Umzug + diverse Fragen zum Neuaufbau

Moin Forum,

ich muss demnächst mit meinem AQ (100x40x50cm) umziehen und brauche da mal Rat. Ich hab mich zwar schon viel eingelesen, habe aber dann doch an einigen Stellen noch offene Fragen.

Ziel ist es natürlich, das AQ so schnell wie möglich umgezogen zu haben, ohne großen Aufwand beim Wiederaufbau direkt am Umzugstag und mit möglichst wenig Stillstandzeit des Aussenfilters.

Fische sind gottlob eh nicht mehr so arg viele drin und die Pflanzen sehen auch nicht mehr gut aus, von daher lohnt ein Neuaufbau.

Hier mein bisheriger grober Schlachtplan:

- Deko raus
- Pflanzen raus
- Schrank ausräumen
- Kies soweit wie möglich raus
- Wasser zu 70% ablassen
- Fische fangen und in verschließbare Eimer (Wasser-Luft-Verhältnis ca. 1:2)
- Aussenfilter aus und demontieren
- Wasser ganz ablassen
- Rest Kies raus
- Aquarium + Unterschrank transportieren und in neuer Wohnung aufstellen
- Bodengrund rein
- Filter montieren
- Temperiertes Wasser rein
- Filter an
- Fische einsetzen

Nun zu meinen Fragen:

- Kies vs. Sand: Habe ich mich hier schon etwas eingelesen. Ich habe jetzt recht groben Kies drin, der natürlich nach 5 Jahren Standzeit schon nicht mehr soo toll aussieht. Wasch ich den jetzt und tu ihn wieder rein oder steig ich gleich auf Sand um? Mehr Halt für die Pflanzen wär schon cool udn die Welse können sicher etwas besser gründeln. Was spricht dafür, den Kies zu behalten?

- Unterboden: Ich hab damals unter den Kies eine Schicht Bodengrund getan. Soll die auf jeden Fall neu gekauft und wieder rein (was nimmt man da)? Wegen Düngung oder gibt es heute einfachere Methoden (Tabletten, Flüssigdünger,...) die auch tun?

- Pflanzen: Würde ich gerne ein paar Tage mit warten, dann hab ich den Stress beim Umzug nicht. Also erst nur Wasser, Fische und Filter rein und dann in Ruhe Pflanzen kaufen gehen und einsetzen. Spricht da irgendwas gegen?

- Außenfilter: Beim Transport voll Wasser lassen oder Wasser ablassen?

- Innenfilter: Das blöde Gehäuse würde ich bei der Gelegenheit gerne entfernen. Wie mach ich das am besten? Das ist ja festgeklebt, nehme mal an mit Silikon oder so und das an Stellen, wo man nicht wirklich rankommt...kann man von den Seiten irgendwie mit nem Messer zwischen Glas und Plastik vom Gehäuse und die Klebestellen durchsägen?

:danke: euch schonmal vorab für eure Hilfe
 


black-avenger

Mitglied
Sersn,

Merowinger schrieb:
- Kies vs. Sand: Habe ich mich hier schon etwas eingelesen. Ich habe jetzt recht groben Kies drin, der natürlich nach 5 Jahren Standzeit schon nicht mehr soo toll aussieht. Wasch ich den jetzt und tu ihn wieder rein oder steig ich gleich auf Sand um? Mehr Halt für die Pflanzen wär schon cool udn die Welse können sicher etwas besser gründeln. Was spricht dafür, den Kies zu behalten?
Im Zweifelsfall spricht genausoviel für Kies wie für Sand. Ich würde mir allerdings wegen meiner gründelnden Fische überlegen, ob ich ihnen das nicht ermöglichen würde. Feiner Bodengrund kommt ihnen hier entgegen.

