SARS-Infector schrieb:
Also, mein Plan:
Otos auf 6
Corys auf 5
Neons auf gesamt 10
Barben auf 10
Wasserstiglitze auf 10
Oder is des dann damit überbesetzt?
Hallo!
Ja, also in der Theorie ist das richtig. Aber in der Praxis sind das, wie schon erwähnt wurde, zu viele Fische für deine Beckengröße. Ganz ehrlich bin ich von deiner Fischzüchterin auch nicht grade überzeugt bezüglich der Beratung. Es ist richtig, dass man zu Beginn mit einem eher spärlichen Besatz anfangen sollte und man dann später wenn alles gut läuft noch aufstocken kann. Das hat sich auch bei mir immer rentiert, weil so das Becken nciht plötzlich starken Belastungen ausgesetzt ist. Aber dann hätte sie eher empfehlen sollen z.B. mit 6 Corys anzufangen und den Rest erst einmal weg zu lassen und nicht so "von jedem nen Fischchen". Deine Fische sind dann nämlich nicht nur durch den Umzug in dein neues Becken getresst, sondern auch gleich dadurch, dass sie z.B. keinen "schützenden Schwarm" oder ähnliches haben.
Ich würde außerdem nichts ins Becken kippen, es sei denn, du kennst tatsächlich die chemikalische Wirkungsweise des Mittels und kannst dir daher sicher über die auftretenden Wirkungen sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles "auf gut Glück" entweder gar keinen Effekt hat oder schadet.
Bezüglich der Algen: Es gibt leider keine Patentlösung.
Ich versuche das Becken meiner Schwester bereits seit über einem Jahr "algenfrei" zu bekommen. Das Problem dabei ist, dass es selten ein spezifischer Parameter ist, der das Wachstum der Algen begünstigt, sondern meist viele zusammen, die du erst ermitteln musst, was leider manchmal recht lange dauern kann. Eine dichte Bepflanzung kann helfen, eine andere Beleuchtung, ein schattigerer Ort für das Aquarium, mehr CO2 im Wasser, weniger Fütterung, weicheres Wasser, etc.
Aber selbst, wenn du all dies beachtest, ist es keine Garantie dafür, dass deine Algen dann verschwinden.
Meine persönlichen Erfahrungen ist außerdem, dass es keine Tiere gibt, die das Problem sichtbar regulieren können, weder Fische noch Garnelen oder Schnecken. Zum einen, weil die Algen im Normalfall schneller wachsen, als sie gefressen werden und zum anderen, weil oft nur bestimmte Algenarten vertilgt werden. Man kommt also nicht drum herum weiter versuchen zu müssen das biologische Gleichgewicht im Becken irgendwie anderweitig in die gewünschte Richtung zu stabilisieren.
Das soll dich jetzt nciht entmutigen aber darauf einstellen, dass es vielleicht noch einige Zeit dauern kann, bis du das Problem wirklich gelöst hast.
Bei mir ist die Wasserpest übrigens auch damals als erste Pflanze eingegangen. Manchmal mögen sie das Umsetzten wohl einfach nciht. Du solltest es aber ruhig erneut mit schnellwachsenden Stengelpflanzen versuchen. Die wirken zumindest unterstützend bei deinem Anti-Algen-Kampf.
Grüße, Anne