absoluter Beginn - 0 Plan und Hilferuf

Hallo zusammen,

gerade eben noch mit einem Korallenzüchter telefoniert und festgestellt, dass ist keine Alternative für meinen 4 jährigen Sohn (weder finanziell, noch wegen des Aufwandes).

Mein Problem ist, dass ihn der Traum von Fischen nicht mehr loslässt, obwohl er eigentlich ein ganz gutes Gefühl dafür hat, das wir Tiere nicht einsperren oder falsch halten wollen. Hängt auch damit zusammen, das wir seit 1,5 Jahren rein pflanzlich essen (die Kinder nicht).

Ich Frage mich jetzt, ob man irgendwie Fische, ohne großen Aufwand, Zuhause halten kann und sie damit glücklich sein können?
confused.gif
(die Fische sollen natürlich in erster Linie glücklich sein, nicht wir! :))

Die Frage muss unbedingt beantwortet werden
rolleyes.gif
, da ich meiner Frau und unserem Sohn nicht mehr lange standhalten kann und dann gibt es nachher Fehlkäuf.../Entscheidungen!Vielleicht gibt es ja sogar Argumente, für ganz Bestimmte Fische, oder meinetwegen auch Krebse, die für Kinder interessant sein können und tatsächlich für das Tier von Vorteil ist, in einem Aquarium gehalten zu werden. Das die Natur böse ist oder was auch immer, möchte ich hier nicht unbedingt diskutieren.

Wir haben einen Hund und ich denke, ihm gehts mit uns sehr gut. Da wird es aber auch Menschen geben, die das Abstreiten würden.


Viele Grüße vom Niederrhein
Dennis
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi Dennis,
welche Fische oder welches Equipment ihr kaufen solltet, hängt davon ab was ihr überhaupt wollt und was ihr für (Platz)Möglichkeiten habt.
Entweder überlegt ihr euch wie groß euer zukünftiges Aquarium werden soll/darf und danach könnte man euch beraten welche Fische passen würden, oder ihr überlegt euch ob es Fische gibt die ihr unbedingt halten möchtet, dann könnte man euch beraten was ihr für ein Aquarium nebst Zubehör ihr dazu braucht.

Ps.
je größer das Aq ist, desto mehr Möglichkeiten hat man bei dem Besatz.
 
Hallo Jörg,

wenn ich wüsste das alles Sinn ergibt, dürfte das Becken auch 400liter haben. Den Platz haben wir. Meine Frau hat gerade ein Fischtierheim entdeckt, vielleicht wäre das ja was?
 

Shai

Mitglied
Hey,
keine Alternative für meinen 4 jährigen Sohn (weder finanziell, noch wegen des Aufwandes).
das klingt ein wenig danach als ob sich dein Sohn um das Becken kümmern soll, da kann ich dir sagen, dass wird vermutlich nicht funktionieren.
Mein Kurzer ist fast 6, aber auch wenn er Anfangs Feuer und Flamme war, so beschränkt sich das nach nun gut 2 Jahren auf zwischendurch Füttern und gucken.
Wasserwechsel hat er vielleicht 3 Monate zugeschaut / begleitet - aber das ist auch keine Aufgabe die er in dem Alter bewältigen kann.
Das Futter habe ich anfangs tatsächlich außer Reichweite der Kinder aufbewahrt, auch wenn er "weiß" das man nicht viel rein kippen muss, so fehlt Kindern das Gefühl für die Menge.

Ich finde die Idee gut wenn dein Sohn Interesse hat, aber man muss sich bewusst sein, daß es eher Papas Hobby sein wird (zumindest für die nächsten Jahre)


Zum Becken und Möglichkeiten hat Jörg ja schon was gesagt.
Ich hab mit nem 80cm Becken angefangen, das waren 125l und bietet einfach schon mehr Möglichkeiten als die Standard 60cm / 54l "Pfützen" - daher würde ich dir empfehlen zumindest nicht unter 80cm zu gehen.



Grüße (ebenfalls vom Niederrhein :cool:) ,
Lars
 
Hallo Shai, überhaupt nicht.

