Schattiges Plätzchen sucht anspruchslose Stängelpflanze ;-)

Hallo ihr zusammen!

Mein AQ (112 Liter) läuft seit Anfang des Jahres und ich bin sehr zufrieden damit.
Vor allem die Vallisneria ist schön gewachsen und bildet einen dichten Wald im hinteren Bereich.

Jetzt zum Problem:
Die Vallisneria flutet teils stark die Oberfläche. Zurückschneiden kann ich nicht, geschnittene Blätter faulen danach ab (schon probiert). Will ich aber eigentlich auch gar nicht, da die Honigguramis, seit die Oberfläche von Pflanzen bedeckt ist, viel "zutraulicher" und mutiger geworden sind, und sich sichtlich wohler fühlen. Deswegen möchte ich die Oberfläche eigentlich nicht kahlschneiden.

Das Problem, was daraus resultiert, ist, dass am Boden natürlich viel weniger Licht ankommt. Was den Fischen gefällt, gefällt den Pflanzen überhaupt nicht. Die Cabomba ist mir inzwischen fast vollständig eingegangen, die ist ja sehr lichthungrig ist, deswegen ist sie auch ziemlich veralgt.
Ein paar Bartalgen (ja, hab Bio-Co2 :wink: ) hab ich auch an einer bodendeckenden Pflanze.

Jetzt zu meiner Frage:
Kennt ihr eine genügsame, nicht zu anspruchsvolle und vor allem nicht so lichthungrige Stängelpflanze? Ich habe schon diverse Pflanzendatenbanken durchsucht, aber ohne wirkliches Ergebnis. Habt ihr vielleicht mit einer Pflanze schonmal gute Erfahrungen diesbezüglich gemacht?
Natürlich könnte ich den Vallis auch noch dieses Plätzchen schenken, aber ich will ein bisschen pflanzliche Abwechslung :D

Freue mich auf Antworten :wink:

LG Jan
 


mausilibaer

Mitglied
Hi Jan,

muß es unbedingt eine Stängelpflanze sein? Wenn nicht, wären Cryptocorinnen, Javafarn und Anubien eine gute Möglichkeit für schattige Plätzchen.
 
Hi Tom!

Danke für deine Antwort.

Ich glaube, ich werde das Problem mal ein bisschen genauer beschreiben.

Also, wie gesagt: Die Vallisneria bedeckt die Oberfläche, was ich gut finde.
Dadurch kommt zu wenig Licht durch, was den Pflanzen in Bodenregion doch schadet.

Bilder dazu:



Ich glaube halt wirklich, dass es am Licht liegt, weil das Problem mit Algen schleichend kam, und nicht von der Düngung etc. abhängt, die hab ich immer konstant beibehalten. Co2 ist auch drin.

Hier die kümmernde Cabomba:


Die Cabomba wollte ich halt durch eine nicht so lichthungrige Stängelpflanze ersetzen, weil die Ecke sonst sehr leer aussähe.

So sieht das Becken insgesamt aus:



Mein Problem ist jetzt halt: Kürze ich die Cabomba weiterhin nur leicht zurück, lasse sie aber trotzdem weiter schön die Oberfläche fluten, und ersetze die Bodenpflanzen durch Javafarn etc... ODER schneide ich die Vallis stärker zurück, aber das Problem wird sein, dass die Blätter dann abfaulen. Und soweit ausdünnen will ich die eigentlich nicht.

Wie gesagt, ich hätte kein Problem damit, die Cabomba durch 2-3 Javafarne zu ersetzen, aber dann ist das Neuseelandgras und die eine Cryptocoryne immer noch algig.

Oder meint ihr, die Algen sind aus einem anderen Grund da? No3 ist gleich 0mg/l, das hab ich schon gemessen.
Dünger: 1x pro Woche D e n n e r l e V30 (1 Spritzer, also ca. 1,5ml), bei wöchentlich ca. 30-50% TWW.

LG Jan
 

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elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo Jan,

ich muß meine Vallis auch immer regelmäßig einkürzen, da sie sonst die ganze Oberfläche einnehmen und das AQ zu stark abdunkeln. Das hat denen bisher auch nicht geschadet.

Bist du sicher, dass Nitrat (NO3) = 0mg/l ist?

Viele Grüße
Roman
 
Hallo Jan!

Dünger: 1x pro Woche D e n n e r l e V30 (1 Spritzer, also ca. 1,5ml)

Wars das schon? Du düngst 1,5 ml auf 112 Liter Aquariumwasser pro Woche?

Bei der Cabomba kann man wohl wirklich von mangeldem Licht ausgehen, so wie sie unter ihre "Blätter" verliert. Es könnte aber auch durchaus Nährstoffmangel sein. Bei NO3-Gehalt von 0mg/l fehlen Nährstoffe. Und die 1,5ml Dünger sind auch zu wenig.
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo Johannes,
CrazyJohannes schrieb:
hey Roman du schneidest dein Vallisnerien einfach oben ab?
klar, ist wie beim Rasenmähen. Die eingekürzten Blätter wachsen wieder weiter und von unten kommen ja auch immer wieder Blätter und Tochterpflanzen nach.