- Unterboden: Ich hab damals unter den Kies eine Schicht Bodengrund getan. Soll die auf jeden Fall neu gekauft und wieder rein (was nimmt man da)? Wegen Düngung oder gibt es heute einfachere Methoden (Tabletten, Flüssigdünger,...) die auch tun?
Irgendwelche ominösen Nährböden ersetzen ohnehin keine Flüssigdüngung. Die Nährböden werden eh nur von Pflanzen genutzt die Nährstoffe über die Wurzeln ziehen. Hast du die überall? Hast du ausschließlich solche? Nährboden rechnet sich nicht. Drück den Pflanzen die es brauchen eine schlichte Düngekugel an die Wurzel, das reicht. Die non-Wurzelzehrer wie gehabt mittels Flüssigdünger bedienen.

- Pflanzen: Würde ich gerne ein paar Tage mit warten, dann hab ich den Stress beim Umzug nicht. Also erst nur Wasser, Fische und Filter rein und dann in Ruhe Pflanzen kaufen gehen und einsetzen. Spricht da irgendwas gegen?
Sofern du keine stark revierbildenden Fische hast prinzipiell nicht. Wär nur öde wenn du solche Exemplare hättest und die dir aufgrund fehlender Sichtbarrieren im Becken den Restbesatz stressen. Ansonsten sind Pflanzen evtl auch nicht verkehrt um den Fischen u.U. nach dem Transportstress etwas Schutz zu gewähren. Wird im Zweifelsfall aber auch ohne gehen. Ich für meinen Teil würde die Pflanzen aber so zügig wie möglich einsetzen. In der pflanzenlosen Zeit evtl mittels Membranpumpe für Sauerstoff sorgen sofern du keine gut bewegte Oberfläche hast.

- Außenfilter: Beim Transport voll Wasser lassen oder Wasser ablassen?
Den gröbsten Schmodder vorher aus den Schwämmen bzw dem Material holen, dann jedenfalls feucht halten. Sofern der Transport jetzt keine 2 Tage dauert sollte feucht halten genügen. Jedenfalls bitte nicht austrocknen lassen.

- Innenfilter: Das blöde Gehäuse würde ich bei der Gelegenheit gerne entfernen. Wie mach ich das am besten? Das ist ja festgeklebt, nehme mal an mit Silikon oder so und das an Stellen, wo man nicht wirklich rankommt...kann man von den Seiten irgendwie mit nem Messer zwischen Glas und Plastik vom Gehäuse und die Klebestellen durchsägen?
Angelschnur o.Ä. - damit die Silikonnähte durchhobeln. Sollte ganz gut gehen. Mittels Messer usw wirst du dir nur dein Glas zerkratzen und mit Pech noch einen Finger verlieren :mrgreen:
Ne, also probiers mit Angelschnur oder anderen stabilen Nylonschnüren. Wird funktionieren.

Grüße
Thomas
 
Hi Du!

Mir steht das gleiche bevor wie Dir, allerdings nicht ganz so streßig, da meine Fischis in ein Übergangsaqua ziehen, ohne Bodengrund nur mit Deko und paar Pflanzen!

Ich habe aktuell auch Kies in 2-4mm, möchte aber seit längerem Corys und werde im Projekt Umzug gleich auf Sand umstellen!

Diesen Düngeboden nehm ich NIE wieder! Du wirst nämlich sehen, wenn Du Deine Pflanzen rausziehst, was für ne Brühe Du bekommst! Ich hatte das damals beim Umstieg von 112l auf 240l schon! Da waren die Fische fast nimmer zu sehen, soviel zum Thema fangen..... Ich werde morgen versuchen meine Fische trotz Pflanzen umzuziehen!

Wie Thomas schon meinte, die Wurzelzehrer werden in Zukunft mit Düngekugeln versorgt und der Rest über Flüssigdünger bzw. hab ich zusätzlich eh ne CO2-Anlage laufen!


Innenfilter hab ich damals auch rausgerissen, leider hatte ich keine Nylon- oder Angelschnur, ging aber auch mit Messer, muss man nur wirklich tierisch auf die Finger aufpassen :p

Ich wünsch Dir ganz viel Glück! Wann ist es denn soweit?
Berichte doch mal wie es geklappt hat!!!

LG Claudia
 
Erstmal vielen Dank für eure Tipps :)

Hmm..nu war ich heute beim Zoohandel, die sind da an sich recht fit und wissen wohl ne Menge....das hat mich nu wieder verunsichert.