Das ich die "Arbeit" habe ist mir schon bewusst. Meiner Frau ist auch nicht so ganz klar, das er vielleicht sehr schnell das Interesse verliert und denkt sich dann, ach so ein kleines Becken mit ein Paar kleinen Fischen wäre ja super und schadet niemandem. Das sehe ich aber anders.

Ich muss sozusagen mit überzeugt werden und würde ihm zuliebe dann soetwas anschaffen. Eine Antwort auf Tierqäulerei erhalte ich in so einem Forum natürlich nicht oder? PETA sagt natürlich das NIEMAND ein Aquarium haben sollte.

Was haltet ihr denn grundsätzlich von einem Tierheimkauf?
 

Shai

Mitglied
Hey,

Nunja Tierquälerei ist halt schwer zu sagen, aber natürlich gibt es Dinge die man da drunter fassen könnte:

- zu kleines Becken
- zu viele Fische
- unpassende Vergesellschaftung
- falsche Einrichtung
- unpassende Wasserwerte
- keine Beckenhygiene
- falsche Fütterung

Böswilligkeit würde ich niemanden unterstellen, aber natürlich gibt es immer auch Entscheidungen "zu unserer Gunsten", wo es auf "eigentlich weiß man es besser, aber wird schon schief gehen" hinausläuft.


Man sollte sich halt überlegen was man möchte, will man ein stark beleuchtetes Aquascape, dann fallen halt ne Menge Fische raus, denn die wenigstens mögen es dauerhaft im Flutlicht ohne Deckung zu schwimmen.
Möchte man keine oder wenig Pflanzen im Becken, dann muss man halt überlegen ob man vielleicht ein Biotop versucht zu nachzubilden, also zum Beispiel viel Holz oder viel Steine.
Wenn man seine Wasserwerte vom Versorger kennt (gibt's meistens auf der Internetseite) kann man schauen was es für passende Fische gibt, oder man muss sich überlegen ob man den Aufwand betrieben möchte mit Osmosewasser und / oder Salzen zu arbeiten....


Ich würde also erst mal die Wasserwerte vom Leitungswasser prüfen und parallel überlegen was man möchte und auch wieviel man investieren möchte / kann (Finanziell und Zeitlich)


Was haltet ihr denn grundsätzlich von einem Tierheimkauf?
Ich wusste gar nicht das es ein Tierheim für Fische gibt, oder wo eins "in näherer Umgebung" zu finden wäre.

Grüße,
Lars
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi Dennis,
was ist denn für dich ein Tierheim?
Tierschutz ist grundsätzlich eine gute Sache, aber die PeTa Organisation ist in meinen Augen vollkommen Weltfremd (um es mal vorsichtig aus zu drücken)
Wenn man bedenkt, dass die meisten Tiere in "Gefangenschaft" deutlich älter werden als in der Natur (was jetzt nicht für Naturentnahmen sprechen soll) und viele unserer Haustiere und deren Zuchtformen die über viele Generationen naturfern gezüchtet wurden/werden, in der Natur gar nicht mehr überlebensfähig wären, spricht für mich grundsätzlich nichts gegen ein Aquarium.
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi,
Ích glaube ich weiss jetzt was mit einem Fischtierheim gemeint ist und ich halte gar nichts davon.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man dort Fische findet die für Anfänger geeignet sind, wenn doch weiss man nichts über ihr Alter oder eventuelle (latente) Krankheiten.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Es gibt inzwischen tatsächlich auch Tierheime die auch Fische aufnehmen.
Als ich den Sachkundenachweis machte war da eine Frau aus einem Münchner Tierheim, die musste auch den Sachkundenachweis machen, weil in ihrem Tierheim 3 Aquarien standen.
Ohne nachzufragen, kann ich mir aber schon vorstellen, was darin wohl schwimmt und es wohl wenige Aquarianer gibt, die diese Fische haben möchten.
L. G. Wolf
 
Ich wusste gar nicht das es ein Tierheim für Fische gibt, oder wo eins "in näherer Umgebung" zu finden wäre.
"Fischauffangstation Aurich", scheint aber gar nicht mehr zu existieren.

