Tipps für Anfängerin gesucht

Hallo,
ich möchte mir gern ein Aquarium für mein Zimmer kaufen. Jedoch kenne ich mich noch nicht so gut mit dem ganzen Thema Aquaristik aus.
Wie groß kann ein Aquarium in einem Jugendzimmer sein? Welche Fische sind für mich als Anfängerin geeignet? Muss ich bestimmte Pflanzen für bestimmte Fischarten kaufen?
Deshalb bitte ich um eure Hilfe und warte auf nützliche Tipps für eine Anfängerin.

Nina
 


Henny

Mitglied
Hallo Nina,

falls Du es Dir platz- und kostenmäßig leisten kannst, würde ich schon versuchen, ein Becken mit 80 cm Kantenlänge zu nehmen, da kannst Du einiges drin unterbringen. Aber natürlich geht es auch kleiner.

Bei einigen Becken-Modellen muss man für Reinigungsarbeiten den ganzen Deckel mit der Beleuchtung abnehmen. Falls Deine Zimmerbeleuchtung direkt über dem Becken nicht so hell ist, musst Du dann mit zusätzlichen Lampen hantieren. Das kann lästig sein.

Für Anfänger sind Guppys und Platys gut geeignet. Sie sind relativ einfach zu halten und schön aktiv und bunt. Das ist aber natürlich Geschmackssache. Wenn Du Dich für Lebendgebärende entscheidest, würde ich auch nur Männchen nehmen, damit Du den Nachwuchs vermeidest.
Geh einfach mal zum Zoohändler und guck mal, was Dir da gefällt und dann stelle Deinen Besatzwunsch hier wieder ein (mit der geplanten Beckengröße).
Je nach dem, was für Fische Du nehmen willst, kannst Du dann die Bepflanzung, den Bodengrund und die Deko danach ausrichten.

Wenn Du zum Händler gehst, dann nimm am besten auch gleich etwas von Deinem Leitungswasser mit und lass die Werte (PH / GH / KH) dort testen.

Viel Spaß wünscht Dir mit vielen Grüßen
Henny
 
Hi,
der bereits gepostete Einsteigerleitfaden ist wirklich erst mal das A und O und bietet einen guten Überblick und Informationen für alle Fragen, die sich zum Beginn des Hobbys stellen.
Mit welcher Beckengröße du anfängst ist dir überlassen und wieviel Zeit du in Reinigung und Pflege investieren willst. Kleine Becken benötigen häufigere Wasserwechsel als Große, haben aber auch einen geringeren Energieverbrauch, Afrikanische Seen-Aquarien muss man oft von Algen befreien, da sehr wenig Pflanzen drin sind...
Es gibt auch ein paar Meinungen die sagen, dass mit größeren Becken kann nicht so viel passieren wie mit Kleineren. Häufig beginnen Anfänger mit 54l Becken, da diese platztechnisch fast überall hinpassen und außerdem schon als Komplettset zu kaufen sind. Ob du jetzt ein solches 54l Becken als Arten oder Gesellschaftsbecken einrichtest, ein kleineres 12-40l Nanobecken oder gleich mit größeren loslegst ist wirklich dir überlassen.

Zu den Pflanzen: Im Einsteigerleitfaden steht bestimmt auch drinnen, dass bei der Ersteinrichtung viele schnellwachsende Pflanzen eingesetzt werden sollen, um Algen keine Chance zu geben. Beispiele dafür wären Hornkraut, Wasserpest, Vallisnerien, Nixkraut... Die einzigen Sorten Fisch wo man mit Pflanzen aufpassen sollte sind diverse Barsche (auch Diskus zählen dazu), Afrikanische Cichliden und Goldfische. Diese fressen manche Pflanzen und das Becken muss mit Barschresistenten Pflanzen bestückt werden.

Als Anfängerfische werden dir oft Tiere wie Guppys, Mollys, Platys usw.. empfohlen. Diese sind auch gut geeignet, ABER lebendgebährend, was heißt, du kannst den Nachwuchs nicht kontrollieren. Daher sollte man es sich vorher gut überlegen, ob man diese Tiere will, wenn man keine Abnehmer hat, denn so 20-40 Tiere pro Wurf können es schon werden und so ein Weibchen wirft oft nicht nur einmal im Monat. Irgendwann wächst einem die Fischmasse über den Kopf und man verliert den Spaß an der Aquaristik. Daher wirklich gut überlegen!

