Skalar ohne Partner

Mr.GerardCruiz

Mitglied
Hallo,

ich hatte seit drei Jahren zwei weibliche Skalare in meinem Becken, die eine Art Pärchen waren (hat sich erst spät rausgestellt, dass es zwei Weibchen sind). Heute morgen war leider eines der beiden tot, was sich leider schon seit einigen Tagen abgezeichnet hat. War immer der schwächlichere von beiden. :(

Nur was mache ich jetzt am besten mit dem zweiten Skalar? Mit drei bis vier Jahren ist er natürlich ausgewachsen. Sollte man jetzt einen zweiten Skalar dazusetzen oder lieber alleine weiter halten? Was sind eure Erfahrungen?

Ich habe natürlich schon ein bisschen gegoogelt aber die dortigen Beiträge beziehen sich oft auf sehr alte Tiere, die ihr "Gnadenbrot" bekommen. Das trifft bei meinem ja nicht wirklich zu.

Der Beibesatz ist bescheiden. 15 Schmucksalmler, 6 Corydoras Ambiacus, 1 A. Agassizi-Weibchen (Steinalt).

Liebe Grüße
Gerrit
 


Mr.GerardCruiz

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Hallo Petra,

danke, das Thema hatte ich bereits gefunden. Nur ist mein Skalar ja gerade mal halb so alt, wie der dort behandelte. Ich bin mir deshalb nicht sicher ob die dortige Schlussfolgerung ihn allein zu lassen so einfach übertragbar ist.

Liebe Grüße
Gerrit
 

Z-Jörg

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Hi Gerrit,
aus meiner Sicht ist das Alter der Tiere nicht das Problem, sondern sicher das passende Geschlecht zu erwischen.
 
Wie groß ist dein Becken? Es ist richtig und echt schwer, das passende Geschlecht zu fingen - in deinem Fall aber kein Problem, da du ein Weibchen hast.
Ich hatte ein Paar, als das Weibchen starb hab ich dem Männchen ein "neues" Weibchen gekauft, was super geklappt hat.
Jetzt sind es mittlerweile 10 Skalare, welche sich in der Gruppe gut vertragen.
 

Mr.GerardCruiz

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200 Liter.
Sofern ich im Handel ein etwas größeres Exemplar finden sollte werde ich es wohl mal probieren. Die 08/15 Mini-Skalare erscheinen mir da leider nicht so geeignet. Unglaublich bei was für größen die bereits angeboten werden. :autsch:
 


fischolli

R.I.P.
Moin,

und wo soll jetzt das Problem sein mit der Abgabe? Mit 2-3 cm sind die völlig autark und nicht mehr auf den SChutz der Elterntiere angewiesen. Also sind sie abgabebereit. Solange ich Käufern erkläre, wie gross Skalare werden (können), ist da absolut nix verwerfliches dran zu entdecken.

Gruß
 
In 200 L kannst gut noch ein dazu tun.
Ich sehe bei den Jungtieren das Problem, dass die bis zum Erwachsenenalter in Gruppen leben und sich daraus dann Paare bilden.
Für eine größere Gruppe wären dann 200 L knapp.
Ein älteres Tier wär schon besser.
 

Mr.GerardCruiz

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Hallo Olli,

verwerflich fande ich das auch nicht, ich war lediglich überrascht. Auch wenn solche kleinen Skalar'chen bereits selbstständig sind dürften sie keinen adäquaten Partner für meinen "Brummer" abgeben. :wink: Das dauert ja mindestens drei Jahre bis die annäherend gleiche Größe erreichen.

Gruß
Gerrit
 

Mr.GerardCruiz

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Nur um meine Erfahrungen für andere noch zu dokumentieren:

Nachdem ich ja ein Weibchen hatte, habe ich es tatsächlich versucht. Der neue Skalar (mutmaßlich auch weiblich) war nur unwesentlich kleiner aber bereits wenige Stunden nach dem Einsetzen kam es zu Rangeleien und Revierkämpfen zwischen den beiden. Erst dachte ich das legt sich aber am nächsten Morgen hatte sich bereits eine klare "Hackordnung" gebildet und ich habe den neuen rausnehmen müssen.
Dass mein Becken durch Wurzeln und sehr viele Pflanzen extrem durchstrukturiert ist hat auch nicht geholfen.

Mein Skalar wird nun allein bleiben.

Gruß
Gerrit
 

Mr.GerardCruiz

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Mein Skalar ist zu 100% weiblich, das Geschlecht des anderen ist mir natürlich nicht mit Sicherheit bekannt aber das ist ja in diesem Fall auch nicht so wichtig.
 
Hi,

was Du noch versuchen könntest:
Beide Tiere für ein paar Tage in getrennte Quarantänebecken und sie danach erst wieder zusammen in das große Becken setzen. Dann dringt nicht einer in das Revier des anderen ein - die Voraussetzungen für beide sind dann halt gleich.
Kann funktionieren - muss aber nicht.
 
Hallo,

ich hatte ein ähnliches Problem.
Ein Pärchen Skalare, davon das Männchen gestorben, das Weibchen nun alleine.

Versuche der Vergesellschaftung mit einem ausgewachsenen, neuen Skalarmann schlug fehl.
Vielleicht wegen mangelnder Sympathie der beiden Fische, vielleicht auch wegen meiner falschen Vorgehensweise die beiden aneinander zu gewöhnen.
Wollte es nach dem Mißerfolg zuerst dabei belassen und die Skalardame alleine lassen.

Doch dann bin ich über eine Kleinanzeige auf einen etwa 2 Jahre alten Skalar (Geschlecht unbekannt) gestoßen und habe einen weiteren Vergesellschaftungsversuch wagen wollen. Allerdings mit besserer Vorbereitung.

Diesmal habe ich zuerst die die Skalardame rausgefangen und vorübergehend in ein seperates Becken gesetzt.
Dann das nun skalarlose Aquarium komplett umstrukturiert (Pflanzen und Wurzeln versetzt bzw. rausgeholt), damit das Skalarweibchen ihre alte Revierstruktur nicht wieder erkennt.

In das umgestellte Becken hab ich zuerst den neuen Skalar eingesetzt, damit er sich mit seinem neuen Zuhause vertraut machen kann. Erst ein paar Stunden danach setzte ich wieder den alteingesessenen Skalar ins Aquarium zurück.

Da beide Fische mit der Erkundung des Aquariums beschäftigt waren, haben sie sich erstmal galant ignoriert um dann später neugierig miteinander herumzuschwimmen.

Ist nun über eine Woche her und bisher vertragen sich die beiden sehr gut.

Viele Grüße,
Christine
 

Mr.GerardCruiz

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Hallo Christine,

danke für den Rat. Leider kann ich das momentan nicht verwirklichen, weil ein Prachtkopfsteher in das Becken ausquatiert werden musste. Ganz schön wild ist der. :dance:
Na ja das hält den Skalar beschäftigt, da möchte ich nicht noch mehr Unruhe reinbringen. Vielleicht probiere ich es im Frühling noch einmal.

Gruß
Gerrit
 


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