Richtiges Einfahren???

Hallo ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mein Aquarium richtig einfahre.
Und ich alles richtig eingerichtet habe.

Also ich habe ein 54 Liter-Aquarium.

Technik: Einen Heizstab, einen Filter und eine Leuchte.

Bodengrund: Im Zoofachhandel hat man mir gesagt, dass es nicht notwendig ist, einen Nährstoffboden zu kaufen. Ich habe also nur ein Kies mit einer Körnung von 3mm - 5 mm.

Pflanzen: Eine Kardinalislobelia(Lobelia Cardinalis), eine Nadelsimse (Eleocharis Acicularis), einen Wasserhornfarn(Ceratopteris Thalicroides).

Dünger: Diese Nennen sich "Die 7 Kugeln". (Es sind Kugeln, die man neben die Pflanzen stecken soll. Ich habe mal 2 Stück reingetan.)

Wasser: Ich habe Regenwasser verwendet, da wir im Ort zur Zeit chlorwasser haben. Ich habe dort die gleiche Menge an Wasseraufbereiter reingetan, wie man für das Leitungswasser verwenden soll. Aus dem Aquarium meiner Oma habe ich ca. 4 Liter genommen(wegen den Bakterien zum Einfahren)

Temperatur: 23 °C.

Fische: natürlich noch keine

Habt ihr irgendetwas entdeckt, wo man anderst machen soll oder kaufen soll.

Könnt ihr mir bitte sagen wie man beim Einfahren vorgehen soll??
Ich habe das Aquarium vor 2 Tag eingerichtet. Wann muss ich Wasser wechseln, die Fische einsetzen, ..., ..., ...????

Gruß!!
 


Nabend und willkommen,

ich lege dir den hier mal ans Herz:

http://aquaristik-live.de/viewtopic.php?t=1803

auf den ersten blick würde ich kritisieeren, dass du viel zu wenig (!) Pflanzen drin hast. Kannste mal nen Foto reinstellen ?

zu dem regenwasser kann ich dir nicht viel sagen, normal brauchst du für leitungswasser auch keinen wasseraufbereiter :wink:


ansonsten brauchst du nicht mehr viel machen, außer wasserwerte messen und warten
8)
 
kl.mo schrieb:
Aus dem Aquarium meiner Oma habe ich ca. 4 Liter genommen(wegen den Bakterien zum Einfahren)

Hallo!

Das wird dir nichts bringen da die Bakterien substratgebunden leben, sprich sie siedeln sich an einer Oberfläche an. Deshalb wäre es besser wenn du dir von deiner Oma etwas schmutziges Filtermaterial geben lässt und das gründlich in deinem Becken ausdrücken würdest. Das bringt 1000mal mehr, garantiert. Gibt zwar am Anfang eine starke Trübung, aber das legt sich.

Wenn du das becken so animpfst wie beschrieben, kannst du ein paar Tage später, vorausgesetzt kein Nitrit vorhanden (mit Tröpfchentest überprüfen) ein paar wenige Fische einsetzen. Den Nitritwert solltest du dann aber noch ein paar Wochen täglich überprüfen, und sobald Nitrit nachweisbar wäre (Muss nicht sein dass das passiert!), müsstest du großzügig Wasserwechseln. Bei mir hat es nach dem Animpfen aber gar keinen nitritanstieg gegeben.
Bevor du Fische kaufst lass am besten in einem Fachgeschäft deine Wasserwerte ermitteln.
Dann informiere dich im Internet und hier im Forum, welche Fische zu deiner Beckengröße und zu deinen Wasserwerten passen. Wenn du dir dann mal einen Wunschbesatz zusammengestellt hast frag hier am besten nochmal nach ob das auch passt.
Die Temperatur musst du je nachdem welche Fische du einsetzt evtl. noch ändern.
Wasserwechseln brauchst du solange keine Fische drin sind garnicht, danach einmal wöchentlich 30-40%.