Nun schau dich ersteinmal nach einem Becken um: neu gibts 54l für 30-70€ und 112l Sets für 80-110€ bei diversen Zoofachmärkten, der Vorteil für Sets ist, dass du Becken, Abdeckung mit Licht, Filter und Heizstab schon in einem Aufwasch hast. Günstiger sind gebrauchte Becken die man z.B. bei ebay, http://www.ebay.kleinanzeigen.de , http://www.quoka.de und ähnlichen Portalen bekommt. Anfängern rate ich erstmal zu einem Komplettset, da man bei den Gebrauchten als Anfänger auch schon mal Fehlkäufe macht.

Lies dir im Leitfaden auch ganz genau das Kapitel mit Nitritpeak durch, denn einer der häufigsten Fehler von Anfängern ist das zu frühe Einsetzen der Fische. Auch wenn dir Zoomarktmitarbeiter so Biostarter und Bakterien anbieten sollte man eine Zeit lang warten. Am Anfang ist das recht schwierig geduldig zu sein ;)

Ich wünsche dir erst einmal viel Spaß beim Becken aussuchen und melde dich doch dann nochmal, dann kann man dich wegen Besatz beraten. Ein paar Seiten zum schmökern noch: http://www.zierfischverzeichnis.de ; http://www.aquarium-guide.de

lg,
Ryltha
 
Moin,

ein kleiner Tipp in Sachen Besatzplanung:
Um überhaupt mal irgenwo einen Anfang zu finden bei der Planung, würde ich damit anfangen mir einen Fisch rauszusuchen, den du unbedingt haben möchtest (sei es aufgrund des Aussehens, weil er einfach zu vermehren ist oder weil sein Verhalten spannend sein soll). Also ein "Highlight", dass man gerne im Becken haben möchte, dass kann zum Beispiel ein Barsch- oder Fadenfischpärchen sein, ein Kampffisch, Schneckenbuntbarsche oder auch ein schön großer bunter Salmlerschwarm. Wenn du den gefunden hast, machst du dich schlau, mit welchen Fischen man dieses "Highlight" vergesellschaften kann (in puncto Verhalten, Wasserwerte, Beckeneinrichtung etc.). So kannst du dir langsam Schritt für Schritt deinen Wunschbesatz zusammenstellen.

Viel Spaß noch beim einlesen in dein neues Hobby :D

PS: Der Besatz muss auch nicht gleich von Anfang an feststehen. In einem Becken darf auch ruhig mal ein halbes Jahr lang ein einzelner Kampffisch rumschwimmen, bis man sich entschieden hat, was man noch dazusetzen möchte.
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo,

das wichtigste wurde ja bereits gesagt. Aber zu dem Satz:
denn so 20-40 Tiere pro Wurf können es schon werden und so ein Weibchen wirft oft nicht nur einmal im Monat.
muss ich anmerken, dass Guppys, Platys und Co. bei optimalen Bedingungen eine Tragzeit von ca. 28 Tagen haben. Somit gibt es monatlich nur einen Wurf. Oft sind die Wurfabstände aber auch größer als 4 Wochen.

Und diese ganze Hysterie um die hohe Vermehrungsrate und die dadurch ausgelöste "Guppyplage" hängt mir langsam zum Hals raus. Bei moderater Fütterung kommt gar nicht so viel Nachwuchs hoch. Selbst von einem großen Wurf aus 40 Jungtieren kommen dann nur einige wenige durch. Solange die Alttiere satt gefüttert sind, lassen sie den Nachwuchs in Ruhe. Haben sie aber Hunger, werden sie dem Nachwuchs selbst nachstellen und somit kurz halten.

Das ist wie mit den Schnecken: Viel Futter -> viele Schnecken.

Viele Grüße
Roman
 
Hallo Felix
warum räts du einer Anfängerin zu einem Kampffisch? Wo sie noch was dazu setzen kann? Man hält Kampffische(beta splendens) einzeln das wurde hier oft genug geschrieben und ich bin nicht der Meinung, das sie gerade für Anfänger geeignet sind.
Vielleicht sollte sich die Treaderstellerin erstmal Gedanken machen, wie groß das Becken sein kann bzw darf. Und dann kann sie sich überlegen was sie möchte und dann kann sie immer noch fragen ob das alles für das Becken passt.
 


einfachich schrieb:
Hallo Felix
warum räts du einer Anfängerin zu einem Kampffisch? Wo sie noch was dazu setzen kann? Man hält Kampffische(beta splendens) einzeln das wurde hier oft genug geschrieben und ich bin nicht der Meinung, das sie gerade für Anfänger geeignet sind.
Vielleicht sollte sich die Treaderstellerin erstmal Gedanken machen, wie groß das Becken sein kann bzw darf. Und dann kann sie sich überlegen was sie möchte und dann kann sie immer noch fragen ob das alles für das Becken passt.