Viele Grüße
Roman
 


mausilibaer

Mitglied
Hi,

wenn ich die Vallis zurückschneide, dann geht es mir ähnlich wie dem TE
schneide ich die Vallis stärker zurück, aber das Problem wird sein, dass die Blätter dann abfaulen
Die Blätter faulen dann bei mir so ca. 1cm ab der Schnittstelle abwärts so vor sich hin. Die Pflanzendecke ist dann zwar weg, aber es sieht einfach nicht besonders schön aus.
 
hab damit auch solche erfahrung gesammelt wie die andern beiden ab der sc´hnittstelle nach unten werden sie Braun und sehen nicht mehr schön aus!
 
Hi und danke für die vielen Antworten!

Ich werde jetzt mal nacheinander antworten:

elchi07 schrieb:
ich muß meine Vallis auch immer regelmäßig einkürzen, da sie sonst die ganze Oberfläche einnehmen und das AQ zu stark abdunkeln. Das hat denen bisher auch nicht geschadet.

Wie gesagt, ich hab's mehrfach beobachtet: Beschnittene Blätter bleiben eine Woche lang stehen und faulen dann ganz langsam ab. Aber ich könnte es natürlich nochmal versuchen.

elchi07 schrieb:
Bist du sicher, dass Nitrat (NO3) = 0mg/l ist?

Ja, ich hab's dreimal getestet. Ganz sicher 0.

Dral schrieb:
Wars das schon? Du düngst 1,5 ml auf 112 Liter Aquariumwasser pro Woche?

Ja, denn: Dennerle empfiehlt: "2 Pumpenhübe (=3ml) auf 100ml AQ-Wasser, wenn alle 2 Wochen gedüngt wird." Dabei sind aber 2-wöchige Wasserwechsel vorgesehen. Wenn ihr meint, das ist zu wenig, kann ich gerne mal 2-3 oder sogar mehr Pumpenhübe reingeben.

mausilibaer schrieb:
wenn ich die Vallis zurückschneide, dann geht es mir ähnlich wie dem TE

Es ist echt ein Mysterium, bei dem einen ist's wie Rasen mähen, beim anderen wieder... mit Abfaulen halt... merkwürdig :D


Ok, ich fasse dann mal zusammen:

- Ich kann mal an einem Büschel Vallisneria versuchen, sie einfach abzuschneiden, und werde mal beobachten, wie sich die Blätter weiterentwickeln. Ich rechne aber mit Abfaulen.

- Kann es also sein, dass die Algen von Nährstoffmangel kommen? Dafür spräche ja Nitrat 0mg/l. Was ich ganz vergessen habe zu erwähnen, manchmal hat die Vallisneria (schubweise im Prinzip) an den Blättern Algen, die wie ein heller Pelz sind, ganz "weich". Ganz viele kleine Haare, aber eben nicht schwarz wie bei Rotalgen. Die betroffenen Blätter hole ich dann immer komplett raus.
Soll ich also in Zukunft mal mehr Dünger rein tun, wenn ja, wie viel?
Oder soll ich auf Tagesdünger umstellen, sodass die Nährstoffversorgung in der Woche konstant bleibt, was meint ihr?

LG Jan
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Jan,

welche Art der Vallisnerie hast Du denn?
Ich habe hier V. spiralis, deren Blätter sich ganz einfach komplett entfernen lassen indem man ruckartig daran zieht (bei V. gigantea geht das nicht!). So dünne ich meinen Wald regelmäßig aus indem ich die längsten Blätter entferne.
Video

- Kann es also sein, dass die Algen von Nährstoffmangel kommen?
Ja, kann sein. Mein 160 Liter Becken bekommt täglich 3-4ml Mikrodünger und 3-4ml Makrodünger.

Daß Cabomba irgendwann kümmert ist für mich völlig normal. Ich hatte die unter Standardbeleuchtung und unter 1 Watt/Liter nie wirklich lange kultivieren können. Ich denke, hier spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Zu warm wird das nichts.


Gruß
Thomas
 
Hi Thomas!

Ich werde beim nächsten TWW lange Blätter mal abreißen, das habe ich auch schonmal gemacht.

Und wie soll ich mit der Düngung weiter verfahren?

Mehr vom V30, wenn ja, wieviel?
Oder auf Tagesdünger umsteigen, um die Nährstoffmenge stabil zu halten?

LG Jan
 
A

Anonymous

Guest
Hi Jan,

Mit V30 bekommst Du keinen Stickstoff ins Becken. Wenn Nitrat nicht Nachweisbar ist hilft also V30 nicht wirklich weiter.
Du solltest Dir einen NPK Dünger besorgen.

Das V30 und das E15 gibst Du wie gewohnt zu, und um etwas Stickstoff und Phosphat ins Becken zu bekommen gibst Du nun noch zusätzlich den NPK Dünger nach Anleitung zu.

Falls Du N und P messen kannst, solltest Du dies kontrollierend tun.



Gruß
Thomas
 
Hallo ihr!