Mfg Michi
 
Hallo,
Kine schrieb:
Den Nitritwert solltest du dann aber noch ein paar Wochen täglich überprüfen, und sobald Nitrit nachweisbar wäre (Muss nicht sein dass das passiert!), müsstest du großzügig Wasserwechseln.
Nitrit ist fischgiftig, darüber müssen wir nicht mehr diskutieren. Warum man aber nach einem überstandenen Nitritpeak oder nach dem Animpfen und Besetzen noch wochenlang täglich Nitrit kontrollieren muss, das muss man mir mal erklären.
Wenn sich einmal eine ausreichende Bakterienflora etabliert hat, dann wird Nitrit nur dann zu einem erneuten Problem werden, wenn man die Bakterienflora massiv schädigt, entweder durch übertriebene Reinigungsmaßnahmen oder durch einen massiven Einsatz von Antibiotika oder ähnlichem.
Ausserdem ist der Begriff "nachweisbar" in diesem Zusammenhang unsinnig. Darüber sollte man auch einmal nachdenken. Sinn macht ein nitritbedingter Wasserwechsel erst dann, wenn Nitrit einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, aber nicht, wenn man es bereist nachweisen kann.

Gruß Knut
 
Knut schrieb:
Nitrit ist fischgiftig, darüber müssen wir nicht mehr diskutieren. Warum man aber nach einem überstandenen Nitritpeak oder nach dem Animpfen und Besetzen noch wochenlang täglich Nitrit kontrollieren muss, das muss man mir mal erklären.

Hallo Knut!

Ich schreibe das nur weil ich glaube ich auch schon mal gelesen habe, dass jemand trotz animpfen Nitrit ins Becken bekommen hat. Bei mir persönlich war das allerdings nicht der fall, trotzdem kann es nicht Schaden den Wert am Anfang im Auge zu behalten, zumal es kein großer Aufwand ist.

Mfg Michi
 
Hallo Michi,
Kine schrieb:
Knut schrieb:
Nitrit ist fischgiftig, darüber müssen wir nicht mehr diskutieren. Warum man aber nach einem überstandenen Nitritpeak oder nach dem Animpfen und Besetzen noch wochenlang täglich Nitrit kontrollieren muss, das muss man mir mal erklären.

Hallo Knut!

Ich schreibe das nur weil ich glaube ich auch schon mal gelesen habe, dass jemand trotz animpfen Nitrit ins Becken bekommen hat. Bei mir persönlich war das allerdings nicht der fall, trotzdem kann es nicht Schaden den Wert am Anfang im Auge zu behalten, zumal es kein großer Aufwand ist.

Mfg Michi
..okay, aber da reichen doch ein paar Tage Kontrolle aus!
Wenn Nitrit unter Belastung (Besatz und Futter) nicht ansteigt dann fuktioniert der Stickstoffabbau doch.

Gruß Knut
 
Hallo zusammen;

Wie Knut schon richtig schreibt, ist Nitrit, wie alle Substanzen eigentlich, erst ab einer bestimmten Konzentration schädlich. das wußte schon der Herr Pasteur und dessen Erkenntnisse gelten fort, bis das Gegenteil bewiesen ist. Da das bisher nicht der Fall ist, haben sich Praktiker der Aquaristik auf einen Wert der irgendwo zwischen 0,3 und 0,5 mg/Liter NO2 liegt geeinigt, bei dem man Handlungsbedarf begründen kann. Ist ein Becken noch unbesetzt, kann man warten bis soviel Nitrifikanten da sind, daß diese den Wert nach einer Spitze (Peak) unter diesen Grenzwert drücken und nicht erneut ansteigen lassen. Fährt man unter Besatz ein, sollte man TWW machen, wenn 0,5 mg/Liter NO2 überschritten wird.
Beachtet man das, wird es zu keinen Problemen kommen, wie die Praxis belegt.

Gruß und schönen Sonntag, Dirk-Werner
 


A

Anonymous

Guest
Hallo,

Knut schrieb:
Wenn sich einmal eine ausreichende Bakterienflora etabliert hat, dann wird Nitrit nur dann zu einem erneuten Problem werden, wenn man die Bakterienflora massiv schädigt, entweder durch übertriebene Reinigungsmaßnahmen oder durch einen massiven Einsatz von Antibiotika oder ähnlichem.
Da die Abbaukapazität der etablierten Nitrifikantenflora aber nicht unendlich ist, ergänze ich hier:
  • und wenn man massive Besatzerhöhungen vornimmt.
Leider ist über die Populationsdynamik der Nitrifikanten wenig bekannt (geschweige denn darüber, welche Bakterienstämme denn nun tatsächlich im Aquarium für die Ammoniuoxidation sorgen). Deshalb bin ich vorsichtig und setze die Grenze für "massiv" mal bei + 25% an. Diskussionen darüber sind ausdrücklich erwünscht.

