Welchen Fischbesatzt? am verzweifeln

T

Thomas145

Guest
Hallo an Alle,

ich bekomme in paar Tagen mein neues 180l Aquarium und weiß einfach nicht was für Fische ich da rein tun kann.
Die Werte meines Leitungswassers:

GH:20,4°
KH:17°
pH:7,22

Am liebsten würde ich mir einfach eine Gruppe Neonsalmer, eine Gruppe Schmucksalmer und ne Gruppe Panzerwelse ins Becken setzten, die nach Büchern ja auch mit Härterem Wasser angeblich gut zurecht kommen.

Leider gibt es trotzdem immer wieder welche, die dazu raten, Salmer generell in weichen und saurem Wasser zu halten.

Über Möglichkeiten, das Wasser zu behandeln habe ich mich auch schon informiert und würde dann nur wenn überhaupt sinvoll, mit Torf arbeiten wollen. Meint ihr bei solchen Wasserwerten wie meinen, kann man mit Torf das Wasser etwas ansäuern und weicher machen?

Das Leitungswasser wird doch bestimmt im Becken noch ein wenig an härte verlieren oder? also ganz ohne behandlung.

Über Lebendgebährende Fische wird erzählt, dass diese pro Monat um die 100 Jungtiere werfen.
Ich habe nicht wirklich lust auf eine monatliche Loswerdeaktion, also würden diese Fische schonmal ausscheiden.

Bei Regenbogenfische brauchen, sowie ich das gesehen habe, die meisten ein Becken ab 200l aufwärts.

Bei Fischen aus den Tanganjikasse würde bei meiner Beckengröße auch nur der Schneckenbuntbarsch passen, aber der bräuchte ja einen pH-Wert von min. 7,5. Außerdem müsste ich bei meiner Beckengröße ein Artenbecken machen und 5 Schneckenbuntbarsche werden, denke ich mal, in einem 180l Becken irgendwann langweilig.

Wie oben beschrieben würde ich deshalb gerne Südamerikanische Fische halten. Sollte jemand auch hartes Wasser haben wäre ich für Ratschläge sehr dankbar?

Gruß
 


Moin,

Thomas145 schrieb:
Über Möglichkeiten, das Wasser zu behandeln habe ich mich auch schon informiert und würde dann nur wenn überhaupt sinvoll, mit Torf arbeiten wollen. Meint ihr bei solchen Wasserwerten wie meinen, kann man mit Torf das Wasser etwas ansäuern und weicher machen?

Bei den Wasserwerten bräuchtest du wahrscheinlich Unmengen an Torf wenn damit bei deinen Wasserwerten überhaupt was zu erreichen ist.
Der Nachteil ist auch die Wasserwerte konstant zu halten weil der Torf sich verbraucht und die Braunfärbung des Wasser kommt auch noch dazu. (Geschmackssache)

Die einzigste Lösung meiner Meinung nach ist eine Osmoseanlage. Ob du dir die Panscherei auf dauer antun willst bleibt dir überlassen.
Hab mich letztens mit nem Aquascaper unterhalten der hat wohl jetzt Osmoseanlagen im Netz aufgetan die ein Verhältnis von 1:1 bei 3bar schaffen das ist dann schon sehr gut.
Für unter 100€
Ich spreche aus Erfahrung die Panscherei kann auch stressig werden wenn du mal eine Krankheit oder Algenplage hast da brauchst du dann ganz schnell ganz viel Wasser.

Gruß Rene´
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

probier doch einfach mal eine Torfkanone aus. Dazu brauchst du zwei Eimer, einen Sack unbehandelten Torf und Messreagenzien für GH und KH und vielleicht noch PH-Wert. Alternativ dackelst du mit deinem behandelten Wasser in die Zoohandlung und siehst zu, dass die dir die Werte einmal durchmessen. Einen Eimer mußt halt ggfs. abschreiben, weil du in den Löcher reinbohrst für den Wasserablauf. Den packst du mit Torf voll und schüttest Wasser durch. Man kann übrigens dafür auch Weisstorf nehmen, dann entfällt die Braunfärbung, auch wenn ich nicht weiss, warum man die für ein SÜdamerikabecken nicht haben wollte.

Es gibt auch noch andere Methoden, weiches Wasser zu bekommen. Zum einen, wenn du die Möglichkeit hast, Regenwasser zu sammeln, ist das die billigste Methode. Da wird viel Panik gemacht, wegen Ablagerungen auf den Dächern und Luftverschmutzung. Ist m.E. aber meist halb so schlimm, wenn du nicht gerade mitten im Pott wohnst. Kann man auch gut testen, einfach ein paar Wasserflöhe reinsetzen, wenn die nach 1-2 Tagen noch leben, ist das auch für die Fische ok.