Beim Filter sagt sie, der wär nach ner Stunde quasi schon tot...und ich sollte den ausmachen, umziehen und sofort in einer Wanne weiterlaufen lassen mit Fischen drin und dann in Ruhe das Becken aufbauen. Naja, die Idee mit der Wanne finde ich gar nicht übel aber die Fische kann ich doch wohl 2 Stunden in meinen Transportbehältern lassen..ich will die ja nicht zweimal einfangen...

Bodengrund empfiehlt sie auch dringend. Hmpf. Das Zeugs ist schweineteuer und mulmt natürlich wie schon gesagt wurde beim Pflanzen ziehen ordentlich rum...andererseits is dann erstmal für ein Jahr oder so Ruhe und man kann sich die Düngetabletten sparen. Schlechte Erfahrungen mit Bodengrund hab ich eigentlich nicht, hatte ja auch von Anfang an welchen drin...hmm...noch unschlüssig
 

black-avenger

Mitglied
Merowinger schrieb:
Beim Filter sagt sie, der wär nach ner Stunde quasi schon tot...und ich sollte den ausmachen, umziehen und sofort in einer Wanne weiterlaufen lassen mit Fischen drin und dann in Ruhe das Becken aufbauen. Naja, die Idee mit der Wanne finde ich gar nicht übel aber die Fische kann ich doch wohl 2 Stunden in meinen Transportbehältern lassen..ich will die ja nicht zweimal einfangen...
Dazu gabs hier vor garnicht langer Zeit 'ne etwas längere Diskussion, wenn ich sie finde linke ich sie dir ein. Allerdings war das erfahrene Personal dort relativ einstimmig dabei, dass dem wie man dir im Zoohandel zu erklären versucht hat definitiv nicht so ist. Die Kulturen im Filter sind nicht schon nach einer Stunde tot.

Bodengrund empfiehlt sie auch dringend. Hmpf. Das Zeugs ist schweineteuer und mulmt natürlich wie schon gesagt wurde beim Pflanzen ziehen ordentlich rum...andererseits is dann erstmal für ein Jahr oder so Ruhe und man kann sich die Düngetabletten sparen. Schlechte Erfahrungen mit Bodengrund hab ich eigentlich nicht, hatte ja auch von Anfang an welchen drin...hmm...noch unschlüssig
Sie empfiehlt ihn vornehmlich aus einem Grund - eben genau weil er schweineteuer ist. Siehst du die Argumente die du für den Nährboden heranziehst nicht selbst als minimal unsinnig? Rechtfertigen die paar Wurzelzehrer die du haben wirst den kompletten Bodengrund mit Nährboden zu unterfüttern? Oder bringst du das Zeug doch auf 80% Fläche aus wo überhaupt nichts, respektive kein Wurzelzehrer steht? Müsstest du alle 2 Monate eine Düngekugel (Bsp. JBL 7-Balls) nachfüttern wenn du ohne Nährboden unterwegs bist? Eher nicht. Die Dinger halten gut und gerne zwischen 6 und 12 Monaten. Und dann ist das nachschieben einer neuen Kugel doch auch kein Problem, oder? Wohingegen du beim Nährboden nach 12-14 Monaten halt einfach 'ne unbrauchbare Schicht Schlonz unterm Sand/Kies hast. Bringts meiner Meinung nach echt nicht.
Im Bezug auf Nährboden war das ein reines Verkaufsgespräch, mit viel Ahnung oder sonst hat das nichts zu tun. Der Nährboden macht sich in der Verkaufsbilanz einfach netter als 'n Päckchen Düngekugeln die im Endeffekt denselben Effekt erzielen, allerdings mit weniger Flächenschaden. Flächenschaden insoweit, als dass du mit Nährboden das Zeug eben bei jedem bescheuerten Stängelgewächs wieder mit nach oben ziehst. Bei den Düngekugeln sind zumindest die Gewächse die keine gekriegt haben in der Hinsicht absolut schmutzfrei nach oben zu bekommen.

Überleg dir das mit dem Nährboden, ich würds nicht tun. Wirklich nicht.

Grüße
Thomas
 


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