Viele Grüße
Robert
 
Guten Abend Robert;

Wie stellt man fest, wann man z.B. 25 % der Bakterienflora geschädigt hat. Gibt es ein bekanntes Verfahren, was mir sagt, daß ich 100 % im Becken habe?

Gruß Dirk-Werner
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Dirk-Werner schrieb:
Wie stellt man fest, wann man z.B. 25 % der Bakterienflora geschädigt hat.
:?: :?: :?:

Ich weiß nicht, wo ich was von einem Viertel geschädigter Bakterienflora geschrieben habe. Bitte lies Dir doch meinen Beitrag nochmal durch. Ich habe Belastungserhöhung durch Besatzerweiterung erwähnt, und ich weiß für meine Aquarien, wenn ich deren Besatz um 25 % erhöhe.

Gibt es ein bekanntes Verfahren, was mir sagt, daß ich 100 % im Becken habe?
Ja. Das nennt sich Volkszählung.

Viele Grüße
Robert
 
Hallo Robert,

dein Einwand, oder besser deine Ergänzung, erfolgt natürlich zu recht.
Aber auch in diesem Falle sollte eine Kontrolle des Nitrit für ein paar Tage ausreichen.

Gruß Knut
 
Hallo Robert;

Nun ist eineindeutig, das der Fischbesatz gemeint ist, den kann man ja tatsächlich sehen. Insofern kann es sicher zu einem Mißverhälnis von organischen Abbauprodukten kommen , wenn die Besiedlungsflächen für Nitrifikanten nicht ausreichend groß sind. Grundsätzlich stimme ich da zu Grenzwerte eines Besatzes nicht auszureizen, eher zu unterschreiten, halte aber diese Art des Herangehens für sehr theoretisch, weil hier sicher die Filterbesiedlungsflächen und Gesamtoberflächen im Wasser (Pflanzenmasse z.B.) nicht unwichtig sind. Pauschalisieren würde ich das nicht. Moderater Besatz unter einer wahrscheinlichen Grenzbelastung wäre hier m.E. das, was in der Praxis hilfreich ist.

Gruß Dirk-Werner
 
Entschuldigt bitte, aber ich habe da eine Frage:

Wie bitteschön kann denn Nitrit im Becken auftauchen, solange noch keine Fische drin sind und auch nicht zugefüttert wird ???

Ich verstehe es nicht. :roll:

Dini
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Dini,

Nitrit ist ein Folgestoff, der aus Ammonium entsteht, das wiederum entsteht, wenn organisches Material verfällt.
Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Pflanzen im AQ sind und geschädigte Pflanzenteile sich auflösen.

Meiner Meinung nach dauert dieser Prozess aber unnötig lang und kann durch langsamen Besatz forciert werden.
Langsam deshalb, weil die Bakterien sich in ihrem Zuwachs den Erfordernissen anpassen, sind's zuviel Fische auf einmal, reicht der Bakterienstamm nicht aus und die Zeit, die die Bakterien benötigen um sich auf die Anforderung durch Vermehrung einzustellen, ist insofern etwas kritisch, da es zu einem Nitritanstieg kommen kann, weil eben noch nicht genügend da sind, die den Abbau bewirken.

Gruss,
Britta
 
Braxa schrieb:
Hallo Dini,

Meiner Meinung nach dauert dieser Prozess aber unnötig lang und kann durch langsamen Besatz forciert werden.

Braxa, Du bist ein Traum !
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Auf Dich ist Verlaß.
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Ich watttt unnn watttt unnn wattt auf den Nitritpeak.
3 Wochen waren gestern um. Und was passiert ? Kein Nitritpeak, aber Algen ohne Ende.
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Und deshalb sind gestern die ersten 10 Amanos eingezogen.
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Liebe Grüße
Dini
 
hallo dini :)

hihi, bei uns sind gestern auch die ersten fischis eingezogen, nach 3 wochen....8 rote phantomsalmler. sind quickfidel, werd nachher mal gleich nitrit messen.
liebe grüße
jacky
 


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