Weitere Methode ist ein Vollentsalzer. Geht viel schneller als Osmoseanlage (von wegen in kurzer Zeit große Mengen). Hat aber den Nachteil , dass man die Dinger regenerieren muß oder das Harz (bei Mischbett) austauschen muß. Das geht bei eurem brettharten Wasser gut ins Geld. Alllerdings hast bei Osmose auch "Abfallwasser", wer nicht gerade die Klospülung damit füttern kann oder das Gewächshaus, hat auch hier Kosten.

Gruß
 

Snowgnome

Mitglied
Hi,

also diese Wasserwerte sind doch geradezu perfekt, um ein Tanganjikabecken ein zurichten. Keine Panscherei, keine zusätzlichen Ausgaben, kein zusätzlicher Aufwand....

Ich würde mit in solchen Konstellationen grundsätzlich erstmal überlegen, ob mir der zeitliche und gegebenenfalls auch finanzielle Aufwand es wert ist, um meine Wunschfische zu halten oder ob Alternativen am Ende vielleicht sogar die bessere Lösung bilden.
 
Hi

ich würde da auch nicht unbedingt nur die Möglichkeit des Schneckenbuntbarsches sehen bei Tanganjika.

Gerade Fische wie N.brichardi halte ich bei der Beckengröße für vertretbar und sind superinteressant! Da wird jedoch Beibesatz mehr oder minder ausscheiden. Vermehren werden die sich definitiv auch, allerdings nicht in dem Maße wie Guppies und man bekommt die Jungtiere i.d.R. gut weg.

Kleinere Julidochromis-Arten wären auch ne Möglichkeit.
 
T

Thomas145

Guest
Danke für die Antworten

GreenHacker schrieb:
ich würde da auch nicht unbedingt nur die Möglichkeit des Schneckenbuntbarsches sehen bei Tanganjika.

Danke für den Ratschlag, habe mich mal nochmal im Tangangjikasee umgesehen und anscheinend doch paar Arten übersehen. Habe auf einer Internetseite eine Empfehlung für ein 180l Becken gefunden :

Besatz: 1/1 Altolamprologus calvus oder A.compressiceps, 1/1 Julidochromis ornatus, 1/1 Neolamprologus brevis

Die Fische gefallen mir ganz gut, aber ich kann mir vorstellen, dass es ganz schön schwierig ist, genau die Arten irgendwo kaufen zu können? Der normale Zoohändler wird die wohl nicht mehr haben denke ich mal?

Gruß
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

wenn ich einen bestimmten Fisch haben will, sollte ich als erstes mal schauen, ob es Aquarienvereine in meiner Nähe gibt. Wenn ja, gibt es meist auch einen Ansprechpartner, den ich mal fragen kann, ob jemand aus dem Verein die gesuchten Fische züchtet. Hilfreich kann auch die Seite der DCG (Deutsche Cichliden-GEsellschaft) sein.

Ansonsten einfach mal deinen Zoohändler fragen, ob sein Großhändler die auf der Liste hat und ob er dir die bestellen kann. Oder du fragst ihn, welcher GRoßhändler ihn beliefert und schaust selber nach. Wenn seiner die niht hat, sonst mal in einem anderen Laden fragen, ob die einen anderen Lieferanten haben usw.

Also, da gibt es schon einige Möglichkeiten. :wink:

Gruß
 


Der normale Zoohändler ist, was Tanganjika betrifft, immer total underequipped. Sind einfach meist recht aggressive Tiere und halt i.d.R nicht so farbenfroh wie Malawis.

Julidochromis ornatus sehe ich hier immer mal wieder bei einem Händler in der Umgebung, die N.brevis eher kaum.
Altolamprologus habe ich offen gestanden bei kaum einem Zoogeschäft gesehen.
Da allerdings auf Grund von Umzügen hier deutlich mehr Platz zur Verfügung stehen wird, ich auch Richtung Tanganjika tendiere und die Altolamprologus sehr attraktiv finde, habe ich mich mal umgsehen.
Steinigt mich bitte nicht, wenn ich das so schreibe, aber der olle Zajac mit seinem Elektrorolli scheint die tatsächlich im Sortiment zu haben.

Ich kann den Kerl und seinen Laden zwar auf den Tod nicht ausstehen, aber wenn du tief im Westen wohnst wär das ne Möglichkeit an die Tiere zu kommen.
 


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