Ein paar Fragen zum Garnelenbecken

Hallo!

Viele Antworten habe ich bereits beim Durchstöbern der Beiträge hier erhalten. Dennoch sind einige Fragen bezüglich meines ersten Garnelenbeckens teilweise ungeklärt.

1.) Wie wichtig ist die Beleuchtung. Einige benutzen ja anscheinend Schreibtischlampen für kleinere Becken. Reicht das denn aber aus, um die Pflanzen mit ausreichend Licht zu versorgen? Hatte da früher nur schlechte Erfahrungsberichte gelesen.

2.) HMF wirklich besser? Lohnt sich der Bauaufwand für einen HMF wirklich anstatt einen normalen Innenfilter zu verwenden? Speziell jetzt auf Garnelen bezogen.

3.) Futter: Einige raten zu Futtertableten, andere werden Gemüse (z.B. Gurken) ins Wasser. Gibt es einen goldenen Mittelweg? Wie oft sollte man füttern?

4.) Einfahren des Beckens. Muss sein, ganz klar. Einige behaupten jedoch, dass es sich nicht ganz so lange dauert wie bei einem Fischbecken - stimmt das?

5.) Andere Bewohner. Eigentlich strebe ich ein reines Garnelenbecken an. Doch kann man die Tierchen auch mit Welsen oder anderen Bewohnern vergesellschaften (ja, Krebse sollte man nicht nehmen).

6.) Mit oder ohne Abdeckung: Viele pflegen ihr Becken ohne Abdeckung. Wie sieht es da aber mit Staubpartikeln und anderen Fremdkörpern aus, die unweigerlich ins Wasser kommen. Beeinträchtigt das nicht die Wasserqualität?

Danke im Voraus!
 


Hallo
Ich kann lediglich was zur Beleuchtung und zu den Mitbewohnern sagen.Bei meinem kleinen Garnelenbecken (oben offen) war eine Lampe bei.Und den Pflanzen reicht das auch aus.
Was für Fische du reinmachen könntest hab ich leider kein Plan von.Bei mir sitzen allerdings in beiden Garnelenbecken auch Krebse und zwar CPO's.Und das klappt mit denen wunderbar da drin.



Gruß
Susanne
 
Ich habe halt gelesen, dass sich Krebse gerne an Garnelen "vergeifen". Krabbeln Krebse nicht gerne aus dem Becken raus?

Wie groß ist dein Becken (evtl. sogar ein Bild)?
 
Hallo OGWAD!

Eben nicht: Der Thread ist zwar recht ausführlich und informativ, aber oben gestellte Fragen bleiben leider noch immer teilweise offen. Daher ja mein "Nachhaken". :)
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

dann wage ich mich mal ran :

Je nach Anspruch der Pflanzen und der Beckengröße. Bei 12 Litern würde ich mir nicht unbedingt einen großen Kasten raufbauen um dann mit 11 Watt zu beleuchten oderso, da würde ich dann zur Schreibtischlamape greifen denke ich, das Becken dann mit Plexiglas abdecken.

2. Der HMF hat im Gegenteil zum Innenfilter eine größere Filterfläche, somit laufen auch kleinere Aquarien stabiler. Nimm mal die Filtermatte aus einem Filter den du für ein 20 Liter Becken verwenden möchtest und vergleich diesen mal mit der Fläche der HMF-Matte. Zudem können die Jung-Garnelen nicht in den HMF eingesogen werden, beim Innenfilter kommen sie durch die Schlitze und überleben das Innenleben des Filters nicht. Zudem verstopfen sie schnell wenn du einen Strumpf drüber ziehst, ein vernünftiger HMF kann bis zu 5 Jahre laufen ohne das man die Matte komplett sauber machen muss.

3. Ich versuche generell so wenig wie möglich "Industriefutter" zu reichen. Wobei die Auswahl da für Garnelen garnicht so riesig ist. Abwechslungsreich soll es eben sein. Wenn bei mir 4 mal Gemüse auf den Tisch kam, dann gibt´s beim 5. Mal Fertigfutter. Ob das nun der beste Weg ist weiß ich nicht. Ich füttere alle 2-3 Tage, bei kleiner Beckengröße muss man eben drauf achten das man nicht zu viel füttert. Gemüse lasse ich dabei generell bis zu 6 Stunden drin, die Reste vom Fertigfutter sauge ich nach spätestens 3 Stunden wieder ab. Ansonsten finden die Garnelen immer ein paar Algen oder Futter im Mulm, gerade die Jungtiere kriegt man garnicht gezielt ernährt, da die viel zu winzig sind. Ansonsten nehmen die auch die Garnelen-Häute ihrer Artgenossen, die enthalten auch Nährstoffe, sowie Laub das sich nachdem es im becken lag nach ein paar Tagen zersetzt.

