Sandbereich für Panzerwelse im laufenden Aquarium

Fritz5

Mitglied
Hallo zusammen,

ich mache mir aktuell Gedanken darüber, ob es sinnvoll ist, einen Sandbereich für Panzerwelse in ein laufendes Aquarium mit 2-3mm abgerundetem Kies einzubauen.

Ich habe dazu bereits einiges im Netz gelesen, wäre Euch aber dankbar für Erfahrungen/kompetente Meinungen, da ich in diesem Forum hier doch immer die besten Hilfen bekommen habe.

Mein derzeitiger Plan wäre, so “Raumtrenner“ (kein Schiefer, sondern etwas abgerundetes Material) für das Aquarium und Sand zu besorgen, eine Ecke von Kies freizuschaufeln, die Raumtrenner einsetzen und die Ecke dann vorsichtig mit bereits feuchtem Sand mit einer Suppenkelle aufzufüllen.

Die Raumtrenner hätten den Vorteil, dass sie etwas höher wären und somit ein zu starkes Vermischen von Sand und Kies verhindern könnten.

Kann man so vorgehen oder gibt es da irgendwelche Bedenken, schlechte Erfahrungen (z.B. Sand verteilt sich beim Einfüllen überall / Fische vermischen den Sand und den Kies und es kommt zu Verhärtungen / beim Entfernen bereits vorhandenen Kieses und der darunter befindlichen Düngerschicht entsteht zu viel Schmutz / der Sand schiebt sich unter den Trennwänden durch und es kommt zu Vermischungen...)?

In der Beratung meinte man noch, man könne auch eine dünne Kiesschicht drunter lassen. Wenn die Sandschicht auf dem Kies dann dick genug sei, käme es auch nicht zu Verhärtungen/Fäulnisstellen; stimmt das so?

Außerdem wurde mir noch gesagt, dass Sand schwierig zu reinigen sei, da man mit dem Mulmsauger den Sand einsaugen würde. Ich habe aber auch schon gelesen, dass man Sandboden nicht unbedingt reinigen muss. Turmdeckelschnecken sind zu genüge vorhanden.

Insgesamt wurde mir im Geschäft eher von diesem Vorhaben abgeraten, ich würde es aber irgendwie doch schön finden für die Panzerwelse, möchte aber kein Risiko eingehen. Vielleicht könnt Ihr mir ja bei der Entscheidung weiterhelfen!

Danke im Voraus für jeden Tipp und viele Grüße

Fritz5
 


baum

Mitglied
Hi,
ich denke, wenn du den Sand nicht in eine vollständig abgeschlossene Schale packst, wirst du in irgendeiner Form, irgendwann eine Vermischung haben. Entweder durch die Fische, die Schnecken oder einfach über die Zeit. Zu Verhärtungen wird es nicht kommen, meiner Erfahrung nach wird der Sand irgendwann unten landen und die unterste Schicht bilden. Zumindest ist das so in einem meiner Becken passiert, welches zuerst mit normalem Kies eingerichtet war und wo ich immer wieder etwas Sand aus anderen Becken reingepackt habe. Der war irgendwann verschwunden, nach unten abgesunken.
Die Frage ist nun warum du überhaupt die Sandecke einfüllen willst, bei abgerundetem Kies und regelmäßiger Reinigung ist der für Corys auch geeignet. Sand hat für Corys den einzigen Vorteil, dass sie darin eher "tauchen" also mit dem Kopf voran dort nach Futter suchen. Aber das tun sie im Grunde auch nur bei sich einbuddelndem Lebendfutter, also Rote Mückenlarven, Tubifex etc...das ist natürlich witzig zu beobachten.
Das Verschwinden der Barteln ist meiner Meinung nach ein Problem mit Keimbelastungen an sich.

MFG
Sebastian
 

Fritz5

Mitglied
Hallo,

erstmal danke für die ausführliche Antwort.

Ich habe schon öfters gelesen, dass ein Vermengen von Sand und Kies u. U. nicht so gut sei, aber dann scheinen wohl normale Trennwände zu reichen. (Ich schätze mal, dass auch bei Schüsseln irgendwie immer irgendwo was vermischt wird?!)