Hallo,

ich habe da lediglich Beispiele genannt und ihre keine konkreten Vorschläge gemacht.
Bei allem was ich bisher gelesen habe, wüsste ich allerdings nicht, was an einem Kampffisch so kompliziert sein soll. Und was spricht bitte dagegen diese Tiere zu vergesellschaften, z.B. mit Corys, L-Welsen oder einem ruhigen Schwarmfisch? Zum Verständnis: gemeint habe ich den handelsüblichen Betta splendens. Und soweit ich weiß lässt der sich ohne Probleme in einem 60cm bis 80cm Becken halten und frisst normales Flockenfutter.

Mir ging es lediglich darum ihr eine Vorgehensweise vorzuschlagen, wie man sich einen Besatz zusammenstellen kann.
 

Ebs

Mitglied
Hallo allerseits,

einfachich schrieb:
Vielleicht sollte sich die Treaderstellerin erstmal Gedanken machen, wie groß das Becken sein kann bzw darf. Und dann kann sie sich überlegen was sie möchte und dann kann sie immer noch fragen ob das alles für das Becken passt.

möchte das unterstreichen.

Lasst Nina doch erst mal den Einsteigerleitfaden lesen, um einen ersten Überblick zu erhalten, was eventuell auf sie zukommt, um dann ihre konkreten Fragen zu beantworten.

Man hilft ihr anfangs nicht, wenn man in vielen und evtl. langen Beiträgen sein geballtes Wissen oder auch evtl. Halbwissen ausbreitet und sie nur zuballert, heißt, überfordert.

Wer evtl. noch nie was mit Aquaristik zu tun hatte, muss da erst mal reinschnuppern.

Gruß Ebs
 

Henny

Mitglied
Hallo Ihr,

ich finde auch, dass wir Nina nicht überfordern sollten.

elchi07 schrieb:
Und diese ganze Hysterie um die hohe Vermehrungsrate und die dadurch ausgelöste "Guppyplage" hängt mir langsam zum Hals raus. Bei moderater Fütterung kommt gar nicht so viel Nachwuchs hoch. Selbst von einem großen Wurf aus 40 Jungtieren kommen dann nur einige wenige durch. Solange die Alttiere satt gefüttert sind, lassen sie den Nachwuchs in Ruhe. Haben sie aber Hunger, werden sie dem Nachwuchs selbst nachstellen und somit kurz halten. Das ist wie mit den Schnecken: Viel Futter -> viele Schnecken.

Roman, dazu habe ich noch eine Frage bzw. Anmerkung. Ich habe dafür einen neuen Thread im Bereich 'Fische' aufgemacht. Ich freue mich auf Deine Antwort - und auf die von Euch anderen natürlich auch.

Viele Grüße von Henny
 
Felix86 schrieb:
einfachich schrieb:
Hallo Felix
warum räts du einer Anfängerin zu einem Kampffisch? Wo sie noch was dazu setzen kann? Man hält Kampffische(beta splendens) einzeln das wurde hier oft genug geschrieben und ich bin nicht der Meinung, das sie gerade für Anfänger geeignet sind.
Vielleicht sollte sich die Treaderstellerin erstmal Gedanken machen, wie groß das Becken sein kann bzw darf. Und dann kann sie sich überlegen was sie möchte und dann kann sie immer noch fragen ob das alles für das Becken passt.

Hallo,

ich habe da lediglich Beispiele genannt und ihre keine konkreten Vorschläge gemacht.
Bei allem was ich bisher gelesen habe, wüsste ich allerdings nicht, was an einem Kampffisch so kompliziert sein soll. Und was spricht bitte dagegen diese Tiere zu vergesellschaften, z.B. mit Corys, L-Welsen oder einem ruhigen Schwarmfisch? Zum Verständnis: gemeint habe ich den handelsüblichen Betta splendens. Und soweit ich weiß lässt der sich ohne Probleme in einem 60cm bis 80cm Becken halten und frisst normales Flockenfutter.

Mir ging es lediglich darum ihr eine Vorgehensweise vorzuschlagen, wie man sich einen Besatz zusammenstellen kann.

hallo
Dann informier dich mal über die haltung des betta splendens.
 
