wie bei allen natürlichen Medikamenten: Bei akuten Erkrankungen unterstützen sie den Heilungsprozess, ersetzen aber unter keinen Umständen die Schulmedizin!
da ich bisher recht wenig in Bezug auf Erlenzapfen und ihre Inhaltsstoffe nebst Wirkung gefunden habe, hab ich hier mal das bisherige zusammengefasst.
Es existiert bisher keine wissenschaftliche Untersuchung in Bezug auf die Inhaltsstoffe von Erlenzapfen. Die Blätter der Erle und deren Rinde, hat jedoch Einzug in die Humanmedizin gefunden und über deren Inhaltsstoffe ist so einiges bekannt. Deren Konzentration ist allerdings stark vom Fundzeitpunkt- und Fundort abhängig.
Im Allgemeinen kann man bei Rinde und Blättern von 10%-20% Gerbsäure ausgehen. Wohl gemerkt, wir sprechen über Blätter und Rinde!
Weiterhin finden sich Phenylpropan, Flavonolglykosid und Hyperosid. Letzteres ist das 3-O-Galaktosid von Quercetin. Wie alle Flavonoide ist Quercetin ein anerkanntes Antioxidans. Es bekämpft oxidativen Stress.
Neben Zimtsäuren, Stilbenderivate, Steroide und Triterpensäuren (Taraxerol (Alnulin) und Taroxeron (Protaenulin)), finden sich Nebenstoffe wie Anthrachinon (Emodin), Zucker, Harnsäuren und Wachse (alle Angaben nach LAGONI, 2003). Emodin ist ein wirksames Mittel gegen Ichthyo. Die Menge ist aber unbekannt.
In der Humanmedizin werden Tees der Schwarzerle aus Erlenrinde hergestellt, sie dienen als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Zahn- und Halsschmerzen sowie bei Zahnfleischbluten; aus der Erlenrinde wird eine Lotion oder ein Umschlag hergestellt, und die Blätter werden zur Behandlung aller möglichen Hautkrankheiten, Ekzeme, infizierte Wunden, Verbrennungen und Hämorrhoiden eingesetzt. Über Erlenzapfen findet sich nichts.
Zur Anwendung im Aquarium kann man sie denkbar easy einsetzen, man nimmt je zwanzig Liter einen Zapfen. Hier könnte man fragen warum nicht mehr? Weil mehr - hilft - mehr, bei natürlichen Medikamenten einfach nicht gilt. Es ist vielmehr so, das Spuren diverser Stoffe wesentlich effektiver sind, als sie in Massen anzuwenden. Man kann sie aus diesem Grund auch nicht überdosieren, es schadet nicht, bringt aber auch nichts. Das Einzige was passiert ist, das Wasser wird immer brauner und brauner, was den Pflanzen schadet, wenn man eine kaffeebraune Brühe hat.
Was jedoch auf jeden Fall passiert ist, der PH-Wert wird von den Gerbsäuren beeinflusst. Eine Überprüfung kann man recht leicht durchführen. Destilliertes Wasser hat einen pH-Wert von 7 und keine Pufferkapazität, kann also keine Säuren "auffangen" und neutralisieren. Wenn man acht Erlenzapfen in ein Glas mit 100 ml destilliertem Wasser gibt (das ist viel mehr als die Dosis, die man im Aquarium verwenden würde), sinkt der pH-Wert von 7 auf etwas über pH 4.
Die Zapfen sollte man im Winter sammeln, wenn die Samen längst abgeworfen wurden. Im Aquarium sind Erlenzapfen eher weniger erwünscht, da sie das Wasser verschmutzen. Die Schuppen öffnen sich nur bei trockenen Wetterperioden, - Regen überspült die Zapfen, bevor es Zeit ist sie zu ernten und somit kann es durchaus sein, dass die Zapfen eine völlig andere Wirkung auf die Wasserchemie haben, wenn diese gesammelt und getrocknet werden, als im Frühjahr oder im Sommer geerntete.
Hier gilt das Gleiche wie bei allen natürlichen Medikamenten: Bei akuten Erkrankungen unterstützen sie den Heilungsprozess, ersetzen aber unter keinen Umständen die Schulmedizin!