Bei der Reinigung habe ich es bisher so gehandhabt, dass ich nur dort Mulm abgesaugt habe, wo ich gut hin kam. Vermutlich wird es für die Corys aber auch wichtig sein, wenn ich die Deko mal ab und an anhebe? (Einige Erfahrene meinten, das müsse man nicht unbedingt machen..?! Ich habe auch immer ein bisschen Angst, dabei Fische zu erwischen.)

Ich habe irgendwo auch mal gelesen, dass es wichtig sei, dass die Corys den Sand durch die Kiemen "sausen" lassen können. (Manche meinen, das sei reinigend, andere sagen das machen die nur, weil es beim Futtern im Sand gar nicht anders geht, von daher weiß ich auch hier nicht, wie wichtig das ist.) Das war der Grund, warum ich dachte, ich könnte so etwas mal machen.

Lebendfüttern tue ich bisher nur mit Artemiazucht, aber ich weiß nicht, ob es bei den Mollys und Neons viele davon überhaupt bis zum Sand schaffen. (Ansonsten gibt es mal Flocken, mal Granulat und manchmal Welschips, die aber auch gerne mal an die Amanos gehen.)

(Gefriergetrocknete rote Mückenlarven sollen angeblich wegen Widerhaken gefährlich sein und gingen nicht vernünftig unter. Daher habe ich die erstmal zurückgestellt. Oder könnte man die dann in dem Sand "verbuddeln"?)

Mit Tubifex und lebenden roten ML habe ich noch keine Erfahrung.

Manchmal heißt es: Corys nicht auf Sand ginge gar nicht, manche sagen, feiner Kies wäre absolut akzeptabel.

Da das alles für mich noch sehr unübersichtlich ist, wollte ich mir hier weitere Meinungen zu dem Thema holen. Es bleibt aber wohl alles nicht so klar.

Danke jedem, der mir hilft!

Fritz5
 
G

Gelöschtes Mitglied 39171

Guest
Moin.

Ich hatte so etwas mal mit Plexiglasstreifen gemacht. Einfach Streifen in der entsprechenden Höhe besorgen. Die kannst du dann auch erwärmen und in jede gewünschte Form biegen. Anschließend mit Sand, Steinen oder Kies bekleben. Ich hatte das mit Aquariumsilikon gemacht. Sah gut aus und hat Sand und Kies gut getrennt. Etwas Sand oder Kies wird trotzdem auf die andere Seite gelangen, war bei mir aber minimal.

Das Einbringen des Sandes mit einer Schöpfkelle sollte auch klappen. Ich habe es mit einem Meßbecker gemacht und das klappte auch gut.
 

Fritz5

Mitglied
Hallo,

danke so weit! Ich habe mich bekräftigt gefühlt und werde das Vorhaben umsetzen.

Zwei Dinge verunsichern mich noch leicht:

1. Kann ich von der alten Kiesschicht bzw. dem darunter befindlichen Dünger ein bisschen unter dem Sand lassen, damit ich mit einem Sandpaket auskomme, oder ist das nicht gut wegen etwaiger Verhärtung/Fäulnis?

2. Ich habe Pflanzen in dem Bereich. Soll ich die vorher rausnehmen und nachher wieder in den Sand einsetzen, oder lieber den Kies vorsichtig so weit es geht von den Pflanzen entfernen und sie an ihrem Platz lassen? (Auch hier weiß ich nicht, ob dann das Sand- Wurzel- Kiesgemisch ungünstig sein könnte?!)

Danke und Grüße

Fritz5
 
G

Gelöschtes Mitglied 39171

Guest
Moin Fritz.

Den Kies würde ich komplett mit dem Bodendünger rausnehmen. Das wird sich sonst vermischen. Damit sollte sich dann Frage 2 auch erledigt haben.
 

Fritz5

Mitglied
Hallo nochmal,

ich habe es jetzt umgesetzt und es hat auch alles soweit funktioniert: alten Kies im Teilbereich raus und später den Sand mit einer Kelle rein.

Ist ja Wahnsinn, wie viel Mulm in dem alten Boden steckt! Trotz vorherigen Absaugens, ist da noch richtig viel aufgewirbelt worden und das Wasser ist auch immer noch trübe.

Jedenfalls scheint es sich zu rentieren; ich habe schon einige Panzerwelse im Sandbereich sehen können.

Nun bleibt noch eine letzte Unsicherheit: Auf dem Kies liegt jetzt teilweise oben etwas Mulm. Kann ich das einfach so lassen, sollte ich es mit frischem Kies abdecken, oder muss das noch raus?