Wenn ich ein Aquarium anschaffe, dann werde ich das wohl vernünftig machen wollen und damit leben müssen, dass es mein Hobby wird. Vielleicht machts mir auch Spaß, aber durch Aussagen wie von PETA oder Robert Marc Lehmann, fällt es mir schwer, mir vorzustellen, das ich den Fischen hier ein vernünftiges Leben bieten kann. Das kommt mir so unvernünftig vor, wie ein Vögelchen einzusperren. Früher fand ich das normal, das meine Eltern Wellensittiche hatten. Jetzt finde ich das ziemlich übel...


Vielleicht doch Krebse? irgendwas "niederes", puh...

Gibt es keine eindeutige Auskunft über eine Fischart, denen ein Leben im Kasten sogar besser bekommt, als draußen? Das würde mir weiterhelfen :)
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi Dennis,
erst Fische anschaffen und dann überlegen ob man damit leben kann, dass es ein Hobby wird, ist auf jeden Fall der falsche Weg.

Gibt es keine eindeutige Auskunft über eine Fischart, denen ein Leben im Kasten sogar besser bekommt, als draußen? Das würde mir weiterhelfen

Ich hatte dir weiter oben dazu schon geschrieben.
Aber mir fällt noch ein konkretes Beispiel ein:
Es gibt da den berühmten Zebraharnischwels kurz L46 der in Brasilien in Stromschnellen lebt die in Kürze durch einen Staudamm verschwinden werden und wenn dieser Fisch nicht in Aquarien nachgezüchtet würde, müsste man ihn wohl bald auf die Liste der ausgestorbenen Tiere setzen.

Aber laut PeTA dürfte man auch keine Hunde halten, weil diese bekanntlich vom Wolf abstammen, der wiederum in die Natur gehört um vom Jäger abgeschossen zu werden...
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,
Gibt es keine eindeutige Auskunft über eine Fischart, denen ein Leben im Kasten sogar besser bekommt, als draußen? Das würde mir weiterhelfen :)
Ich fürchte, diese Auskunft wirst du nicht bekommen.
Ein Aquarium ist und bleibt letztendlich immer eine Art "Gefängnis".
Aber, wie Jörg schon schrieb, das Leben in so einem Kasten wird vielen Fischen besser bekommen als in der freien Natur, weil sie letztendlich eine längere Lebenserwartung haben. Ob es aber ein besseres Leben ist, sei dahin gestellt. Das wissen WIR nicht, und das weiß auch PETA nicht.
Wir versuchen hier allerdings, unser Bestes zu geben, damit es ein "gutes" Leben ist.
Ich denke, je größer das Becken (passend für die Fischart), je artgerechter das Becken (am natürlichen Biotop der jeweiligen Fische orientiert), umso eher ist die Haltung im Aquarium zu vertreten.
"Fischauffangstation Aurich", scheint aber gar nicht mehr zu existieren.
Nein, die gibt es nicht mehr. Und tatsächlich gibt/gab es dort auch nur Fische, die du nicht haben willst, pflegen kannst, oder extra anbauen müsstest, um sie zu halten. Sonst wären sie nicht dort gelandet.

Wie dein Name vermuten lässt, bist du auch an Pflanzen interessiert?
Wie wär's mit einem (fast) reinen Pflanzenaquarium? Ein paar schöne Zierschnecken rein, mehr nicht... Ob PETA damit einverstanden wäre?
a014.gif
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

ich würde erstmal eine Grundsatzfrage an Deiner Stelle für mich klären, unabh. von dem, was PETA sagt.

Wie oben erwähnt, sind Hunde, die man 2mal am Tag spazieren gehen lässt, sicherlich auch nicht optimal. (Ist nicht auf Euren bezogen, aber in meiner Wohnung hab es z.B. vorher so einen, der hatte ansonsten keinen Auslaug. Genauso doof wie Kaninchen in ner Wohnung oder Hauskatzen.

Denen fehlt halt was, trotzdem gehts denen auf irgendeine Art und Weise wohl auch gut.

Was sonst auch Spaß machen könnte, wenn Dir eher was „Niederes“ vorschebt (auch wenn ich das etwas ungerecht fände), wären Garnelenbecken.

Grundsätzlich sind aber größere Becken einfacher stabil zu halten.

Also klär am besten zuerst für dich die Gewissensfrage.