So, hab jetzt mal ein bisschen weitergemacht und beobachtet.

NPK-Dünger hab ich bisher noch nicht rein, denn seit ich die doppelte Menge V30 (also ca. 6ml 1x pro Woche) ins Becken gebe, ist von den Algen keine Spur mehr zu sehen :D
Lediglich am Neuseelandgras hängen noch ein paar Bartalgen, aber die scheinen auch auf dem Rückzug zu sein :wink:

Eine andere Pflanze hab ich für die Cabomba bisher nicht eingesetzt, ich hab diese aber rausgeholt und stattdessen eine Pflanze versetzt - ist optisch auch viel schöner :wink:

Also danke an alle für den Tipp mit dem Nährstoffmangel - hat geholfen :thumleft:


Dafür hab ich eine andere Entdeckung gemacht:
Im Sand an der Frontscheibe ist so ein grünlicher Schimmer, sind aber garantiert keine Wurzeln o.Ä. Etwas Ähnliches hab ich schonmal bei einem Bekannten gesehen. Falls ihr wollt, stell ich heute Abend mal noch ein Foto ein.
Habt ihr eine Idee, was das sein könnte?
Ein bisschen davon war schon vorher da, aber seit ich die Düngermenge erhöht habe, ist es deutlich mehr geworden. Also vermutlich eine Algenart?
Vielleicht weiß ja jemand von euch ein bisschen mehr darüber :wink:

Hoffe natürlich wie immer auf Antworten...

LG Jan
 
So, Nachtrag.

Ich hab mal ein Foto von der Verfärbung gemacht und ein bisschen gegooglet.
Bin mir eigentlich sicher, dass es Blaualgen sind - zum Glück aber noch nicht weit verbreitet.
Dafür spricht 1. der leicht bläuliche Schimmer und 2. dass sich die Algen nur vorne an der Scheibe und auf dem Sand befinden, also im Licht. Geruchstechnisch ist alles normal - AQ-Geruch halt, nichts auffälliges.

Foto:

Ich wollte von euch nur noch bestätigt haben, dass es Blaualgen sind, bevor ich mit irgendwelchen Maßnahmen anfange.

Auf dieser Seite wird die Vorgehensweise einer Dunkelkur ja ausführlich und gut beschrieben. Ich hab auch von einigen Fällen gelesen, bei denen eine vollständig durchgezogene Dunkelkur und große WW (80-90%) die Blaualgen tatsächlich dauerhaft gebannt haben.
Aber warum treten die gerade jetzt auf? Ich habe nur die Düngermenge verändert, was ja angeblich für Blaualgen egal ist, da es ja Bakterien sind. Eventuell das Licht, das jetzt im Mai ja stärker wird... das Becken steht aber nicht direkt in der Sonne. Sonst wüsste ich eigentlich nichts, was sich geändert hat.
Vor 3 oder 4 Wochen hatte ich sowas in gaaanz klein (vllt 5mm Durchmesser) schonmal auf dem Sand, da dachte ich mir nichts bei, aber wie man auf dem Foto sieht ist es jetzt doch deutlich mehr.

Was meint ihr, soll ich die Dunkelkur direkt und rigoros (=keine Fütterung, kein Licht, volle 7 Tage) durchziehen, oder habt ihr andere Vorschläge?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen :?:

LG Jan
 

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Hi und danke für die Antwort!

Das braune auf dem Sand ist Mulm, klar, den lasse ich absichtlich liegen :wink:

Aber an manchen Stellen GLAUBE ich auch bläulichen Schimmer zu erkennen, aber da bin ich mir nicht ganz sicher. Die "Kiesblende" ist eine gute Idee - aber was ist mit den Blaualgen direkt unter der Sandoberfläche, bekommen die nicht noch genug Licht von oben?

Nevertheless praktische Idee, mit viel weniger Aufwand.
WW auch mit 80-90% vorher und nachher, oder einfach nur abdunkeln?

LG Jan
 
Hallo Jan,
ich würde da jetzt erst mal gar nichts rumfummeln. Solange sich die Cyanos nur dort aufhalten ist das eher ein optisches Problem. Ich selbst habe auch solche kleinen Stellen (z.B. am Filter) im Becken und die haben sich bis jetzt nicht ausgebreitet. Also einfach beobachten.
Grüße, Susanne
 
Hi Susanne!

Ich bin mir jetzt irgendwie nicht ganz schlüssig, was ich machen soll.
Toms Vorschlag ist ja letztlich kein Aufwand, theoretisch könnte ich das ja also mal versuchen.

Optisch hab ich kein Problem damit, ich weiß nur nicht, in wie fern die sich ausbreiten. Diese glibbrige Form hab ich jedenfalls noch nie bei mir gesehen, das ist wirklich nur im Sand.

Falls noch jemand Lust hat zu antworten, was würdet ihr jetzt machen?

LG Jan
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo Jan,

der Vorschlag von Tom wäre auch meine Idee. Kaum Aufwand, kann auf jeden Fall nicht schaden und du wirst ja sehen was sich entwickelt.

Viele Grüße
Roman
 


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