Gleiches gilt für die Übergangsstellen von Kies zu Sand. Die habe ich nicht 100% dicht bekommen.

Außerdem ist zwischen den beiden eingesetzten Trennelementen eine kleine überlappende Lücke. Das würde ich jetzt einfach so lassen, zumal die Panzerwelse da auch gerade noch durch passen, es sei denn, Ihr ratet mir dringend davon ab.

Danke nochmals und viele Grüße

Fritz5
 


rein.hart

Mitglied
Hallo Fritz,
den Mulm würde ich absaugen. Deine restliche Frage könnte man mit einem Bild besser beantworten.
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

okay danke, mache ich gleich raus. Links auf dem Bild sieht man den Mulm. Im Hintergrund überlappen sich die beiden Trennwände mit ca 1 cm Abstand dazwischen.

VG

Fritz5
 

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Fritz5

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Noch als Ergänzung das ganze Aquarium (350l)... Sorry, hätte ich auch in einem Post erledigen können. Vielleicht fällt Euch ja noch ne Baustelle auf, auch wenn es gerade wegen des Sandkastenbaus noch etwas trübe ist.

Danke und VG

Fritz5
 

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Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Fritz,
Ich bin jetzt kein Freund von Häusern im Aquarium, aber ansonsten scheint es gut auszusehen, was man trotz der Trübung erkennen kann.
L. G. Wolf
 

rein.hart

Mitglied
Hallo Fritz,
ich würde Mollys nicht in Gemeinschaft mit roten Neons halten. Die Ansprüche an die Wasserbeschaffenheit beider stehen sich gegenüber. Mollys bevorzugen alkalisches Wasser und Neons saures.
 

Fritz5

Mitglied
Hallo,

Wolf, meinst Du Häuser wegen der Optik, oder hat es einen bestimmten Grund? (Können sich z.B. Fische drin einklemmen etc? Das Haus ist eigentlich eine aussortierte Pumpe meines Bruders, ich fand’s dekorativ, muss es aber nicht unbedingt drin lassen, wenn es Nachteile gibt.)

Rein.hart, das habe ich auch schon gehört, leider erst nach der Einrichtung. Habe das auch schon in einem anderen Thread hier besprochen. Es gibt auch Stimmen, die behaupten, dass beide in meinen Bedingungen so klar kommen können, auch wenn es vermutlich nicht optimal ist. Ich habe nur keine wirkliche Möglichkeit, es wieder zu ändern, da ich nur ein Aquarium habe. Dieses steht seit einem Jahr und ich habe zumindest noch keinen verhaltensauffälligen Molly oder Neon gehabt und die Mollys haben sich auch gut vermehrt. Habe schon welche zu meinem Händler zurückbringen dürfen.

Ich würde es jetzt erstmal so lassen wollen, in der Hoffnung, dass kein Fisch dadurch gequält ist, und beide Arten so nicht nachkaufen, wenn sie irgendwann mal anfangen, schwächer zu werden.

Danke und VG

Fritz5
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Fritz,
Ich mag so künstliche Sachen im Aquarium einfach nicht.
L. G. Wolf
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Fritz,

wenn dir das Haus gefällt, dann lass es drin. Ist Geschmackssache. Schaden wird es nicht.

Da hätte ich eher Bedenken bei deinen überlappenden Trennwänden. Aber auf dem Foto kann ich es nicht wirklich erkennen. Wenn da tatsächlich nur ein kleiner Spalt ist, durch den ein Cory gerademal so durchpasst, würde ich den Spalt zustopfen (Filterschwamm, Stein oder ähnliches), weil mir die Gefahr, dass da irgendwann mal ein vollgefressener Cory steckenbleibt, zu groß wäre.
Aber vielleicht hab ich auch dein "Problem" nicht richtig verstanden.
 

Fritz5

Mitglied
Hallo,

okay danke, dann lass ich das Haus erstmal drin.

Petra, ich glaube, du hast es schon richtig verstanden. Sind Fische wirklich so dumm, dass die wo durchschwimmen, wo sie eigentlich nicht durchpassen?

Mal sehen, habe von so etwas noch nicht gehört, aber wenn Ihr solche Erfahrungen gemacht habt, dann sperre ich den Durchgang wohl besser.

VG

Fritz5
 


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