Da Du jemand zu sein scheinst, der - einmal Verantwortung übernommen gehabt - die Sache auch durchziehen will/wird, beachte ggf. später: die Lebenszeit mancher Fische ist sehr lang.
 

May

Mitglied
Hallo Dennis,

ich weiß gerade nicht was ich von dem ganzen halten soll.

Auf der einen Seite scheint dir wichtig zu sein was PETA sagt, auf der anderen Seite hältst du einen Hund und sprichst von ,,niederen Tieren". Das passt für mich nicht wirklich zusammen.

Tiere in Gefangenschaft zu halten, ist immer unnatürlich.

Von daher stimme ich Fritz da zu. Kläre erstmal grundsätzlich für dich die Gewissensfrage.

Laut PETA scheinen Tiere in Gefangenschaft ja auch besser getötet zu werden.

Gruß Astrid
 

Knurpsi

Mitglied
Hallo,
ich persönlich kann diese Denkweise von "Plantbased" gut nachvollziehen. Robert Marc Lehmann oder Peta geben einem dann mal noch den Rest, wenn man sich eh unsicher ist.
Wie wäre es denn damit, sich auf ebay kleinanzeigen umzusehen, ob jemand ein Aquarium dringend auflösen oder abgeben will? Sprich, seine Tiere nicht mehr haben möchte/kann. Diesen "übrigen" Tieren dann nochmal ein schönes Zuhause zu geben ist vielleicht eine Alternative. Sie sind ja nun schon mal da...
Vielleicht vorher hier im Forum nochmal nachfragen, ob das dann stimmig ist.
Ich habe mein Hobby übrigens auch mit 2 geretteten Fischen aus schlechter Haltung begonnen und bin mit einem 240Liter Becken eingestiegen.
LG Anja
 

JoKo

Mitglied
Hi,
Auf der einen Seite scheint dir wichtig zu sein was PETA sagt, auf der anderen Seite hältst du einen Hund und sprichst von ,,niederen Tieren". Das passt für mich nicht wirklich zusammen.

"Niedere Tiere" ist in der Biologie der gängige Begriff für Wirbellose. Man sollte da nichts negatives reininterpretieren.


Eine Antwort auf Tierqäulerei erhalte ich in so einem Forum natürlich nicht oder?

Doch ;)

Man kann Fische so halten dass es Tierquälerei ist, man kann es aber auch anders tun.
Davon ausgehend, dass die Wasserparameter passen, hängt es letztendlich hauptsächlich an der passenden Aquariengröße und der Zusammenstellung der Arten.


Ich kann mir vorstellen, was für Arten in den Tierheimen (ich wusste auch nicht, dass es das für Fische gibt) landen. Meistens die, die dann von 5cm Verkaufsgrösse (ach wie niedlich) auf 30cm oder mehr (was für ein Monster) heranwachsen.
Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass in den Tierheimen dann die Haltungsbedingungen passen.

PETA ist für *mich* kein Maßstab, sondern Extremismus, das perfekte Beispiel für schwarz/weiss Denken...sorry.
Ich bin aber ernsthaft für einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Tierhalter, egal ob Hund, Katze oder Fisch. Verkauf nur an Personen die diesen nachweisen können.
 

Shai

Mitglied
Hey,
Wie wäre es denn damit, sich auf ebay kleinanzeigen umzusehen, ob jemand ein Aquarium dringend auflösen oder abgeben will? Sprich, seine Tiere nicht mehr haben möchte/kann. Diesen "übrigen" Tieren dann nochmal ein schönes Zuhause zu geben ist vielleicht eine Alternative. Sie sind ja nun schon mal da...
ich glaube als Laie ist eBay Kleinanzeigen extrem "gefährlich", wenn ma sich anschaut was da teilweise günstig an Becken "mit Fische" drin steht - sind das häufig so Fälle fürs "Tierheim". Fische aus "Mitleid" übernehmen ist denke ich für jemanden der neu einsteigen will nicht unbedingt der beste Einstieg, als "Gefallen" für den Junior um so weniger.

Zusätzlich ist es kaum zu beurteilen in welchem qualitativen Zustand das Becken ist, im WorstCase hat man am Ende ne große Pfütze im Wohnzimmer.


Grüße,
Lars
 
Oben