Strömungsbecken für Sewellia

Moin,

mein neues Becken steht seit gestern und meine drei Sewellias sind vorhin eingezogen. (Das Handyfoto gibt Farbenspiel und Tiefe nicht wieder, schade) Seit der Ichtyo-Epidemie vor einigen Wochen waren die Flossensauger in Quarantäne weil sie als einzige nicht befallen waren. Ich habe sie wegen des Umzugs dann auch noch dort gelassen und zuerst das Becken meines Sohnes wieder eingerichtet.

Seit heute haben sie endlich wieder Platz in einem 125 Liter Becken. Die Steine sind kalkfreie Sandsteine aus dem Sockel meines alten Hauses, Baujahr 1846. Der Aufwuchs darauf ist mindestens genau so alt und wurde von den Sewellias keine 5 Minuten nach Einzug schon eifrig abgenagt. Ich hoffe die unbewachsenen Steine werden auch bald grün. Ich wollte wegen der Strömung eigentlich ein länglicheres Becken aber mehr Platz war nicht machbar.

Für Strömung sorgt eine Turbelle mit 1500 l/h. Die Strömung ist für die Sewellias auf die Steine gerichtet, im oberen Bereich ist das Wasser natürlich ruhiger. Ich wollte ursprünglich mit einer zweiten Turbelle auch im oberen Bereich für Strömung sorgen aber das war zuviel. Eventuell platziere ich dort nochmal eine schwächere Pumpe. Das Becken steht jetzt im Esszimmer, das ist gut so denn die Turbelle macht trotz Gummipuffern deutlich Geräusche. Im Wohnzimmer wäre mir das lästig.


Zu den Fischen:

Ihr solltet die Sewellias mal sehen! Sie kurven wie Mauersegler durch die Strömung, reiten darauf, schwimmen dagegen an, lassen sich von vorn und von hinten vom Strom erfassen und durchs Becken treiben, saugen sich Millimeter vor der Pumpe fest und lassen sich durchschütteln ... die pure Lebensfreude! Ich kannte sie ja bisher nur aus Händlerbecken und aus unserem kleinen 60er ohne Strömung. Was für eine Veränderung ... Das Becken macht jetzt schon richtig Spaß. Wenn jemand Flossensauger hält: Gönnt ihnen eine Strömungspumpe.

Der Besatz wird noch um eine Handvoll Zebrabärblinge erweitert und dann fährt das Becken erst mal ein. Ich bin schon auf das Gewusel bei endgültigem Besatz gespannt, ausser Sewellias und Zebras soll nichts weiter rein. Ich habe irgendwo mal was über filtrierende Garnelen gelesen die sich in der Strömung aufhalten, darüber will ich mich nochmal informieren. Vielleicht hat da jemand einen Tipp für mich?

Die Bepflanzung finde ich noch nicht so gelungen, in 3D sieht es aber besser aus als auf dem Foto. Teilweise habe ich einfach Pflanzen vewendet, die ich noch da hatte. Etwas Holz könnte auch nicht schaden aber ich habe bisher nichts passendes gefunden.

HAND,
Andreas
 

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Moderlieschen

Moderator
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Hi Andreas,

sieht doch schon mal gut aus. Fehlt nur noch ein bißchen Holz :thumright:
AME schrieb:
Wenn jemand Flossensauger hält: Gönnt ihnen eine Strömungspumpe.
Hab leider nur einen einzigen Gastromyzon punctulatus und der wohnt im 450er Gesellschaftsbecken. Da geht das leider nicht. Aber eines Tages...

Hast du dieses Video schon gesehen?
https://www.youtube.com/watch?v=TjR4sBGMACI
Das beantwortet vielleicht deine Frage nach den passenden Garnelen und Wurzeln.

Grüße Petra
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

ich hatte ja auch mal Sewellia lineolata. Entgegen der langläufigen Meinung habe ich die ohne Extra-Strömungspumpe gehalten und nur den normalen Filterauslauf etwas mehr nach unten gerichtet. Hat völlig ausgereicht. Auf und in ihrer Steinburg war der Teufel los und vermehrt haben die sich auch. Ich denke, das Gastromyzon eher Zusatzströmung brauchen.

@ Petra

Also, die Sewellia brauchen kein Holz. Obwohl ich beide drin hatte, wurde sich nur auf/zwischen den Steinen aufgehalten.

Gruß
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Olli,

fischolli schrieb:
Also, die Sewellia brauchen kein Holz. Obwohl ich beide drin hatte, wurde sich nur auf/zwischen den Steinen aufgehalten.
Ich weiss. Sieht halt schöner aus mit Holz und zwischen dem vielen "Grün" würds gut passen :mrgreen:
In dem Video wird das Holz trotzdem rege genutzt.
Meinen hab ich auch noch nie auf der Wurzel gesehen, aber meistens rutscht er sowieso nur an den Vallis rauf und runter.

Grüße Petra
 
Hi,

es kommt auf die Art an. Sie besiedeln zwar alle mehr oder weniger schnell strömende steinige Flüsse, die breviventralis die ich habe wurden aber AFAIK bisher nur in sehr starken Stromschnellen einiger Mekong-Zuflüsse gefangen. Die lineolata sind sehr weit in Küstenflüssen verbreitet und haben dementsprechend ein breiteres Spektrum an Lebensräumen.

Das Holz ist eher fürs Auge des Menschen gedacht.


Andreas

P.S.
Breviventralis sind derzeit nirgendwo aufzutreiben. Falls jemandem mal ein Angebot über den Weg läuft wäre ein Tipp nett, ich will den Bestand ja noch aufstocken.
 


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