4. Hierbei ist der Nitritpeak nicht so wichtig, da Garnelen ein anderes Atmungssystem haben was es ihnen ermöglich an Nitrit nicht zu ersticken, sie reagieren aber umso empfindlicher auf Ammoniak und Ammonium. Das hat ebenfalls einen Peak der eher als der des Nitrits kommen soll, man kann aber nie vorraussehen wie viel eher. Von daher gehe ich einfach auf Nummer sicher und warte immer den Nitritpeak ab.

5. Bei Krebsen kann man Glück haben das man friedlebende kriegt ( zumindest bei CPO´s), würde es aber auch nicht riskieren. Ansonsten kann man Garnelen gut mit Welsen der Art Otocinclus vergesellschaften ( Ich hoffe der Name ist richtig geschrieben, entweder Otoclincus und Otocinclus ), die sind ebenfalls gute Algenvertilger.

6. Ich würde eigentlich nie ohne Abdeckung in irgend einer Weise ein Becken betreiben. Sei es nur eine Plexiglasscheibe oder eine "richtige" abdeckung. Offene Becken fördern die Co2-Abgabe was in einigen Fällen unerwünscht sein kann, da pH und Härte zwangsläufig steigen würden.
 
Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Da gleich mal ein paar Nachfragen hinterher. ;)

Futter: Was genau füttest du und vor allem: in welchen Mengen? Würde beispielsweise eine dünne Gurkenscheibe ausreichen?

Laun: Kann man da jede beliebte Blattsorte nehmen? In unserem Garten haben wir Obstbäume (Apfel, Birne, Zwetschgen) sowie eine Ahorn-Esche.

Pflanzen: Wie bindet man eigentlich halbwegs sicher Javamoss an Wurzeln und Steinen fest?
 


Nagut. :D

1. Hab es selber nicht probiert. Da aber so viele Leute ´ne Schreibtischlampe über´m Garnelenbecken haben, gehe ich mal davon aus, dass es für anspruchslose Pflanzen reicht.

2. Meiner Meinung nach lohnt der Bau eines HMF bei einem so kleinen Becken nicht. Seine Vorteile (günstige Anschaffung, lange Standzeit, gute Filterung, geringer Energieverbrauch) kann er hier nicht ausspielen. Ich hab einen kleinen Innenfilter, der war günstiger, ist auch Garnelensicher und verbraucht auch nur wenig Strom. Eine so starke Filterung ist in einem Garnelenbecken ja auch nicht nötig. Einige betreiben es sogar filterlos. Wahrscheinlich werden sich gleich Leute melden, die auf ihren HMF schwören. Ist halt ´ne Glaubensfrage. ;)

3. Meine bekommen so oft wie möglich was Frisches, ansonsten verschiedene Futtertabletten. Wenn das Becken länger läuft dann finden die Garnelen auch so genug Futter (Mulm).
Dann reicht auch ´ne Fütterung alle 3 Tage.
Meine Garnelen bekommen trotzdem jeden Abend ein kleines Leckerli. ;)
(Becken steht auf dem Nachttisch)

4. Warum sollte das Garnelenbecken eine geringere Einfahrzeit haben? Weil Garnelen das Wasser weniger belasten? Würd auf jeden Fall bis nach den Nitritpeak warten.

5. Ich hab noch TDS ein einen Babywels im Becken. Größere Fische würd ich nicht einsetzen. Dann kanns passieren, dass du die Nelen kaum zu sehen bekommen.

6. Keine Ahnung, hab überall Abdeckungen drauf. Wenn das aber so ein großes Problem wäre, dann würd es wohl nicht so viele offene Becken geben. ;)


EDIT:
Wie groß soll das Becken überhaupt werden?
Hätt jetzt auf 25 Liter getippt.
Otocinclus sollte man erst ab 54 Litern halten.
Bei der Größe würd ich dann auch über´n HMF nachdenken.
Die dünne Gurkenscheibe reicht aus.
Nach 24 Stunden sollte man die Reste wieder entfernen.
Bei den Blättern wird Eichen- und Buchenlaub empfohlen
Das Javamos würd ich mit Angelsehne fixieren.
 
A

Anonymous

Guest
Premutos schrieb:
Futter: Was genau füttest du und vor allem: in welchen Mengen? Würde beispielsweise eine dünne Gurkenscheibe ausreichen?

Laun: Kann man da jede beliebte Blattsorte nehmen? In unserem Garten haben wir Obstbäume (Apfel, Birne, Zwetschgen) sowie eine Ahorn-Esche.