Hallo
Ja das habe ich getan und ich sage dir mal was. ich hatte 2w/1m empfohlen bekommen in 1 meiner Gesellschaftsbecken und habe es ausprobiert. Ab den Tag war krieg im Becken. Das Männchen war aggressiv und bekam keine Ruhe vor den Mitbewohnern, die Weibchen waren untereinander ebenfalls extem aggressiv. Mein Fazit war, das jeder sein eigenes kleines Becken bekommen hat. Dicht bepflanzt und mit wenig Strömung und sie wachsen und gedeihen.
Das Männchen ist gestorben da er einen Tumor oder ähnliches hatte.
Die Weibchen stehen bei meinem Patenkind immer noch getrennt jedes in einem 30 Liter Becken. Und welche Erfahrungen hast du gemacht?
 

ischhalt

Mitglied
Hi
einfachich schrieb:
. ich hatte 2w/1m empfohlen bekommen in 1 meiner Gesellschaftsbecken und habe es ausprobiert. Ab den Tag war krieg im Becken. Das Männchen war aggressiv und bekam keine Ruhe vor den Mitbewohnern, die Weibchen waren untereinander ebenfalls extem aggressiv.

Zu meinen Anfängen habe ich genau das selbe gemacht mit dem selben Ergebnis.Nur mein Kafimännchen ist an Bauchwassersucht gestorben.was wohl auf den Dauerstress zurück zuführen ist.
Ich denke mal so oder so ähnliche Erfahrungen haben viele schon gemacht.(Es taucht ja auch immer wieder im Forum auf)Und das muß ja echt nicht sein,ist kein schönes Leben für Fisch und keine Freude für den Besitzer.

Ausserdem muß Nina ja sowieso erst wissen,welches Becken sie haben möchte,bzw haben kann.


Lg Lisa
 
einfachich schrieb:
Hallo
Ja das habe ich getan und ich sage dir mal was. ich hatte 2w/1m empfohlen bekommen in 1 meiner Gesellschaftsbecken und habe es ausprobiert. Ab den Tag war krieg im Becken. Das Männchen war aggressiv und bekam keine Ruhe vor den Mitbewohnern, die Weibchen waren untereinander ebenfalls extem aggressiv. Mein Fazit war, das jeder sein eigenes kleines Becken bekommen hat. Dicht bepflanzt und mit wenig Strömung und sie wachsen und gedeihen.
Das Männchen ist gestorben da er einen Tumor oder ähnliches hatte.
Die Weibchen stehen bei meinem Patenkind immer noch getrennt jedes in einem 30 Liter Becken. Und welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ich habe schon genug Bettas zusammen mit Welsen und ruhigen Schwarmfischen in Gesellschaftsbecken gesehen.
Ich habe ja auch nirgends geschrieben das man Kampffischen mit Kampffischen vergesellschaften soll.
 
Leute, könnt ihr eure Diskussion über die Haltung von Bettas vielleicht in einem anderen Thread weiterführen? Hier ging es um Ninas Fragen zu einem Anfängerbesatz bzw. überhaupt dem richtigen Becken... Also, BTT bitte!

Gruß
Dennis
 
Hallo
Eben und da kampffischen nicht ins Gesellschaftsbecken gehören darum gehört es trotzdem hier her. Eher ein Erfahrungsaustausch und keine Diskussion.
@ Felix weißt du, mir wurde mal geraten das "gesehen" und "selber gehalten" nicht dasselbe ist.
Aber nun gut. Was für ein Becken soll es denn werden nun?
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

Eben und da kampffischen nicht ins Gesellschaftsbecken gehören darum gehört es trotzdem hier her. Eher ein Erfahrungsaustausch und keine Diskussion.
@ Felix weißt du, mir wurde mal geraten das "gesehen" und "selber gehalten" nicht dasselbe ist.

100% Zustimmung! :thumleft:

Genau so muß das hier ausdiskutiert werden, wenn solche Tips kommen, den Betta in ein Gesellschaftsbecken umzuquartieren.

Gruß
 
Moin,

erstmal habe ich ich hier nirgendwo geraten Betta splendens in Gesellschaftaquarien zu halten. Ich habe lediglich eine Methode erläutert, wie man sich nach und nach eine Besatz zusammen suchen kann. Der Betta war nur ein Beispiel von vielen.

Und ja es stimmt, gesehen ist nicht selbst gehalten. Dennoch sehe ich regelmäßig ein 54 Liter Aqurium mit einem Betta splendens Männchen und Dornaugen. Da gibt es absolut keine Probleme. Zudem kann man im Internet und auch in diverser Literatur nachlesen, dass man Betta splendens mit ruhigen Fischen, beispielsweise mit Welsen, vergesellschaften kann.
 


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