Pflanzen: Wie bindet man eigentlich halbwegs sicher Javamoss an Wurzeln und Steinen fest?

ich füttere an Fertigfutter "JBL Novo Prawn", die Garnelen nehmen das sehr gerne an, sind ganz kleine Kügelchen, jede Garnele macht sich über eine her und schleppt sie irgendwo hin. Sitzt dann eine halbe Stunde, frisst 1/4 der Kugel weg und verschwindet dann mit vollem Magen. Wie gesagt, die Reste nehme ich nach 3 Stunden wieder raus.

Ansonsten Gurke, Möhre, Paprika, Rotes Paprikapulver edelsüß, - Buche- u. Eichenlaubblätter, Tomate , Feldsalat/Salate, Erbsen,
Mais, Banane (kleine Stücke), sowie ab und zu mal Spaghetti, aber in ungekochter Form.

An Laub eignen sich Obstbäume ganz schlecht. Allerdings sollte man in jedem Wald mit Laubholzanteil auch Buche und Eiche finden, diese Blätter bevorzuge ich eigentlich, wobei die Auswahl noch einen Tick größer ist. Mit Buche und Eiche biste aber auf der sicheren Seite, da leicht zu identifizieren und dann kannste dich auch nicht bei den Blättern vergreifen und was falsches reinlegen.

Javamoos kannst du entweder eng mit einem Haarnetz auf eine Wurzel aufbinden oder du nimmst Nähfaden oder Angelsehne. Vorteil beim Nähfaden ist das er sich unter Umständen nach einer Weile zersetzt, also auflöst, in der Zeit ist das Javamoos aber meist bereits angewachsen und man hat dann keine hässlichen Fäden mehr rumhängen. Du kannst es auch zwischen Steine klemmen, dann wächst es irgendwann auch an.

*edit* : So ein Becken komplett filterlos zu betreiben birgt eine Risiken, habe ich bereits öfter´s schon gelesen. Ich würde als Anfänger eigentlich die Finger davon lassen, bin nun im nachhinein auch schlauer nachdem ich mich mal durchgelesen habe was dadurch möglicherweise zustande kommen kann. Gerade bei geringer Kiesschicht, da sie dann den einzigen Bakterien"nähr"boden bietet was oft nicht ausreicht. Also zumindest ein kleiner Innenfilter sollte es dann sein, ich bevorzuge seit kurzem erst den HMF insofern er ins Becken passt und hab damit sicher keine falsche Entscheidung getroffen. Aber ganz ohne Filter ist dann doch was für die erfahrenere Garnelen-Liga.
 
Ist das <a href="http://www1.conrad.de/conrad/layout2/detail.fh?fh_secondid=b2c570100&fh_view_size=10&action=search&fh_source_url=%2fconrad%2flayout2%2findex.fh%3ffh_host%3dwww1.conrad.de%26fh_session%3d%2fscripts%2fwgate%2fzcop_b2c%2f~flN0YXRlPTI0NDA1ODE2Ng%3d%3d&layout=layout2&~template=pcat_area_s_browse&p_searchstring_artnr=&fh_sort_by=&fh_host=www1.conrad.de&zhmmh_area_kz=&https_reload=on&fh_eds=%c3%9f&fh_session=%2fscripts%2fwgate%2fzcop_b2c%2f~flN0YXRlPTI0NDA1ODE2Ng%3d%3d&p_page_to_display=DirektSearch&fh_location=&fh_search=pumpe&fh_refview=search">hier</a> die richtige Brunnenpumpe für mein geplantes Garnelenbecken?

Wenn ja, darf das Kabel ins Wasser hängen? Man hat ja schon einige dolle Storys von miesen Kabeln gehört. Die hier scheint nicht regulierbar zu sein. Schlimm? Wie befestigt man sie am besten? Saugnäpfe mit AQ-Silikon ankleben?

Danke im Voraus!
 
Fördermenge 200 - 300 Liter find ich zu viel für ein Becken mit 20 Liter Beckeninhalt.
Das ist ja ´ne 10fache Umwälzung!!
Außerdem müsste dann die Filtermatte eine Größe von 444 cm² haben müsste, was dann eine Breite von über 20 cm wäre.
Viel Platz für so´n kleines Becken.
Die kleine JBL ProFlow Mini ist bis 80 Liter runter regelbar.
(immer noch ganz schön viel)
Bei mir steht die Pumpe auf einen Filterschwamm.
Normalerweise sollte es kein Problem sein, wenn das Kabel im Wasser hängt.
Wieder ein Grund der für Markenware spricht.
Trotzdem sollte man Elektrogeräte ausziehen bevor man ins Becken greift.
 


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